THE ROAD TO NEUKOELLN: DRIVING MISS ROXY

„Samma Du fährst Richtung Neukoelln, richtje?“
Herr Dick wimmelt eine Panikattacke ab, als Roxana erstmals das Wort direkt an ihn richtet.
„Ick käm dann mit, ick wohn Hermannstraße.“
Und während sie zeitgleich eine Zigarette an der Kippe der letzten entzündet und ihre Plus-Plastiktüte auf den Rücksitz wirft, hat sich Roxana schon in den silbernen Hyundai gewuchtet.
„Bah, dit is doch Scheiße, echt jetze. Die janzen Bekloppten mit den Depri-Jeschichten. Ick frach ma, wat ick da überhaupt soll.“
Da ich mir oft genug dieselbe Frage stelle, wenn auch auf Hochdeutsch, fällt mir keine Antwort ein.
„Weeßte, da machste sone Scheißkur und wat bringt et? Nüschte. Und diese Kack-Gruppentherapie, dit hatma schon inner Kur nur jenervt. Baaaaah.“
Sie hält mir ihre Schachtel Boston hin und ich wage nicht, abzulehnen.
„Mir jeht´s beschissener wie vorher. Ey, ick wusste doch ja nich wat ick allet hatte! Bulimie, sang die, nur wegen der Kotzerei. Det musste Dir ma vorstelln. Und denn bin ick nu ooch noch natistisch schizoid. Und überdrehte Jewaltbereitschaft, wat weeß ick. Rutscht Dir paar ma die Hand aus und denn ditte. Wat isn dit für´n Land, wo de Dir nichma n Finger in Hals schieben darfst, frarick Dir? Da hatt ick now ne Fijur, früher. Und jetzt kiek ma an. Wien Federbett seh ick aus. Und die Näjel voll im Arsch von die janze Makramee und die Scheiß-Tonaschenbecher. Wat is so schlimm, wenn ick sach, dattet allet keen Zweck mehr hat? Die Psüchater setzen ihrn Fettarsch nachher innen Mercedes und jehn ins Heimsolarium. Wenn ick nach Haus komm, denn wartet da keener uff mir, nur meene beeden Nymphensittiche. Isdowahr. Worauf soll ick ma freun?? Hm? Kennste Tokio Hotel? Find ick schau. Und „Angels“ von Robbie Wiljems und „Feel“. Und Him. An den erinnerste mich, dachtick jlei, wie de da reinkamst beim Ürrenkränzchen.“
„Ich finde eigentlich auch, dass alles Scheiße ist, aber das ist ja die Krankheit, weißt Du? Da muss man dann gegen ankämpfen.“
„Sarickja. Kannste ma andere Musik machen? Ick krich Kinderlähmung von so hohet Weiberjekreische.“
„Roxana schau mal: Du warst Inhaberin eines Fleischerei-einzelhandels. Das ist doch auch was.“
„Aber ick bin do Pleite jejang!“
„Aber immerhin. Du warst mal Inhaberin eines Fleischwareneinzelhandels.“
„Na ja. Hm. Haste ooch wieder recht. Neuland. Und weeßte, wer mir voll auf die Ketten jeht? Diese Mandy. Dümmer wie Scheiße. Ick könnt der manchma echt eene runterhaun. Aba hallo.“
Roxana hustet.
„Kannst Roxy zu mir sagen, Glämma.“

climb

TUTU-TITTI oder BALLERINENBRÜSTE

Letzte Nacht träumte ich, mein Geschlecht sei operativ verändert worden. Ich war eine Frau, noch dazu eine Frau mit kleinen Titten. Als ich mich über die Titten beschwerte, erklärte mir Romy Haag, die seien viel natürlicher als die dicken Dinger, die andere sich machen lassen, aber ich wusste, dass sie innerlich triumphierte, dass man bei mir an Silikon gespart hatte. Ich betastete meine knallharten kleinen Titten und dachte „von wegen Natürlichkeit – wer die in die Finger bekommt, weiß doch sofort bescheid…“
Ich war nicht nur wegen der Größe meiner Brüste in Aufruhr, es gab etwas, das mich viel mehr entsetzte: ich hatte gar keine Geschlechtsumwandlung gewollt. Da musste jemand mich missverstanden haben.
Ich muss das jetzt nicht deuten, oder?

ROXANA UND MANDY UND DAS INNERE KIND

Roxana: „Also icke, letztens inne Therapie, krich jesacht, ick soll meen inneret Kind rauslassen und kieken, wat dann die jroße Roxy macht. Na, ick also det Kind rausjelassen und wat macht die Jroße? Rennt wech!“
Mandy: „Sachmahamsedieno´alle! Du kannst doch nich son kleenet Kind alleene lassen! Wat isn dit für ne Therapie!“
Roxana (angestrengt):“ Du Mandy, dit macht mir jetz richtje agressiv. Kannst au MAL Dein Maul halten, weeßte echt jetz. Hatma wer n Tempo?“

BEITRAG 23 SATZ 5

Stöckchenalarm. Aus der roségetönten Schweiz flog mir ein Stock auf den Kopf. Der 23. Beitrag, der 5. Satz. hier ist er:
„Und betrachtet man das Cover genauer, kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Retoucheure bei Marcias Gesicht am wenigsten Hand angelegt haben.“
Aus „When Marcia was cross.“
Ich schmeiß weiter an den Ereignishorizont und Frau Arboretum! Fangen!

