GOLDLOECKCHEN UND DIE ELEFANTEN

Goldie Hawn und asiatische Elefanten. Ich mag beide und so habe ich mir eine Dokumentation bestellt, in der Goldie Hawn asiatische Elefanten vorstellt, weil sie vom Aussterben bedroht sind, da jede Sekunde ein Inder geboren wird und den Elefanten den Platz wegnimmt.
goldielphant
Goldie in Indien beim Shoppen. Goldie besucht Gajneesha. Goldie lacht viel. Goldie ist goldig. Goldie fragt einen erklärten Elefanten-Retter, den sie unterstützen möchte:
„If I gave you a dollar to invest – what would you do with it?“
„Well I´d probably go and buy a pack of cigarettes.“
Goldie lacht klirrend und wäscht einen Elefanten. Goldie lernt, einem Elefanten durch sanften Druck ihrer reichen, kleinen Füße auf dessen Ohrwurzel Kommandos zu geben. Hat ein bißchen Angst, lacht aber. Goldie begibt sich auf die Suche nach „ihrem“ Elefanten, den sie zuletzt vor sieben Jahren gesehen hat. Er ist auf einem Auge blind, so kann man ihn leicht erkennen. Goldie findet den blinden Elefanten. Es ist ein Muttifant und hat grad ein Baby bekommen. Goldie muss weinen. Ich auch. Goldie sagt, dass Elefanten das in ihr auslösen. In mir auch. In Elefantenherden kümmern sich immer mehrere Elefantinnen um den Nachwuchs. Mann nennt sie die „Tanten“ – Elefantentanten. Auntophants. Hey – Goldie lacht gar nicht. Egal. Schöne Doku.

Und Tanja Ries, die auch mit Marilyn Geburtstag hat, scheint es ähnlich zu halten mit den Elefanten und ihren Tanten:

alles ist nun musik
und aus wasser wird wein
wir schaukeln um die erde
in gewändern aus leinen die bemalt sind in elfenbein, gold und perlmut
wir schlafen immer lange und wir haben es gut
und
fünf weiße elefanten
auf denen wir ziehn
von buenos aires nach kambodscha
von paris bis nach berlin

www.tanjaries.de

EINE DAME FÜR´N GRILL

Ich muss schon ziemlich drüber sein, wenn ich mir freiwillig die N3 Talkshow anschaue mit PiPaPilawa und Julia aus der Westentasche. Aber die Hitze war unerträglich, jede Bewegung, selbst die des Fingers auf der Fernbedienung, war zuviel. Der aus hitzebedingter Lethargie geborene Wagemut wurde belohnt. Denn es gibt sie noch – die kesse Berlinerin, wo wir dachten, die Drachen vom Grill hätten alle ihr Säcklein schon in Asche.
Anita Kupsch kess-berlinerte, was das Zeug hielt. Der Duft von Currywurscht und Fassbrause lag in der Luft!

Denkwürdige Talk-Shows mit Anita Kupsch: Die wo sie eine CD am Kopf trug und keinen Spaß verstand. Die wo sie Hellmuth Karasek ansang, mit ihrem Chart-Topper „Der Dackelblick“. (Bemerkenswert war auch die B-Seite: „Mein Leeebän für die BühnÄ, das Spiel mit den Gefühlän…“.)
Anita Kupsch und Monika Peitsch waren Charlie´s Angels, lange bevor Aaron Spelling sie erfand. Erinnert sich noch jemand an diese Detektivinnen-Serie, wo die beiden die Fashions der early 70ies spazieren trugen? Da war noch alles in Lack. Und geblümt.
Danke Anita, weiter so. Immer auf die Berliner Schnauze. Und vielleicht kiek ick mir dein neuet Emanzen-Stück, wobei es sich janz entschieden nich um Boulevard handelt, an. Und vielleicht kriste n Topp Geranjen für´n Schrebergarten von mir. Ick würd dir ooch mitn Gummiboot mit aufn Schlachtsensee nehm – rufst einfach ma durch wennde von die Fischköppe wieda zurück bist, wa, meene Sonne?!

INES 4 – HEADING WEST WITHOUT A SAD GOODBYE

Flirrende Hitze steigt über dem Asphalt auf, der Becks Gold Vorrat im Palomino-Klapprad-Körbchen ist nahezu aufgebraucht. Aus der Papp-Umverpackung hat sich Ines einen Stirn-Sonnenschirm gebastelt. Die Straße verläuft.
Gegen Monotonie hilft Ansingen, Ines beginnt mitten im Lied:
„I´ve seen a milion faces
and I´v ROCKED them all
I´m a cowboy – on a steelhorse I ride
I´m wanted – dead or alive!“
Das waren noch Zeiten als Jon Bon Jovi Dauerwelle trug!
Ein Möbel Hübner-Truck steigt in die Bremsen, überholt langsam und hupt anerkennend. Ines gibt ihm das Victory-Zeichen, führt Zeige- und Mittelfinger gespreizt zum Mund und schiebt ihre Zunge hindurch. Versprechen? Einladung? Damenwitz? Braunschweig liegt hinter ihr, doch ihre Reise geht, weiter. Weiter westwärts.

