Archiv des Autors: glamourdick

WIR KINDER VOM WEB 2.0

Wenn Ihnen Ihre Freizeit etwas wert ist, dann tun Sie sich einen Gefallen: Finger weg von Second Life! Ich habe gestern den ganzen Tag damit verbracht, mir einen schicken Avatar namens Leigh zu basteln und den Absprung von Orientation Island zu schaffen. Heute morgen wurde Leigh Strand flachgelegt – eine Erfahrung, die mich darin bestätigt hat, ihm ein noch knapperes tiefergelegtes Höschen zu verpassen. Er kann das tragen. Momentan sitzt er still auf einem Campingstuhl und bekommt für 25 Minuten Campingstuhlsitzen 3 Linden Dollar. (Ich hoffe, das zählt auch die Offline-Zeit, aber ich bin vermutlich etwas naiv.) Damit kann ich ihn dann zu Freebies zum Shoppen schicken. (Bedenklich: Wenn er nicht dort sitzend anschaffen würde, dann könnte ich jetzt auch nicht bloggen.) Freunde hat er auch schon: Eine Germaine Irgendwdas, die ich versehentlich angeklickt habe. und Mezz, einen Surfertypen, der Leigh wohl für eine extrem hochgewachsene, muskulöse Frau hält.
Und ja – jetzt sitze ich hier und bin neugiereig, was das Zweite Leben noch so an Überraschungen für Leigh und mich bereithält. Und ungeduldig. Ganz klar angefixt…

LUCKY FINDET DEN SUPERSTAR

Daran werden sich die Geister jetzt scheiden. Die beiden von Lucky und mir und Ihre. Denn was er da bei Youtube gefunden hat ist nichts geringeres als eines meiner Lieblingslieder in meiner aller-allerliebsten Interpretation. Übrigens auch eines der Lieblingslieder meines Ipods in Shuffle-Funktion. Ich hatte keinen Schimmer, dass Bette Davis mit dem Lied je im Fernsehen war. Und in den ersten Minuten der Betrachtung war ich etwas nervös, weil ich glaubte zu sehen, dass ihr Gebiss verrutschte, aber etwas später erklärt sich, dass sie nur etwas im Mund hatte. Also – press play, und genießen Sie Bette Davis beim Lutschen eines Hustenbonbons und dem Vortrag von „I wish you love“.

Notiz an die Skurrile Waage: Wenn Sie diese CD noch nicht besitzen, Hand hoch.

LAUFEN UND REDEN…

… empfahl mir mal vor langer Zeit ein guter Freund als beste Grundsituation für ein Beziehungsgespräch, zu dem es dann doch nur am Telefon kam. Aber nach dem telefonischen Aus besann ich mich viele Jahre später wieder auf den guten Rat, allerdings in anderer Situation. Wenn ich ein Date mache, dann treffe ich mich nicht in einem Café. Dann schlage ich einen Spaziergang vor. Mit Date meine ich jetzt jene Art von Treffen, die Sex nicht notwendigerweise einschließen, sondern höchstens die Grundlage für Sex zu einem späteren Zeitpunkt schaffen. Treffen also, bei denen man sich visuell, intellektuell und emotional kennen lernt. Laufen und Reden ist auch bei jeder anderen Art von Gespräch sehr zuträglich. Die Fortbewegung illustriert die Entwicklung des Gesprächs, den Fluss der Themen, das sich bewegende, evolvierende a l s s o l c h e s.

Von Vorteil ist auch, dass man sich nicht die gane Zeit gegenübersitzt – eine Haltung, die noch mehr das Oppositionelle bebildert. Das braucht man beim ersten Date nicht, das weiß man, dass da jemand Fremdes sitzt. Laufen schafft Gemeinschaft. Zwei, die sich durch die Fremde bewegen oder durchs Vertraute und es hinter sich lassen.
Dass man einen Spaziergang schneller verlassen kann als eine Dinner-Verabredung, wenn man merkt „es geht gar nicht!“, ist auch ein Aspekt, der für den Spaziergang spricht. Aber gestern, auf meinem ersten Laufen-und-Reden-Date seit langem, war das gar nicht nötig. Es war ein äußerst inspirativer Spaziergang. Ich freu mich auf weitere.

