THE GLAM´S BACK ON THE BLOG…

…und sagt Dankeschön an die BlogBoy4. Ich fühle mich würdevoll vertreten und die Orchideen haben auch überlebt! In den nächsten Tagen habe ich einiges zu berichten von Bar Wars, Beach Whores, Tittenmädchen und Sonnenbrillen. Ibiza was a blast. Von Corinne wollte ich noch erzählen und (mindestens) eine Penisgeschichte hätte ich auch noch. Ach nee. Die spar ich Euch. Und jetzt bildgoogle ich mal, ob ich ein Foto vom Sohn von Winnetou und Sophia Loren finde.

glamourdämmerung | [rock – and roll!]

… wo war ich?. ach ja, der content. manche aufgaben sind einfach eine schuhnummer zu groß für mich. glamour halt. ich, der ich doch mehr der logisch trockene bis konstruktiv praktisch veranlagte bin stoße hier eindeutig an meine G.renzen. kann sich jemand spock beim tango vorstellen? genau …

ich bin halt mehr der typ der – während der taktischen analyse im büro vor dem ca. 2 qm großen spielplan der wm [die gruppe E ist wirklich der kracher] – beim unterbewußten nachdenken über die dinge, die ich am abend noch besorgen muß gleichzeitig aus den augenwinkeln etwas sehe und beiläufig einen zusammenhang vermute [ist der satz jetzt tatsächlich schon zu ende?]. diese fast leere cd vorratsbox und die einkaufsliste … genau! tarantulös gestochen laufe ich richtung toilette und komme mit einer rolle kackband kloopapier zurück. was soll ich sagen … das runde passt in das runde. und zwar nicht irgendwie, sondern mit diesen *ffffft*-geräusch welches nur oberflächen erzeugen, die einen millimeterbruchteil voneinander entfernt sind. für eine genauere wissenschaftliche auswertung und ausarbeitung einer theorie fehlte mir bisher die zeit, ich untersuche jedoch derzeit folgende lösungsansätze:

a) dan brown hat sich vertippt – und keiner hat’s bisher gemerkt. es ging um den da vinci kot. der gral liegt also nicht im louvre, sondern in leonardos ollem plumpskloo

b) der erfinder der cd fand, das daten eh für’n arsch sind und suchte eine entsprechende assoziation

c) es geht doch um den da vinci code. geld spielt keine „rolle“ wäre so eine verschlüsselte aussage. was man damit macht – keine ahnung …

d) der erfinder der cd hatte es satt im opel omega seiner schwiegereltern immer den hässlichen hut mit der rolle hinter sich zu wissen. er verband das praktische mit dem nützlichen, änderte das ursprünglich kleiner gedachte cd-format auf die heute vorhandene abmessung und tauschte den hut gegen eine lila angemalte cd box. sein schwiegervater kaufte darauf hin übrigens einen camaro. was dem erfinder der cd half, müssen milliarden unschuldige mit ihren überfüllten schränken und ablagen seitdem ausbaden. und das alles nur durch den wechsel vom praktisch nützlichen zur normativen kraft des faktischen. was eine einzige hülle auf dieser welt so alles bewirken kann.

