Archiv des Autors: glamourdick

GRANNIE´S ON FIRE, BETTER THROW HER IN THE WATER

Nicht etwa, dass die Omis wieder heimlich unter der Bettdecke geraucht haben: Ein implodierter Fernseher war schuld. Das kommt davon, wenn man morgens um 10.00 schon die Glotze laufen hat. Und, nein, es gab keine Toten.
Eine gefährliche Nachbarschaft, dennoch. Die amerikanische Nachbarin scheut sich auch nicht, aus fliegenden Flugzeugen zu springen. Sie ist übrigens „rear floater“, man lernt nie aus. Eine schöne Bezeichnung.
Mein Wagemut reichte heute gerade dazu aus, meinen Kontostand zu checken.

NERD-STUFF

Gestern auf Anraten von wordpress.com den Browser gewechselt, da die Bildbearbeitung bei Safari nicht klappte. Opera heruntergeladen, installiert, begeistert header für wordpress-blog gebastelt. Sogar meinen AOL-Account kann ich aus Opera öffnen (der lief auch nicht über Safari, dafür musste ich immer IE hochfahren).
Nach dem Installieren aller Lesezeichen festgestellt, dass Opera meine Seite immer aus dem Cache öffnet: wenn ich auf neue Kommentare klickte öffnete sich eine Seite, wo diese Kommentare noch gar nicht vorhanden sind. Cache geleert, Problem immer noch da. Dann die im Opera gestaltete Seite auf einem PC-Browser betrachtet: die Bilder werden nicht gezeigt. Heute Morgen Rechner hochgefahren, Opera-Programm verschwunden. Neu installiert. Blog besucht. Eingeloggt. Zumindest versucht. Er lässt mich nicht rein. Nochmal probiert. Safari hochgefahren, eingeloggt, alles prima. Nur, dass der eigentliche Plan ja war, einen einzigen Browser zu haben, mit dem alles läuft. Fuckthatshit.

YOU JUMP INTO THE MIRROR

kateq20hat

You stand in front of a million doors
And each one holds a million more
Corridors that lead to the world
Of the invisible
Corridors that twist and turn
Corridors that blister and burn

Eye of Braille
Hem of anorak
Stem of wallflower
Hair of doormat

(Picture: Q-Magazine, Oct. 2006)

HARZWALDBURSCHE (ALMOST)

Letztes Jahr um diese Zeit machte ich mir arge Sorgen, wie ich über den Winter kommen sollte. Ich war ohne Job und arbeitsunfähig, hatte aber Miete zu zahlen. Meine Eltern hatten ein Haus im Harz geerbt, das Arbeit machte und Geld verschlang, also zog ich für eine gefährlich lange Weile in Erwägung, meine Wohnung unter zu vermieten und den Winter im tiefen Harz mit Renovierungsarbeiten zu verbringen. Der Entschluss stand fast fest, als ich an einem glühend schönen Septembertag das Haus besuchte. Es liegt direkt auf einem steilen Berg, in einem kleinen Dorf, dahinter nur Wiesen und Wald und ein kleiner See. Ich verbrachte mit meiner Familie einen Tag dort, wir schauten uns die Bilder unserer Vorfahren an, blätterten in ihren Büchern, tranken Kaffee im Garten. Ja, ich konnte es mir vorstellen, hier Zeit zu verbringen, wo mein Handy kein Netz hatte und TDSL noch nicht verfügbar war. Dann erinnerte ich mich an den Winter dort oben. Schneeketten. Blitzeis. Den Frühling, der später kommt und länger bleibt, den Herbst, wo die Nächte früher kalt sind, die Nebelstimmungen in den Tälern. Die Tannenwälder (ich hasse Tannen). Die Dorfbevölkerung, deren Altersdurchschnitt vermutlich bei 60 Jahren liegt. Und dann bekam ich glücklicherweise einen Job und meine Pläne wurden erlöst.
Gestern telefonierte ich mit meiner Mutter. Sie rief mich aus dem Haus im Harz an. Mit ihren Schwestern hatte sie den ganzen Tage lang Schränke ausgeräumt, Möbel gerückt, Bier getrunken und viel Spaß gehabt, wie sie mit ihren Schwestern immer Spaß hat, wenn diese ihre Männer zu Hause lassen. Es war wieder einer dieser magischen Septembertage gewesen. Sie hatte das Haus für seinen neuen Mieter bezugsfertig gemacht. Und da war die Erinnerung ganz präsent, an diesen wunderschönen perfekten Sommertag vor einem Jahr, wo die ganze Familie zusammen war und die klare Luft, das kühle Wasser und das Zusammensein genoss und ich war froh, dass es jetzt in diesem Haus, das fast meine Lebensplanung irritiert hätte, noch einen so luxuriösen Moment von Nähe und Freude innerhalb der Familie gegeben hat, bevor der Förster und seine Frau einziehen, was dem Haus viel besser steht als ein Glam aus Berlin.

IMG_0376
(Statt Glam im Harz – Harzer Glam in Berlin: Tante Eleonores Tasse, jetzt meine.)