AM ANFANG VON ALLEM WIRD IMMER EIN ANFANG SEIN

„Ich möchte einen Politiker auch mal fühlen! Ich möchte eine Gesundheitsministerin, die gesund aussieht!“
(Nena, gestern bei Kerner)

EDIT:
„Man muss. Nichts. Schaffen.“
(Nena, vorvorgestern bei Kerner)

Und ich mag Nena. Ich mag ihre Musik, ich mag ihre mitunter naturbreiten Sprüche, ihre kindlichen Denkansätze und ihr so groß propagiertes Herz. Das funktioniert aber auch nur, wenn ich verdränge, wie sie mich, die Porno-Queen und einen Schweizer Popstar hat kommentarlos stehen lassen, als wir uns bei ihr für ein wunderschönes Chokmah-Konzert bedanken wollten, das wir in der Arena von der Bühne aus mitbeobachten durften. She did not acknowledge us at all und das fand ich dann etwas peinlich. Nicht nur für uns, die wir ziemlich verloren auf der Bühne standen, sondern vor allem für sie.

HORROR VACUI

Schön Frühstückstee gekocht. Ziehen gelassen, dabei eine geraucht. Süßstoff in die Tasse, kja tschack, kja schack, kja tschack, kja tschack und eingegossen, festgestellt, dass ich den Teebeutel vergessen habe.
Also nochmal von vorn.

Warum eigentlich veröffentlicht Amazon.de meine Rezensionen nie??? (Amazon.co.uk tut´s. Sogar die miesen. Meist die miesen.)

Was mich heute beschäftigt: Dass es Leute gibt, die es so auffällig gut meinen, die so nett sind, so attraktiv, die so sozial kompatibel wirken, und kaum sagt man einmal „Buh“ rutscht die ganze Fassade weg und dahinter verbirgt sich – gähnende Leere. Das sind die Aufmerksamkeitszombies.

BUSH FLASH MOB GROUP HUG

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Sie sehen: von links GlamBush, den Tonkurvenstar Ereignishorizont, Thomas (den mutigen Löwen), Chris (die grazilelegante Königin der Knorrpromenade) und LaLaLucky.
Wir hören: „We´re gonna be laughing about this/ We´re gonna be dancing around/ It´s gonna be so good now/ It´s gonna be so good!“
Die Fotografie wurde erstellt von Julia Neuenhausen und ich hoffe, dass sie den Group-shot mit Rotkäppchen nachreicht.
Here goes:
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Links: Miss Julie.

YOUNG AMERICANS: EXPERIMENT IV

Kann ein Blog Pyjama-Parties feiern? Gibt es virtuelle Lagerfeuer? Riechen Sie den Duft angeschwärzter Marshmellows?
Ich freue mich so sehr, dass der Deutsch/Englisch-Übersetzer der DARPA endlich mal einen vernünftigen Code zu dechiffrieren hat: Sex-songs that kill! Parallel dazu die Stifung einer potenten Allianz.

Um der ELA-Page eine frische Morgendusche zu gönnen, ein Aufruf:

BRING THAT ONE SONG ON THAT CAN MAKE YOU BREAK DOWN AND CRY….

Das traurigste Liebeslied ist gesucht. Titel, Interpret und schönste Textzeile. Ich freu mich!

00GLAMOURDICK AND THE CURSE OF THE DARPA

„D*ARPA’s approach is to imagine what capabilities a military commander might want in the future and accelerate those capabilities into being through technology demonstrations. These not only provide options to the commander, but also change minds about what is technologically possible today.“
Sagt mir Wikipedia über einen häufigen Besucher meines Blogs.

Aber was suchen die hier?? Ich tu doch niemandem was! Ich befreie höchstens mal ein paar Elefantenbesitzer von dem was sie für Besitz halten, was aber eine Seele ist, in einem schönen Elefantenkörper. Ich denke, es geht der Defense Advanced Research Agency um das Kate-nicht-George-Bush-Flash-Mobbing. Das Militär will offensichtlich in Zukunft mit Gesang und Tanz arbeiten, mit der Irritation von Gegnern durch Ausdrucksstärke und Gefühlskraft, mit WIRKMACHT! statt mit Sprengstoff und Gas und Celine Dion.
Und ich weiß echt nicht, wie ich mich jetzt verhalten soll. Ich kann im Grunde grad eh nur jedem empfehlen, die neue Kate-Bush-CD zu kaufen. Dann geht´s Euch besser.
!!!!!!!!!!LOOK AT THE LIGHT!!!!!!!!!!!
Scully&MulderDick wünscht einen guten Tag.

P.S.: Dear Mister war researcher. If you make a file on me, please put it next to the one of Cyndi Lauper. She sang this song which was, as we say in Germany, contraproductive to war. I love the word in all its wirkmacht. See, I prefer „Spiele ohne Grenzen“, trancelinke dancing and direct talk to war. Call me ruhig oldfashioned.
P.P.S: Liebe Arboretum, meinen Sie, ich muss Agent Everett einschalten?