Archiv des Autors: glamourdick

MY DEAR RUFUS RUFUS RUFUS, WORLD´S GREATEST ENTERTAINER,

morgen ist es soweit. Du lehnst Dich gaaanz weit aus dem Fenster. Die Kritiker können Dich zertrümmern oder Du steigst in den verdienten Pop-Pantheon auf. Deine Fans sind verwirrt – warum singt ihr Kristall-Idol plötzlich olle Kamellen? Weil sie nicht begreifen, dass sich morgen, in der Carnegie-Hall zwei Sterntrabanten zur Kernschmelze treffen: Die Seele der Musik und ihre Sehnsucht. Rufus-Schatz, ich mache mir keine Sorgen. Wenn jemand Judy singen kann, dann Du. Man sollte Dir öffentlich „Somewhere over the Rainbow“ überreichen. Scheiß auf der ollen Minellis Kommentare, that old sad bat´s just so full of envy that she could never pull it off herself.
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Und erinnere Ingrid Caven mit dem einmaligen Lied – „in die ser Nacht… in der Car ne gie Hall… steht Deine Haut auf dem Spiiiiiiiieeeeel!“
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Falls ich es nicht pünktlich schaffe, give my love to the spirit of Judy Judy Judy, universe´s greatest entertainer. Und wenn mein Plätzchen leer bleibt, oben auf dem Balkon, dann sei versichert – dort sitzt Miss Garlands Geist. Und applaudiert wie tausend Speed-Pillen. Und was ich noch sagen wollte, future husband, der Gastauftritt Kate Bushs bei Dave Gilmour und Rufus, live at Carnegie Hall werden die beiden Konzerterlebnisse sein, bei denen ich am meisten bereue, nicht anwesend gewesen zu sein. Ich denk an Dich und quetsche ein Tränchen ab. You´ll make it Baby. You will.
Love,

Glam
P.S.: thank you for the music.

THE ICKY LOVE-STUFF oder DO THAT AT HOME

Ich liebe die Filme von P.J. Hogan. „Muriel´s Wedding“, „Unconditional Love“, „Peter Pan“ und vor allem nach wie vor und wahrscheinlich für immer „My Best Friend´s Wedding“. Rupert göttlich, Julia abknutsch-und-umarm-divine, Cameron in ihrer Sternstunde und Dermot Mulroney kurz davor.
In „MBFW“ geht es Vivian (Julia) darum, ihren besten Freund Michael (Dermot) davon abzubringen, little-chocolate-covered-Kimmy (Cameron Diaz) zu ehelichen, weil Vivian selbst ihre Liebe für ihn festgestellt hat. Vivian und Michael hatten vor ihrer Freundschaft eine kurze Affäre und einer der Trennungsgründe war, dass Vivian überhaupt nicht auf PDA (public displays of affection) stand. Oder wie sie es, sich schüttelnd, bezeichnet „that icky love stuff“.

Ich habe Vivian immer verstanden. Es ist nicht so, dass ich mit meiner Tasche zuschlage oder mein Mobiltelefon werfe, wenn ich händchenhaltende Pärchen sehe, aber bei Zungenküssen und Fummeleien sowie Händen, die sich tief in Kleidungsstücke senken – freilich in der Öffentlichkeit – bekomme ich Würgreiz und frage mich, ob diese Menschen kein Zuhause haben, wo sie ihren Tatschereien unbeobachtet nachgehen können. Ja, für jemanden, der eine Zeit lang sein Dasein im Schatten der Porno-Industrie fristete, bin ich sehr, sehr prüde.