naja, ich werde es jedenfalls herausfinden.
man sieht sich dann in stockholm …

Blogtechnisch mal „die Blumen giessen“

Nicht schlecht erstaunt war ich über die Einladung des werten Herrn Glamourdick in seiner Abwesenheit (der Herr hat ein Wochenbett auf La Palma gebucht) mal blogtechnisch in Glamourdick-Manison „die Blumen zu giessen“. Eine Ehre – zweifellos! Zumal wir uns bisher blogpersönlich noch nicht oft, kommentierender Weise, ins Kreuzverhör genommen haben. Das „Bindeglied“ stellte bis dato wohl eher der verehrte Herr Luckystrike (Grüße!) dar, zu dessen regelmässigen Kommentatoren sowohl Herr Glam als auch ich gehören.
„Feel free to write something glamourous or psycho“ heisst es im Einladungsschreiben. Nun letzteres liegt mir wesentlich näher als ersteres! Das Glamouröse wurde mir nicht eben in die Wiege gelegt. Anders vermutlich als bei Herrn Glam selbst!? Ich meine, wenn jemand am gleichen Tag Geburtstag feiert wie Marilyn Monroe … „Happy Birthday Mr. President!“. Ich selbst könnte mir „Glamourous Is My Middle Name“ auf all meine Taschentücher sticken lassen und würde mich trotzdem immer noch nicht so fühlen. Genauso wie ich mir irgendwie deplatziert vorkomme, wenn ich „offen“ beifahrend, im Porsche meines besten Freundes, sonnenbebrillt durch Köln glamöst werde. Ok, einen Hauch von Glammer geht ansatzweise von mir aus, wenn ich mit meinen Inlinern – unfreiwillig eine Mischung aus „Schwanensee“ und Ausdruckstanz darbietend – am Rhein entlangcruise. Was nun meinen „Dick“ betrifft … hier schweige ich lieber, sonst fordern die Herren Glam und Lucky wieder Fotos von mir ein. Bin den Beiden ohnehin noch Fotokopien meines nackten Hinterteils schuldig – silly me.
Im Handbuch „In 21 Tagen zum Pulitzerpreisträger“ steht ja geschrieben, dass zum Gelingen eines Textes maßgeblich beiträgt, wenn es einem glückt, das zu fühlen worüber man schreibt. Wie gesagt weilt Herr Glam auf „La Isla Bonita“ und so spontan hab ich jetzt etwas Mühe das „Spanien in mir“ zu finden. Eigentlich hatte ich vor, dieses Posting üppig eingecremt mit Herrn Glams Selbstbräunertipp „bebe-body lotion“ und ansonsten nur mit Badehöschen und Strandhut bekleidet zu verfassen. Ein Vorhaben, das sich leider aufgrund der bei uns herrschenden Temperaturen von selbst verbietet, sofern man nicht vor hat, sich als „Chris Icesack“ zur Show zu stellen. Ein Umstand der andererseits Herrn Luckystrike wohl gefallen könnte, wenn man bedenkt, daß er einen Sänger artverwandter Pronunciation für den „Sexiest Man Alive“ hält. Lucky war es auch, der mir angeboten hat zu verraten, wo die wirklich interessanten Sachen in Glamourdick-Manison versteckt seien. Leider hatte ich vor Abflug der Herren keine Chance mehr mich mit Lucky diesbzgl. kurzzuschließen. Aber auch ohne in jeder Blogschublade nach Blogschokolade zu wühlen bzw. unterm Bett zu gucken, habe ich in den letzten Tagen viel Amüsantes, im besten Sinne Merkwürdiges, Tiefsinniges und Beeindruckendes in Herrn Glams „Grabbelkiste“ entdecken dürfen – I’m deeply impressed! Zum Beispiel von jenem schier unglaublichen Tonmitschnitt eines Berliner Karaoke-Abends und dem noch viel unglaublicheren Schnappschuss (mir schlägt das Herz an dieser Stelle bis zum Hals – nein, ich merke gerade ich trag es sogar schon auf der Zunge) ich glaube von Frau Dekolteeschnittchen Wortschnittchen! Ein Resonanzkörper im besten Sinne – ein Körper der bei mir Resonanz hervorruft!
Dann will ich mal zum Ende meiner Stippvisite kommen, wir sind ja nicht zum Spass hier. Während des Tippens habe ich eben noch Staub gewischt, die Privatpost „gelüftet“, die Orchideen gestutzt und die Balkonfliesen nochmal verfugt (das sah ja nicht aus). Somit sollte für die Heimkehr des Hausherren alles gerichtet sein und ich freu mich nochmal schnell, dass in Zeiten, in denen Monsterrocker den „Grand Prix“ gewinnen ein „OhBehave!“ noch Mitglied einer Boygroup werden kann und Glam-Stellvertretertexte posten darf.

weil ich ein mädchen bin

1. in berlin-mitte gibt es eine italienische gaststätte, welche trotz ihrer absoluten trendlage kein mitteopfer ist. ein wenig kreuzberg im epizentrum der angestrengten werbelässigkeit: angenehm entspannt. der prinz sucht sie gerne auf. diese gaststätte heißt mädchenitaliener.

