Archiv des Autors: glamourdick

PORNSVILLE REVISITED und/oder NO CANDY LIKE ANDY

Liebe gay-gratis-sex-clips und „Bareback Mountain“-Googler!
Auf dieser Seite werdet Ihr nicht fündig. Geht zu Skeezy.com. Oder kauft/mietet Euch eine DVD, denn auch der Pornobranche geht es schlecht, und dadurch, dass Ihr Euch gratis befriedigt, macht Ihr es auch nicht besser.
Ihr könnt ja nochmal hierher zurückkommen, wenn ihr Eure dringlicheren Triebe abgefertigt habt.
See you around.

cowboy

Über Andy´s Cowboys erfahren wir bei www.imdb.com folgendes:

„In the wild wild west, Ramona Alvarez and her perpetually stoned nurse run into five gay cowboys. The seven members of the party desire a handsome male drifter, except for the transvestite sheriff, who can’t be bothered about anything but his outfit. All hot & bothered at this point, the cowboys rape Ramona, who subsequently has sex with the drifter and, in the afterglow of sex, wants to form a suicide pact with him. The drifter rejects her new desire and rides off into the sunset with another man.“

Ich drück jedenfalls schon mal Ang Lee das Däumchen! Hulk the Oscars Ang!

THERE´S A FIRE IN THE PRIORY… AND IT´S RUINING MY COCKTAILPARTY oder GLAM IN SCHMERZHAFT

aerialbird
(Pic courtesy of www.katebush.co.uk)

Bloggerinnen und Blogger,
was das Kegeln angeht: es ist unwahrscheinlich, dass ich die Traumkegelbahn bis Montag finde, zumal ich aufgrund schweren Verhebens bei dem hübschen Umzug ohne Sackkarre noch an einem Rückenleiden leide, das mich jeden Morgen vor Schmerzen erwachen lässt. Ich kann mich nicht bücken und Ihr könnt Euch vorstellen, wie schmerzhaft das für jemanden wie mich ist. (Wahrscheinlich konnte ich einen Text wie „14“ auch nur schreiben, weil ich mein Selbstmitleid sadistisch projizieren musste – zu allem Überfluss habe ich ja auch gerade einen Johanniskrautentzug hinter mir, muss aber sagen, dass ich auch ohne das Zeug noch recht heiter bin.)
Da am 13. einige Blogger, auf die ich großen Wert lege, verhindert sind, würde ich den Event gerne um eine weitere Woche nach hinten verschieben, in der Hoffnung, dass ich dann auch wieder etwas perkier bin. Kja tschack.
Und was mir sonst noch so durch den Kopf geht: Kate sollte eine Platte für Rufus schreiben, Rufus eine für Kate. Nachdem ich gestern eine Doku über ihn gesehen habe, will ich ihn um so mehr. Seine „Want“-CDs sind „Aerial“ ebenbürtig – und ich dachte immer, das würde ich nie über eine CD sagen können. Außerdem sind beide Künstler mit einer Stimme beschenkt, die man entweder liebt oder hasst und sie verwenden diese Stimme wie niemand vor ihnen. Ich hatte gestern jedenfalls einen „Weinen-vor-Schönheit“-Abend.

14

Sie sind 14, es ist Sommer. Die Schulferien sind gerade vorbei. Wo sind Sie? Welche Farbe hat Ihr Anorak? Das Tapetenmuster in der Küche – beschreiben Sie´s. Über wen haben Sie sich in letzter Zeit geärgert? Wie ist Ihr Hautbild? Fahren Sie mit dem Fahrrad oder dem Bus? Wer ist Ihr bester Freund/Ihre beste Freundin. Warum? Was wollen Sie anstellen, um aus dem Haus Ihrer Eltern zu kommen? Was für Bilder hängen an den Wänden Ihres Zimmers? Wer ist der unbeliebteste Mensch an Ihrer Schule? Wer ist der hässlichste Mensch in Ihrem Umfeld, wer der Schönste? Denken Sie viel über Sex nach? Waren Sie in den letzten Tagen gemein? Wenn ja, zu wem? Wie hat sich das auf Sie ausgewirkt? Gibt es jemanden, den Sie verehren? Können Sie sich selbst gut leiden? Welche Platte hören Sie, wenn Sie aus der Schule kommen? Hat sich seit vor den Sommerferien etwas verändert? Wenn Sie etwas an Ihrem Aussehen verändern könnten, was wäre es? Haben sie schon einmal heimlich geraucht und/oder Drogen oder verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen, die Ihnen gar nicht verschrieben wurden? Haben Sie ein Geheimnis, das Ihnen sehr wichtig erscheint? Wie gefällt Ihnen der Schulsport? Haben Sie ein Haustier und ist es Ihnen egal? Wie fühlt es sich an, verliebt zu sein? Waren Sie deswegen schon einmal richtig richtig traurig? Darf ich noch „Du“ sagen?