HEAVY PETTING

Freund X. findet Füße beim Sex gehen gar nicht. Die dürfen nicht einmal scharf angeschaut werden, das ist dann schon pervers, und das in Zeiten, wo doch bekanntlich Füße das neue Arschloch sind. Freund Y ist entsetzt, dass Menschen sich anpinkeln und es geil finden können. Und mit Rimming hat Freund Z. wiederum nichts am Hut. Und ich hör mir das so an und erwäge zu erröten und frage mich, ob ich wirklich so eine Sau bin, manchmal. Und dabei habe ich denen immer noch nicht konkret vom Kinkgehalt meines vorletzten Wochenendes berichtet und auch die „Please Officer“-Anekdote stark zensiert wiedergegeben. Immerhin heute zugegeben, welches meine Lieblings-Suchbegriffe bei X*tube sind. Verrate ich jetzt aber hier nicht. Ein bisschen Geheimnis muss sein. (Außerdem trötet´s Frank vermutlich in den Kommentaren raus.) Aber vielleicht ist Kink die Beziehung des Alters. Wenn man schon nicht mit einem immer dasselbe machen kann, dann vielleicht mit vielen öfter mal was Neues probieren? Pervers sind laut Freud alle sexuellen Handlungen die nicht der Fortpflanzung dienen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein perverses Wochenende! Küssen Sie mal wieder!

GLAM´S DING DONG

Bei Frau Casino klingelt der Herd und da fällt mir ein, dass ich jahrelang keine Türklingel hatte. Eines Morgens klingelte es an meiner Tür. Und ich, obwohl unkonditioniert, ging und ö f f n e t e die T ü r (das ist wie Fahrad fahren). Und vor mir stand ein Türklingelhandwerkermeister!

LISA RINNA TOLD ME THAT

Demnächst schon in der Mansion: Lisa Kudrow in The Comeback. Yippieeeeeh!
(Dann kann ich mich endlich auch bei Spango für „Dead like me“ revanchieren.)

Ich war nie ein Fan von „Friends“ – lief ja auch zeitgleich mit „Melrose Place“ – aber in Lisa Kudrow bin ich seit „Romy & Michele´s High School Reunion“ und „The Opposite of Sex“verliebt. In „The Comeback“ spielt sie einen ehemaligen Sitcom-Star, den es in die dritte Liga verschlagen hat und der nun sein Leben an eine Reality Soap verkauft hat. Heut gibt man das nämlich nicht dem Teufel (weil der nie da ist und ständig Kinder adoptiert) sondern dem Privatfernsehen. „The Comeback“ ist nun also die fiktive Reality Soap, die es leider nur auf eine Staffel bei gebracht hat. Zum Trost gibt´s das ganze, HBO sei Dank, auf DVD.

DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE oder LAUT SCHALLT ES IN DEN DUNKLEN RAUM

„Amelie – die kleine Amelie wird gebeten, sich am Infotresen einzufinden. Die Mutti wartet dort auf Dich.“

Merke – auch wenn ursprünglich genau so verabredet, ist obiger Satz ein schlechter Code, jemanden aufzurufen, nun den Darkroom zu verlassen, da es draußen bereits hell wird.

„Ich konnte ja schlecht alles stehen und liegen lassen. Sonst hätten ja alle gewusst, dass ich die kleine Amelie bin.“

Schon wahr.

HARRY POTTER UND DER GESCHENKTE GAUL

Liebe schlaue Ostmuddi,

nu schauma was aus den gleinen Schreian wäddn gann, wennma se nüsch glei in Blaste wiggelt un im Gaddn vabuddlt: stramme Buschn! Nu also fass Dir ein Hächz un gäh zu Bro Familjor.

Dein SchnatterinchenDick
Naak naak.

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Das sind die offiziellen Promos für Daniel Radcliffes Theaterdebut in

equus
Pics: U. Weber