2. vor berlin trank der prinz im niedrigprozentigen bereich ausschließlich wein, im hochprozentigen ehedem nur schottischen whisky. in berliner kneipen ist das keine gute idee: entweder man ist rotzebesoffen, bevor man was zum ficken hat sich handelseinig wird, oder es wird einem schlecht, weil der wein aus gefärbtem glykol besteht. also bier. seit kurzem gibt’s da ja auch becks gold. das mag der prinz ganz gerne und bestellt selbstironisch ein mädchenbecks.

3. nun erfährt der prinz durch beiträge anderer mitglieder dieser instant-boygroup, die glamourdick als pausenfüller engagiert hat, dass seine präferierte elektromarke als mädchencomputer gilt.

ist der prinz nun eine prinzessin? oder darf er seine geschlechtliche identität behalten?

glamourdämmerung | teil I

es hilft nix, irgendwann muß man ran. auch wenn man in der versteigerung etwas geistesabwesend nur mal kurz den arm gehoben hat, um einen alten bekannten zu grüßen. und welcher tag eignet sich da besser als … genau! (o;

[edit: psssst, nicht weiter sagen. der link funzt nicht. frau bittersweet hat da technisch was nicht so ganz astrein auf die reihe bekommen. tja, technik. das wird sicher auch wieder ein thema bei der wm. jedenfalls bin ich da voll drauf reingefallen. aber morgen wird alles besser. optimismus ist manchmal sehr hilfreich …]

[edit II: ich sach ja, heute ist alles gut! (o; ]

aber der content. puh. ausgerechnet in der woche, auf die ich beruflich mehr oder minder seit zwei jahren hin arbeite. eine million dinge im kopf, aber von glamour keine spur. das fing schon heute morgen an, als die temperaturanzeige meines wagens beeindruckende mitteleuropäische 5C° anzeigte. eindeutig eine ausreichende indikation für das einschalten des popo-grills. aber, wie gesagt, alles in allem wenig glamour an einem mittelmittelgrauen morgen ende mai

für eine exegetische rezension über das lebenswerk von bette davis wird die zeit nicht reichen und mein investigativer ehrgeiz beim recherchieren über die zusammenhänge der achzigsten geburtstage von marilyn monroe und miles davis ist stark ausgebremst. die hatten wohl wirklich nix miteinander, es sei denn, der cia hat google gesäubert. was ja bei marilyn immer nahe liegt. null treffer. gleichzusetzen mit: null glamour.

bliebe natürlich noch die option, en passant die durch jedes dorf getriebene sau des opel-bloggens [*gähn*] in die pfanne zu hauen. aber, opel und glamour? nicht wirklich. nicht heute – und auch nicht in hundert jahren. und wenn die noch so viele china-reissack-aktionen machen. das geht dann noch schneller als mit big brother. kann sich noch jemand an die zweite staffel erinnern?

und wenn das nicht alles schon wenig genug wäre: ich bin hetero. also so rein gar nicht glamourös wie ich während des studiums bei zahlreichen besuchen des csd in köln feststellen musste. da fehlt eindeutig ein gen, bzw. zwei. ich musste nämlich zusätzlich feststellen, dass die G-gen typen auch größtenteils ’ne party-kondition haben, die ihres gleichen sucht und selbst mich an die grenzen meiner durchaus robusten konstitution brachte. aber mal fernab vom G-gen: was mich seit dem ersten lesen dieses blogs fasziniert, ist neben seiner wunderbaren authentizität die tatsache, dass auf den zufallsbildern viele frauen auftauchen, denen ich – mit ausnahme der ikonen – als jugendlicher gerne mal das hirn rausgevögelt hätte begegnet wäre. ich muß allerdings zugeben, dass das nie für eine Glamour-geschichte reichen würde. es blieb – für jeden leser jetzt sicherlich überraschend – beim zeitversetzten kontakt via fernseher und videos. dennoch: der glam und ich, wir haben einen äußerst ähnlichen frauengeschmack. bemerkenswert, aber irgendwie immer noch nicht G.enug.

