Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

BUTT CRACK

Wenn man der Berichterstattung auf dieser Seite folgt, dann könnte man zu der Annahme gelangen, der Dick ernähre sich hauptsächlich in der Konditorei und der Karstadt-Lebensmittelabteilung. Stimmt auch. Weit gefehlt. Für Specials – den britischen Tee, arabisches Brot, italenisches Mineralwasser und indische Konserven gab es unweit des Görlitzer Parks einen kleinen Laden, den Butt-Markt. Und der hat vor kurzem dicht gemacht. Das ist ärgerlich. Deutscher Tee kickt nicht. Der Dick will den Butt zurück!

(NICHT?) VERLIEBT IN BERLIN

Auf der Blücher, kurz vorm Mehringdamm gibt es einen Streckenabschnitt, der mich immer sentimental werden lässt. Nicht, weil dort irgendwas historisch dramatisches stattgefunden hätte (jedenfalls nicht, dass ich wüsste), aber es überkommt mich allmorgendlich eine kurze heftige Traurigkeit, die möglicherweise etwas mit Erdstrahlen zu tun hat, aber so schnell wieder vergeht, wie sie aufgetaucht ist. Also eine angenehme Sentimentalität, keine Trauer, keine Depression. Heute, auf eben diesem Abschnitt: eine Motor-Roller-Kolonne mit Werbeschildern „Der neue Plenske: Verliebt in Berlin“. Das fand ich so süß und so Berlin (In den Zwanzigern gab es das so ähnlich mit „Du musst Caligari werden“), dass mir vor Aufwallung ganz Marlene wurde. Und dann, beim Bäcker:
„Na mein Lieber, bist aber früh dran heut.“
„Wieso? Is doch viertel vor Neun.“
„Ach Jott, die Zeit, die fliecht.“
Ich weiß – keine Pointe. Das kommt auch schon mal vor. Aber bei fliegender Zeit fällt mir prompt ein, dass der brutal rattenscharf sexye Araber wieder aus den Staaten zurück ist und dass ich eine ziemlich exakte Vorstellung meiner Abendplanung habe.
Anders ausgedrückt, wieder mal für Eingeweihte:
„Und jetzt?“
„Und jetzt? Ficken!“

DAMIT MAN NACH EINEM EVENT NICHT IN EIN TIEFES SCHWARZES LOCH FÄLLT

Das mit dem Rauchen endlich mal sein lassen. Rechnungen bezahlen. Zweitjob suchen. Neuen Erstjob langsam mal erwägen. Auch mal wieder Zeit für Blowjob. Exposé für Angst-Buch neu angehen. Länger schlafen. Zahnarzt. Das Webseiten-Projekt.
Fühlt sich trotzdem noch etwas dumpf an. Die nervöse Energie war so heftig, dass ich sie gestern noch spürte. Heute dafür ziemlich erholt aufgewacht. Langsam anfangen. Erstmal die Rechnungen.

UNNÖTIGER STRESS

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Wenn einem z.B. das Schlüsselbund mit Auto- und Wohnungsschlüsseln entwendet wird und man sich am Premierentag, der ohnehin ein wenig busy ist, ums Auswechseln der Schlösser kümmern muss. (Schmiedemeisters Sohn hat selbstverständlich bereits sein erprobtes Zweitschloss in der Wohnungstür installiert.)

DAS VIERTE: SECHS! NACHSITZEN.

Ich weiß nicht, ob Ihr es wisst, aber irgendwo ganz weit hinten, in den zweistelligen Tastenkombinationen Eurer Fernbedienungen befindet sich ein klitzekleiner Fernsehsender, der sich für Hollywoods Vertretung auf Deutschlands Bildschirmen ausgibt. Dabei zeigt er alte US-Streifen und Serien nicht einmal im Original und auch häufig nur eine Auswahl aus 70ies Schrott, der sonst bei Tele 5 oder Kabel 1 im Nachtprogramm läuft, wenn keiner hinschauen muss. Manchmal jedoch, beweisen die Programmacher des obskuren Senders ein schlaues Händchen: bislang zweimal. Ein Wochenende im Harz wurde mir vor ein paar Monaten mit einem Doris Day-Double Feature verniedlicht (im Harz bedarf es nicht viel, froh zu werden). Und unlängst gab „das Vierte“ bekannt, die Spelling-Serien „Beverly Hills 90210“ und „Melrose Place“ ins Vorabendprogramm zu nehmen. „Melrose, schön“, freute ich mich, zappte gestern zwecks geistigen Themenwechsels durch die Programme, fand zufällig besagten Sender und anstelle von Melrose lief eine alte Detektivserie mit einem alten Protagonisten. Fuck you, das Vierte. Die haben Melrose Place abgesetzt. Wenn Amanda Woodward das erfährt, dann reißt sie Euch die Eier ab.
Was bleibt mir jetzt zum Fernsehen? John Kosmalla. Und der kommt nur wöchentlich. Und den hätte ich lieber in einem anderen Format als „Komm bau ein Haus“ oder wie es heißt. Der lächelt immer so schön. Und ich mag die Frisur. Aber Architekten sind kompliziert, oder?

GLAMOURDICKHEAD

Im Traum nach meinem besten Sex gefragt worden. Aufgewacht und vor Nachdenken nicht mehr so richtig eingeschlafen. Was aber ganz nett war, weil im Dämmerzustand die besten Sex-Erlebnisse Revue passieren zu lassen nicht gerade eine unangenehme Angelegenheit ist.
Und die im Traum gestellte Frage kann ich immer noch nicht beantworten, weil
– der erste Sex, wenn man in jemanden verknallt ist, ist meist geil. Weil man es endlich tut. Und da wiegt die Tatsache die Qualität oft auf. Was sich dann beim zweiten Sex (meist katastrophal) erweist.
– Sex mit einem Fuckbuddy, jemandem, der einen genau kennt und weiß, was er zu tun hat, ist auch nicht zu verachten. Manchmal ist es gut, so jemanden zu haben, just for sex. Denn wenn ich Brötchen will, geh ich ja auch zum Bäcker und nicht notwendigerweise zu Karstadt. (Nicht, dass es da keinen Sex keine Brötchen gebe. Aber ich glaube an Spezialisten.
– und dann gibt es da noch eine ganze Reihe von überraschenden Begegnungen mit damals-wie-heute-Fremden. One night stands, bei denen alles genau richtig lief.
Na toll. Jetzt läuft schon wieder ein Best of im Hirn.

SINGLE SUCKA oder DIAMONDS, DIAMONDS – I DON´T MEAN RHINESTONES

Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich promiks unbepartnert recht zufrieden bin, aber es gibt Situationen, in denen es suckt, Single zu sein:
– Man muss immer alle Einkäufe selbst schleppen.
– Man kann nie in einer Einfahrt parken und der Partner bleibt drin, falls jemand rein oder raus möchte.
– Man macht Listen, weil einen niemand daran erinnt, dass man beispielsweise am Freitag um drei eine Tonanlage abholen muss, die man dann natürlich auch selbst in den fünften Stock zu transportieren hat.
– Und man bekommt fast nie Schmuck geschenkt.