Vorgestern im Görlitzer Park-Café friere ich leicht ein, als sich eine frisch vertraute Hand mein (ziemlich weites) Hosenbein emportastet. Konsterniert schaue ich mich um, ob wir beobachtet werden, nein, Gott sei Dank. Gerade möchte ich etwas Pfiffiges, Frisches, perlend Unterhaltendes sagen, wie ich das so gewohnt bin, da senkt sich ein Mund auf den meinen und beginnt gekonnt zu küssen, was ja sehr angenehm ist, weshalb man sich besser darauf einlässt, was ich dann auch prompt tue. Die Hand in der Hose nähert sich Regionen, die sichtbar anschwellen können und dies auch gerade tun, weshalb ich sie mit Nachdruck fortschiebe, die Hand. Da ist auch schon mein Ohrläppchen in einem Mund verschwunden, während sich eine rechte Hand mein T-Shirt hochschiebt. Ich muss dem jungen Mann Einhalt gebieten. Jetzt bettet er sich mit dem Kopf auf meinen Schoß, liegt erst auf dem Rücken, dann bäuchlings und gerade als die Kellnerin mit den Getränke kommt könnte es für sie so aussehen, als bekäme ich bei hellichtem Tag auf der bevölkerten Terrasse einen geblasen.
„Die Jugend von heute – ts ts ts“ möchte ich ihr zuraunen, lächele aber nur gequält und überlege, ob es meine internalisierte Homophobie ist, die ich gerade auf mein Empfinden projiziere. Wahrscheinlich. Und lehne mich innerlich zurück und lasse den jungen Mann gewähren. Schließlich kann es auch nicht schaden, mal homosexuell aufzutreten in Zeiten wie diesen.

(Und trotzdem gehört es sich nicht.)

P.S.: Was ist heute eigentlich bei blogger.de los, dass ich keine Seite öffnen kann?

GLAM BEOBACHTET

– Kommunikation unter Menschen, die sich erst knapp eine Woche kennen, nicht immer einfach, weil man sich eben erst knapp eine Woche kennt.
– Glam spielt besser Beachball, egal was Mr. King behauptet. Mr King spielt dafür ansehnlicher, da mit freiem Oberkörper.
– Schweigen am Telefon nach Hören von etwas, das man nicht hören will noch immer probates Kommunikationsmittel.
– Knutschfleckabheilung bei 38jährigem Bindegewebe stark verlangsamt.
– PDA (public display of affection) ein blogtaugliches Thema. Demnächst hier.

DEMO-UPDATE

Laut www.warschauerpakt2006.de und Spiegel online ist die Demo in Warschau bislang friedlich über die Bühne gegangen. Und das Dank des beherzten Teilnehmens couragierter Menschen wie unseres Herrn Rakentenprinz, den ich fürderhin gern zum Raketenkönig befördern möchte. Auch unseren Berufshomosexuellen Thomas Herrmanns und Georg Uecker sowie Herrn Beck und Frau Roth: ein tiefglamouröses Hut ab, Hofknicks und Somewhere-over-the-rainbow-Ständchen.
Kommt heil zurück!
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DICK WITH NO BALLS

Also, die peinliche Eröffnung zu Beginn, wie es sich für eine Eröffnung gehört: Ich reise nicht nach Warschau, trotz des freundlichen Angebots des Raketenprinzen, mir auf der langen Reise das eisige Händchen zu halten. Ich habe heute den siebten Arbeitstag in Reihe und bin platt, was auch mit der Nachtaktivität zu tun hat, zu der mich fremde und unfremde Männer in den letzten Tagen genötigt haben. Morgen werde ich nur alle fünfe von mir strecken und (hoffentlich) in der Sonne dösen bevor ich mich im Lauf des Tages mit Freund H. versöhne (der idealerweise mit mir in Warschau sein sollte, da er eine furchteinflößende Statur hat. Er sieht ein wenig aus wie eine Soldatenstatue auf einem sozialistischen Kriegerdenkmal, aber er war auch bei der Marine). Heute treffe ich die Petite Patate, die hier oft bühnenkundig kommentiert und nach dem Job habe ich ein Treffen mit dem mutigen Mr. King. (Bitte beachten Sie die Kommentare, sonst kriegen Sie nur die halbe Geschichte.)
Meine eigentlich mal für Samstag anvisierte nachträgliche Geburtstagsparty ist zunächst verschoben. Neue Termine werden verhandelt und ich melde mich bei Euch mit Einladungsmail sobald ein Datum entschieden ist. (Quite possibly next Friday or Saturday.) Bleibt zu sagen, dass dies mein Blog ballfrei bleibt. Allerhöchstens werden hier in den nächsten Wochen Beachbälle thematisiert, denn mich drängt es an die frische Luft, mit Lucky mal wieder flott den Schläger zu schwingen, im Görli, mit anschließendem Biertrinken.

EDIT: Soeben erfahren, dass die Busse nach Warschau voll besetzt abreisen werden. Fühle mich jetzt etwas weniger schäbig. Etwas ärgerlich in diesem Zusammenhang: obwohl es noch viele potentielle Warschau-Demonstranten in Berlin gibt, herrscht wegen der WM ein Mangel an Bussen.

http://www.warschauerpakt2006.de
http://warschauerpakt2006.blogspot.com/

Solidarnosc!

