GLAM KRIEGT AUFE FRESSE

Ich habe echt überlegt, ob ich diesen Beitrag poste oder nicht. Hab ihn reingesetzt, wieder rausgenommen. Gute Freunde sagen „Du räumst dieser Person damit zuviel Bedeutung ein“. Sicher mit Recht. Ihr einige Wochen keine Bedeutung einzuräumen hatte Schlägereiandrohungen zur Folge. Und ich habe keine Lust meinen Blog zu zensieren, weil eine kampfesdralle Dame sich hier in jeder kritischen Bemerkung die Schöpfung betreffend persönlich angegriffen fühlt. Also, hiermit: einmal Bedeutung für die unbenannte Lady auf diesem meinem Blog und ich hoffe dann war´s das endlich. Es ist der Grenzüberschreitungen genug. Und sollten weitere folgen, dann vertraue ich auf die Polizei und den sozialpsychiatrischen Notdienst (nicht für mich). Wieviel klarer kann man „Komm mir nicht zu nahe“ ausdrücken? Hier das ganze in Buchstaben.

Das Bloggen – es könnte so schön sein. Man liest ein paar zeitgenössische Notizen, hinterlässt ein paar Kommentare, entdeckt neue Chronisten, vergnügt sich und geht seines Weges. So verstehe ich das Bloggen jedenfalls. Und auch die meisten anderen in dieser Community, deren Seiten ich so gern besuche. Dass ausbleibende Besuche meinerseits zu Androhungen führen, dass ich meine Fresse poliert bekommen sollte, finde ich übertrieben. Dass dies auch noch über gänzlich unbeteiligte Drittblogger kommuniziert wird, da ich die Mails einer bestimmten Bloggerin nicht mehr öffne, das ist nicht nur übertrieben, sondern auch noch lästig. I mind my own business an I don´t involve third parties. Dass ich nun auch noch diesen Text auf meinem Blog veröffentlichen muss, ärgert mich besonders, da nun die besagte Bloggerin ihren Narzissmus befriedigt sieht, der sie schon zu der Annahme veranlasst hatte, dass die Äußerung, dass es Ausrutscher in der Schöpfung gebe, sich auf sie bezogen habe, als habe sie nie eine Nacktschnecke gesehen. Da wo sie herkäme, gebe es auf so einen Ausspruch drei Generationen Blutrache. Da ich keine weiteren Generationen von Dicks plane, wird daraus vermutlich nix.
Also sehr geehrte Dame, beruhigen Sie sich und gehen Sie doch alles etwas relaxter an. Meine Fresse ist schon sauber und bedarf keiner weiteren Poliererei.
Ich möchte Sie gleichzeitig bitten, diese Worte nicht als Kontaktaufnahme zu betrachten. Ich habe genug Freunde und Feinde und würde mich freuen, wenn Sie mit mir das gleiche täten wie ich mit Ihnen: in Ruhe lassen. Danke.

AM ANFANG

Und dann plötzlich, Samstag Mittag, ich sitze bei Lucky, auf einmal das Gefühl, dass ich mich wieder mag. Auch ohne Erfolg. Mein wirres Wesen, meine dunklen Haarwurzeln, die weißen Haare im Bart. Sogar auf den Absturzfotos mit Lucky und Frankie, die ich hier leider nicht veröffentlichen darf. Unzulänglichkeiten, mit denen ich leben kann.
Leute, die mir schon immer hätten egal sein sollen, sind es plötzlich. Ich bin bei mir, meine Freunde sind bei mir. Meine Freuden und meine Ängste sind bei mir. Das ist Alles. Alles meins. Und wenn ich dieses Gefühl ein Weilchen halten kann, oder mich sogar davon überzeugen kann, dass es richtig ist, dann werde ich wohl irgendwann weniger bloggen, weil ich stattdessen mit meinem Hund durch Wald und Wiesen hoppse. Alles zu seiner Zeit. Für den Weimaraner-Plan brauche ich noch ein klitzekleines bisschen mehr Stabilität. Aber ist in Arbeit.

