Archiv des Autors: glamourdick

SUFFOKATING WITH JOY

Another Hollywood waitress
Is telling us she’s having your baby
And there’s a rumour that you’re on ice
And you will rise again someday
And that there’s a photograph
Where you’re dancing on your grave

The wind is whistling
The wind is whistling
Through the house

(Kate Bush)

Elvis freut sich wie ein Schneekönig und Bertie hat tatsächlich das Cover-Bild gezeichnet. Und das Album ist in England bei Amazon heute auf Platz 15 und Miss Kaballah nur auf Platz 1036. Le Rob ist auf 14.

CONGRATULATIONS TO KATE. BUSH. NOT MOSS.

kotm

Elvis are you out there somewhere
Looking like a happy man?
In the snow with Rosebud
And king of the mountain

(Kate Bush)

Seit heute auf Platz 1 der Amazon.co.uk Single Charts. Release: 24.10.05
Ob das Cover von Bertie Bush gestaltet wurde???

http://www.bbc.co.uk/radio2/shows/bruce/playlist_index.shtml?focuswin
Die Ken Bruce Show wählen, auf der Play-taste bis 37.30 vorspulen. Hören. Schmelzen. It´s simple. It´s beautiful. It´s simply beautiful. It´s number 1.

FIVE LINES FOR KATE. MOSS. NOT BUSH.

Kate Moss ist mir im Traum erschienen, sprach Deutsch und war bezaubernd. Eine ganz Liebe. Sie sah tiptop aus, und sah den Zweifel auf meinem Gesicht, las ab, dass ich so gern für die Blogger die Wahrheit über die 5 Lines herausbekäme. Sie zu fragen, verbat mir meine gute Kinderstube. Und so feierten wir parallel. Ich hatte Sex mit einem Fremden, den ich am Liebsten sofort geheiratet hätte, der aber dann ermordet wurde und Kate ging auf eine Premiere ins Tipi.
Also starring in this dream: mein Große-Liebe-Ex von 1998 und mein Mitbewohner aus dem Jahr 1996.
Das passiert, wenn man in alten Unterlagen wühlt und am gleichen Tag zur Therapeutin geht. Ich bin nicht einmal dazu gekommen, sie zu fragen, was es mit den Disney-Hexen für eine Bewandnis hat.

Nochmal 5 Zeilen zu Kates Verteidigung
– es waren sehr kleine Lines
– sie ist jung und hat das Geld
– es war Schnupftabak
– Koks ist low carb
– a rolling stone gathers no Moss (dasn ist etwas aus dem Zusammenhang, ich weiß)

WICKED, WICKED, WICKED

spellbound

Heute morgen bin ich komisch aufgewacht. Nicht im Sinne von lustig. Irgendwas stimmt nicht in meinem Leben, aber ich kann nicht den Finger darauf legen, was. Zu wenig Finger, das kommt noch dazu.
Jetzt geh ich in mein Arbeitszimmer, das mit den ganzen Disney-Hexen und 30ies-Möbeln nach Shanghai Express aussieht und konzipiere einen Heimatroman, in dem schon eingangs eine Comedy-Performerin in den Knast kommt. Und versetze mich in eine Frau und schreibe in Ich-Form. Wozu habe ich schließlich eine Therapeutin?

Heute werde ich sie vielleicht mal fragen, was es mit den Disney-Hexen auf sich hat.

CRAZY LADIES UND BESCHEUERTE TODESURSACHEN: LYA DE PUTTI

lya
Lya De Putti war Sally Bowles´ Lieblingsschauspielerin. Wie im Falle der Lupe Velez ist Lyas Tod spektakulärer als ihre Filme. Um ihren Liebhaber zu zwingen, sie zu heiraten, trat sie in einen Hungerstreik. Als der Liebhaber sie überraschend besuchte, wusste sie nicht wohin mit dem Hühnerschenkel, den sie gerade heimlich knabberte. Sie schluckte und verschluckte sich. Tod durch Ersticken.
Sagt man.

