Frau Koma hat ihr Laptop zurück, Hotel Mama kann die Grüne Frau zuordnen und La Bebe is singing on stage!
(Gerade wenn man dachte, es gibt keine angenehmen Überraschungen mehr.)
Muss man öfter hören, dann wächst und wächst und wächst es.
Frau Koma hat ihr Laptop zurück, Hotel Mama kann die Grüne Frau zuordnen und La Bebe is singing on stage!
(Gerade wenn man dachte, es gibt keine angenehmen Überraschungen mehr.)
Muss man öfter hören, dann wächst und wächst und wächst es.
Nach Wally Lambs „The Hour I first Believed“ nun ein weiterer Roman über Familienfindung*. Nicht minder packend, um einiges crazier, leichter und mit einer feinen Dosis Magischer Realismus. Und wenn man denkt, jetzt ist´s vorbei, perfekter kann kein Ende sein, dann kommt ein weiteres und man denkt – perfekt, perfekter kann kein Ende sein und dann kommt ein weiteres und man begreift, dass die Definition von Perfektion täglich aufs Neue festgelegt werden muss. Uneingeschränkt empfehlenswert, wie ein Buch nun mal zu sein hat, wenn darin ein See mit dem Namen „Lake Glimmerglass“ Schauplatz ist.
(Und wenn man dann den Plural am Ende begreift – you´re gonna love love love it!)
* „Father is fiction, mother is fact“ – ein uralter Topos, der nicht aufhört zu faszinieren. Literaturwissenschaftler warfen einmal die Frage auf, ob die Suche nach dem wahren Vater der Urknall für das Genre des Detektivromans (und somit des Krimis) ist.
„“At one time, prom may have been a big popularity contest where the best-looking guy or girl were crowned king and queen. Things have changed and it’s no longer just about who has the most friends or who wears the coolest clothes,“ Garcia told the crowd of seniors. „Sure, I’m not your typical prom queen candidate. There’s more to me than meets the eye.“
And guess who´s Prom Queen now!
Meine glamouröse Hochachtung, Sergio Garcia!
(Was Miss California wohl dazu sagt?)

(Pic: G. Barris, July 1962)
Eine Sache, von jemandem zu wissen, dass er vor ein paar Jahren sein 50. Bühnenjubiläum begangen hat. Eine andere, die Karriere dann bewegt und bebildert zu sehen. Die G. mit 10 im Duett mit ihrem Vater, die G. mit 20. Mit 30, 40, 50 und auch mit 60 noch im Geschäft. Ein Leben, das sich in Interviews entblättert, in Film- und Fernsehausschnitten. Diese steifen schwarzweiß-Shows der 60er, wo graue Männer rauchen und schwarz auftoupierte Damen den Blick verschämt nach unten senken und an ihrer Perlenkette nesteln. Da wirbelt dann auf einmal eine Blondine rein und scheucht die Kollegen auf. Wenige Jahre später wird sie dann zum Spießeridol zementiert, man sieht es schon an den Haaren – nicht mehr wild und im freien Fall, sondern ein Doris-Day-Häubchen. Nach einer ungewollten beruflichen Verpartnerung strampelt sie sich frei und singt das was sie am meisten liebt – Jazz. Und sie ist gut, aber das will die Masse nicht hören. Die wollen das freche Mädchen. Und dann erfindet sie sich ein weiteres Mal neu und landet in den Charts. Als erwachsene Frau, die vor allem durch ihre Stärke auf sich aufmerksam macht. Dass sie sich nie sonderlich stark gefühlt hat sondern lediglich Projektionsfläche für einen Schlagertexter war, sei´s drum. Ihre Karriere ist erneut beflügelt für ein paar Jahre. Wenn nix mehr geht – geht Jazz. Mit 50 muss man nicht mehr in die Charts – lern dazu, Madonna!
Ihre Unsicherheit stammt vermutlich aus der Kinderzeit, in der sie wochenlang auf Tournee war, keine vernünftige Bildung erfahren hat, sondern nach einem Singwochenende mit Nachhilfelehrern vor den Büchern saß, verzweifelt:
„Hast Du´s denn jetzt begriffen?“
„Nein.“
Das wusste man nicht von der G. (dass sie in einer skandinavischen Filmproduktion eine Nacktrolle hatte, in aller entzückenden Natürlichkeit; dass sie schon als junges Mädchen auch in dramatischen Rollen Erfolg feierte, nicht nur als Hupfdohle.) Das war in einer fernen Generation. Und doch ist sie jetzt hier und eine Zeitgenossin. In ihrem Geburtsland Dänemark zählt sie noch immer zu den bewundertsten Sängerinnen – vermutlich auch, weil man sie hier eher mit Jazz in Verbindung bringt, als mit Schlager. Und nächste Woche reist sie nach Kopenhagen um die 17jährigen Louise Espersen dabei zu unterstützen, ihr Gitte-Hommagen-Album zu promoten. Da steht sie dann neben dem jungen Mädchen, das ihre Songs aus den 60ern mit unglaublichem Charme und voller Aufrichtigkeit über die Bühne schmettert. Und ich frage mich, wie sich das wohl anfühlt, wenn man den Luxus einer solchen Zeitreise in Anspruch niehmen kann.
