Archiv des Autors: glamourdick

GLAM IST NICHT DEUTSCHLAND, DEUTSCHLAND IST NICHT GLAM

rabbit
(Imagepflege für Deutschland: unse Heidi und unse Seal.)

Die Lufthansa in Köln und Düsseldorf informierte gestern (oder war es vorgestern?) ihre internationalen Reisegäste, dass kostümierte Frauen mit Schere in der Hand keinen Anlass zur Besorgnis darstellen würden.
Mir fiel daraufhin spontan ein Horrorfilmdrehbuch ein, das dringend noch geschrieben werden muss.
Und ich sah vor meinem inneren Auge kreischende asiatische Reisegruppen, die sich auf den Boden werfen, weil betrunkene, perückte Hausfrauen mit Rüttgers-Club-Fahne nach ihren Krawatten hechten. Nicht auszudenken, was islamische Fundamentalisten erst von dieser Humorbekundung halten würden (gut, dass Krawatten bei Radikalen eher unbeliebt sind). Meiner ist jedenfalls auch anders. Und sollte mir eine Frau an eine (meiner wenigen, aber hochwertigen) Krawatten langen, gäbe es Ohrfeigen.
Und auch dies ist Deutschland.

WAHLKAMPF IN ENTENHAUSEN oder GLAM GOES BIRD FLU

gundel

Wenn ich dieses Bild unter dem Thema „Wahlkampf in Entenhausen“ veröffentliche, dann ist die Veröffentlichung honorarfrei, siehstemal. Danke, www.ehapa.de.
Eigentlich wollte ich nur Frau Ortegas sinnvollen und beherzten Aufruf bekräftigen: Wenn Sie also demnächst einen verendenden Vogel auf dem Nachhauseweg finden: NICHT streicheln, NICHT herzen! Besser auch NICHT zum Abendessen verarbeiten. Man weiß nicht, wo der Vogel vorher war und ob er sich danach die Hände gewaschen hat. Ich meine „Hallo??“ Wie oft musste ich mir schon in frühester Kindheit anhören „Glämmchen, nicht mit dem toten Vogel spielen!“
Insbesondere für Gundel und die schwulen Pinguine tut mir das alles wahnsinnig leid.

Und nochmal Glams Wappenspruch: Don´t eat anything you picked up from the sidewalk. Finger weg von Aas!

Noch was. Ich fand Yoghurt-Gum-Heidi wieder doll gestern. Und das neue Aso-TV-Ereignis „Wir schicken unsympathische Idioten mit Kindern und 300.000 Euro auf der Kante zum Makler, hauen der Redationsassistentin eine Schachte „Hallo Wach“ in den Morgenprosecco und stellen sie als Moderatorin dazu“ einfach bestrickend. (Als Blogger liebe ich Reality-TV.)
Ach ja – nicht zu vergessen: in Entenhausen wird gewählt: Ich hätte gerne Entenbrust.

Edith:
Duckimbo

GLAM KANN NICH LESEN

Wenn ich jetzt schriebe, ich lade auf KEINE Lesung mit unter anderem mir ein, dann könnte das partypooperish wirken. Dabei ist es ja so, dass ich lieber meinen Fuß essen würde, als mich vor ein Publikum zu stellen, was noch mit der Endmoräne meiner momentan therapiert werdenden Sozialphobie zu tun hat. Früher oder später werde ich sicher mal lesen, aber ich bin noch nicht so weit. Und die gute Lesungs-Idee, die ich habe, auf der steht gerade ein Mindesthaltbarkeitsdatum – Frage der Zeit, bis jemand anders draufkommt. Und wenn vorher jemand draufkommt, dann spar ich mir meine Lesung. Puh. Ich mag schließlich diesen Space, weil ich mich schreibend äußern kann. Lesen ist ja was ganz anderes und Kopfpullover ab vor den Blogginnen und Blogaußen, die auch Lesen können, bzw. das Metier des mündlichen Vortrages beherrschen. Not me, not yet.
But thanks for asking, anyways.

Saget mal, Ihr Wahrheiten da draußen – wegen überbordender Nachfrage nach einem „Grey Gardens“-Screening – weiß jemand eine geeignete Location? (Large living rom, huge tv?)

