Kategorie-Archiv: The Rilky Way

TIEFEN, MIR ZUGEKEHRT oder THIS PLANET LOOKS SO CUTE BUT IT´S COLD

Gestern drei Mal mit unterschiedlichen Menschen die gleiche Unterhaltung geführt.
“Und, wie geht´s?”
“Argh – ich hab gesternzu viel getrunken.”
“Wegen Heath?”
“Yeah.”
“Ich auch.”

Das Leben geht weiter in seiner kompletten Banalität. Man spaziert unter Damoklesschwertern, kauft teure Milch und kocht Lasagne. Und kann noch so lange auf´s Erwachen der Steine warten, denn von nichts anderem träumen die, während sie so stillschweigend vor sich hinschlafen und den richtigen Moment abpassen.

THE RILKY WAY TODAY

“Blättert in Euren Blogs*. War da nicht immer um die Frühlinge eine Zeit, da das ausbrechende Jahr Euch wie ein Vorwurf betraf? Es war Lust zum Frohsein in Euch, und doch, wenn Ihr hinaustratet in das geräumige Freie, so entstand draußen eine Befremdung in der Luft, und Ihr wurdet unsicher im Weitergehen wie auf einem Schiffe.”

* Okay, bei Rainer steht “in Euren Tagebüchern”.

RILKE DU JOUR

(Die Pro-Rilke-Rubrik)
“Wie ein Käfer, auf den man tritt, so quillst du aus dir hinaus, und dein bisschen obere Härte und Anpassung ist ohne Sinn.”
(Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

SCHLAG NACH BEI RILKE

“Und sonst? ein Kind in einem stehenden Kinderwagen: es war dick, grünlich und hatte einen deutlichen Ausschlag auf der Stirn. Er heilte offenbar ab und tat nicht weh. Das Kind schlief, der Mund war offen, atmete Jodoform, pommes frites, Angst. Das war nun mal so. Die Hauptsache war, dass man lebte. Das war die Hauptsache.”

Aus: “Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge”

Immer wenn ich Rilke lese schäme ich mich ziemlich für mein SchRRRRRRRRRReiben. Aber es hält mich trotzdem nicht ab. Dank Akimbo fiel mir wieder ein, dass Rilke bei Rodin als Sekretär jobbte.

Ich habe Schluckauf.