Wenn Sie Gelegenheit haben, schauen Sie sich die Doku „Ich will alles: Die Gitte Haenning Story“ von Marc Boettcher an. Das außergewöhnliche Dokument einer Ausnahme-Karriere.

Charlie’s Angels Tribute To Spelling – The top video clips of the week are here
Jill Munroe war natürlich der beste aller Engel. Kurz gefolgt von Kelly Garrett. Und wenn Farrah auch in den letzten fünfzehn Jahren sichtbar ihre Probleme mit dem Altern in den Vordergrund stellte und die guten Rollen ausblieben, so bleiben doch in der Film- und Fernsehgeschichte ein paar außerordentlich gute Performances erhalten. Selbst in Trash wie der „Barbara Hutton-Story“ konnte man die Augen nicht von ihr lassen. Und dann ist da natürlich noch „Extremeties“, wo sie die Zäheste von allen war. Genau so zäh ringt sie mit dem Sterben. Ich hoffe, dass sie bald Ruhe findet. So long, Angel. And Thank You.
Der Grand Prix war dieses Jahr nicht weniger qualvoll durchzustehen als in den vergangenen Jahren, aber das ist ja auch Teil seiner perversen Qualität. Man schaut zu, ist abgestoßen und kriegt den Blick nicht abgewendet. Bei diesem Liederfestival treten also Länder gegeneinander an. Nicht Lieder. Dieses mal hat aber nicht ein Land gesiegt, sondern ein Lied. Und sein Sänger. Und dieses Lied, ein bisschen ethno, ein bisschen retro, ein bisschenFrieden simpel gestrickt, hat damit quasi den Betrieb lahmgelegt, in dem gewöhnlich fast ausnahmslos Nachbarsländer sich die Punkte zuschmeißen, denn beim Großen Länderwettbewerb zeigt man auf einmal Fahne für´s Nachbarland. Eine Ausnahme: Deutschland. Österreich, Schweiz, Holland etc würden eher auf die Teilnahme am Länderkampf verzichten, als nur einmal uns fiesen Möppen 12 Punkte zu geben. Dieses Jahr wäre das aber eh nicht verdient gewesen. Wie stark ist ein Lied, wenn Du eine Celebrity-Stripperin mit auf die Bühne nehmen musst, um vom Song abzulenken?? Da jagen wir jährlich GEZ-Millionen in den Länderwettbewerb (uns so die Singteilnahme sichernd, deren Besetzungscouch wir dann gar nicht in Anspruch nehmen) und sind bei unseren Nachbarn noch so verhasst wie vor 70 Jahren.
Man könnte sich den ganzen Trubel sparen mit der Singerei. Man könnte einfach vorspulen bis zur Stimmenabgabe und dann könnte Deutschland der Türkei ihre 12 Punkte geben, Zypern 12 für Griechenland, Belgien für Frankreich usw. Aber zwischen all dem Gejaule und Gehampele in nuttigen Kostümen war gestern ein Kerl dabei, nicht schön, die Stimme etwas schief, die Aussprache mit starkem russischen Akzent, der hatte Zuvertrauen in seinen Auftrtitt, Freude an seinem Lied, ignorierte die bekloppte Choreographie um sich herum und dem gelang es, zu punkten, aber deluxe. Da hagelte es Höchstpunktvergabe aus allen Ecken und Enden Europas und Asiens (oder ist Georgien noch Europa?). Der kleine Weißrusse aus Norwegen traf einen gemeinsamen Geschmack, von dem wir gar nicht wussten. Und das macht Hoffnung darauf, dass sich in Zukunft nicht mehr in trügerischen Gewinnformeln kalkuliert wird: 1) Hoompa Hoompa möglichst nackig (die Türkraine), 2) laut und tragisch und beeindruckend frisiert (dieses mal mit Celine Dion besetzt, ach nee, war ja Patricia Kaas), 3) bisschen ethnisch bisschen Hoompah (der Rest).
Für die Zukunft des abgetakelten Glamourdramas würde ich mir folgendes wünschen: dass 26 Gesangsspektakel auf die Bühne gehen, ohne dass deren Nationalität verraten wird. So müssten sich alle ein wenig mehr ins Zeug legen.
The winner is: Alexander Rybak.
(Das ist so ein Sound wie früher im Radio. Alexandra. Adamo. Süß. Beachten Sie auch bitte die zwei schockierten Elfen bei 2.59, denen sieht man an, dass sie gerade einem märchenhaften Ereignis beiwohnen.)