Seit mein Arbeitsplatz wegen der Petze zum Nichtraucherarbeitsplatzt umfunktioniert wurde rauche ich weniger muss ich für meine Zigarettenpause ans Fenster. Hat man frische Luft, kriegt man bisschen Sonne ab – wäre also nicht so schlimm. Wenn ich nicht diese Höhenangst hätte. Und das Büro sich nicht gerade im 4. Stock befände. Was es aber tut. Und zwar in einem Fabrikgebäude mit sehr sehr hohen Räumen.
Ich stehe dann also am Fenster, das so auf Kniehöhe beginnt und halte mich mit einer Hand am Fensterrahmen fest. Ich beuge mich ein klitzeklein bisschen nach vorne, damit auch ja kein Rauch in die Fresse der Petze ins Büro qualmt. Fixiere einen Punkt auf der Häuserfassade gegenüber. Das gelingt mir 10 Sekunden und dann saugt der Abgrund an mir. Ich muss nach unten schauen. Dann dieses Magengefühl, das so ähnlich ist, wie wenn man kurz vorm einschlafen aufwacht. Als ob ein Gespenst einen Flipflop durch meine Mitte macht. Und wenn ich eh schon runterschaue, dann geb ich´s mir gleich richtig. Beuge den Kopf noch etwas weiter und fixiere etwas auf dem Boden. Dann setzt so ein Vertigo-Effekt ein. Mein Körper denkt schon, dass er stürzt. Ziemlich irrational, aber so ist das mit Ängsten. Und da ich ja nun aber so gerne rauche, konfrontiere ich seit ein paar Tagen mehrmals täglich meine Höhenangst. Aber der Petze verzeihe ich trotzdem nicht. Ich bin ja nachtragend.
Archiv des Autors: glamourdick
GLAM DENKT LAUT
Ich hätte dann gerne noch meinen persönlichen Pornoblog, in dem ich meine liebsten Internet-Gratis-Flicks präsentiere. Und noch einen, in dem ich über Blogger schreibe, die hier mitlesen und denen ich eins auswischen will. Und einen für belletristisches. Und wenn ich die alle umsetze, dann bleibt mir keine Zeit für´s Schreiben, dann kann ich nur noch multipel bloggen wie Axxxxxx, aber irgendwoher muss die Margarine ja kommen. Also blogge ich etwas zurück und verwende mehr Zeit auf meine anderen Buchstabenfähigkeiten.
Und, ja, es nervt, wenn man nicht mehr, wie in jungfräulichen Zeiten, über alle und alles schreiben kann. Und es bremst. Und es vermasselt den Spaß, denn als Spaß und intim und freiwillig und publik fing alles an und jetzt soll jeder Flachwichser, der sich erwähnt fühlt, sich für Gloria von Thurn und Taxis halten, I mean – please??? Gloria hätte mehr Humor.
STILL THERE´S HELL TO PAY
Strictly for the gay musical glam audience.
(Ca. 4 Min 35 sec.)
THE GREATEST LOVE OF ALL oder HOUSTON, WIR HABEN EIN PROBLEM
Da hatte ich ja wieder den Finger am Puls der Zeit! Spiegel online bestätigt (jedenfalls beinahe) meine, bzw. InTouchs Celebrity-couple-of-the-year-Theorie.
Whitney bereitet sich auf Osama vor. Ich finde, sie soll nichts überstürzen, sondern erst mal eine wenig ihre Freiheit und ihren Trailer ganz für sich alleine genießen. Überleg mal – nie wieder das Spritzbesteck teilen müssen! Sich ma nen Tag gehen und den Mopp auf dem Kleiderhaken lassen. Am besten auch schon mal die Scheiben abdunkeln, um sich auf die neue Höhlenwohnsituation vorzubereiten. If you really wanna feel the heat with somebody, Whitney, Osama is your man.
IN TOUCH FRAGT, GLAM ANTWORTET
In der heutigen Ausgabe seines Lieblingsmagazins wirft InTouch eine Frage auf: „Hilfe, wo ist mein Po?“
Glam klärt auf: Oben hinten an den Beinen.
GLAM ODs
Zwei Folgen Desperate Housewives. Eine Grey´s Anatomy. In Maischberger reingezappt. Unter irgendeinem Stein hat man Frau Moschmann hervorgezogen, blondiert und in einen grünen Rock gesteckt, der ihre Knie verbirgt. Immerhin. Uschi Glas wird immer dünner und straffer. Aus Entfernung sieht sie auf eine Nicole Richie Art und Weise recht gut aus für ihre 700 Jahre. Fehlt nur noch die menschenfressende Sonnenbrille. Charlotte Roche soll ihre Jugendlichkeit verbreiten, wirkt aber dabei wie ein zu oft sitzengebliebenes zu oft bekifftes Schulmädchen, zu früh geschwängert. Keine Diskussion, ist so. Desweiteren eine Frau mit einer Frisur, die aus Moers kommt, oder Essen. Irgendein Einzugsgebiet von Düsseldorf jedenfalls. Die Frisur, nicht die Frau. Und all das wegen Eva Herman, die Bücher schrieb, wie man besser stillt und damit ihre Zielgruppe viel zu stark eingeschränkt hatte. Versteh ich, dass die mal ein bisschen breiter streuen wollte. Soll sie.