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(Dieses Bild ist von Lucky (photographer) und Frank (rauchend) freigegeben und zeigt zwei der drei Fragezeichen. Playlist (vermutlich) „This woman´s work“ oder „Don´t give up“. Es war unsere erste Probe für die Nachstellung des „Hounds of Love“-Covers mit Glam in der Rolle Kate Bushs und Frank als Weimaraner. Die nicht freigegebenen Fotos zeigen die Protagonisten bei Tageslicht, schon etwas ermüdet.)

Now look what I found on the internet:
kate-gabi
Fehlt eigentlich nur noch ein Elefant!

COLOUR ME LUCKY or BEYOND THE POSEIDON ADVENTURE

Unzählige Momente voller Schönheit, die ich mit ihm verbracht habe. All die lichtdurchfluteten grünschimmernden Sommernachmittage, die wir mit der Flotte unterwegs waren, zwei Mann, zwei Boot und eine Luftmatratze. Besuche bei der seltsamen Gräfin vom Schlachtensee, Bette-Davis-Filme, mein Ständchen als Dark Angel, das von einer leeren Ghettoblaster-Batterie und einem schizophrenen Nachbarn leider vereitelt wurde. (Ich trug einen langen falschen blonden Zopf, starkes Makeup, Dämonenflügel und Leggings – ein Outfit in dem man nicht unbedingt eine Autopanne haben möchte. Hatte ich aber.) Die schöne schöne lange Waage-Skorpion-Nacht, die wir als „Die drei Fragezeichen in Ekstase“ verbrachten, oder als Brüderchen und Brüderchen im lokalen Darkroom oder als Flashmobber im Kate Bush-Rausch.

Er war in den guten Tagen da und er saß Tag und Nacht am anderen Ende der Standleitung in die Hölle, wo ich mit den Teufeln heulte. Er hat mich lachen und weinen gesehen, schwimmen und Tanzen, Head- banging und bursting. Er hat den Dämonen ins Gesicht geschaut und sich nur kurz schrecken lassen. Er ist ein Festival von Farben. Das Schwarzweiß in dem Bild, das ihn als Engel Berlins zeigt, wird seiner funkelnden Farbenfreude nicht gerecht.

Sein Geist befähigt ihn zu verstehen, zu begreifen. Seine Seele lässt ihn lieben. Und wie viel das ist, durfte ich erleben. Darf ich erleben. Und ich freue mich, dass ich ihm gestern sagen konnte, dass die Höllenfahrt der Poseidon offenbar ein Ende hat. Und dass das vor allem ihm zu verdanken ist, das sage ich ihm jetzt. Hier. The ship may be a little wrecked, aber die Crew ist zurück an Bord.

Er ist ein Elefanten-Halter. And I, I am a lucky man. Because I love him.

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(Foto: Jürgen Baldiga)

BEWARE OF THE GEMINI or I LONG TO BE ALONE

„If you now have the need to be alone, then that is what you should really do. If you make too many demands on yourself or if you are not left in peace, you may become hurtful to others – for example, your children if you are a parent – as a result of a certain indifference.“
http://www.astro.com
(Best astro-site there is.)

Der Mitbewohner sollte mich besser nicht ansprechen.

Spannenden Artikel über Magyar Vizsla als Therapiehunde gelesen. Einer stationären Magersucht-Patientin hat die Hündin sogar aus Empathie ins Zimmer gekotzt! Ja, Vizslas nehmen feinste emotionale Strömungen wahr. Wie würde ein(e) Vizsla auf mich reagieren? Mit den Armen rudern? Zu Kate Bush jaulen? Wenn ich mir eine(n) Magyar Vizsla anschaffe, komme ich dann um die Gruppentherapie? Wenn man einen Vizsla mit einem Mops kreuzt, ist das dann ein Wisch-Mops?
Ih will eh lieber einen Weimaraner. Eine nette hübsche treue Gabi. Weimaraner und Elefanten sind von geradezu überirdischer Schönheit. Wenn ich mir diese Perfektion anschaue, dann nehme ich der Schöpfung auch den einen oder anderen Ausrutscher nicht mehr so übel. (Ich bin sehr versucht hier etwas oder jemanden zu verlinken, aber ich will nicht boshaft sein and we know that any publicity is good publicity.)

