Wenn es gut ist, sich daran freuen, dass es gut ist.
Wenn es schlecht ist, sich auf den nächsten guten Moment vorfreuen.
Nicht denken – heute muss ich wieder 8 Stunden in diesem Büro sitzen, sondern – Super! Heute kein 10-Stunden-Tag an dem ich in zwei Büros muss!
Wenn es ganz ganz schlimm ist:
* ans Geld denken
* an den Dienstschluss denken
* daran denken, dass man jederzeit kündigen kann, nur dass dann *1 wegfällt.
* daran denken, dass Nettigkeit bei manchen Menschen nicht funktioniert und alle diesbezüglichen Versuche stoppen. An Amanda Woodward denken.
* an Thomas Hardy denken – die Welt ist kein prinzipiell gütiger Ort
* im korrekten Umfeld Gütigkeit walten lassen, um ein Gegengewicht zu liefern
* an Heather Locklear denken, die bei Melrose Place 6 Jahre lang als „Special Guest Star“ gecredited wurde, obwohl sie nun wirklich in jeder Folge dabei war.
Archiv des Autors: glamourdick
GLAM WATCHERS oder YO MAN, YO!
Ein Gespenst geht um unter den Bloggern – die Abnehmanie. Dieser Blog bleibt abnehmfreie Zone. Ich verspreche desweiteren, hier keine Fotos meines Bauches zu posten, weder vor dem Abnehmen, noch danach, noch danach. Wünsche allen Mitspielern einen fröhlichen Jojo-Effekt und verbleibe mit glamourösen Grüßen,
Glam
P.S.: Respekt allerdings vor einem viel schwierigeren Unterfangen: Modeste hört mit dem Rauchen auf! Da werd ich dann doch neidisch.
P.P.S.: Welcome back Schroeder!!!
IMMORTAL BELOVED

(Chez Marilyn. Brünett. Sacrilege…)
Erst die Sonne dazu genutzt, die Haut zu tönen, dann, als sie die Terrasse verlassen hat, es ihr nachgetan. Mal wieder ein bisschen Marilyn gegooglet und interessante Entdeckungen gemacht. Die Clara-Bow-Fotos gefunden. Von einem charmanten Weimaraner-Besitzer erfahren, der einigen Nachlass-Betrügern auf die Schlichegekommen ist. Vielleicht habe ich jetzt endlich einen Alliierten vor Ort, der mit mir in Sachen Grabpflege unter die Arme greift.
Meine Nichte, die vermutlich noch nie einen Marilyn-Film gesehen hat, hat sich vom Taschengeld eine Marilyn-Handtasche gekauft.
Wie schon Cecil Beaton prophezeite – Marilyn will never die. Und verdient eine würdige Grabplatte.


(Walking through Paris this February)
CALIFORNIA DREAMING
Und am 4. August jährt sich ihr Todestag zum 45. Mal. Am gleichen Tag feiert die amerikanische Nachbarin ihren Geburtstag in San Diego und Herr W. tritt in Saratoga auf.
„CLAP HANDS DANIEL!!!!!!“ (DIESE ÜBERSCHRIFT IST NUR FÜR KENNER DIESES BLOGS UND MAGGIE VERSTÄNDLICH)

Es ist ja schon peinlich. Aber manchmal muss man es tun. Obwohl man weiß, dass alle, die es tun, es gleich tun. Und er das schon zweitausendbillionenmal gehört hat und es ihm ja nichts bedeutet. Und die, die es tun, schämen sich, weil sie sich aufgeregt wie Kinder fühlen, aber wenn sie es nicht tun würden/getan hätten, dann würden sie sich fühlen, als hätten sie eine große Chance vermasselt, was natürlich Quatsch ist.