Osama bin Laden will Whitney Huston entführen, schreibt „InTouch“, sie sei so wunderbar islamisch. It´s not right, but it´s okay. Sprich: Soll er. Ihre Kopfbedeckungen, die Versandhaus-Perücken, sind genau so crazy wie die von Osama. Osamas Kopftücher wären sogar eine deutliche Verbesserung für Whitney. Den Weg zur Turban-Diva muss man sich närmlich hart ersaufen. Auch sonst ein vorstellbar erschreckendes Paar, so eine Art Kehrseite von Brangelina. Whitneys Wohnzimmer erinnert an Terroristenhöhlen. InTouch berichtete. Olle Crackpfeife. Jenny Elvers-Elbertzhagen ist „Lady“ Diana. Diana, Prinzessin von Wales heißt das. Den Titel nach dem Vornamen nach einer Scheidung. Kann man respektieren. Selbst in der Volksbühne. Ich hasse den Tag schon vor dem Duschen.
THE SMELL OF CHEAP FAME
Ich hassse Spigel Online dafür, dass ich mir Gedanken um Menschen wie Anna Nicole Smith mache, bei denen alles nur um Geld geht und die trotzdem so billig sind. Wenn man solche Frauen sieht, weiß man wie sie riechen. Crystal Meth mit zuviel Marc Jacobs Parfum. Eine riesige Wolke. Es sind meist die Frauen, die von der Seele her stinken, die zuviel Parfum benutzen. I have met some of them.
Wenigstens scheint die Sonne und Desperate Housewives geht in die zweite Staffel.
IT COULD WORK BUT IT WON´T
Projekt A hat zwei Handlungsebenen. Eine, die ganz gut funktioniert und eine, die durchgestanden und für mich abgenudelt ist. Projekt B verfügt über brisante Themen und eine charmante Erzählperspektive. Wenn ich jetzt die durchgestandene Handlungsebene aus A mit der charmant-brisanten Erzählperspektive aus B ersetze, dann hätte ich also ein Buch ohne viel Neues zu schreiben. Es könnte so einfach sein. But it sucks.
IM HIMMEL MIT BONNIE oder TURN AROUND, PILOT!
Das Skailight hat mich auf diese hübsche Geschichte hingewiesen.
GLAMPIRISM oder THEN TAKE ME AWAY FROM ALL THIS DEATH!

Es begann nicht gerade mit Weltliteratur. „Salem´s Lot“ von Stephen King war der erste Vampirroman der Post-Postmoderne. Und Glam verliebte sich in den äußerst bösen, aber auch äußerst markanten Obervampir. Dann bekam ich Mitte der 80er „Interview with the Vampire“ in die Finger und war angefixt. Glücklicherweise setzte Anne Rice die Geschichte um Louis und Lestat fort. „The Vampire Lestat“ und „The Queen of the Damned“ blieben eine ganze Weile meine Lieblingsbücher. Dann kam Coppolas Dracula in die Kinos und meine Vampir-Manie hatte ihren Höhepunkt erreicht. Was kleinen Mädchen Pferde sind, das wurden mir die Vampire. Zu diesem Zeitpunkt war bereits ein Regal in der Glamschen Bibiothek gefüllt mit primärer und sekundärer Vampirliteratur. Und damit stand dann auch irgendwann das Thema meiner Magisterarbeit fest: „Die Metamorphosen Draculas: Eine kurze Geschichte des Vampirs als Archetyp von Stoker bis Coppola“.
Blasse, schuldzerfressene Romantiker mit Hang zur Meldodramatik und Blutdurst faszinierten mich. Am Schönsten verkörpert von Brad Pitt als Veggie-Vampir und Gary Oldmann als Rhett Butler aus der Hölle. Bis dann die Bücher von Anne Rice immer zäher wurden und vollständig unlektoriert in Druck zu gehen schienen. (Frau Rice kam das dramaturgische Mittel des Absatzes abhanden. Ihre Kapitel wurden immer länger, ein unpointiertes Geschwafel, tödlich nur im Zusammenhang mit „einschläfernd“.) Und ich mit dem Thema irgendwie durch war. Und auch selbst gar nicht mehr blass sein wollte. Und dann fällt mir fast zehn Jahre später „Twilight“ (siehe unten) in die Hände und ich stelle fest, dass es einer Autorin gelungen ist, das Genre noch einmal neu zu beleben. Auch sie geht in Serie, die Fortsetzung erscheint in wenigen Tagen. Aber dieses mal belasse ich es beim ersten Teil. Das nächste Vampirbuch, das ich lese, wird aus meiner Feder sein. Und das hat noch etwas Zeit.