Archiv des Autors: glamourdick

TRUTH OR DARE 2 oder DON´T RE-INVENT, IMMITATE

Gestern versehentlich in Madonna-Duko gezappt. Früher blies sie Mineralwasserflaschen, jetzt zapft sie Bier, sorry – Ale. Guy Ritchie sieht nach 400 Jahren Ehe ziemlich fertig aus, ist aber jünger als ich. Die Kinder sind richtig Scheiße, wenn man das von Kindern so sagen darf, aber warum sollte man nicht. Sind halt auch nur Menschen in klein. Dann wollte ich mich vorm Bildschirm mit Madonna filmen und das Geschehen kommentieren, aber die Akkus waren (wieder) leer. Zwischendurch wurde ich traurig, weil durch die neue Esther manchmal die alte Madonna schimmerte. Ich habe mir das dann nicht zu Ende angeschaut, weil ich lieber schlafen wollte. Das hatte ich davon: von der Dschungelkönigin geträumt. Von meinem Blog (!) geträumt. Zu Warren Beatty gesagt „Why should I write a diary if nobody reads it?“ Meinen Tänzern den group hug verweigert. Um 5.00 aufgewacht. Nach einem erfrischenden Glas Cola Light Lemon wieder eingeschlafen. Dann ist mir Helen Vita im Traum erschienen und zeigte mir ihre Hochzeitsfotos. Habe mich gefreut, sie wieder zu sehen (die Vita, die Fotos kannte ich noch nicht) und mich entschuldigt, dass ich es damals wegen des Schneetreibens nicht auf ihre Beerdiung geschafft habe.

Ein weiteres Wiedersehen mit lieben alten Bekannten gab es für mich heute morgen hier.

Und hier der Spiegel zu Frau Ritchie: http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,422543,00.html

SOMMERZAUBER oder WALKING ON BROKEN GLASS

21.6.1998. Glams Mitbewohner hat den Koch des Restaurant Abendmahl angeheuert, um angemessen den Sommeranfang zu begehen. Dinner for five. Ein Maler, ein Veranstalter, ein Filmemacher, und gastgebend eine größte lebende Diseuse und Glam, der vor wenigen Wochen sein erstes Buch veröffentlicht hat. Es gibt Seitangulasch, perlende Unterhaltung, süffigen Weißwein und, weil es eine laue, schöne Nacht ist, geht man anschließend tanzen. Gänsemarschähnlich marschiert die illustre Gruppe im SO36 ein und mondet sich in den Blicken der Besucher. Die Massen teilen sich wie eine Einflugschneise. Feuielletonpaparazzi würden in Ekstaste geraten, aber es gibt so etwas wie Feueilletonpaparazzi gar nicht. Egal, denn die Gruppe ist von allein schon sehr weit oben.
Drei Wochen zuvor hat Glam zum Geburtstag ein Zauberbuch geschenkt bekommen. In der Nacht vor dem Dinner hat er irgendwelche Kräuter, Kerzenwachs, Blütenblätter und weitere geheime Ingredenzien zu einem Liebeszauber zubereitet, genau nach Vorschrift. Als Beschwörungsformel für den unbekannten zukünftigen Liebhaber erklang „I say a little prayer for you“. Es kann also nichts schief gehen. Und schon als er sein erstes Bier am Tresen holt, sieht er, erschlägt es ihn fast, dass der Zauber wohl geklappt haben muss – da steht er. Wenn er seinen Idealmann hätte malen sollen, er hätte es nicht besser hinbekommen, hier steht er nun in 3D und mit Körperwärme. Ein Ritter, ein Prinz, der lacht und die langen Haare zurückwirft. Seine Augen schlagen Funken, Glam fängt den lachenden Blick und Donner grollt, ein Blitz schlägt ein und die Welt bleibt kurz stehen, während der Blitzschlag zwischen den beiden Augenpaaren lodert. Zwei Tage später sind die beiden ein Paar und sollen es für eine längere Weile bleiben. Dass ein Zauber eine Manipulation der Wirklichkeit ist, die sich höllisch rächt, das muss der Glam erst lernen, selbst tschechische Fernsehserien haben ihn darauf nicht vorbereitet. Nicht einmal die „Kleine Meerjungfaru“, die so sehr lieben/ein Mensch sein wollte, dass sie in Kauf nahm, dass jeder Schritt, den sie fortan täte, ein Wandeln auf Glasscherben sein würde.

