Archiv des Autors: glamourdick

BRITNEY DARKO

Kev-Fed droht mit Tell-all-book: „The book could include details about his estranged wife’s wild drinking, alleged drug use, her sexual attraction towards other women, as well as her supposed belief in time-travel.“
imdb.com

Ah ja. Zeitreisen. Zu blöd, dass sie das noch nicht beherrscht.

SCHMIER ICH MIR HALT N KÄSEBROT oder WHY THERE WON´T BE AN ELEPHANT IN THE ROOM TONIGHT

Das Thanksgiving-Dinner bei der amerikanischen Nachbarin habe ich schon wegen ihm verpasst. Und heute die Einladung zum Hirschgulasch bei einem lieben Freund. Everywhere I go – der Seelenzombie ist schon vor mir da. Es gibt nicht viele Menschen, denen ich aus dem Weg gehe, aber wenn ich seinen hohlen Blick sehe, möchte ich ihm die Zigarette im Gesicht ausdrücken, damit wenigstens etwas Leben hineinkommt. Er ist der Typ Mensch, der irgendwann in der Zeitung steht, weil er hinterrücks eine Rentnerin angefallen und totgebissen hat. Leere Freundlichkeit als Schutzschild vor einem seelischen schwarzen Loch. Und wenn man ihn nicht richtig kennenlernt, dann könnte man ihn für charmant halten. Lernt man ihn dann kennen, dann überschwappt einen seine innerliche Zerstörung. Ein Bateman mit Bambi-Blick. Ich kann mich nicht dazu bringen, zu so jemandem auch nur annähernd höflich zu sein und so spare ich der Dinnergesellschaft den Frosthauch meiner Anwesenheit.
Weshalb denn so gute Freunde von mir sich so gut mit ihm verstehen, wenn er doch so schlecht ist? Weil sie, anders als ich, es gelernt haben, Leute auf Distanz zu halten. Die werden ihn deshalb nie kennenlernen. Und zum ins Wohnzimmer stellen oder an den Esstisch setzen eignet er sich optisch. Bin ich ja auch drauf reingefallen. Aber wenn ich ihm dann heute sagen würde „Du schuldest mir noch nen Zwanziger für die Endreinigung“, dann wäre das sicher kein Stimmungsmacher für ein vorweihnachtliches Abendessen.

AMOK STATT AMOR

„Nachhaltig irritiert* gibt man sich auch bei der ARD, die gerade den „Berlin, Berlin“-Nachfolger „Zwei Engel für Amor“ beerdigt hat. Am Freitag lief die letzte Folge. Die Quoten waren nicht schlecht – sondern miserabel.“
Spiegel online.

Irritiert. So so. Weshalb? Die Amor-Show war so staubig, dass ich die zwei Mal, die ich versuchte, sie mir anzutun, husten musste. Eine olle Kamelle mit angestrengt lustigen 90er Dialogen in einer Regie, die nicht einmal Berliner Boulevard-Niveau erreichte. Einer Hauptdarstellerin, deren Ausdrucksvermögen dem von Kaugummi entsprach. „Botox! Please! Bitte lege jemand ihr Gesicht lahm!“ hatte es mich bis in den Traum verfolgt. Einem Kai Lentrodt, der mal ganz anders (nämlich falsch) als Hengst besetzt war. Ärgerlich, der Typ ist nämlich klasse. Wenn er mir das nächste mal über den Weg läuft, sollte ich ihm das Exposé für meine TV-Soap zustecken. Die habe ich vor zwei Jahren konzipiert und, wie guter Wein, ist sie langsam in einer Eichenschublade ausgereift und hat einen netten satten Barrique-Charakter. Und eine bestechende männliche Hauptrolle für einen großen Blonden.
ARD – merke: Engel gehen nicht. Nicht in der Zielgruppe. Teuflisches immer.

AmandaWoodwardDick

* Ich stelle mir das bildlich vor. Die ARD. N a c h h a l t i g irritiert. Wie sie jetzt verwirrt gegen Glasscheiben laufen, mit den Köpfen schütteln und Sorgenfalten die hohen Stirnen dominieren. Auch ne schöne Serie. „Hoppla.“
„Oh!“
„Sorry.“
Aber manche Spon-Formulierungen irritieren mich schon nachhaltig.