ROXANA UND MANDY UND DIE INNERE ZERKNÜLLTHEIT

Therapeut: Im Blitzlicht schildern Sie bitte einfach kurz, wie sie sich jetzt, nach der Gruppe, gerade fühlen.
Glam: Also, ich denke gerade über meine Eltern nach. Also, man könnte sagen, ich bin jetzt nachdenklich.
Roxana (schneuzt sich die Nase in ein Zewa Softi): Also, ick muss echt sagn Hut ab vor den Hans Joachim, det hat ma allet so berührt, wie er dit erzählt hat. Ausjesetzt und denn die Pflejemutter wo ihn vaprüjelt hat. Menschenskinner nee. Und die Jeschwister wo beinah verhungert wären und wie er denn den Verjewaltija von seene Tante in Notwehr niederjeschossen und (schneuzt erneut) denn die Problematik mit sein Parkinson und die Inkontingenz, det hat ma jeschafft, ick hab ma da so rinvasetzen könn und jetzt fühl ick ma innerlich leer, so wie als der Hans Joachim rückwärts ausse Garage ist und den kleenen Yorkie von seine richtje Omma überfahrn hat, also von die blutsverwandte, nicht die Pflejeoma, und wie er da ja keene Tränen mehr hatte. (Zerknüllt das ohnehin zerknüllte Zewa Softi.) Scheiß die Wand an, det kenn ick jenau. Det is wie bei mir, dacht ick die janze Zeit, det is haarjenau wie bei mir.
Mandy: Aber ick denke Du bist hier wejen Deine Bulimie.
Roxana (Zewa Softi kraftvoll auf den Boden werfend, dabei ausschreiend und im Stuhl hochfahrend): Jetzt langtsma aber balde mah. Pass uff watte sachst, Sackfresse! Ick warn Dir ein letztet Mah: Noch son Spruch – Kieferbruch!

MISTER BARTOLOZZI

Da mir zum Thema Nüsse nichts einfällt. Wirklich nicht. Also nichts einfällt, greife ich ein anderes heißes Eisen auf. Die Waschmaschine. Kate Bush besingt sie, Frank B. beschreibt den Leidensweg ihrer Cousine, der Geschirrspülmaschine. Hier sehen Sie meine:

washing

Es ist der gewaltige Intellowasher der Firma LG, mit einem Fassungsvermögen von sagenhaften 7 kg. Da die Sieben schon mal an sich eine gute Zahl ist (Zwerge, Brücken, Gwyneth Patrow ohne Kopf) und Herr Dick zuweilen aus Finanznot heraus genötigt ist, Räume in der Glamourdick-Mansion unterzuvermieten, macht so ein Siebentonner Sinn. Der Intellowasher hat zum Beispiel den amerikanischen Mitbewohner überlebt, der unter die Rubrik „messy“ fiel und desöfteren einfach den Teppich zusammengerollt und ihn mitsamt Inhalt in den gierigen Schlund meines Intello gestopft hatte. Der Intello überlebte Nägel, einen Teppichschneider, eine halbe Weinflasche (allerdings nach dem Waschgang leer), zwei Nagetiere, eine Penisförmige Kerze ohne Docht mit einem Kabel daran und einer Fernbedienung am anderen Ende (funktionierte nach dem Waschen auch nicht mehr) und ein Tarot-Kartenspiel. Ich verstehe, warum man versucht ist, ein Loblied über seine Waschmaschine zu verfassen. Das einzige, was mir am Intellowasher nicht gefällt, das ist rückblickend das Kaufdatum. Denn kurz nach dem Erwerb der prächtigen Waschmamsell verließ nach vollzogenem Geschlechtsakt (mit mir, nicht mit dem Gerät) ein stramm gebauter junger Mann mein Bad und bemerkte
„Schöne neue Waschmaschine, der Intellowasher!“
„Ach, den kennst Du?“
„Wenn Du den bei mir gekauft hättest, hätt ich dir 20% Rabatt gegeben.“
Und in mein goldenes Nachttischbüchlein konnte ich eine neue Berufsgruppe eintragen, mit der ich das Vergnügen hatte: den Waschmaschinenverkäufer.

Nachtrag: Als Kind wurde in meiner Familie der Babysitter durch die Waschmaschine ersetzt. Vielleicht rührt daher meine Begeisterung für Herrn Bartolozzi.
Noch ein Nachtrag: Gerade fällt mir ein, dass mein amerikanischer Mitbewohner einst einen Jack Russell besaß, der ihm, laut eigener Auskunft, gestohlen worden war. Hm. Sloshy sloshy sloshy sloshy….
Und hier noch ein Nachtrag zum Thema Kühlschrank.