letzte woche habe ich allerdings eine geradezu bahnbrechende entdeckung gemacht. ich bin mir noch nicht sicher, ob ich damit das bernsteinzimmer, das nazigold oder den gral finde, aber da steckt sicher was ungeahntes hinter. der kreis zwischen computern und toiletten hat sich endlich geschlossen. wenn das mal nicht mit einer nominierung in stockholm endet …

[fortsetzung folgt]

LA ISLA BONITA

Ganz kurz: Alles perfekt. Gestern von Mlle Corinne fuenf Gaestelistenplaetze fuer die Birthdayparty im Anfora geschenkt bekommen. (Zu Mlle Corinne mehr upon my return. Nur soviel: sie ist Zwilling und the most important person to know round here.) Dann, auf dem Rueckweg von Es Cavallet zwei Anhalter mitgenommen (sie waren einfach zu sexy). Von ihnen fuer Donnerstag Einladung fuer einen Birthday Aperitif bekommen. Also alles im Griff hier, inklusive Hunde, Diebe, perfekte Travelling companions., Sonnenbrand usw. Mein Haar bricht ein wenig, aber heute setz ich ein Huetchen auf. Und heute abend kommt Kai und wir nehmen einen Sundowner in Cap des Falco. Das muss man einmal getan haben, insbesondere wenn man noch kein Baeumchen gepflanzt hat. Auf dieser Tastatur sind lauter Buchstaben vertauscht und draussen wartet der Strand. Darlings – liebste Gruesse.

P.S. Ich kann von hier keine SMS verschicken, also nicht wundern, wenn von mir nix zurueck kommt.

dirty: nein.

glamourdick ist im süden. raketenprinz, timanfaya, ohbehave! und tod spango sind zu gastbeiträgen gebeten. und da nicht nur glamourdick, sondern auch der mitreisende ereignishorizont regelmäßig mit grausigen mitbewohnergeschichten aufwarten: voilà.

als der prinz nach berlin kam, gründete er eine wohngemeinschaft, in der mietkosten und politische ansichten gleichermaßen geteilt wurden. nicht geteilt wurde der kater, der war exklusiv dem mitbewohner zugeordnet. der name des mitbewohners soll ungenannt bleiben. der kater hieß gadhafi. unbekannt ist, ob der kater nach seinem charakter benannt wurde oder sich der kater seinem namen anpasste. jedenfalls war er ein dreckstück.

der mitbewohner übrigens auch. also nicht charakterlich, da waren nur die handelsüblichen macken auszumachen, sondern so ganz wahrhaftig: dreckig.
kotspuren auf der toilettenbrille, da er sich bequemerweise lieber ein wenig weiter nach hinten setzte. zähne und fingernägel in einem farbton, gegen den hornhautumbra alpinaweiß ist. und die abscheuliche angewohnheit, in vermeintlich unbeobachteten momenten den inhalt seiner mannigfaltigen hautunreinheiten, die er gekonnt mit nur zwei fingern der gleichen hand ausdrückte, umständehalber einfach sich in den mund zu stecken.

zurück zum kater: neurotisch bis zum anschlag, hatte er es auf des prinzens schlafstatt abgesehen. allerdings nicht zum schlafen, sondern zum urinieren. vorzugsweise kopfkissen. allerdings: seine eigene notdurft wurde vom mitbewohner, der ja auch zu seinem eigenen (und leider damit auch des prinzens) abort ein eher laxes hygieneverhältnis pflegte, nur unregelmäßig gewartet. olfaktorisch also ein ort, der wohl auch für katzennasen bedenklich schien.
eine gewisse coolness konnte selbst der prinz dem kater nicht gänzlich absprechen, als er neben prinzlichen kopfkissen auch den ausguss der badewanne als ausweichstätte für sich entdeckt hatte: er positionierte sich so, dass um das abflussgitter es trocken blieb. ob er das vom mitbewohner gelernt hatte, blieb dem prinzen dankenswerterweise bis heute verborgen.

