THE BLOGGERS WILL TAKE OVER THE MANSION

Wer von Euch hat denn Lust, mich hier nächste Woche (angefangen ausgerechnet mit meinem Blogbirthday, also Sonntag) zu vertreten? Es wäre doch schade, wenn die Sphere ohne Psycho-Candy-Content auskommen müsste, denn ich plane in meinem Urlaub nur allersporadischst das überteuerte Internet-Café anzusteuern. Gerne auch – jeden Tag ein Neuer/ eine Neue hier. Oder querbeet alle gleichzeitig. Ein paar Lieblingskandidaten habe ich selbstverständlich. Und würde mich zum Beispiel freuen über GlamBritt, SpangoDick, BittersweetDick, um nur drei zu nennen. Also – wenn Ihr Zeit und Lust auf ein paar Tage Exil in der Mansion habt (und auch mal die Orchideen benetzt, wenn Ihr schon da seid), tretet hervor!

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WEITERMACHEN, GEMINI

Stellen Sie sich vor, Sie sind 36, haben gerade ihren Job verloren. Der Imageverlust ist beträchtlich. Eine Liebschaft, von der Sie sich viel versprochen haben, ist ziemlich brutal in die Brüche gagangen. Ihr Alkoholkonsum ist alarmierend und trotzdem wird der Alarm von Freunden und Bekannten (zurechnungsfähige Verwandte gibt es nicht) ignoriert. Dazu kommen die anderen Drogen. Alle verschreibungspflichtig. Alle verschrieben von unterschiedlichen Ärzten, die vom jeweils anderen nichts wissen (wollen). Ihr bester Freund ist Ihr Psychoanalytiker. Er führt sie zurück in die Wurzeln ihres Schmerzes: Konfrontieren, widerholt vergegenwärtigen, Exorzieren. Nur dass das mit dem Exorzieren nicht so recht klappen will. Sie sehen ihn bis zu fünfmal die Woche, und auch am Wochenende ist er Tag und Nacht zu erreichen. Auch er verschreibt Choralhydrat gegen die Schlaflosigkeit. Dann ist da noch Ihr Schauspiellehrer, der Ihnen mit Method-Acting zu Ruhm und Anerkennung verhelfen will. Sie tauchen täglich tief in das Elend Ihrer Kindheit, die größtenteils in Pflegefamilien verbracht wurde, bei Pflegefamilien, die dafür eine staatliche Zuwendung bekamen, unterbrochen von dem einen und anderen Aufenthalt im Kinderheim, wenn es mal wieder nicht so recht klappte (Feindseligkeiten mit anderen Geschwistern, Übergriffe durch männliche Familienmitglieder). Ihre leibliche Mutter verbringt die meiste Zeit ihres Lebens in Nervenheilanstalten, ihr Vater ist unbekannt.

strickjacke

Wenn Marilyn wirklich Selbstmord begangen hat (und sie hatte schon aus rein existentiellen Gründen jeden Anlass für eine schwere depressive Episode und Drogensucht), dann ist sie ein Opfer der Psychoanalyse. Ich frage mich, was aus ihr geworden wäre, wenn sie eine Verhaltenstherapie gemacht hätte. Da geht es nicht permanent um die Bewältigung der Kindheit, sondern um´s Umbewerten und Weitermachen.

MEHR BROT- und/oder VÖGEL-CONTENT

Gestern im Café am Neuen See. Spatzen. Überall Spatzen. Poetisch (un)gerecht (und ungelogen) Spatzen mit Glatzen. Irgendwas ist im Brot, was Spatzen das Hauptgefieder ausfallen lässt.
Da, wo die Kellnerschaft das Brot schneidet: ein Brotmülleimer, bedeckt mit Glatzenspatzen in Ekstase. Wo wohlgenährte Spatzen sind, da ist auch Vogelscheiße. Leider sitzen wir in der Einflugschneise. Und als ob im Mülleimer nicht genug für die Luxusvögel liegt setzt sich so ein Glatzenfreak neben meinen Teller. Wir schauen uns in die Augen. Ich lange nach der Gabel. Die Drohung reicht nicht, ihn zu verscheuchen.
„Mein Brot, Dein Tod.“
Das hat gewirkt. Ich schätze, so hat die Vogelgrippe mal ihren Anfang genommen. Gewalt erzeugt Gegengewalt. And don´t I know that…

Jetzt musste ich nochmal nachdenken. Hm. Und wenn ich´s mir recht überlege, dann war mein Haaransatz auch schon mal weiter vorne. Hm. Wenn die Bäckereifachverkäuferin heute Spätzchen zu mir sagt, dann zieh ich ihr ein Baguette über den Schädel.