DEUTSCHLANDRETTUNG IM ÜBERBLICK

Meine Güte, und ich dachte schon, ich sei totalitär, was meine Deutschlandrettung angeht. Nun eskaliert es aber doch ein wenig. Die Sache mit der Bücherverbrennung, z.b., die Frank B. vorschlägt… Grundsätzlich sollte man Bücher erlauben. Wenn das Volk ausreichend deprimiert worden ist, dann hilft auch kein lustiger Roman. Britt will Verdauungsminsterin werden, kann aber nicht mal ihren Kaffee bei sich behalten und auch Frank bespuckt seinen Macintosh. Grassierende Bulimie in der Führungsspitze? Dann passiert mir auch noch der Fauxpas, die M-Frau bei Namen zu nennen und Frank B. setzt noch eins drauf und schlägt namentlich einen Minister vor, der in meinem Kabinett so mal nichts verloren hat. Der Mann ist meines Wissens hoch verschuldet und sollte nicht eine verführerische Position wie die der Eheberatung einnehmen. Der muss erst mal zum Steinbruch, Steine brechen (siehe Stichwort Bulimie).
Lucky fordert jeden Tag Totensonntag und das wird hinhauen, was an den freigelassenen Zoo- und Zirkustieren liegt. Arboretum besteuert alle Anis-Produkte und von den Einnahmen mietet sich die Regierung regelmäßig Strandhuren und andere Matrosen. Die Weltregierung ist gegen eine Abschaffung der Gehrinwäsche, abedr wir wären auch die letzten, die sich für die Abschaffung derselbigen einsetzen, schließlich war es äußerst anrbeitsintensiv, die Hirne so schön grau hinzubekommen (merke: Grau = Elefantenfarbe = gute Farbe!).

Also – es kann doch nun wirklich nicht jeder machen was er will. Sag ich jetzt einfach mal so. Macht doch Euer Deutschland alleine.

Herzlichst,
Euer Dicktator
(Nach Dicktat exiliert.)

GLAM RETTET DEUTSCHLAND

Lucky hat einen Plan. Und ich habe die Elephant Liberation Army. In vier Jahren sind wir an der Macht und dann werden wir alles tun, um dem Französischen Modell kraftvoll entgegen zu arbeiten. Unser Plan: Die Jugend schon frühzeitig so zu deprimieren, dass sie zu antriebslos für Bambule ist. Wir werden irgendeine Fassbinder-Witwe zur Beauftragten für Kultur, Familie und Bildung ernennen. Die verbietet zunächst einmal das Privatfernsehen, so dass die besten Bedingungen für televisonäre Gehirnwäsche im Grauwaschgang geschaffen sind. 4 Programme müssen reichen. Im Tagesprogramm laufen ausschließlich Wiederholungen vom Bayrischen Bildungsfernsehen aus den frühen 70ern. „English for you“ und für die lieben kleinen „Die Sendung mit der Maus“ in schwarz weiß (Elephant content!). Britney Spears wird importiert und als Volksdichterin verpflichtet. Ihre Balladensammlung „Resopalbonbons des Diktatoren: Hurige Hüfte.“ entwickelt sich zum „Geschenkten Gaul“ des 3. Millenniums.
Im Abendprogramm präsentieren die traurigen Kinder ehemaliger D-Prominenz neue Formate wie „Sie verstehen keinen Spaß“ und „Wetten, dass nicht“. Anstelle des Tatorts produziert die ARD den „Totort“, ein 3 1/2 stündiges Programm, in dem Bürgermeistergattinnen die ordentlichsten Friedhöfe und Altenheime ihrer Gemeinde vorstellen und Dorfchöre den Soundtrack liefern. Florian Silbereisen hört auf, sich zu blondieren und bekommt den ZDF-Frauentanzabend, in dem Greisinnen bei Tanztees gefilmt werden. Haarspray, Make up und Zahnersatz werden abgeschafft.
Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsexplosion reduzieren sich praktisch von selber, da ja nach bekannt gegebenem Wahlsieg alle Zoos geöffnet wurden.