DIE RUDERKÖNIGIN VOM SCHLACHTENSEE

Sommer 2004. Nach mehrstündigem Schippern auf dem See und Verspeisung sämtlicher Lebensmittel-und Getränkevorräte, die Sonne britzelt noch, die Leiber sind hungrig und erst rosa, wollen aber nicht vom Wasser, bleibt uns nur eines. Ein Besuch im Bootsverleih (mit angeschlossener „Gastronomie“). Kai holt Essen, Trinken, Eis und will gerade wieder ins Boot steigen, da werden wir Zeugen eines dramatischen Vorfalls. Eine junge Dame, blondgelockt, keine Apfelsinen im Haar, aber eine Tochter an Bord, versucht ungelenk ihr Leihboot am Bootssteg einzuparken. Dort herrscht reger Betrieb. Der freundliche bezirksansässige Bootsverleih-Angestellte ermutigt:
„Frollein so jeht det woll nich. Du bist ja falschrum.“
Frollein (irritiert, verängstigt, ein wenig garstig): „Wie? Was? Falsch rum! Da könnte ja jeder kommen! Und schon gar nicht in diesem Ton, bitte!“
„Na nu stell Dir mal nich so affich an – Du musst det Boot wenden!“
(Mit einer zickigen Note, ZDF-Vorabendserien-fähig): „Wenden? Wie stellen Sie sich das vor? Bin ich hier die Ruderkönigin oder was?“
Kai bittet mich sein Eis zu halten, springt ins Wasser und hilft Frollein beim Einparken.
„Sehen Sie – der junge Mann hier hilft mir wenigstens, anstatt blöde Sprüche zu machen.“
Mit einem Rest Restwürde packt Katja Riemann Sachen und Tochter, verschwindet hohen Hauptes zwischen amüsierten Ausflüglern. Ein Sympathiepunkt für Haltung an die Ruderkönigin vom Schlachtensee. Demnächst in dieser Rubrik: „Die seltsame Gräfin vom Schlachtensee“.

water
(Abkühlung nach hysterisch-hitzigem Lachanfall. GlamD. in seinem Element)

M.M., KALIFORNIA

Kai reicht mir in meiner bunt gestrichenen Küche ein bunt verpacktes Geschenk in der Größe eines schmalen Taschenbuchs. Ich bin überrascht-verwundert (meist schenkt er in Deutschland nicht erhältliche DVDs, Bücher usw) und packe aus. Es ist ein schmales Taschenbuch! Ein Travel Guide. Los Angeles.
„Mach mal auf!“
Ich falle angesichts eines Business Class Tickets nach LA in Ohnmacht.