GLAM UNDER ATTACK

Man spricht von einer Panikattacke, wenn mindestens fünf körperliche Symptome zusammen kommen. Beispielsweise Zittern, Schweißausbruch, Herzrasen, Übelkeit, Hyperventilieren. Man nehme hinzu: weiche Knie und hat eine ungefähre Vorstellung, was Glam gerade in diesem Moment erlebt.
Die gewohnte Methode „fuck your fears“, die beinhaltet, die Panik anzufeuern („gib mir mehr – das kannst du doch besser!“) hatte gerade eben den vollen Erfolg zur Folge, dass es tatsächlich auch mehr wurde. Die Panik konnte noch besser, indeed. Das war der Moment, als die Knie nachgaben und der Magen rebellierte. Und wenn ich mich schon setzen musste, dann doch an den Mac, dachte ich mir. Und vielleicht kann ich mich ja rausschreiben. Eine halbe Stunde braucht der Körper mit der Attacke, danach geht es wieder, nur dass man müde ist und erschöpft und sich ärgert, dass es einem wieder passiert ist, wo man doch dachte, das sei alles vollständig therapierbar. Aber wenn die Umstände, die die Attacke triggern, sich nicht ändern (lassen), dann ist bis auf weiteres damit zu rechnen, dass es wieder passieren wird. Und auch, wenn es mir Angst macht, dass ich jetzt schon allein zu Hause eine Attacke bekomme, dann ist es doch schon wieder etwas tröstlich, dass es niemand außer mir gesehen hat. Denn das ist noch einmal etwas ganz anderes, als darüber zu lesen, wie einige, die mich so schon mal erlebt haben, werden bezeugen können.
I might be a little late at the office, Lucky.

YOUR HAIR IS BEAUTIFUL. TONIGHT. oder PETRA IST TOT

-„Magazin für elektronische Lebensaspekte“ lese ich in einer Anzeige.
Ahhhhhh ja. Kann man einfach mal so stehen lassen. Wobei „elektrische Lebensaspekte“ besser klingt. Ich kann mich auch an ein paar nukleare Episoden erinnern.

– „Hydramythic“ hat Guerlain dieses hervorragende Produkt benannt, das angeblich so erfrischend auf die Haut wirkt aber in erster Linie frisch duftet.

– „Electric Petra“ ist gestorben. Seit ein paar Tagen setze ich mein Teewasser altmodisch auf dem Herd auf.

XXXMAS

In meinem ganzen Berufsleben war ich nur auf einer einzigen Betriebs-Weihnachtsfeier. Die wurde von einem Porno-TV-Sender veranstaltet und war sehr schön. Es gab Geschenktüten und einen männlichen Stripper. Der Stripper war nicht so gut, und die Geschenke auch nicht, aber die Firmen-Angestellten waren doll, die gefielen mir richtig gut. Essen und Getränke auch. Und am Ende hätte ich fast noch einen Weimaraner vermittelt bekommen. Ich bin also für Weihnachtsfeiern.

Das ist jetzt mal ein echt überflüssiger Beitrag, aber irgendjemand hat gerade einen Teil meines Gehirns verspeist, aber vielleicht kommts mir auch nur so vor. Kann man ja auch mal machen. Ist ja kein Bildungsblog.

Aber der Titel ist ganz gut, finde ich. Und ich muss sagen, es gibt wirklich noch schlimmere Beiträge als diesen, sogar auch auf anderen Blogs.

(SUNSET-)BOULEVARDBLOGGING oder WITH ONE LOOK

choc-hopf

Wahnsinn! Normalerweise beziehe ich ja solche Informationen aus der InTouch, aber heute stolpere ich bei Frau Choc über obigen Paparazzo-Shot. Madonna und Guy, noch vor dem Frühstück, in ihrem neuen Heim, den Schattigen Pinien am Sunset Boulevard. Seit neuestem ist Madonna on line, wie man an der Nabelschnur erkennt, an der Guy liebevoll nestelt. „Distanz und Nähe“ könnte das Rezept ihrer perfekten Partnerschaft lauten.
Mir gefällt der neue ungeschminkte Look – so sieht es also aus, wenn Madonna einmal die Ohrläppchen nicht am Hinterkopf zusammenknotet. Der Damenbart ist supercool, frech und gepflegt rebellisch. Aber meine Highlights, die unignorierbaren Trends für den Winter, bitte mitschreiben:
– der Kimono löst nun doch den Kaftan ab.
– der Coup der Saison: der Turban, verbrämt mit Marabu-Schabracke, aufwendiger Paillettenapplikation und Seidenquastenpaspelierung, für die Frau ab Ende 40! (Ein bisschen Balsamicospray hinein und schon kurt das strapazierte Haupthaar tage- oder gar wochenlang!)
– Nordic Walking-Stöcke im rustic-look sind der Sommerschal des Winters.
– gespenstisch schön: die brandneuen afrikanischen Adoptivbabies (im Hintergrund) in „Medea´s Children“-Couture.