MESSAGE IN A BOX, 1

Ich habe eine Menge Kartons mit und ohne Datumsaufschrift in meinem Arbeitszimmer stehen. Darin viele Jahre meines Lebens: Postkarten, Briefe, Einkaufszettel, Rechnungen, Mixtapes, Visitenkarten. Manchmal, meist um irgend eine Wartezeit zu überbrücken, greif ich russisch-roulettig in einen hinein und fördere so etwas zu Tage: Ein Zettel, ca. 5 x 10cm, darauf in mir unbekannter Handschrift:

„… geduldig und verständnisvoll. Ich weiß ja, dass es schwierig ist mit mir. Aber glaubst du nicht, dass es sich lohnt? Ich bringe Dir soviel Zuneigung entgegen, wie ich es nie wieder werde tun können. Bitte belüge und betrüge mich nicht, sei lieb zu mir und unterstütze mich. Dein Dich ewig liebender A.
P.S.: Was kann ich denn dafür, dass der liebe Gott mich zu einem Mann gemacht hat, den die Weiber nötigen, dass er mit ihnen schläft? Du bist doch trotzdem der Beste.“

Und ich habe keinen Schimmer, um was es da geht.

MEIN NEUER LIEBLINGSSATZ

„Madonna harmoniert wunderbar mit Pferden finde ich.“

Gefunden bei Columbia.

Ich persönlich finde ja, dass Esther zunehmend nach etwas aussieht, was in einem Alien-Film lauert. Auf den neuen Fotos von Steven Klein kommt sie wie ein Giger-Modell rüber. Man rechnet ständig damit, dass Sigournwey Weaver gleich um die Ecke kommt.
„Ripley – smash that insect before it grows a penis!“

GLAMBABYBOOM oder „KAAATER!“

IMPORTANT NOTICE: Dieser Beitrag wurde im Wachzustand verfasst.

Glam boomt bei den Mittzwanzigern. Eigentlich war ein Date für gestern Nacht gar nicht beabsichtigt – dazu sind auch die Donnerstags-Aufstehzeiten zu brutal und außerdem gab es bereits am Spätnachmittag ein Rendezvous mit Spaziergang – aber dann überrumpelte mich des Nachts (schon wieder) ein Mittzwanziger quasi von hinten mit dem Angebot, „einfach nur einen schönen Film anzuschauen, aber nackt“. Konsequenterweise war das dann „Breakfast at Tiffany´s“. Ich kann nur jedem und jeder Sex zu diesem Film ans Herz legen. Aber den jungen Mann leihe ich für diese Zwecke nicht aus, ich glaube, den behalte ich möglicherweise, wenn er mich lässt. Der kam zur Tür rein*, striff die Hose ab und irgendwie ist es einschlägig, was passiert, wenn zwei Männer, homosexuell, nur mit Unterhose bekleidet, so anstellen, sogar angesichts Audrey. Ich muss „schmutzig grinsen“ in meinen Katalog der Lieblings-wer-wie-was-Wort-Kombinationen aufnehmen, denn darin war er ein Meister und auch sonst sehr versiert. Und lustig. Und sehr frech. Hübsch auch. Ein Mann mit vielen Talenten, hauptsächlich lebensfreudig, das wirkt bei mir ja immer.
Leider war er beim Aufwachen verschwunden, abert wahrscheinlich habe ich wieder telefoniert/getreten/geschnarcht/mit den Zähnen geknirscht/Desiree Nicks Frühprogramme rezitiert/von hinten überrumpelt. Oh, what a night. Ein sportiver Nichtraucher passt mir gerade sehr gut in den Plan. Changes are overdue. Und stellt Euch beim Lesen einen jungen Robbie Williams vor.

update:
„hey schnarchbacke, ich habe nicht vor deine tür gekackt..bin lediglich reingetreten, puh,puh, puh! ;o) ich habe aber den schuldigen ausgemacht, so ein doofer kater wars! 🙂 kannst ihn ja das nächste mal in die eier treten….:)

hoffe wir sehen uns wieder

x.“

*wie bei Kate: „You came walking int this room, like you´re walking in to my arms“