Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

DICK´S DICK oder IT´S A VIBRATOR!

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Was dazu wohl der Herr Kracht sagen würde? Oder die Mireille? Dicht an dicht mit dem „adult product of the year“! Dass nenn ich eine Lektion im Schwichteln! Das Laster liest ganz klar hier mit, weiß, dass ich ein paar Euro extra ganz gut brauchen kann und so kann ich in Kürze in die Dildoproduktion gehen. Damit bald jeder einen GlamourDick haben kann! Danke Norman – Plätzchen backen war gestern!

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WITH OR WITHOUT BALLS

Teil 3 der Spon-Reihe über schwule Fußballer ist im Ton übrigens recht unretro. Hat man da jemandem auf die Fingerchen geschlagen? Aber der letzte Satz ist dann doch wieder ein Knüller:
„Lesen Sie im vierten und letzten Teil, wieso auch lesbische Fußballerinnen Anfeindungen ausgesetzt sind.“

Ich kann´s kaum abwarten.

Was die ganze Diskussion zwar nicht thematisiert, aber allein durch ihre Veröffentlichung belegt: Diskriminierung hat nicht aufgehört. Dazu muss man nicht nach Dildos in der Mannschaftsdusche suchen, da kann man einfach mal gleichgeschlechtlich Hand in Hand durch Gera, Goslar oder Gelsenkirchen spazieren.

VANITY FAIR ENOUGH

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Brad Pitt war not amused über das aktuelle Cover von Vanity Fair, das ihn in einer Videoinstallation von Robert Wilson zeigt. Er habe sein Einverständnis zur Veröffentlichung nie gegeben. Ich bin auch nicht amused, weil ich es für eine Unverschämtheit halte, dieses Bild mit Buchstaben zu verunstalten. Ich hätte es gern in Lebensgröße ohne die störenden Titel. Gern auch in 3D.

Auf das Vanity Fair war ich im vergangenen Jahr schon öfters böse. Wegen der Artikel über Lindsey, Nicole (im Bikini, no less) und Paris. Die gehören da nicht rein. also kündigte ich mein ca. 12jähriges Abo. Und dann sehe ich im Kiosk das Brad-Cover. Für ein viertel dessen, was mich das Jahresabo kostet, erstand ich dann die Dezemberausgabe, ging nach Hause und verlängerte das gekündigte Abo. 12 Ausgaben für $ 43,-. Fair enough.

SCHMIER ICH MIR HALT N KÄSEBROT oder WHY THERE WON´T BE AN ELEPHANT IN THE ROOM TONIGHT

Das Thanksgiving-Dinner bei der amerikanischen Nachbarin habe ich schon wegen ihm verpasst. Und heute die Einladung zum Hirschgulasch bei einem lieben Freund. Everywhere I go – der Seelenzombie ist schon vor mir da. Es gibt nicht viele Menschen, denen ich aus dem Weg gehe, aber wenn ich seinen hohlen Blick sehe, möchte ich ihm die Zigarette im Gesicht ausdrücken, damit wenigstens etwas Leben hineinkommt. Er ist der Typ Mensch, der irgendwann in der Zeitung steht, weil er hinterrücks eine Rentnerin angefallen und totgebissen hat. Leere Freundlichkeit als Schutzschild vor einem seelischen schwarzen Loch. Und wenn man ihn nicht richtig kennenlernt, dann könnte man ihn für charmant halten. Lernt man ihn dann kennen, dann überschwappt einen seine innerliche Zerstörung. Ein Bateman mit Bambi-Blick. Ich kann mich nicht dazu bringen, zu so jemandem auch nur annähernd höflich zu sein und so spare ich der Dinnergesellschaft den Frosthauch meiner Anwesenheit.
Weshalb denn so gute Freunde von mir sich so gut mit ihm verstehen, wenn er doch so schlecht ist? Weil sie, anders als ich, es gelernt haben, Leute auf Distanz zu halten. Die werden ihn deshalb nie kennenlernen. Und zum ins Wohnzimmer stellen oder an den Esstisch setzen eignet er sich optisch. Bin ich ja auch drauf reingefallen. Aber wenn ich ihm dann heute sagen würde „Du schuldest mir noch nen Zwanziger für die Endreinigung“, dann wäre das sicher kein Stimmungsmacher für ein vorweihnachtliches Abendessen.

AMOK STATT AMOR

„Nachhaltig irritiert* gibt man sich auch bei der ARD, die gerade den „Berlin, Berlin“-Nachfolger „Zwei Engel für Amor“ beerdigt hat. Am Freitag lief die letzte Folge. Die Quoten waren nicht schlecht – sondern miserabel.“
Spiegel online.

Irritiert. So so. Weshalb? Die Amor-Show war so staubig, dass ich die zwei Mal, die ich versuchte, sie mir anzutun, husten musste. Eine olle Kamelle mit angestrengt lustigen 90er Dialogen in einer Regie, die nicht einmal Berliner Boulevard-Niveau erreichte. Einer Hauptdarstellerin, deren Ausdrucksvermögen dem von Kaugummi entsprach. „Botox! Please! Bitte lege jemand ihr Gesicht lahm!“ hatte es mich bis in den Traum verfolgt. Einem Kai Lentrodt, der mal ganz anders (nämlich falsch) als Hengst besetzt war. Ärgerlich, der Typ ist nämlich klasse. Wenn er mir das nächste mal über den Weg läuft, sollte ich ihm das Exposé für meine TV-Soap zustecken. Die habe ich vor zwei Jahren konzipiert und, wie guter Wein, ist sie langsam in einer Eichenschublade ausgereift und hat einen netten satten Barrique-Charakter. Und eine bestechende männliche Hauptrolle für einen großen Blonden.
ARD – merke: Engel gehen nicht. Nicht in der Zielgruppe. Teuflisches immer.