INES 3: INES GOT A GUN

Ines streicht die Alufolie aus dem Gesicht, legt das Gewehr an – nimmt ihr Ziel ins Visier – – – und feuert.
„Einpacken bitte.“
Der Mann zögert nicht lange, zwingt sich zu kontrollierten Handlungen und kann doch den Blick nicht von der nackten Frau lassen.
„Aber bisschen zacki – ick hab nich den janzen Tach.“
Auf das Päckchen schreibt sie die Addresse ihrer Tschessika (6), dreht das Pakte um und signiert. „Von Deine dich liebende Mutti“.
„Bringst Du dit zur Post oder muss ick det selber machen?“
Mit einem eifrigen Nicken bestätigt der Schießbudenbesitzer den Auftrag. In Marienborn ist Schützenfest und in der Schwüle der Mittagshitze nimmt sich Ines ihr Klapprad und setzt ihre Reise fort.

Für die Auffindung von Ines ist noch bis einschließlich 4.Juli ein Preisgeld in Höhe von einer Plastetüte Putzschwämme ausgesetzt. Sachdienliche Hinweise bitte an den Ereignishorizont
oder einen Kommentar mit Sichtungs-Ort und Datum hier hinterlassen.

INES ON THE RUN 2

„Jetzt wischste aber mal SOfort das Paprikapulver von der Käseschrippe, Kollegin!“
Ines´Erregung ist deutlich spürbar. Mendi Soddtke, 43, Angestellte an der Autobahnraststätte Waldkater greift zur besonders saugstarken Bounty-Rolle, ohne jedoch den Blick von der attraktiven nackten 24-jährigehn mit der Aluminiumfolie, den Putzschwämmen und den 2 Apfelsinen im Haar abzuwenden. Ein Zittern geht durch ihren Körper als sie tut, wie ihr geheißen.
„Na denn wolln wa mal schauen.“
Mendi Soddtke tritt einen Schritt zurück und deutet auf die belegte Schrippe. Eine Schweißperle betritt ihre Stirn.
„Dacht ick´s ma doch. Jetz kiek ma – dit is nich korrekt, Frollein, da haste die vertrocknete Stelle doch einfach mit Paprika zujepulvert. Glaubste etwa ick bin bescheuert-oder-wat?!“
Vor Wut lässt Ines ihr „Palomino-ahoi“Klapprad gegen den Glastresen fallen, dass es gefährlich scheppert.
„Würdest Du dit essen wollen?
Mendi schüttelt vorsichtig den Kopf.
„Na denn würd ick ma freun wennde mir ne früsche Schrippe schmierst, meene Sonne.“

Neben Ines steht ein seltsam duftender LKW-Fahrer. Sein Handy klingelt. Er antwortet.
„Nein. Scarlett ist mit Rocco und die Kinder nach Neuruppin.“

Ines nimmt sich eine Banane von ihrem Hüftgürtel, schält sie und schaut Mendi beim Schrippenschmieren zu. Es liegt noch ein langer Tag vor ihr. Da wird man ja wohl auf einer frischen Schrippe beharren könnnen.

Für die Auffindung von Ines ist noch bis einschließlich 4. Juli ein Preisgeld in Höhe von einer Plastetüte Putzschwämme ausgesetzt. Sachdienliche Hinweise bitte an:
http://ereignishorizont.twoday.net
oder einen Kommentar mit Sichtungs-Ort und Datum hier hinterlassen.

Eine Apfelsine für das nächste Installment der Ines-Saga geht an die Spreepiratin.

REGRETS I HAVE A VIEW

It´s only been a day and I already miss Miss Choc. Und lamentiere hier ganz offen den ausbleibenden Erfolg meiner Ines-Serie. Mensch, watt ick allet vorhatte mit dem Mädel…

FINDET INES!