mermaid

UND WÄRE ICH ZWERGWÜCHSIG GEBOREN,…

dwarf

… dann würde ich IMMER rote Lackmäntelchen tragen. Man muss das Beste aus sich herausholen. Und das erzähle ich, weil mir kürzlich wieder einfiel, dass ich eines Nachts in Neukoelln tatsächlich von einem Kleinwüchsigen im roten Mantel verfolgt wurde. Okay, vielleicht nicht verfolgt, aber er ging hinter mir. A once in a lifetime thing I hope.

dwarf2
„Nobody messes with a dwarf in a red rain coat!“

(Zwerg 1: „Don´t look now“, Nicholas Roeg, 1973. Im Bild Adelina Poerio, Donald Sutherland. Zwerg 2: „Unconditional love“, P.J. Hogan, 2002. Im Bild: Kathy Bates, Meredith Eaton, Rupert Everett)

SCREW ME, BUT NOW THAT´S WHAT I CALL A DRAMA-DICK! oder „I DON´T POP MY CORK FOR EVERY GUY I SEE“

Mlle Larousse und Herr Olé brachten mich auf die Recherche (sind Schuld):
„Als Penisverkrümmung wird jedes Abweichen der Penisform von der geraden Achse bezeichnet. Die Verkrümmung kann in jede Richtung erfolgen, auch korkenzieherartig um die Mittelachse. Penisverkrümmungen müssen nicht unbedingt krankhaft sein. Von Natur aus gibt es eine breite Palette unterschiedlicher, aber durchaus normaler Penisformen. „
Mit einem Foto kann ich (leider) immer noch nicht aufwarten. Insbesondere der Korkenzieher wirft Fragen auf, selbst bei mir, und ich habe schon so einiges gesehen. Und komme nicht umhin, mir den Korkenzieher im Einsatz vorzustellen.

(Quelle: Netzdoktor.de)

THIS IS WHO I AM. YOU CAN LIKE IT OR NOT.

Ungeduldig. Fordernd. Eitel. Neidisch. Anspruchsvoll. Anstrengend. Panisch. Manisch. Depressiv. Aggressiv. Zu laut. Zu leise. Zu fett. Zu nett. Selbstgerecht. Übersensibel. Narzistisch schizoid (some say). Maßlos. Ausgrenzend. Gierig.
Und das sag ich heute! Hättste mich mal vor einem Jahr gefragt, da wären mir paar richtig schlimme Wiewörter eingefallen.

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EMOTIONALE PORNOGRAFIE*

wäre auch ein schöner Titel für dieses Blog gewesen. Aber etwas hölzern. Zumal ich, wenn ich mal den Schwanznamen aufgeben sollte, schon eine geeignete Alternative hätte: www.Schindluder.net. Oder gibt´s das etwa schon? (Meine Dekolletéstudien würden dann in der Rubrik „Spindluder“ abgelegt. Melancholische Berichterstattungen unter „Schwindluder“.)

* Gestern mal wieder in einem Internetz-Porncycle stecken geblieben. Was es alles gratis gibt – unglaublich. Der Trend zum Exhibitionismus boomt und boomt, aber das wissen die Leser dieser Seite sicherlich. Früher sagte man „Kreativität“, heute ist man gleich ein Selbstausbeuter, wenn man gratis und im übertragenen Sinne die Hosen runterlässt.

NEUES VOM BRUSTBLOGGER

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Bloggerinnen und ihre Dekolletés. Das hat Glamour, das wissen wir ja nicht erst seit Freitag. Oben sehen Sie Madame Modeste als Venus in Furs. Neben Modestes Dekolleté noch eine wunderbare Neuentdeckung: Frau Casino ist in Natur genau so entzückend wie ihr Hotel Mama. Aber das ist ja der Erfahrungswert, der die Blogsphere so schön macht. Man kennt sich schon Geschrieben, so dass die Menschen, die dann auf der Hollywoodschaukel schaukeln längst keine Fremden mehr sind.
Nachher geh ich zum Bloggerpicknick und habe die Kamera im Gepäck. Mal schauen, was das Rockchickschnittchen, die Piratin und Modesty Venus heute anhaben – die letzten Wochen waren in der Mansion eh viel zu männerlastig.