Zeitsprung. Nikotinpflaster pflastern meinen Flug. Ich deriliere angesichts meiner Sozialphobie (12 Stunden Reisen in Transportmitteln, die mit Fremden besetzt sind), des Zigaretten-Entzugs und des Lebenstraumes, der wahr werden wird, der so albern ist, aber existiert, seit ich 9 Jahre alt bin: Ihr Grab besuchen. Kai hat diesen Traum wahr gemacht. Drei Tage Los Angeles und Silvester 03/04 zurück nach FFM und B. Das Hotel ist in Torrance, aber wir haben einen Mustang und cruisen die Highways entlang. LA scheint gar nicht so groß wie ich mir vorgestellt habe. Sogar der Smog riecht für mich gut. Venice, Santa Monica, Abstecher nach Bel Air, Melrose. Sunset Boulebard, Mulholland Drive, Hollywood and Vine. Wie in jeder Stadt in der ich bin überlege ich, ob ich hier leben könnte und denke „Ja“. (Opportunist). Und dann suchen wir den Westwood Memorial Friedhof. Und finden ihn nicht. Er liegt ganz versteckt, irghendwo hinterm Wilshire Blvd. Da ist ein Kino, in dem „Mona Lisa Smile“ läuft und ein Film mit Owen Wilson. Büro-Hochhäuser. Wir parken den Mustang (im Halteverbot, wie sich später herausstellt) und suchen. Finden. Leer, kaum jemand da, außer Kai und mir. Ein völlig undramatischer, geradezu peinlich kleiner Vorstadt-Friedhof mitten in LA. Rasenflächen mit identisch gestalteten Grabplatten. Kuck ma – Jack Lemmon! Truman Capote. Dann die „Schränke“, die Leichenschubladen. Wo man nicht verrottet sondern vertrocknet. Mein Blick wandert und ich werde ganz traurig – ich muss es doch auf Anhieb finden, das Grab meiner Kindheitskönigin… Aber nee. Und es gab keinen Blumenladen. Ich mein, hey – jeder Scheißfriedhof hat einen Blumenladen. Dann ärgere ich mich über meine blöde Idee, mir die Haare über Weihnachten unbedingt rot tönen zu müssen. Ich bin in LA! Auf ihrem Friedhof! Und nicht mal blond!! Dann sehe ich auf einem Grab einen Tinker Bell Aufkleber. Heather O´ Rourke, „Carol Ann“ aus den „Poltergeist“-Filmen. Da wird mein Herz warm. Für Tink stand sie Modell. Und dann, paar Schritte weiter, sehe ich einen Sargschrank, einen Fläche mit Plaketten, und eine Grabkammer ist viel dunkler als die anderen. Weil alle sie berühren wollen. westwoodIch gehe, schaue – ihr Name, 1926-1962. Lippenstiftabdrücke von bescheuerten Fans. Geschmacklose Blumen, teils vergammelt. Joe DiM.´s Dauerauftrag „jeden Tag eine frische rote Rose“ lief 1982 aus. 20 Jahre waren gebucht, 20 Jahre reichen, er ist Pragmatiker. Und trotzdem gelten seine letzten Worte ihr. Er hat nach ihr nie wieder geheiratet.
Und ich hab nichts dabei. Keine Blume. Nichts. Für die Leiche meiner Heldin. Und dieses abgefummelte Grab schlägt mir aufs Gemüt und ich setz die Sonnenbrille auf, damit Kai nicht sieht, dass es dahinter zu fließen beginnt. Und will dem Scheiß-Governor Schwarzenegger einen Brief schreiben „Sie da – so ruht Hollywod-Royalty aber nicht! Schafffen Sie ein Mausoleum für die Dame, und zwar heute und nicht manana!“ Aber wir gehen einfach wieder, zupfen das Strafticket von der Windschutzscheibe, setzen uns in den Mustang und fahren schweigsam nach Torrance.

Keine Fußnote.
bow

MARILYN IN PARIS, EUROPE

Spree-Britt und Arboretum wollten diese Info, here comes:

Ich glaube, es war 1999, als ich endlich einen Paris-Reisegutschein einlöste, den mir meine damaligen Arbeitgeber zum soundsovielten (3.?) Firmengeburtstag geschenkt hatten. Paris war für mich zunächst mal ne Stadt in Frankreich, deshalb schlug ich mich nicht darum, den Trip zu machen, aber als ich las, dass Marilyns Nachlass auf Reisen geht, in London und Paris präsentiert wird und in New York unter den Hammer kommt, da rief ich im Reisebüro an.
Ich war Marilyn-Fan, seit ich das erste Mal, so mit 6 Jahren, „Some like it hot“ im TV gesehen hatte. Meine erste Monroe-Biografie las ich mit 9 Jahren – da erfuhr ich, dass ich am selben Tag wie sie geboren bin und hielt mich eine gefährlich lange Zeit für ihre Wiedergeburt. (War ich erleichtert, als ich kürzlich 37 wurde!) Auf dem Flug nach Paris saß ich neben einer Ex-Stewardess, die fortlaufend Piccolos für sich und mich bestellt – ich kam schon betrunken an. Checkte in mein Hotel ein und lief durch die Straßen – ich hatte mich kopfüber verknallt. Paris. Wohin die Diven exilieren (Romy, Marlene, Ingrid…) und einige (Diana) ihr Leben lassen. Am Abend ließ ich mir wie der bekloppteste aller Touris, das Handy klauen.
Am nächsten Vormittag ging ich zu Christie´s und war überrascht, wie leer es war – außer mir vielleicht 30 Menschen. Und sah die Kleider der Kaiserin. Das spinnwebene JFK-Kleid, die Strickjacke aus der George Barris-Session in Santa Monica 1962. Gerahmte Bilder. Filmskripts mit ausführlichen handschrifltichen Anmerkungen. Puppen, die noch aus Norma Jeanes Kindheit stammten. Und in den Augen aller Betrachter Sehnsucht, Wehmut, aber auch kindliche Freude beim Erkennen und Zuordnen der Devotionalien.
Ein Gästebuch lag aus, ich blätterte und fand einen Eintrag aus Berlin „Ich bin extra aus Berlin angereist und habe mich Dir noch nie so nahe gefühlt.“ Der Zyniker in mir wollte darunter schreiben „und mir haben sie sogar das Handy geklaut.“ Aber das ließ ich sein. Denn ich war auch gerührt, berührt. Nicht so, dass ich in ein Christie Gästebuch eine Notiz an eine fast 40 Jahre lang tote Frau geschrieben hätte, aber doch schon sehr. Fast alle Einträge waren an Marilyn gerichtet.
Diese Devotionalien, die jetzt über die Welt verstreut sind, waren ja auch Versatzstücke aus meiner Kindheit und Jugend. Ich kannte alles von Bildern. Außer dem großen Brandloch im Saum des schwarzen hochgeschlossenen Kleides. Und das hat mein Marilyn-Gefühl vielleicht am besten charakterisiert – dieses verbrannte Kleid.
Als ich wieder auf die Straße kam, hatte sich eine Schlange gebildet, die um den ganzen Block ging. Mein Herz applaudierte jedem einzelnen.

