Kategorie-Archiv: Dick content

Son Belinda-Tag

Immer noch nicht geputzt. Aber festgestellt, dass sich im Kühlschrank und Regal ausreichend Lebensmittel befinden, um einen Gast zu bewirten. Getränke hingegen verkalkuliert. Fanta aus. Wein oder Wasser. Egal, für Verpflegung hat er seinen Partner. Ich bin Dessert. Und, ja – Wein, wenn Sie fragen.

Stechender Blick mal anders

Bei der T. vorbeigeschaut, da wurden gerade Altkleiderspenden auf ihre Verwertbarkeit überprüft. Bin nun im Besitz einer Witwe-Bolte-Perücke, eines Bambi-Tank-Tops und einer Mowgli-Hose. Alles so Sachen, die im Flüchtlingsheim eh nicht gehen. Ich vergaß den Kaftan, der ginge, ehrlich gesagt. Eine Stunde online investiert mit überraschendem Ausgang. Der Kerl, der ja sagte, war auch binnen einer halben Stunde hier. Und blieb. Und danach konnte ich nicht schlafen. In all den Jahren meiner sexuellen Existenz habe ich noch nie Sperma ins Auge bekommen. Aber gestern. Ins Gesicht ist ja porno-ästhetischer Standard und gehört dazu. Aber wenn man dabei zuschaut läuft man Gefahr – es ist für den anderen halt schwer zu koordinieren, insbesondere für Sprudler-nicht-Tröpfler. Bright eyes, burning like fire…

INVASIAN

Nach den Russen, dann den Spaniern nun also siehe oben. Trainierte Chinesen, die ausschließlich auf haarige Macho-Männer mit fetten Schwänzen stehen. Lustig: dass sie sich kopflos abbilden (ha ha – ich kann die eh nicht auseinanderhalten, aber da gehts mir mit den punkfrisierten stoppelbärtigen brustbehaarten Neukoelln-Spaniern genau so.) (Ich weiß, der grenzt ans Rassistsiche, aber is doch wahr. Und so habe ich mir einen markanten Italiener ausgesucht, der einen hohen Wiedererkennungswert hat, und treff mich demnächst mit dem.) Weitere Erkenntnisse: bei den Neuzugängen häufig frisierte Schamhaare (da wirkt der Schwanz länger, aaaaaaalter Trick! Son Bart!). Dadaistische no-sense-Sätze ersetzen Zitate aus Pop-Songs. Bisexualität boomt wie Bolle. Und, aber das wusste ich schon vorher – es gibt schon echt hässliche Puller.

THE FORCE OF THE BLOW

Und als die Email vom hetero dick-worshipper kommt und er eine Wiederholung anfragt bin ich ganz erleichtert, sort of, weil das Frustrierendste, wenn man homosexuell und gleichzeitig kein Schlangenmensch ist, ist ja, dass man nicht wissen kann, ob man wirklich gut bläst. (Wiederkehrendes Traummotiv – selfsucking. Und jetzt tun sie nicht so pikiert. Heißt nicht umsonst GlamourDick.)

BLOWN AWAY

Dass er eigentlich hetero war, störte insofern nicht, als dass er laut eigener Aussage “cock-obsessed” war. Knutschen wollte er nicht, das war ihm wohl zu schwul, aber Blasen hatte er drauf. Für mich ist Blasen ja Teil des Vorspiels, das macht man ne Weile, dann geht man weiter im Text. Für ihn war jetzt aber Blasen die Hauptattraktion, was den Vorteil hatte, dass er darin Experte war. Also blies er mich, blies ich ihn und nach vielem intensiven Blasen, Lutschen, Hand anlegen, überraschte er mich mit etwas, das ich mal vorsichtig als multiplen Orgasmus bezeichnen möchte. (Keine Sorge, Lucky, die Tapete hat nichts abbekommen.) Don´t let them tell you that there won´t be trumpets!