Could you call a turkish homofucker a sperm doener?
Archiv der Kategorie: Glam gruebelt
MANGEURE ROUGE oder INVASION OF THE BODY SNATCHERS
Als ich feststellte, dass es sich nicht um eine einzelne verirrte Kleidermotte gehandelt hatte und es vermutlich noch lebende Geschwister gab, da habe ich zuerst das historische flieder-creme karierte Versace-Sakko überprüft (heilig und heile), dann den seidenen schwarzen Zweireiher, ca 1996 – der müsste also bald wieder gehen – desselben toten Designers. Ebenfalls unbeschädigt, abgesehen davon, dass aus einem Knopf die Medusa rausgefallen ist, aber das waren nicht die Motten, das war die verlässlich schlampige Verarbeitung der Knöpfe. Der kamelfarbene Dolce-Mantel – unversehrt. Dann ein Gedanke wie ein Dolchstoß. Und, ja, mein urältestes Kleidungsstück, mein geliebter ca 20 Jahre alter scharlachroter No-Name-Cahsmere-V-Neck: da hatten die Biester ein Candle Light Dinner. Erst sehr geärgert. Dann aber überlegt, dass 20jährige sich um den Pulli prügeln würden, wenn er in diesem Zustand im Vintage Shop von American Apparel zu haben wäre. Diesen Pulli besitze ich schon länger als dass ich ihn nicht besitze. Und son paar olle Mottenlöcher – da steht der drüber.

Edit. Schon eklig, dass die Biester irgendwelche Hautfetzen von mir aus dem Pulli knabbern. Auf der anderen Seit ist es besser so, als wenn sie direkt von mir frühstücke würden. Hab ich auch schon erlebt, dass so eine anfliegt und sich auf meinem Knie niederlassen will, um ein Stück Kniehaut oder Kniehaar zu verputzen. „Hältst Du mich fürn Pulli Du Scheißkörperfressersau oder WAS??!!“ Möchte man ihr zuflöten, doch auf Diskussionen sich einzulassen mit Motten hat wenig Zweck. Man klatsche sie an einer unauffälligen Stelle. Die Kleidermotte hinterlässt ja wemauchimmer-sei-Dank nicht so große Flatschen wie die gemeine „Männer-umschwirrn-mich“-Motte. Und mittlerweile haben sie sich eh an dem grünen Papier eine Überdosis Nasentod geholt. Man frisst nicht ungestraft mein Cashmere.
THANK YOU FOR SMOKING
Vor etwas mehr als zwei Wochen also „aufgehört“ und es hat sich Scheiße angefühlt. Die erste Woche habe ich an kaum etwas anderes gedacht, als an rauchen. Ich konnte mich auch nicht mit dem Begriff „Nichtraucher“ anfreunden. Schon als Kind roch ich so gerne Zigarettenqualm. Ich freute mich, wenn meine Tanten zu Besuch kamen, weil dann geraucht wurde. Ich konnte kaum sprechen, da sagte ich „das duftet“, wenn sich jemand eine ansteckte. Ich rauchte 25 Jahre lang ausgesprochen gern. Und wenn mein Körper mir nicht die Rechnung präsentiert hätte, dann würde ich auch heute noch eine Schachtel täglich rauchen, aber wenn ich das tue, dann fallen mir die Zähne aus, weil mein Zahnfleisch auf irgendeinen Bestandteil des Rauches mit Rückzug reagiert.
Die letzten Monate habe ich mir das Rauchen schlecht geredet. Was es mit meiner Lunge macht, mit meiner Haut, meinen Zähnen. Dass es aus dem Fenster geschmissenes Geld ist. Die rationale Taktik hat geklappt, aber nur bedingt. Denn eigentlich fiel es mir erst richtig leicht, nicht zu rauchen, als ich mir eingestanden habe, dass Rauchen für mich nach wie vor auch mit Genuss verbunden ist. Und dass ich mir dieses Genussmittel nicht nehmen lassen möchte. Dann schnorrte ich mir eine, fiel fast in Ohnmacht vor Nikotinflash und genoss. Ohne mich schuldig zu fühlen. Und die eine reichte auch völlig, es dauerte einige Tage bis ich mal wieder eine rauchte. Noch vor 16 Tagen war es mindestens eine Schachtel täglich. Suchtraucher. Jetzt: Partyraucher. Seit ich weiß, dass ich dann und wann ruhig eine rauchen darf, so wie ich mir auch dann und wann mal Drogen reinpfeife, ohne davon süchtig zu werden, seitdem bin ich relaxt. Komme mehrere Tage am Stück ohne aus. Genieße jede Zigarette, wenn ich sie dann rauche. Und denke auch mal wieder an andere Sachen. Das angestrengte Nichtrauchen war von enormer Freudlosigkeit geprägt. Dazu noch das Gefühl, in die weitestgehend unsympathische neuerdings-Nichtraucher-Fascholiga überzuwechseln, in der jeder Raucher, dem man auf der Straße trifft erstmal als Luftverschmutzer und Tierquäler, Mädchenschänder und Pferdedieb angekeift wird. Zu denen will ich nicht gehören. Aber ich möchte auch kein lederhäutiger Kettenraucher mit schiefen Dritten werden. Eine Kollegin hat mir freundlicherweise ein paar buddhistische Götter aktiviert, mit denen ich jetzt den Pfad des gemäßigten Genusses entlang wandele. Man lernt nicht nur durch Verzicht, sondern vor allem durch Verzicht in Kombination mit Genuss.
WORÜBER GLAM SICH VOR EINEM JAHR AMÜSIERTE
„Außerdem hatte er viel Spaß, als Lucky sich einen Penis ans Auge montierte. “
SCHRIPPTEASE