Wie üblich, eine Fußnote. Nach einem sehr schönen Spontansex-Erlebnis kam ich mit dem Mann ins Gespräch, mit dem ich es gerade geteilt hatte. Er entpuppte sich als großer Marilyn Fan und stand neidisch vor meinem Bücherregal. Ich erzählte ihm von dem Christie´s-Gästebuch mit dem Berliner Eintrag.
Er: „Das ist ja ´n Ding! Das war ich!“

strickjacke
pic: g.barris

FALLING FOR/FROM THE FALLS

Gestern „The Falls“* von Joyce Carol Oates zu Ende gelesen und heut seh ich aus als hätte ich Down-Syndrom. Musste die letzten 30 Seiten aber heulen, war nichts dran zu ändern. Und weil die Tränen liefen verlangsamte sich das Lesetempo, daher die fiesen Augen. Und dabei völlig außer Acht gelassen, dass gestern meine Lieblingssonnenbrille (ein Prada-Klassiker) zu Bruch gegangen ist.
Unfähig den Fernseher anzustellen, nach so einem brachial-genialen Werk, hab ich die Abendgestaltung dann dem Ipod überlassen, der meine Stimmung spürte und sofort dramatisch umsetzte. Vorhin gecheckt ob ich nach der Flasche Wein peinliche SMS verschickt habe. Geht so. Sehr stolz, in meinem SMS-Angebot einem speziellen Menschen keine geschickt zu haben, aber seinen Namen habe ich endlich im Addressbuch gespeichert. Immerhin.
niagara2
Viel zu früh aufgewacht, weil mich die Sorge plagt, wie ich für mein 6-wöchiges Exil doch noch einen Untermieter für die Wohnung finde. Na ja, hab ja noch ne Woche Zeit. Wenn ich eh schon zur Spreepiratinnenparty nicht da bin, kann ich ja meine Wohnung als Übernachtungsmöglichkeit für West-Blogger zur Verfügung stellen – präsent in Absenz. Also wenn jemand Lust hat, seinen Berlin-Aufenthalt spontan bis Mitte/Ende August zu verlängern: schicke 3-Zimmer DG-Wohnung, 75 m2, reichlich bepflanzte, pflegeintensive Terrasse, DSL, TV, DVD (huge collection). Ab 7.7. für 6 Wochen in liebevolle Hände abzugeben.

Trost: heute früh SMS von Choc: Da Kai heute abreist hat sie wieder mehr Zeit zum Bloggen. Und da Kai nicht mehr auf Ibiza ist, ist er bald wieder in Berlin.
*@choc: paperback release: 4.7.05
Notiz an mich selbst: Wie kommt es, dass ich „Niagara“ nicht auf DVD habe??

FINAL ADDRESS TO MARILYN MONROE by GlamDick

Wilshire Boulevard, East Rhode Island Street
North El Centro Avenue
Odessa, Archwood, Arbol Street.
Nebraska, Franklin, Fountain Ave
West Olympic Boulevard
Cold cold cold Stone Canyon Road
Crescent Heights and Kelton Way
Beverly Glen, Castilian Drive
Hilldale Ave, North Lodi Street
Delongpre Avenue
North Palm Drive
West Sunset
North Doheny. Doheny…

12305 Helena Drive
12305 Helena Drive

2.