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* Ich stelle mir das bildlich vor. Die ARD. N a c h h a l t i g irritiert. Wie sie jetzt verwirrt gegen Glasscheiben laufen, mit den Köpfen schütteln und Sorgenfalten die hohen Stirnen dominieren. Auch ne schöne Serie. „Hoppla.“
„Oh!“
„Sorry.“
Aber manche Spon-Formulierungen irritieren mich schon nachhaltig.

CH-CH-CH-CHOICES

Eine dieser Entscheidungen, die man trifft und schon während des Treffens bereut, zugleich wissend, dass sie richtig ist. Wie zu sagen, ich geh nicht auf die Party, ich muss ja morgen früh aufstehen. In dem Zusammenhang: die Party morgen sag ich auch noch ab.

GLAM GOES BALTIC

Das Schnittchen war mit, Lucky und das Skailight und ein Elefant, den wir unterwegs aufgegabelt haben. Im Barbie-Mobil ins Baltische. Weil doch meine Astro.com-Weltkarte mir sagt, dass da dieser eine Ort ist, an dem ich glücklich werde, wenn auch dick. Das haben die nur falsch interpretiert mit dem dick werden. Ich bin doch schon Dick.

Und heute beim Youtube-stöbern dann was Neues von den netten Letten entdeckt. Wenn Ihr mal hinter der polnischen Grenze seid, geht kauft Euch ein „Brainstorm“-Album!

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HOMOS FOR CHRISTMAS

Cashmere-covered-cutie Pheerce hat das so süß vorgemacht, wie man richtig beschwichtelt, da ahme ich das jetzt einfach nach.

Caliban, Schwichtelschwester, Dein Blog besticht und gefällt nicht nur wegen der Promiberichterstattung, den Hinweisen auf Geschehnisse und Broadway (oder Vienna-)-Premieren auf der anderen Seite der Weltkugel und charmante Gore-Vidal-Filmchen, somdern es schimmert auch immer etwas mehr durch. Etwas Mensch. Und deshalb fällt es mir gar nicht schwer, ein Päckchen für Dich zu schnüren. Natürlich Gefahr laufend, dass du das alles schon hast. Aber dann sei ruhig ehrlich und ich plündere die Archiv-Katakomben der Mansion.

HOME ON THE RAGE

„Road rage“ – dafür gibt es leider keinen adäquaten deutschen Ausdruck. Autobahnraserei vielleicht, wobei die Raserei keine Bezeichnung für Geschwindigkeit ist, sondern für einen Geisteszustand, bzw. einen geistlosen Zustand, in dem der Wahn im Menschen ausbricht, wenn er die Kontrolle über ein Fahrzeug hat, das sich im Fahrzeugverkehr einordnen muss. Nick Hornby kreierte schlau und treffend den Begriff music rage. Das ist, wenn jemand zu mir sagt „die neue CD von Kate Bush ist wirklich enttäuschend“ und ich ihn nicht nur aus meinem Adressbuch streiche, sondern ihn mit einem stumpfen Gegenstand schlage, bis er nie nie nie wieder so etwas Beleidigendes sagt. Ich persönlich litt an einem leichteren Fall von music rage, der fast geheilt wurde (dennoch bitte Vorsicht mit Negativäußerungen betreffs Kate Bush in meiner Gegenwart). Vielleicht, weil dann die movie rage ihren Platz einnahm.
„Wie kannst Du Dir so einen Scheiß anschauen. Das ist ja eklig. Das ganze Blut, die Gewalt.“ Mein damaliger Freund stand nicht so auf Gewalt in Filmen. Und das mir. Und seine Aussage betraf Coppolas Dracula. Damals hätte ich es schon wissen müssen, dass das keine Zukunft hat. Außerdem quatschte er in den ersten Minuten eines Films. Dabei weiß man doch, dass in den ersten 5 Minuten die komplette Geschichte etabliert wird.
„Das ist doch völlig unlogisch jetzt.“
„Nein, ist es nicht. Das ist nur, weil Du nicht aufgepasst hat. Ganz am Anfang sagt doch sie zu ihm-„… usw.
Ich rächte mich und drückte bei ihm ein bisschen aufs music-rage-Pedal – sein wunder Punkt: Nina Hagen. Das waren dann die Nächte, in denen er die Bettdecke ganz fest um sich wickelte und mich manchmal aus dem Bett trat, wenn er (angeblich?) schlief.
Schon in den ersten drei Monaten schafften wir es, einander per Knopfdruck auf Weißglut zu bringen. Einmal haben wir uns sogar ein bisschen geschlagen. Das wieder-Vertragen machte ja schließlich auch Spaß. Auf Dauer schaukelten wir uns in eine ungesunde Form von – Sie ahnen es: Love Rage. Love Rage zeichnet sich durch das sadistisch-narzißtische Auslösen von Erregungszuständen aus, die eigentlich nur die Formulierung der folgenden Aussage sind „Du bist nicht so wie ich Dich will“. Oder möglicherweise auch „Du bist nicht ich.“
Neun Monate dauerte der Liebeswahn. Bis wir einmal zwei Wochen lang isoliert das Schubsen überstrapazierten. Was mich davor bewahrte, mich in Liz Taylor in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ zu verwandeln. (2nd thought here: has it really??)
Auch er hat das alles recht unbeschadet überstanden. Seine Indianerhaare sind einer praktischen Kurzhaarfrisur gewichen. Er sieht immer noch fantastisch aus, Und er hat einen Partner gefunden, der vielleicht ein bisschen mehr ist wie er selbst.