Du bist 14. Wie geht´s?

HAVE A TINKY FUNKY SEXY BIRTHDAY! und gleichzeitig LIEBE BLOGGER, ES WIRD GEKEGELT

pjotr

Kathleen-Dahling,

aus Glamourdick Mansion ein herzlicher Geburtstagsgruß. Was machst Du/ macht Ihr beiden nächsten oder übernächsten Montag? Bloggerkegeln geht in die 3. Planungsphase. (1 – Idee, 2 – Idee verwerfen, 3 – Idee umsetzen).

Blogger-Dahlings,

auch wenn Ihr keinen Geburtstag habt, wünsche ich Euch einen tinky sexy funky day. Vielleicht nicht ganz so funky sexy tinky wie Mlle Ortega – Geburtstagsbonus muss schon sein! Was macht Ihr am nächsten oder übernächsten Montag? Wenn Ihr mit den Besten kegeln wollt schickt eine Mail an Glamourdick bei aol dott com. And hurry, so I can call some Kegelbahnen.

THE NIGHT IS BITTER, THE STARS HAVE LOST THEIR GLITTER… AND ALL BECAUSE OF THE MAN THAT GOT AWAY

dealwithit
(Kate Moss und Marianne Faithfull verbindet eine große Leidenschaft: Chanel Couture)

Dass ich schwul bin heißt nicht, dass ich grundsätzlich jede alte Diva mag und ihre Konzerte aufsuche. Marianne Faithfull beispielsweise, muss man, bei aller Verehrung, nicht mehr als dreimal live sehen – so oft sie sich als neuerfunden inszeniert, das Melodram aus Heroin und Evian wiederholt sich absehbar und glücklicherweise habe ich immer Konzerte erwischt, in denen höchstens ein wenig Cannabis im Spiel war. So habe ich auch keinerlei Ambition verspürt, mir das, was von Liza Minnelli übrig ist, im Friedrichstadtpalast anzuschauen, nur, weil sie eben das, was von Liza Minnelli übrig ist ist. Ich bin einer der größten Fans ihrer Mutti, der Judy. An Judy lass ich nichts rankommen. Judy was the greatest fucking vocal hooker of the 20th fucking century.
Judy

Aber auch von Judy wollte ich nicht schreiben. Es geht um Liza, es geht um den Friedrichstadtpalast, es geht darum, dass ich ja zumindest Lucky und Frank hätte nach dem Konzert abholen können. Es geht darum, dass ich hier sitze und schäume, weil ich eine Chance verpasst habe. Ich erkläre mich für den heutigen Tag unansprechbar, ich werde nicht ans Telefon gehen, denn mit einem Kissen im Gebiss kann man schlecht reden: im Publikum von Liza saßen nicht nur Frank und Lucky, im Publikum saß auch – und ich zittere, während ich schreibe, im Publikum saß der Mann, mit dem ich Dakota Fanning adoptieren wollte, in Lizas Publikum saß Rufus WAINWRIGHT! AAAAAAAAARRRRRRRRRRRGGGGGHHHHHH.
EVER SINCE — THIS WORLD BEGAAAAAN
THERE IS NOTHING SADDER THAAAAAN
A ONE-MAN-WOMAN WAITING FOR THE MAN THAT GOT
A-HA-WAAAAAY….