als der prinz schließlich die gemeinschaft aufkündigte, hatte er eine vorliebe für klorix und wurzelbürsten entwickelt. und eine katzenhaarallergie, wenn auch nur simuliert.

heute wohnt der prinz bekanntlich mit pheerce in einer haustierfreien zone. und zieht wöchentlich eine raumpflegerin hinzu, die bei der schmutzaustreibung auch ihre ganz privaten dreckstücke herauszufordern scheint. aber gründlich.

old kid on the blog

manchmal lässt man sich auf etwas ein, das man nicht durchdacht hat.
so wie ich jetzt hier. schließlich habe ich bis dato noch nicht fremdgeschrieben –
blogtechnisch.

grundsätzlich kann ich nicht mit herrn glam´s glamour mithalten und habe mich deshalb entschieden, etwas aus meiner kargen vergangenheit zu erzählen, hoffend, dass die villa keinen irreversiblen ikea-touch erhält…(ein billy-regal zwischen den antiken venezianischen leuchtern – wo kommen wir da hin ?!)

es beginnt damit, das ich mich auf etwas einlasse, das ich nicht durchdacht habe.
kontinuität ist wichtig. zumindest in den irrungen und wirrungen.
nach dem zivildienst und mit beginn eines studiums ohne sinn und verstand, fiel mit plötzlich auf, dass ein einkommen so schlecht nicht wäre.
weil ich nie suche, sondern lediglich angebote annehme (man kann sich meine steile karriere ausmalen) folgte ich dem aufruf eines bekannten, bei einer unternehmensberatung vorstellig zu werden.

1.vorstellung (der ignoranz genannt spango)
hier muss man sagen, dass ich mir zwar keine großen gedanken um meine kompetenz machte, jedoch darauf achtete, wenigstens als gut gekleideter prollschnösel rüberzukommen (highlight: boss-slipper mit boss-schriftzug auf metallener schnalle, die 90er- ein jahrzehnt voller visueller verbrechen).
mit gegenüber meine zwei ansprechpartner: herr dr. k. (bwl´er) und herr dr. l.(physiker)
zwei gar lustige menschen, die aufgrund der empfehlung meiner person keinen hehl daraus machten, dass sie mich eigentlich schon eingestellt hatten. computerkenntnisse – insbesondere bezüglich datenbanken, hatte ich einfach mal bejaht.

2.klarstellung (der realitäten)
ich besaß aber seinerzeit gar keinen computer. deshalb wollte mich ein freund in die geheimnisse von word und access einweihen. den kursus brach ich aufgrund fataler langeweile ab. so erschien ich denn am ersten tag – gestählt durch einen fünfzehnminütigen einblick in windows. auf den monitoren verbreiteten sich zahlen- und buchstabenkolonnen fremdester art und ich schaute angestrengt auf die codierung und drückte dumpf ein paar tasten. herr dr. k. gefiel diese „selbständige“ arbeitsweise und beschwor mich, mir weiter selbst ein bild „des projektes“ zu machen. ich verbrachte auf diese art sieben stunden in reger erstarrung. bemüht ein stoisches gesicht arbeitsamer aufmerksamkeit aufzusetzen. die schnöde alliteration addierter schmerzenslaute entsprachen auch der behände kriechenden panik in meinem innern. dennoch war ich bestrebt, meine strategie fortzusetzen: augen auf und rein in den fettnapf. doch nichts geschah. obwohl ich wirklich nichts machte, klopfte mir herr dr. l. sogar einmal anerkennend auf die schulter. anzügliches zwinkern inklusive. der stolz über meine gelungene täuschung, aus der not ohnmächtiger überschätzung geboren, ließ die panik zurückkriechen. zufrieden verzog ich erstmalig mein gesicht zu einem trägen lächeln. herr dr. k. erschien, kündigte den feierabend an und bat mich, die computer herunterzufahren. schwupps, da war sie wieder: die panik. nur zehnmal stärker. meine schläfen pochten, der innere schweinehund wollte nach draußen. ich suchte nach einem ausweg. grund: ich hatte nicht die leiseste ahnung, wie ich diese maschinen aus der hölle abstellen sollte. schweißgebadet kehrte ich nickend in die starre zurück und wartete ab. dr. k. besuchte die nasszelle. das war meine einzige chance: ich packte meine sachen und rannte richtung freiheit. ohne ein wort des abschieds floh ich in meine kleine welt kindischer verantwortungslosigkeit (in der ich mich bis jetzt sehr wohl fühle).