„Eine Geile Schnitte bitte. Mit Sahne“
„Noch n Negerkuss?“
„Lieber ´n Schusterjungen. Und sagen Sie – wie laufen eigentlich die Glamourschnecken?“
„Wie frisch gefickt.“
UND BY THE WAY – GLAM HAT SICH IMMER NOCH KEINE ZIGARETTEN GEKAUFT
Gestern „1408“ und „Invasion“. „Invasion“ wirklich so langweilig wie die Kritiker sagten. Aber ich schau Nicole Kidman gern anderthalb Stunden zu; sie sah, wie immer (außer in „The Hours“) metallisch schön und lecker wie Marzipan aus. Daniel Craig hat man aus diesem Grund kaum wahrgenommen. (Hinweis betreffs Craig: Er ist atemberaubend in „Infamaous“, der überschatteten zweiten Capote-Filmbio. Ich habe ihn nicht ERKANNT.) Der Film zieht sich, aber der Trailer ist cool.
„1408“ hat mich ein paar Mal vor Schreck zusammenzucken lassen. Solider Horror. Aber schauen Sie sich keinesfalls den Trailer an, dann kennen Sie schon den ganzen Film.
Heut schicken die netten Menschen von Amazon den neuen Stephen King und dann schau ich nochmal, was es im Videodrom für neue Serien gibt. Und morgen freu ich mich dann, hoch hinaus in den Osten zu fahren und ein paar nette Blogger zu treffen, die ich lange nicht oder noch nie gesehen habe. Tod Spango is in town!
DAS KOMMENTARVERHALTEN…
… auf manchen Blogs erinnert mich an Hunde, die sich gegenseitig am Arschloch schnüffeln.
TRAGÉDIE, TRAGÉDIE, C´EST LE PLUS GRAND DES MALHEURS…
When you lose control and you got no soul. Kennen wir doch alle, diese Tage. Ganz besonders morgens, wenn man aufwacht. Wieder mal ohne seine Seele. Gorgeous, glamourous, ein schimmernder funkelnder Zombieexpress. Assburger, quasi.
Gut, dass die Gibbs sich dieses Themas angenommen haben. Singen die eigentlich noch oder haben die schon Stimmbandkrebs? Bzw – haben die noch Stimmband oder haben sie sich das abgesungen? Einer ist doch schon tot – Larry Gibb? Marry Gibb? Gilbert Glibb? Who cares. Und jetzt ALLE:
Und noch etwas: Die Wiederkehr von Ines Schreiber müsst Ihr Euch verdienen, Ihr Passivblogger Ihr. Strengt euch gefälligst ein bisschen an.
BUNNY TERROR oder MAN HATTE DAS SELTERS DER OMA AM NEBENTISCH VERGESSEN





Die Kaninchen waren gar nicht die Plage. Es waren die Retroköter. Graue Receiver, (wie die Spreepiratin wortschöpfte), Schnauzermischlinge (der von der Rosenberger, die sich in einem Busch verbarg, ganz besonders unhübsch), Labradore, Jack Russels. Ein mondgesichtiger Pygmymops vorm Café am Neuen See kam gegen die Masse von 80er Jahre-Hunden, sozusagen Discoköter, einfach nicht an. Desweiteren in den Büschen: alte Schnäuzermänner mit Kurzhaarfrisuren und einem schuldigen Blick. Löwenbrücke war gesperrt, was zu großer Verwirrung bei den Stammgästen führte.
Teargarden war Britts Idee gewesen, mein Vorschlag war dann Kuchen. Noch retroer als Hunde und Männer dann das entzückende Café mit den ungesunden Gästen und den historischen Konditoreierzeugnissen. Herrentorte, Eclair („Liebesknochen“ sagt Britt), Napoleonschnitte, alles noch leckerer als es ohnehin schon aussah. Authentisch. Kuchen, der noch aus Teig gemacht wird und nicht aus Soya oder Nano-DNA. Uns fallen noch ein paar historische und verschollen geglaubte Gebäcke ein: die nierenförmigen „Bohnen“, weiß glasiert mit einem kessen Pinselwurf-Schokoklatscher drauf. Eierkränze (gab´s nur zum Schützenfest.) Man möchte einen Bohnenkaffee trinken und dann etwas Herzhaftes zu sich nehmen, um den Zuckerschock wegzupegeln.
„Strammer Max!“
„Bauernfrühstück!“
Dazu liest man dann die „Land und Forst“, die man sich vielleicht in der coolsten aller Leihbüchereien besorgt hat, die es nur noch so lange geben wird, bis Brangelina ein Auge oder bis zu vier drauf geworfen haben werden, dann ist die nämlich ruckzuck verkauft, mitsamt Mobiliar, Buchbestand und Matschimitatfußboden in „Schlamm“ und erfreut sich an Berichten über die Käfighaltung reifen Mastviehs unter der Überschrift „Alte Säue, neue Ideen“ – nach wie vor meine unschlagbar unentthronbare Lieblingsschlagzeile aller Schlagzeilen aller aller Zeiten.
Frauen, die „Selters“sagen und klingen wie 800 Jahre Ernte 23 aber rote Haare. Männer, die bei nicht vollständig verspeister Herrentorte Schlechtwetter vorwarnen. Ich rechnete jeden Moment damit, dass uns der Geist von Pfitze auf die Schulter schlägt. Hätte er gedurft.
BEDEUTUNG
Worte in Abfolge.