Ines Schreiber, 24, wurde zuletzt gesehen, als sie auf ihrem Kinder-Klapprad, Marke „Palomino ahoi“ die A2 als Geisterfahrerin befuhr. Sie trug Aluminiumfolie, Putzschwämme und zwei Apfelsinen im Haar und war ansonsten unbekleidet, bis auf die obligatorischen Bananen an den Hüften. Ihre Fußnägel waren mit einem goldfarbenen Edding-Stift bemalt, den die attraktive Frau drei Tage zuvor bei Hertie Neukoelln erworben hatte. Der Lack bröselte allerdings bereits ab. An einem Fußkettchen trug sie einen Anhänger in Form einer Seekuh.
Wer sachdienliche Hinweise zum Verbleib der leidenschaftlichen Gospel-Sängerin und medizinisch technischen Assistentin erbringen kann, wende sich bitte an den Ereignishorizont
http://ereignishorizont.twoday.net
Das Krisentelefon ist von 5.00 bis 6.30 Uhr besetzt. In der Schweiz wird das Telefon von Konrad Tönz, DJ Bobo und Michelle Hunziker sowie Paola und Kurt Felix bedient. Aber nur wenn sie gerade keinen Gruppensex machen oder Malefiz spielen.
Ines hinterlässt ihr Töchterchen Tschessika (6), einen Mann und ein Mobiltelefon.

P:S.: „Achtung Achtung! Die kleine Jjjessica“- „Tschessika. Ick heiß Tschessika“ – „Also mal Achtung. Die kleine Tschessika sucht ihre Mutti. Die Mutti von die kleine Tschessika soll bitte an den Infotresen kommen. Ick widerhole: Die kleine Jjessica“ – „Tschessi“ – „die kleine Tschessika ihre Mutti soll also bitte jetzt sofort mal zum Infotresen kommen.“

BOY, INTERRUPTED

Wenn sich das Leben und Erleben doch mal bitte in zwei Gruppen aufteilen könnte: „vorher“ nach rechts, „nachher“ nach links.
Stehe da, schau mir das an. Stell mich in die Mitte und schaue auf die Uhr.
„Darf ich bitte nochmal kurz raus?“
„Wer in der Pause rausgeht wird nie wissen wie es ausgeht.“
„Aber ich komm doch wieder.“
„You are excused.“
„Dankeschön.“

WELCOME LUCY JANE!

So. Und nach dem kinderfeindlichen Beitrag nun einen herzlichen Glückwunsch an Laura Leighton (siehe „El Syd“ – Crazy Ladies), die am 9.6. eine Tochter bekommen hat. Ein Zwilling! Passt.

DIE DREI ? UND DIE SCHLÜPF(E)RIGE ROBBE, DIE KNEIPP FALSCH VERSTANDEN HATTE

Nachdem ich ja am Sonntag einen sehr kinderfreundlichen Beitrag über Jungs aus dem schicken Stadtbezirk Schlachtensee abliefern konnte, hatte ich heute ein Erlebnis mit Mädchen aus Kreuzberg (Kreuzberg 36, das Aso- und Freak-Kreuzberg, wo mein Zuhause ist). Ich saß mit zwei Freunden an diesem terrassenförmig aufgebauten Hundewaschbecken (some would call it a „water feature“) im Görlitzer Park. Das sind Stufen von ca 1m Länge und 6cm Höhe, über die Brackwasser fließt. Da ich in meinem hohen Alter keine Infektionskrankheiten mehr fürchte, hatte ich (und hatten meine Begleiter) die Füße im Wasser. Drei Mädchen – ich nenne sie „die Fragezeichen“, im Alter von ca. 7-9 Jahren stiefelten auf der Suche nach Erfrischung ebenfalls durchs Wasser. Eines hob immer wieder den Rock (über Schlüpfer-Niveau), die anderen beiden unterhielten sich in einer Art Geheimsprache.
„Nibbelwibbel klipklip klapp.“ (erregt!)
„Wungemunge lillebille“. (verlebt und abgebrüht.)
„…“ (entsetzt, Rock lüpfend.)
Ein viertes Mädchen, übergewichtig, nur mit einem hellblauen Schlüpfer bekleidet, robbte wie ein gestrandeter Wal (der Vergelich ist billig, zwang sich aber hartnäckig auf) über die Stufen. Immer WIEDERRR. Bäuchlings. Robb robb. Platsch. Robb robb. Platsch.
Die kleine Robberin robbte von oben nach unten. Unten verweilte sie im ca. 30cm tiefen grünbraunen Wasser. Pinkelnd? Es wirkte so. Die Fragezeichen (immer nebeneinander, auch wenn es eng wurde) staksten Röckchen zwirbelnd von unten nach oben, dann wieder zurück.
Nach dem die 3 Fragezeichen ein fünftes Mal den Weg hinter sich gebracht hatten (die kleine Robbe hatte bei ihrer Fortbewegungsart mehr Zeit gebraucht und es nur auf drei Wege gebracht), hatte eine meiner Begleitungen einen irrwitzigen Gedanken.
„Ob das an diesem Wasser liegt?“
Gleichzeitiger als Synchronschwmmerinnen in einer Esther Williams-Choreografie hatten wir unsere Füße aus dem Wasser.