3.einstellung (erkenntnis durch erfahrung)
trotz meines dämlichen verhaltens erschien ich am nächsten tag. natürlich hatte ich mir zwischenzeitlich erklären lassen, wie computer zum schweigen gebracht werden können. überraschenderweise waren die beiden doktoren wenig irritiert. dr. k. hatte die notwendigen maßnahmen selbst ergriffen, dabei kaum notiz von meiner fahnenflucht genommen. es kann von vorteil sein, mit eher nüchternen menschen zusammenzuarbeiten. der spass hat dann drei monate gedauert. übrigens verfahre ich bis heute nach diesem muster. erkenntnis ist mir auf der arbeitsebene ein graus. ich mache es einfach. panikattacken inklusive. nicht aus selbstüberschätzung oder draufgängertum. einfach aus bewusster unüberlegtheit und der unbewussten lust am scheitern.

der raketenprinz hat schon nach dem rechten geschaut. dafür bin ich sehr dankbar. so musste ich nur mal flugs stoßlüften und kann das mansion in kompetentere hände abgeben.

für die anstehende deutschlandtournee der blogboy-group möchte darum bitten, bei den tanzchoreographien auf allzuviele drehfiguren zu verzichten, da meine lendenwirbelsäule sehr anfällig ist.

365 oder HOLIDAY – CELEBRATE

RUGGEWIND

water*

New York City Tokio
z`Rom,z`Paris oder irgendwo
lüchted tuusig Stärn am Himmel
für irgendöpper eifach so

Barcelona Kairo Wien
es weiht en warme Wind dur d`Nacht
und z`Abudabi sowieso
für es Liebespaar wo lacht

sitz mit mir elei im Zimmer, weiss wenn i nöd ufbrich wird’s nu schlimmer
Träum verfrühred dänn, wänn niemert da isch wo si läbe will

drum tauchi i und gumpe drii
au weni nöd gnau weiss wies wird sii
mit Ruggewind und mit de Fluet
lohn i mi triibe

drum tauchi i und gumpe drii
au weni nöd gnau weiss wies wird sii
es brucht kei Ziit nur e chli Muet
es chunnt scho guet
inre überfüllte Bar
amne Strand mit wiissem Sand
in Rio oder z`Jesolo
tönt es Lied usem Radio

es singt vo Liebi und vo Glück
me sölls doch eifach eifach neh
me hegi alles i de Hand
und zum Aacho müess me z`ersch mol go

sitz mit mir elei im Zimmer, weiss wenn i nöd ufbrich wird`s nu schlimmer
Träum verfrühred dänn, wänn niemert do isch wo si läbe will

drum tauchi i und gumpe drii…

Flugzüg started – öpper wartet
immer irgendwo uf irgendwär
graui Wolke ziehnd verbii
wär au gern irgendwo debii

(Von der Heide, Stern, Lewinsky)

* First pic uploaded to this blog. So. jetzt aber los!

NEW KIDS ON THE BLOG

So, das wird eine lustige Woche für alle Beteilgten, glaube ich. Von Sonntag bis Samstag ist GlamourDick-Mansion in neuen Händen. Als Gastautoren ziehen ein: der Raketenprinz, Timanfaya, Ohbehave! und Tod Spango*.
Ich bin schon sehr gespannt und melde mich selbst natürlich auch mal von unterwegs.

* Ich sehe bereits eine Boygroup entstehen!