Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

WENN ICH MEIN BLOG EINEN SLOW DEATH STERBEN LASSEN WOLLEN WÜRDE… (oder ALL YOU CAN EAT oder VERSTOPFUNG FÜR DIE NACHWELT)

… dann, indem ich auf den Trend aufspringe, hier aufzulisten, wass ich an jedem Tag gegessen habe. Das ist so Bridget Jones. Außerdem würden Sie weinen und mir Care-Pakete schicken. Und vor Langeweile wegbleiben. Ich schreib lieber weiter über Sex, Verrückte und Glänze. Sterben tun wir eh alle*. Und essen. Bo. Ring.

*Die vertraute Astro-Seite gibt mir noch 14 Jahre. Ich hab jetzt aufgehört, dort nachzulesen.

CHEMISTRY

Meinen Fuckbuddy von vor ein paar Jahren gegoogelt. Erfahren, dass er jetzt eine eigene Praxis hat. Das könnte bedeuten, dass er clean ist. Oder, dass er nun endless supply hat, in erstklassiger Qualität. Sometimes I miss him. Aber nicht so, dass es schmerzt.

SONNENFINSTERNIS oder REQUIEM FOR A BLOG

lavini

Für die Blogwelt ist es tragisch. Einer der geht, bei dem es richtig schmerzt. Sein lang anhaltendes Schweigen war schon ein großer Verlust; dass er jetzt den Laden komplett dicht macht, ist für mich auch ein Zeichen des Blogsterbens. Es dünnt aus. Je weniger es hier oben werden, desto stärker weht der Wind. Bedauerlicherweise wächst nicht für jeden gefallenen Blogger ein neuer nach.

Bomecs Blogging war so einzigartig schillernd schön wie sein Charisma. Wenn ich nicht wüsste, dass ich mich in diesem Charisma eines Tages mal wieder sonnen werde wie in einer Supernova, dann würde ich jetzt heulen. Oder wieder feste mit den Beinen strampeln, mit den Fäusten auf Beton hauen, kreischen, Haare raufen, mir vielleicht ein Ohr abreißen – dieses Mal nicht aus Schreibneid, sondern wegen des Verlusts. (Doch ich weiß, wie Zarah Leander, mehr.) Aber ich bin mir sicher, Bomec bloggt vielleicht nicht mehr, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er aufhören wird, zu schreiben.

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Un vraie beau mec. Through and through. I´ll fucking miss your blog, Baby.

JUDY GARLAND STREET DAY

Jetzt sehen die jungen Menschen so aus, wie ich es mir gewünscht hätte, dass sie aussehen, als ich jung war. Schade. Und sie tragen mehr Glimmer als ich, das geht doch nicht, ich bin doch der mit dem Glimmer und den schwarzen Augen.

Und mit dem Gesicht, dem man das jahrelange Nicht-Abschminken-vorm-Schlafengehen-und-den-schlimmeren-Exzessen ansieht. Mit den Falten könnte ich leben. Aber die Schwerkraft ist echt eine evolutionäre Beleidigung, mich vom Frischfleisch zu unterscheiden. Fuck you God. Darwin. Whoever. Mein Gesicht fällt nach vorn. Ich kann mich ja schlecht immer im Liegen präsentieren, insbesondere auf Straßenfesten.

Und dann ruft jemand „Glam!“, „Glääääm!“, „Glämmmmmmy!!!!“ und dann steht Paule vor mir, ganz muskulös auf einmal, mit seinem gewohnten Kinderlachen und abgeschorenen Haaren, Gott, ist bestimmt 5 Jahre her, dass ich ihn gesehen habe, und, Gott, alles was an ihm immer schön war, ist es noch. Der war mir mal über den Weg gelaufen, eigentlich nicht über den meinen direkt, aber irgendwann kreuzten sich unsere Pfade, und dann verloren wir uns wieder aus den Augen. Paul. Allein der Name dürfte Ihnen eine Ahnung geben. Damals war er so 20. Jetzt also so 25. Und ich herze ihn und ziehe den Bauch ein (mein einziger Sport momentan) und denke – ich könnte jetzt ja weiter feiern. Bleiben. Und muss gar nicht den Blick schweifen lassen, habe genug gesehen, die wunderbaren Fairies, die schlecht frisierten Frauen, die alten Säcke in Leder, die verstrubbelten Cuties mit den großen Brillen – ich bin Teil von all dem. Aber meine Rolle ist neu. Nicht, dass sie mir passt.

STERBEN UND LIEBEN IN BERLIN

Auf dem Weg von Job 1 zu Job 2 an einer Trauergesellschaft vorbeigefahren. Graue traurige Schwarzgekleidete, die da ziemlich verloren auf dem Supermarktparkplatz standen. Dauerwellen und Krawatten, ein Anthrazitkaromuster, das auch keinerlei Frohmut verkündete. Paar Kilometer weiter, am Rathaus eine Regenbogenflagge, und gerade die Treppe herabgekommen, vier junge Menschen und im Kinderwagen ein ganz junger. Die Braut trägt ein langes cremfarbenes Satin-Corsagenkleid mit üppig ausgestelltem Rock, wirklich geschmackvoll und schlicht, aber eher ein Kirchenhochzeitskleid, für´s Standesamt zu feierlich. Die Haare hochgesteckt, kaum Make-up. Er im schwarzen Anzug, beide über beide gepeiercten Ohren strahlend und die zwei besten Freundinnen, eine mit Bo-Derek-Frisur und trotzdem irgenwie niedlich, die andere habe ich nicht so wahrgenommen in den zwei Sekunden, in denen ich an ihnen vorbeifuhr.

THE SUMMER OF OH NEIN

So gut gelaunt wie wir ihn gestern begrüßt haben wäre er ein Arsch, wenn er sich nicht dankbar erweist und sich endlich mit Temperaturen revanchiert, die einem einen Tag auf dem See ermöglichten.

SCHNELLES SPIEL

„Das Spiel geht also so: Du suchst auf dem Ipod ein Lied aus und der nächste wählt dann ein Lied aus, in dessen Titel ein Begriff vorkommt, der auch im ersten Titel auftauchte undsoweiter.
„Fein, dann fang ich mal an.“

Und dann erklang „Brazil“ und wir mussten uns ein anderes Spiel überlegen.

A MIDSUMMER NIGHT´S REALITY

Die Mittsommernacht ist mir wichtig. Könnte Ihnen jetzt sagen weshalb, aber dann würd ich mich vor mir selbst schämen. Ich weiß jedenfalls, dass Magie funktioniert. Mittsommernächtens. Das ist ein Satz, der ist so unelegant, den hab ich gar nicht geschrieben. Magie funktioniert. Aber es hat gestimmt. Der Zauber damals klappte, aber für jeden gelungenen Zauber zahlst Du. Boy oh boy. Aber das war gestern. Heute ist jetzt. Und schöner hätte dieser Tag eigentlich nur werden können, wenn´s Skailight dabei gewesen wär und wir auf dem Wasser gewesen wären. Ansonsten alles perrrrrrfekt, und Kolleginnen im Regen auf die Stirn zu küssen, nachdem man sich heiter gesungen hat – und der Sommerregen es nicht ganz bis auf die Hulk-Unterhose geschafft hat – und überhaupt: der Frosch mit dem seltsamen Halstuch der Gräfin aus der Themse.
Sie müssen nicht immer alles verstehen. Tu ich auch nicht. Aber hab der Sommer Sie im Herzen! Magie! YES! And spread the Love. Wir haben vielleicht kein Geld, aber Darlings – die Liebe könnse uns nich wegnehmen. Puck them. Spread, Spread, Spread!