Brentwood
Los Angeles
Helena Drive
My spanish-style dream house
barely saw me alive

Brentwood
Los Angeles
Helena Drive
The first house I owned
saw me barely alive
one two three o five Helena Drive

3.

Twelve fifteen South Glendon Ave:
Westwood Memorial Park,
My Grave.

nina009
pic: b.stern

OCH, SCHADE…

Wieder verdanke ich der Spreepiratin eine Inspiration. Eine Beinahe-Verliebens-Geschichte.
Es ist 2004, Frühling, es ist Mittag, ich habe 3 Stunden Schlaf hinter mir und gerade den Hund abgeholt, den ich wegen nächtlicher Eskapaden über Nacht ausgelagert hatte. Die Sonne scheint und im Görli toben bestimmt schon ein paar Rudel – da hat er Bewegung, ohne dass ich mich bewegen muss. Setze mich auf eine Bank und schau dem Baby zu. Froh, mich nicht bewegen zu müssen, Frühlingssonne auf Winterhaut, Schweigen. Aber dann mache ich es – eine Bewegung. Vor mir steht ein hübscher Mann mit Dreadlocks und Fahrrad und Bierdose in der Hand und missdeutet meine Regung.
„Oh – äh, ich dachte, Du wolltest aufstehen.“
„Nee, kannst Dich aber gerne dazusetzen.“
So sitzen wir und schweigen jetzt zu zweit. Es ist nett, mit ihm zu schweigen, aber genau so gut können wir reden, also probieren wir das. Klappt auch ganz gut. Er ist letzte Nacht vom Fahrrad gefallen. Ja, Berlin ist gefährlich. Ich habe gestern zuviel von den rosa Getränken getrunken. Der Hund kommt zwischendurch und schaut, was ich so mache, reißt die Bierdose des jungen Mannes um, es gelingt mir gerade noch, sie aufzufangen. Ich bin ganz stolz. Etwa zwei Stunden später muss ich zum Görlitzer Bahnhof, meinen Freund Uli abholen, den ich 15 Jahre nicht gesehen habe. Wenn ich mich nicht so auf das Wiedersehen freuen würde, dann würde ich es bereuen, die Parkbank-Unterhaltung abzubrechen.
„Zum Görlitzer? Ach. Ich hab ja nichts vor. Macht´s Dir was aus, wenn ich mitkomme?“
„Nein – gern, komm doch mit.“
Und wie die ältesten Freunde latschen wir durch den Park.
Auf Höhe Feuerwehr, Wiener Straße, sehe ich Uli und wir umarmen uns.
„Das ist Uli und das ist -„
Äh, ich weiß seinen Namen gar nicht.
„Ich bin Louis.“
„Ja – ich bin übrigens Glam*.“

„Na ja. Ich geh dann mal. Man sieht sich!“
„Ja, tschüss – äh – bis bald.“

Einmal habe ich ihn noch gesehen. Da war ich wieder mit Hund auf Weg in Park. Louis war schon ein ganzes Stück weg, als ich den Wagen geparkt hatte. Der Hund sprang aus dem Auto und raste einer Hündin nach.
„Mensch – pass auf Deinen Hund auf. Meine ist läufig.“
Slapstick. Ein Sandra Bullock-Moment (vor 20 Jahren wär´s ein Goldie Hawn-Moment gewesen) – rechts Hund in Gefahr, links Louis, nach dem ich zwei Monate lang Ausschau gehalten hatte.
Mein Blick, panisch, wie early-video-game-tennis. Ich rufe ganz laut „LOUUUUIS!“ aber hinter mir fährt ein Feuerwehrwagen, er hört mich nicht.
„Holst Du vielleicht endlich Deinen Köter, Mann?!“
Ich renn hinter dem Hund her, leine das arme, verdutzte Tier an und presche mit ihm die Straße entlang, in die Richtung in der Louis verschwunden ist. Und bleibt.

* Name rezeptionsästhetisch geflunkert, (Danke Burnster).