FOLD YOURSELF UP, CUT ALONG THE DOTTED LINE, TURN INSIDE OUT

Drei Kühlschränke brummen freundlich vor sich hin, ein Staubsauger röhrt im Hintergrund, zwei Mobiltelefone klingeln gleichzeitig und auf dem Herd gart ein nicht unbedingt wohlriechendes griechisches Fleischgericht. Das eine Mobiltelefon klingelt eine ukrainische Weise, ziemlich lang, aber die Besitzerin lässt die Weise (staubsaugerbedingt) unerhört verklingen. Am anderen Telefon beidseitig angespannte Stimmen.
„Wir sind hier zusammen eingezogen und ich erwarte, dass wir hier hier auch gemeinsam ausziehen.“
Zumal der Keller noch den Bastelkram des Verlassers, der den Exodus hier zu verantworten hat, beherbergt.
Samstag geht es raus aus dem Friedrichshain, mitten in die Mitte, zumindest für einen der beiden. Was wohl aus Scylla und Charibdis, den griechischen Untermieterinnen wird? Scheißgal. Die Katze hat sich jedenfalls schon unsichtbar gemacht.
„Was ist Zwäck-WG, bittä?“ wollte Scylla gerade noch wissen.
„Na, was Ihr hier habt. Gehabt haben werdet. Zusammen wohnen, weil billiger. Keine gemeinsamen Aktivitäten zwecks Aufbau und Pflege von Freundschaft.“
Die Zukunft schaut auf den Fernsehturm, hell und zweckoptimal. Man könnte die Wohnung in ihrer Kompaktheit direkt in die Küche verpacken, in der wir gerade mit den Kühlschränken brummen. Abartig überteuert ist sie, aber überschaubar. Keine Griechinnen, die Zellstoff verschleißen und totes Fleisch zum Übel riechen bringen. Kein überflüssiges Zimmer, das wie ein schwarzes Loch halbjährlich neue Untermieter verschlingt. Und der ehemalige Mitbewohner, der lange Jahre auch der Lebensgefährte war, hat sich bereits einen neuen, kuscheligen Unterschlupf gesucht und gefunden.
Zusammengefasst verhält es sich wie mit dem Dänischen Bettenlager, an dem wir vor ein paar Stunden furchtsam vorbeihuschten, wo ein Schild handschriftlich annoncierte ALLES MUSS RAUS.

Ich fühle mich hilflos, frage mich ob das wirklich der richtige Tag war, das Johanniskraut abzusetzen.
„Weißt Du, dass ich in solchen Momenten überglücklich bin, dass ich Single bin?“ Die Erinnerung an den Verlustschmerz der letzten, lange zurück liegenden Beziehung springt mich an wie ein Horrorfilm-Effekt, um ebenso schnell das Weite zu suchen.
Aber mir gegenüber am Küchentisch, der für die neue Wohnung zu groß ist, feiert sie Wiederauferstehung; der Film wird wöchentlich verlängert, was nicht auf den nachhaltigen Erfolg zurückzuführen ist, sondern auf die Niedertracht des Schicksals.
„So,'“ reiße ich mich zusammen, „jetzt brauche ich ein Blatt Papier und dann machen wir eine Liste, da können wir dann immer schön die erledigten Punkte abhaken! Telefon, Strom, Umzusgwagen. Und Geschirr kannst Du gut mit Handtüchern verpacken. Frag doch mal Galina, ob sie zwei Kühlschränke braucht, vielleicht für die Familie in der Ukraine. Und frag Jungs vom Sport, ob sie bei den schweren Sachen schleppen helfen.“
„Die haben alle kaputte Rücken. Oder Knie.“
„Dann sag halt es ist Bauch-Beine-Po an schicker urbaner Location.“
Dreißig Minuten später sind bereits drei Listenpunkte abgehakt.
Time for moving on.

Anfragen für die Kühlschränke leite ich gern weiter.

ONE HAPPY FAMILY

rufus

Aufgewacht, gerade als Rufus Wainwright in mein Gästezimmer eingezogen ist. Dabei hätte ich so gerne tiefschürfende Gespräche mit ihm geführt, unter anderem über Dakota Fannings Zukunft (She´ll be big. Huge) und ob wir sie nicht adoptieren wollen.

Dakota

(Pic taken from Wainwright´s video of „Across the Universe“.)

MADONNA HAT SICH EINMAL MEHR NEU ERFUNDEN! oder AMERICAN LIFE, WELTPREMIERE DES ZENSIERTEN CLIPS!

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Hinweis: Beim ersten Laden rumpeln die Bilder etwas. Geduld! Am besten erstmal Laden und dann, wenn fertig, auf „replay video“ klicken. Es lohnt sich. Die Bilder stammen aus „Grey Gardens“, die Tänzerin ist Little Edie Beale, eine Cousine von Jackie Onassis.
Und wem der kleine Vorgeschmack gefällt, der soll sich melden, ich möchte doch demnächst einen Grey-Gardens-abend geben.

(courtesy of witz, via www.perezhilton.com)