Donnerstag beispielsweise habe ich es nicht getan. Obwohl ich wusste, dass meine Nichte sich den Teenie-Popo abfreuen würde über ein Autogramm von Tim Sander. Aber es war mir zu peinlich auf dem Kaisers Parkplatz zu ihm hinzugehen und zu sagen „Würde es Dir etwas ausmachen, mir ein Autogramm für meine Nichte zu geben?“ Blöderweise habe ich es meiner Nichte erzählt und jetzt ist sie natürlich sauer auf mich. Sie hat mir schon fast eine geknallt, als ich hinter Judith Holofernes am Geldautomaten stand und nicht nach einem Autogramm gefragt habe. Also Autogramme gegen gar nicht. Nur das von Doris Day, darauf bin ich stolz, aber der hatte ich ja auch ein Lied geschrieben, da war das Autogramm quasi ein Honorar.
Freitag also. Mit der Spreepiratin hingegangen, wir standen ja 4 Stunden ca 3 Meter von ihm entfernt, waren quasi schon warm geworden. „Hi! I´m Glam and this is my friend the Spreepiratin!“ Ein wenig geplänkelt, dann die Hand geschüttelt (warm und trocken). Er hat sich nicht spontan ich mich verliebt, aber gut Dick will Weile haben.
Übrigens. Freitag: U-Bahn, Schlange gestanden, 5 Stunden im knackevollen Cookies ausgehalten, Rufus Wainwright angequatscht. Geht doch.
GLAM GEHT EINEN SCHRITT NACH VORNE
Eine hatte ich ja noch im Ärmel. „Die nehmen sie, wenn sie das Gefühl haben, dass sie sie gut brauchen könnten. Sei es, dass Sie merken, dass Sie weitermachen möchten oder auch, wenn Sie ein Resumee ziehen möchten.“
Therapiestunde. Nicht irgend eine Pille. Und gestern war es dann soweit. Ich dachte, das passt ganz gut jetzt, mit dem neuen Job, der mich in alte und neue Schwierigkeiten bringt. Dem Druck und Stress, dem ich mich aussetze und der nach wie vor Symptome produziert. Und gemeinsam stellten wir fest, dass seit meinem letzten Besuch neun Monate vergangen sind. In denen habe ich sie allerdings oft im Ohr gehabt, die Fragen, die sie mir stellen würde betreffs der Gefühle, Einschätzungen und Zweifel, die ich habe. Und die die Vorzeichen verändert haben, die vor meinem Blick auf die Welt stehen.
„Das freut mich sehr, Herr Dick, dass jetzt alles so gut läuft. Ich hatte schon die Befürchtung, dass Sie den Termin machten weil etwas Schlimmes passiert ist. Aber Sie haben die Zügel ja wieder gut im Griff!“
Na ja, Ängste habe ich noch. Zweifel. Mitunter ein Unbehagen, wenn ich unter Menschen bin. Aber das haben ja alle anderen auch. Und ich habe in meiner Therapie einen Haufen Mechanismen gelernt, Rüstzeug mitbekommen. Ich habe jetzt eine sehr weise, feine Stimme im Ohr und eine dazugehörende Lady vor Augen, in den Momenten, wo das Unbehagen nach mir greift. Und oft genug rutscht das Unbehagen dann an mir ab.
„Und ich würde mich sehr freuen, mal wieder von Ihnen zu hören. Einfach so, wie es ihnen geht, was Sie machen. Melden Sie sich doch mal!“
Zwei Jahre. Arbeitsunfähigkeit, Reha, Einzeltherapie, Gruppentherapie. Ein langes Kapitel. Das ich jetzt mal vorsichtig schließe. Ich kann nur jedem Angstpatientem empfehlen, diesen Schritt nicht erst mit Mite 30 zu tun.
Dafür ist das Leben zu kurz.
Dafür ist das Leben zu schön.
Und ich fühl mich auch nicht zu alt
Und ich lauf
Ich pass gut auf mich auf, ich pass gut auf mich auf…
(Die Dame in Blau und Gelb ist die amerikanische Nachbarin.)