DAS GEHT ZU WEIT

„Na mein Schatz, was darf es sein?“
Meene Sonne fand ich ja noch okay, aber für mein Schatz kenne ich meine Bäckereifachverkäuferin dann doch zu wenig.

JOY WITHOUT FLEMMING

Ich möchte eigentlich über den Grand Prix nicht allzu viele Worte verlieren. Nur über die anschließende Berichterstattung der ARD. Ich bin der Meinung, ich habe Joy Flemming mit meinen GEZ-Gebühren bereits vollständig abbezahlt. Ich will Joy Flemming nicht sehen, wann immer jemand „Grand Prix“ sagt. Die Flemming steht schon bei „Gr-“ Gewehr bei Fuß. Besser – Kanone bei Fuß. Es interessiert mich nicht, wie sich eine abgetakelte, fette, scheußlich perückte, musikalisch komplett irrelevante CDU-Sängerinnen-Tusse jenseits von Gut und Böse zum heutigen Musik(blasen)geschehen äußert. Ihre Meinung i n t e r e s s i e r t mich nicht. Ich will gar nicht wissen, unter welchem Stein dieses Wesen hervorgezerrt wird, wannimmer es Mai wird in Europa. Eins ist gewiss – sie wird ihre Perücke schon im Anschlag haben. Dito für Georg Uecker und Thomas Herrmanns. Nur ohne Perücke.
Liebe ARD: eine letzte Bitte als GEZ-Zahler: verklappt die Flemming als Opfer in einem der nächsten Tatorte, möglichst in den ersten dreißig Sekunden. Und mit einem Knebel. Ich hab der Frau ihre Rente ermöglicht, jetzt soll sie sie verdammt noch mal auch genießen. In RUHE! Wenn sie das nicht begreift, dass jetzt endlich mal Schluss ist und sie gefälligst zu Hause sitzen bleiben darf, Glatze und alles, dann entsorgt sie gewaltsam. Florian Silbereisen will schließlich auch meine GEZ-Gebühren verschleißen.

Hier zu wichtigeren Themen.

P.S.: Das schönste diesjährige Grand-Prix-Bonmot stammt von Lucky. Angesichts der russischen Performance, in der man eine Ballerina aus einem Piano klettern sah, allerdings nur bis zur Hüfte, da blieb sie stecken, sagte er: „Red Bull verleiht Flügel“.
P.P.S: Ich weiß schon. Wenn die ARD mich Ernst nimmt, dann bleibt da immer noch das Problem mit Flemmings Nachfolgerin, der toxischen Kim Fisher. Und die agiert auch bei den Privaten.

BERLIN BIST DU oder THERE´S NO PLACE LIKE HOME

Donnerstag bei Catherine´s (Café bei Dussmann). Mein letzter Besuch liegt ungefähr ein halbes Jahr zurück.

„Ja hey – na Dir hab ick ja ewich nich jesehn. Allet klar? Schön dassde mal wieder vorbeikiekst.“
„Und ich sag grad noch zu meinem Freund hier – wir gehen zu Catherine´s, da arbeitet die tollste Kellnerin Berlins.“

Samstags bei Catherine´s

„Ja hey – schön, dassde wieder kommst, hier kuckma, ick hab ne richtje Kuschelecke für Euch!“
(Die Kuschelecke hat ein Nichtraucherschild auf dem Tisch.)
„Ist doch Nichtraucher, wir können uns auch auf die harte Bank da setzen.“
(Lieblingskellnerin zieht verschwörerisch die Augenbraue hoch und entfernt Nichtraucherschild.)
„So – jetzt jeht et aba. Und Du – letztet mal warste doch mit nem andern Kumpel da und der is länger jeblieben. Na, als der jing kiek ick und wink noch zu, wie der in sein Auto steicht und der kiekt bissken komisch und da merk ick erst, dass det ja nich Dein Kumpel war, det war der Ralph Bauer. Hat sich aber jefreut.“

Ich bin ein Berliner.

(NIX) NEUES VON DER COLA-VERSCHWÖRUNG aber VOM GAYROMEO-BLOG

Ein wenig enttäuscht kann ich nur berichten, dass das corpus delicti die Besitzerhände gewechselt hat. Die Schmadderprobe wird nun im Labor geprüft. Und wenn sich herausstellt, dass es sich vielleicht um einen gefriergetrockneten Auswurf vom Husten meines Gastes handelt (DNA-Probe erforderlich vermute ich), dann war´s das wohl mit dem Geschenk-Korb. Aber wenn nicht…

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Neolog hat ihn gefunden!
http://mrstringer.blogspot.com/
Viel Vergnügen!