CH-CH-CH-CHOICES

Eine dieser Entscheidungen, die man trifft und schon während des Treffens bereut, zugleich wissend, dass sie richtig ist. Wie zu sagen, ich geh nicht auf die Party, ich muss ja morgen früh aufstehen. In dem Zusammenhang: die Party morgen sag ich auch noch ab.

REVITALIZING – INVIGORATING – REFFRESHING and IRRITATING

Eigentlich sollte ich mich nicht beklagen. Bis vor ein paar Wochen gab es ein lediglich überschaubares Angebot an Pflegeprodukten für Männer: Kernseife und Melkfett. Für besonders rauhe Männer dann noch eine norwegische Salbe gegen rissige Hände. Damit ist es nun Gott sei Dank vorbei. Spätestens seit L´Oréal in qualvollen Studien den Mann als Geschlecht entdeckt hat. Doch nicht nur die Oréalisten kümmern sich nun um mich Metro-Homo, sondern auch ein beliebter deutscher Sporthersteller (kann mir jemand diesen Begriff erklären?). Eigentlich prima. Das Dreistreifen-Duschgel duftet frisch was das Zeug hält und verspricht Belebung, Erfrischung, Massage. Die Firma mit der Axt hat sogar der Aspirin-Industrie den Krieg erklärt – mit einem Duschgel namens „Anti-Hangover“! Man wäre ja bescheuert, Geld für den Spa auszugeben, wenn man das alles in einer handlichen Plastikflasche bekommt. So dachte ich naiv.
Weil ich nun also eine neue Kulturtasche (noch so ein Begriff wie Sporthersteller) brauchte und L´Oréal dieses schicke graue Säckchen mit orangener Paspelierung samt drei Proben der neuen Herrenserie anbot, stellte ich mich dem Selbstversuch.
Fazit: es muss britzeln. Wenn ich morgens in einem recht kalten Badezimmer mit den Sporthersteller-Duschgels dusche fällt eines auf. Die Erfrischung. Im Sommer recht angenehm, ist es doch in der kalten Jahrezeit äußerst unanagenehm, ein schäumendes Gel auf dem Körper zu verteilen, das sich wie Frühfrost auf einen legt. Es ist, als puste einem ein Gespenst in den Nacken, nur eben am ganzen Körper, und dieser Effekt hält an, bis man ihn nach dem Abtrocknen mit einer Bodylotion löscht – einer für Damen freilich, denn auch die Herren-Lotions schlagen Frostblumen auf die Haut. Die Gesichtspflege nun – one tingling sensation. Erst HYPERFRISCHER Duft und der Frosteffekt, dann Millionen kleiner Stecknadeln, im nächsten Schritt ein Spannungsgefühl, das sonst nur dass aggressivste Anti-Glanz-Produkt aus dem Hause Chanel hervorruft und schließlich – die Trotzreaktion geschundener Haut – ein dünner Schweißfilm, der sagt „Wie kannst Du mir das antun, Glam?“. Nach fünf Minuten eine zarte marmorisierte Rötung. Als käme man gerade aus dem Winterwald. Aber sieht George Clooney je aus wie Rotkäppchen, dem die Apfelbäckchen verrutscht sind???

Was tun also? Wie Christina Aguilera – back to basics. Die Bodylotion mit dem Vogelnamen, wo die Flasche so lustig pupst. Kannst Du Dir auf den Körper schmieren ohne dass es knistert und auch das Gesicht reagiert unschockiert. Darüber dann, wie üblich, das wirklich hervorragende Make up von L´Oréal. Und auch auf deren Haarprodukte lass ich nichts kommen. Und auch die Kulturtasche macht irgendwie arg kultiviertes Reisen möglich.

DAS RUNDE MUSS IN DAS ECKIGE???

„Dabei musste in 43 Jahren Bundesliga keiner der heterosexuellen Kollegen mit dem Arsch zur Wand duschen, aus Angst, dass er ungewollt penetriert wird, wie eines der beliebtesten Klischees besagt.“
(Quelle Spiegel online.)

