REST IN FREEDOM, BEAUTY, TRUTH AND LOVE

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Ja, Sie werden überall nachlesen können, dass es der 5. August war, aber wenn Sie sich die Mühe machen, einige verlässliche Biografien zu lesen, dann wird klar, dass sie am 5. August bereits tot war, gestorben vermutlich am Vorabend, ca 22h. Sie mussten erst Robert Kennedy aus der Stadt bekommen, den Fundort der Leiche pressetechnisch herrichten, Wäsche waschen, Anwälte, Pressechefs und Produzenten auf den aktuellen Stand bringen. Also wurde es 4 Uhr morgens, bis man sie offiziell auffand, und das ist das Datum, das als Todestag angegeben wurde. Ich habe versucht, einen schönen, würdigen, aktuellen Clip zu finden, aber die Reportagen sind schlampig. Selbst die FAZ ordnet die Szene auf dem Ubahn-Schacht „Manche mögen´s heiß“ zu, bei arte zeigt man ein Foto ihres ersten Mannes, James Dougherty, und erklärt ihn zu Arthur Miller. Solche Fehler ärgern mich. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass es diese Berichterstattung gibt, dass Marilyn noch ein Thema ist. Und so mag ich auch Nicki Minajs Marilyn-Lied und die „Week with Marilyn“-Fantasie. Weil Marilyn einerseits fehlt – was hätte sie noch alles Großartiges machen können? Und andererseits immer noch präsent ist. Gedanken über diesen letzten Tag in ihrem Leben füllen mich mit Grauen – sie hatte gerade ihre Karriere versenkt, war unglücklich verliebt, aber Rettungsanker waren ausgeworfen – die Arbeit am abgebrochenen Film sollte wieder aufgenommen werden. Aber wenn das, was Dein Beruf ist gleichzeitig das ist, was Dich in Deinen grotesken Selbstzweifeln befeuert, dann ist das kein leichtes Leben. Sich es dann noch mit den Kennedys zu verscherzen – das war entschieden zuviel.

Marilyn, Glammy loves you forever.

Ein Gedanke zu „REST IN FREEDOM, BEAUTY, TRUTH AND LOVE

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