IM SCHATTEN DES FERNSEHTURMS

Früher, Ende der 60er bis Ende der 90er gab es einen feierlichen Brauch – die Privatparty. Wenn die Elterngeneration in den 60er noch unter die Erde in sogenannte „Partykeller“ ging, dann trieb es meine Generation in ihrer Blüteprivatpartyzeit auf die Dächer über Berlin. Logisch, dass die Evolution der Privatparty (in Verbindung mit dem Euro und der Rezession) ein Ende setzte – feiere nicht so hoch, mein kleiner Freund! Parties machen Arbeit vorher und nachher und für den Gastgeber auch währenddessen. Parties kosten Geld und Gehirnzellen. Parties machen, dass Wohnungen noch tagelang riechen wie Harald Juhnke aus dem Mund. Also wurde die Privatparty weitestgehend abgeschafft und an ihre Stelle trat – der UMZUG. In Zusammenhang mit Rezession, wachsenden Mieten für Dachgeschosse, dem Euro usw. begab es sich, dass der Mensch seinen direkten Lebensraum verkleinern musste. Parties feierte man jetzt gegen Eintritt an anderen, nun wieder häufig unterirdischen Orten. Der Aspekt der Privatheit verkam. Also, auch angesichts des Euro und der Rezession, nahm man die Gelegenheit beim Schopf, die Party mit dem privat durchgeführten Umzug zu ersetzen.
„Was machst du am Wochenende?“
„Ach, gar nichts. Ich muss früh raus – XY beim Umzug helfen.“
„Ist doch toll!“
Man trifft bei Umzügen immer nette Menschen. Man hat immer ein einigendes Thema „Scheiße – mein Rücken!“ oder „Die sitzen da jetzt nicht schon ne Stunde und trinken Kaffee, oder???“, man bekommt etwas zu Essen (meist Kartoffelsalat und Würschtchen), zu trinken (Flaschenbier) und kann man Abend eines langen Tages mit dem Gefühl ins Bett gehen, nicht nur sozial aktiv gewesen, sondern auch etwas geschafft zu haben.
Franks Umzug gestern war der bestbesetzte, den ich je erlebt habe. Attraktiv, muskulös, humorvoll, meist gut frisiert, gut gekleidet, weitestgehend tatkräftig. Abzugpunkte gibt es nur für die Abwesenheit der Sackkarre und die Abwesenheit von Flaschenbier. Die Gemüsesuppe war delicious, die kleinen Astronautenpacks, gefüllt mit stark gesüßtem Obstmus eine trendige Idee und die Pointe des Tages das Ankommen des Umzugsverschuldenden Ex-Freundes, wegen dem die alte Wohnung hatte aufgegeben werden müssen und der bislang keinerlei Unterstützung beim Auszug gegeben hatte. Diese Ankunft nun also erfolgte zeitgleich mit dem Antransport des letzten Gegenstandes aus der alten Wohnung in die Neue: der Washing machiiiiiiiine. Schwamm drüber.
Ich freue mich auf neue Berichterstattung am Ereignishorizont, denn die neuen Nachbarn scheinen gutes Material zu liefern: die Dame gegenüber: „Ach Tachchen – über mich hamse schon nen Film jedreht – wie ick hier wohne.“ Der gepflegte Rentner „Meine Frau und ich wohnen jetzt seit 40 Jahren hier und sind sehr zufrieden. Es wird Ihnen hier gefallen!“ Und (mein persönliches Highlight): der Asiat, der (vorsichtshalber) schon im Aufzug den Motorradhelm trug. Die Reality-Soap ist vorprogrammiert und wird unter obiger Headline sicher spätestens 2008 auf Sat1 laufen.

GLAM HINTER DEN SPIEGELN – IN WONDERLAND (Dicks, Drugs & Deceit)

wonderland

Bei Lucky wird heute spanisch gesungen – er erinnert an La Lupe, die kleine singende Wölfin, ihre gigantische Stimme, ihr loderndes Temperament und ihr tragisches Schicksal, in dem gewissermaßen auch Soeur Sourire, die singende Nonne eine (Neben-)Rolle spielt. Schicksalshafterweise habe ich mir gestern auch ein Biopic gegeben – „Wonderland“ – den Spielfilm über die Pornolegende John Holmes (13 1/2 inches). Das Ensemble (Val Kilmer, Lisa Kudrow, Kate Bosworth, Dylan McDermott, Carrie Fisher) spielt fantastisch. Der Film hat am Anfang einige Längen, die man ihm später gerne verzeiht, wenn sich das Mystery um einen vierfachen Mord Rashomon-mäßig auffächert. Und ebenso spannend wie der Spielfilm ist die anderthalbstündige Doku über John Holmes auf der Bonus-DVD. Ein wirklicher Bonus, denn einige Fragen, die der Film aufwirft, werden hier beantwortet.(Außerdem sehen wir, wie ehemalige Porno-Queens zwanzig Jahre nach Abschluss ihrer Karriere aussehen.) Ausleihen!