Und deshalb wäre es doch schön, wenn sich die drei schwulen Bundesligisten outen, jetzt , wo wir wissen, dass, anders als in der Bundeswehr, nicht gepaddelt und gepokt wird.

Auch schön:
„Verängstigt und anonym bewegen sich schwule Profis häufig in Kontaktbörsen und Gay-Chats durchs Internet, wo Penislängen, Rollenwünsche beim Sex und Fetischvorlieben gleich im Dutzend feilgeboten werden. Diese virtuellen Discounter der sexuellen Wünsche und Sonderwünsche seien zwar „kein wirklich gemütlicher Ort“, wie ein schwuler Bundesligaspieler verrät, „für mich aber die einzige Möglichkeit, andere Männer anonym kennen zu lernen und vielleicht auch treffen zu können“. Dabei versuche er, seinen Chatpartner vorher möglichst „auszufragen“, etwa ob sich dieser für Fußball interessiere und ihn womöglich erkennen könnte. Ein Restrisiko bleibt jedoch immer: „Jeden Moment setze ich meine Karriere aufs Spiel.“

Und ich habe wahrscheinlich den ganzen Sommer unwissentlich mit Bundesligisten gefickt!

EVERYONE SAYS HI

Mitte der 90er. Julia Roberts stellt sich Madonna vor.
Julia (mit dem legendären Strahlen): „HIII! I´m Julia!“
Satan (frozen): „I know who you are.“

Vivenne Westwood auf einer Party. Sie sieht jemanden, winkt ihm majestätisch zu, er winkt zurück.
Vivienne Westwood: „No no. I´m not waving at you. I´m wiping you out.“

EIN KLEINES BISSCHEN ÖRGHH – NA UND

Im Schlafanzug fühl ich mich so geborgen
Ich male mir die Zehennägel bunt
Waschen werd ich mich erst wieder morgen
Heute will ich gar nicht sauber sein
Na und
Ich guck im Fernsehn alle Serien
Die Werbung und den ganzen andern Schund
Ich fühl mich wie früher in den Ferien
Nur ein kleines bißchen Örghh.
Na und
Eine Tüte Chips und dann die Zweite
Ich stopfe mir Pralinen in den Mund
Davon geht mein Hintern sicher in die Breite
Dann guck ich mich nur von vorne an
Na und
(Nena)

Man vergleicht sie wohl immer mit Norah Jones, was so ähnlich ist, wie Christina Aguilera mit Britney Spears zu vergleichen: die eine war halt eher da, aber die andere kann was. Und hat die schönere Stimme. Und hat die schöneren Lieder.
Nach einer Lagerfeuernacht mit Lucky war gestern gar nichts anderes möglich, als im Bett zu bleiben. Mit Lieferpizza und schwarzem Tee. So Emily Bronte-mäßig eben. Und dann fällt mir ein, dass ich ja am Vortag eine Platte gekauft habe, der eine DVD beiliegt. Und sehe dies:

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Hinreißend, oder? Dann habe ich mir auch noch das Konzert auf der DVD angeschaut und finde, dass Katie Melua wirklich doll ist. Ein bisschen mehr Humor noch vielleicht. Und vielleicht ein Yoga-Kurs um etwas Flow in den Körper zu bringen. Ruf doch mal die andere Kate an für dancing lessons. Jetzt fällt mir auch wieder ein, an wen mich die Stimme erinnert: Melanie. Die junge Melanie. Die drei zusammen, das wäre was. Ein Cover von „Stop in the name of love“! Melanie Melua-Bush.

GLAM GOES BALTIC

Das Schnittchen war mit, Lucky und das Skailight und ein Elefant, den wir unterwegs aufgegabelt haben. Im Barbie-Mobil ins Baltische. Weil doch meine Astro.com-Weltkarte mir sagt, dass da dieser eine Ort ist, an dem ich glücklich werde, wenn auch dick. Das haben die nur falsch interpretiert mit dem dick werden. Ich bin doch schon Dick.

Und heute beim Youtube-stöbern dann was Neues von den netten Letten entdeckt. Wenn Ihr mal hinter der polnischen Grenze seid, geht kauft Euch ein „Brainstorm“-Album!

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