IN VERTRETUNG FÜR CHOC

The war of the Cruise continues…

Brooke Shields, die von Tom Cruise Kritik einstecken musste, weil sie gegen ihre postnatale Depression erfolgrecih Pillen geworfen hat, hat sich geäußert: „In many ways, I think he’s just validated my book. Has he had a baby? Anything that highlights the help available to the thousands of women who suffer is fine by me. Tom should stick to saving the world from aliens and let women decide what treatment is best.“
Well done Brooke! Ich geh sofort und leih mir…

(Source: http://www.imdb.com/news/wenn/2005-06-28/#2)

INES 5 – DAS INESER TOASTBROT

Während es momentan keine Informationen über den Aufenthalt der unbekleideten Ines Schreiber (24) gibt, die mit einem Klapprad auf der A2 unterwegs war, gab es im Berliner Bezirk Friedrichshain eine erste beunruhigende Ines-Erscheinung. Das Gesicht der medizinisch technischen Assistentin materialisierte sich auf einer Scheibe Toastbrot BITTE DIESEN LINK KLICKEN FÜR ABBILDUNG DER HEILIGEN BACKWARE!!!
Der Toaster des Brotes, Frank B. aus B dazu:“So etwas ist mir noch nie passiert. Ich habe als Kind mal in einem Wasserfleck im Keller unserer Wohnung das Gesicht der Maria Mutter Gottes gesehen, aber das wurde mir erst nach der Wende klar.“
Auf die Frage, was mit dem Toast nun geschehn soll antwortete der junge Mann: „Zunächst einmal warten wir alle gespannt, ob es weitere Lebenszeichen der attraktiven Gospel-Sängerin gibt, denn noch scheint unklar, welches Ziel am Ende ihrer Reise liegt.“

OLIVER, STONED?

„Alexander“. Selten so gelacht. Fast bepisst, ehrlich gesagt. Oliver Stone, schlag mich ruhig tot, aber „Alexander“ ist wirklich der mit Abstand grottigste Film, den ich je mit perverser Faszination bis zum Ende angeschaut habe, weil ich fassungslos war, wie bescheuert man ein paar Millionen Dollar an die Wand setzen kann. Es ist nicht nur so, Olli, Alter, als hättest du die Dollars an die Wand gesetzt, sondern noch ein Heer retardierter Einäugiger dafür bezahlt, jeden Dollarschein einzeln abzulecken.
Angelina (ich liebe dich, aber meinst du nicht, dass man vorm Dreh auch mal einen Blick ins Drehbuch werfen könnte?) – du warst böse. Illustriert durch das Phalluss-Symbol Schlange als Spelzeug. Zwei Männer (Val Kilmer und ein anderer) waren einäugig und nie zeitgleich im Bild. Gab es nur eine Augenlos-Prothese?
Mackedonien? Ist das wo die „Macke“ ihren Ursprung hat?
Der Alexander war der einzige Name den ich mir merken konnte. Alle anderen hießen sowas wie Putrikantos, Hurmofrides, Pratroquatsch. Das war schon sehr amüsant. Auch die Perücken – sehr gelacht. Und lange gelacht – war ja schon sehr lang der Film. Der schönste Satz… irgendwas mit „offen“. Irgendwas (Fenster, Tür, Pratroquatsch?) war „offen wie ein Säuglingsarsch“. AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHRRRRRGHHHHHHHHHHHHHH! Oliver, du Stone, du – hat Keith Richards die Dialoge geschrieben??? Präposthum?
Wie kann kann kann eine Produktionsfirma grünes Licht geben für ein Projekt, das so substanzlos wie überflüssig ist? Wie können namhafte Schauspieler sich das Gröhlen verkneifen bei Dialogen, die selbst ein Kind beim Krippenspiel als krampfig empfinden würde. Ja, Colin – Dich meine ich. Nur weil man einen Schauspieler 17 (empfundene) Stunden anschaut heißt das nicht, dass die Achtung vor ihm wächst. „Alexander“ ist wie ein in Zeitlupe bezeugter Autounfall. Faszinierend. Anders als bei einem Autounfall musste ich häufig sehr lachen. Warum durfte Sherilyn Fenn nicht mitspielen??? Und Sir Anthony Hodgkins – warst du alt und brauchtetest das Geld?
Hey Olli, nimm´mir nicht übel – ich bin nur „offen“ – wie ein Säuglingsaaaaaaarrrrrrrghhh!!!

Und eigentlich bin ich nur drangeblieben, weil ich sehen wollte, wie er mit den Elefanten über die Alpen geht. Weil ich doch Elefanten.so mag. Aber das war HANNIBAL!!!

Und danach zum Equilibrieren Schnelldurchlauf „Connie und Carla“ und „Oh happy Day“. Ich will nicht nach Hollywood. Ich will nach Dänemark.