PARTY PARTY PARTY oder WER DIE WAHL HAT

Kai: „Was ich am Wählen am meisten hasse sind diese beschissenen Wahllokale in Hauptschulen. Linoleum und Jungenschweiß. Ekelhaft.“
Ich nickte zustimmend, während unsere Sneaker auf dem Linol quieken.
„Darf ich auch betrunken wählen?“ traute ich mich nicht zu fragen, denn da ich meinen Wahlschein verschlampt hatte, wollte ich nicht noch unangenehmer auffallen.
Stattdessen sagte Kai zuhr Wahllokalbarfrau „Der hat keine Stimme mehr – kann er sie trotzdem abgeben?“
„Die Stimme ist wegen heftigen Karaokes in der Lübbener Straße geblieben, ich habe sie nicht etwa schon Frau Merkel gegeben!“ krakelte ich auf einen Zettel und gab ihn der Walhllokal-Frau. Sie lachte, gab mir meinen Wahlzettel und schickte mich hinter die kleine Verschanzung. Dort prustete ich los, als ich den Namen der Anarchistischen Pogopartei las. Auch im Wahlhäuschen links von mir lachte jemand. „Wieviele Kreuze darf ich denn machen?“ rief jemand von rechts.
Beim Eintüten des korrekt gefalteten Scheines bemerkte mein Hintermann mein Passfoto auf dem Ausweis.
„Das ist aber ein hübscher Hintergrund. Himmelblau!“
„Ja, aber ich sah total Scheiße aus, als ich das Bild habe machen lassen.“ krächze ich.
„Nicht den Ausweis in die Urne!“ Warnt Kai gerade noch rechtzeitig.
„Und ich habe nicht die Merkel gewählt“ erzähle ich Wahlbardame Nummer 4. „Gilt meine Stimme noch, wo ich jetzt mein Wahlgeheimnis gebrochen habe?“ Sie nickt. “ Dann bin ich ja beruhigt.“

WEIN, WEIB, GESANG ODER 1001 WEIMARANER

Es gibt Tage, die möchte ich heilig sprechen. An denen alles stimmt. Alles selbstverständlich von selber geht. Eine Blondine kommt die Treppe hoch und man hat sich lange nicht gesehen. Eigentlich noch nie. Von „von 0 auf 100“ kann man nicht sprechen, denn weil der Tag einer dieser heiligen Tage ist, besteht gar nicht die Möglichkeit bei 0 anzufangen. Man ist von 100 auf 1001, sozusagen. Und startet in die Nacht die sich entscheidet ebenfalls heilig zu sein. Trifft zuvor unbekannte Kollegen und perlt, schäumt. Gemeinsam ist man ein wohlduftender Schaum, der nach oben fliegt und um dem entgegen zu, denn wie abgehoben will man wirken, geht man in die Tiefe. Dort ist ein Licht. Und ein Monitor. Und zwei Mikrofone. Von nun an ist alles Gesang. Schräg, laut, manchmal sogar richtig wohlklingend. Eine Karawane von Hannis, Nannis und Kalle Blomquists zieht ein und macht Lager. Beduinen-Mönche und Shaolin-Kriegerinnen, böse balinesische Tänzerinnen, aparte gleichgeschlechtlich liebende Indianer. Wir kennen uns nicht und genießen, floaten bis die Stimmbänder Bandbrand erleiden.
Kalle Blomquists erwachsener Bruder mit den sinnlichen Lippen mäandert um Glamourdick, auf einem Fahrrad, das keinen Platz für 2 bietet. Vorne ein Korb, hinten kein Licht. Ein Matrose zieht die Fäden und die Karawane zieht zurück dahin, wo alles anfing, ins Dachgeschoss, auf das die Sonne strahlt. Es gibt ausreichend Papp-Utensilien für ein Frühstücksgelage. Jemand hat eine Legion von Backwaren beigesteuert. Glam trägt ein Tässchen Kaffee auf die Terrasse und sieht Kalle Blomquists Bruder in seinem Bett, mit einem Beduinen. Sie küssen sich. Glam erinnert sich an frühere Wohnungen, die Möglichkeit boten, sich unauffällig zurück zu ziehen, um zu weinen. Aber jetzt sind alle Zimmer verkarawansert. Er nimmt den Schlüssel zur Nachbarswohnung, die von einer amerikanischen Freundin bewohnt wird. Legt sich dort auf den Fußboden und ist dankbar für ein bisschen Traurigkeit. Denn sonst wäre der Tag fast unerträglich schön gewesen.

Ray: „Heute nacht ist er im SO, dann kannst Du ihm die Geschichte vorlesen.“
Glam: „Nein. Ich stell sie ins Netz.“

Aber vielleicht geh ich doch noch ins SO. Fuck. Ich verliebe mich gerade. In meine Gegenwart. Mal sehen.

Ray: „Süß!“