BEWARE OF THE DWARF oder WAR ES DER ALBINO?? oder SCHNEEWITTCHEN HOCH 14
Darüber sollten sie mal nen Tatort drehen. Ich stell mir vor, wie Maria Furtwängler tief beunruhigt und sichtbar (Sorgenfalte auf Stirn) betroffen grübelnd über die Lichtung stelzt, in Deichmann-Stiefeln. Oder son schwermütigen schwedischen Thriller. Ich würd´s mir vielleicht sogar anschauen.
Wird sich demnächst Prinz Frederick melden und seine Zwerge zurückfordern? Das Sommerloch schlägt früh zu, aber es ist ja auch schon recht sommerloch sommerlich draußen.
GLAM FORDERT: M E H R M Ä R C H E N B I L D E R !!!
WRONG NUMBER
Ein paar Anrufe kommen ja durch die geschädigte Telefonleitung noch durch. Aber ausgerechnet, wenn meine Pizza gekommen ist, die wagemutig von Neukoelln den Weg ins kriegsgebeutelte SO 36 gefunden hat? Das Display zeigt eine lange nicht angezeigte Telefonnummer, die eines ehemaligen Chefs. Ich denke, na okay, Tag der Arbeit halt – geh ich mal dran.
„Hallo?“
„… ähhhhh—-„
Anhand der Nummer und des „ähhhs“ identifiziere ich die vermutlich-noch-immer-Frau des mittlerweile-langjährig-ehemaligen Chefs und sie will wissen: „—- wer spricht denn da?“
„Dick. GlamourDick*.“
“ – Oh, da habe ich mich wohl verwählt.“
„Kann passieren. Tschüss Kiki**.“
* Hier müssen Sie sich jetzt den bürgerlichen Namen vorstellen.
** Name vom Glam verfremdet.
LADYBUGS
Dem schließ ich mich an.
VATER, SIEH NUR – DIE SONNE!! oder WURDE ES UNS WEGGENOMMEN ODER IST ES WEGGESCHWOMMEN, WIRD ES EINMAL WIEDERKOMMEN – OCH
(Bootlegged by Glam, last Saturday, ca 3 Min. Den Upload verdanke ich der unbeschädigten DSL-Leitung der amerikanischen Nachbarin – thanks a lot Darling!)
Nur noch diesen Freitag und Samstag im Tränenpalast. Wer nicht hingeht, dem ist auch nicht mehr zu helfen, der soll dann in Zukunft ruhig bloggen, wie Scheiße die Berliner Kulturlandschaft ist. Frost in Zucker und Butter nicht gesehen zu haben ist wie an einem blühenden Fliederstrauch vorbeizufahren und nicht einmal das Autofenster runterzukurbeln, geschweige denn, den Wagen abzustellen am Flieder zu riechen und sich vom Duft berauschen zu lassen und dann wieder in den Wagen einzusteigen, um sich sinnlich gekräftigt an der Schönheit des Seins zu erfreuen. Ich würd´s mir glatt auch noch zweimal anschauen, aber Freitag muss ich zu Rufus.
Schön auch, wie es der geschätzte Kollegeauf den Punk-Punkt gebracht hat!
Während vor meiner Tür die Protestler aus Peine, Delmenhorst und Kleinscheißebüttel entlangziehen, die, sobald sie den richtigen Alkoholpegel erreicht haben, mit ihren Feuerzeugen Berliner Autospiegel verkokeln werden. Schreien in ihre Megaphone, dass man sich fragt, wozu dann noch ein Megaphon? Und überhaupt – warum wollen sie immer meinen kleinen sozial schwachen Mulitkultikiez anzünden, wenn sie doch einfach in Darmstadt aus dem Haus treten könnten, in dem sie noch mit Mutti und Vatti wohnen, und dort ein paar Schlüssel auf Autolack kreischen lassen könnten. Ich mag sie nicht. Sie sollten lieber an ihrer kreativen Disziplin arbeiten und aussagekräftige Kunst herstellen als mit Papis ausrangiertem Opel zwecks Randale-Urlaub nach Kreuzberg zu reisen. Oder in die FDP gehen. You wanna know what Punk is babies? You wanna see rebellion, see revolution? Go see Cora. See and learn. And stay off of my car.