Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

DANN MACH ICH MIR NEN PULLI UM DEN KOPF UND FIND ES WUNDERBAR oder IN EAST HAMPTON YOU CAN GET ARRESTED FOR WEARING RED SHOES ON A THURSDAY

gardens

Eigentlich käme ja heute was über Mandy + Roxana, aber ich bin in Eile, im Körper läuft das Match Aspirin gegen Restalkohol noch unentschieden und dann überschlug sich gestern das Tagesgeschehen dergestalt, dass M + R noch ein paar Tage warten müssen.
Gestern gab es Pute. Gerade noch so. Anstelle eines Putenbratens hatte Frank versehentlich ein Stück aus einem Schwein gekauft und weil er ein großartiger Mensch ist, zog er nochmal los und es kam dann doch ein Federvieh auf den Tisch. Nebst zermatschter Knödel (never mix both of your grandmothers´s recipes!), Cranberry-Sauce, Rotkohl und selbstverständlich auch Rosenkohl.
Blogger sind Fleischfresser stellte sich einmal mehr heraus und so beschlossen wir, in Zukunft auf die side-dishes zu verzichten. Braten. Sauce. Reicht.
Wenn Blogger sich treffen gibt es eigentlich zu viel zu erzählen, als dass man sich eine DVD anschauen sollte, aber „Grey Gardens“ war in der Post und das Erlebnis musste ich teilen, zumal ja die Doku-Expertesse Britt mit Dolci gekommen war. Was (der Film, nicht die Dolci) dann dazu führte, dass ich mir sofort einen Kopschmuck aus einem Pullover und zwei Broschen bastelte und dies zu meiner neue Ausgeh-Uniform erklärte. In ungefähr derselben Stunde löste Lucky das Rätsel um die Griechinnen und den Zellstoff. (Ja, sie sitzen auf der Toilette und rollen zur Zeitüberbrückung derweile eine halbe Rolle auf die rechte Hand.) Während der Film ungehindert von unseren Erzählungen weiterlief enterte das wahre Leben den Blog. Der Mann, den wir in Zukunft nur noch René Runke nennen dürfen rief seinen Ex-Freund, unseren Gastgeber, an und weinte.
„Wie kannst Du im Internetz über mich schreiben? Ich dachte unsere Trennung läuft gut! UInd dann sprechen mich Fremde auf der Straße an und ein Kind spuckt vor mir aus!“
Selbst Schuld, wenn man einen Blogger sitzen lässt, noch dazu einen so tollen wie den Ereignishorizont. Shit, nicht mal die Zeit Links zu setzen. Und heute morgen klingelte es und aus der Gegensprechanlage sprach jemand gegen „Robbie? Robbie“. „Robbie wohnt hier nicht mehr“ soufflierte ich dem Gastgeber. Was vielleicht daran liegt, dass das Bett vertikal abschüssig ist, Gäste mit Barra Streisand-DVDs eingeschläfert werden und die soon-to-be-arrested-Kater fremde Brötchen anknabbern. Geil. Das Aspirin hat gerade gewonnen.
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(Little Edie.)

WEIL ICH ES MIR WERT BIN oder KEIN SPLISS, ALTER

Glam im Zwiespalt. Soll ich wirklich von meinem zweiten Besuch der Videothek berichten? Was, wenn Kalle Blomquist meinen Blog liest? (Nicht ganz auszuschließen.) Ich meine, ich will da schon dann und wann wieder hin und Filme ausleihen. Mein Fernseher ist seit geraumer Zeit eh nur noch ein Monitor für DVDs, das hat möglicherweise mit Angela Merkel zu tun. So much woman, so little Glamour.
Also okay. Gestern Sehnsucht nach Hollywood-Horror (Amityville) und Ewan MacGregor (Young Adam) gehabt. Unüberlegt in die Videothek meiner Wahl. Filme ausgewählt, an den Tresen und direkt bei Kalle Blomquist angestellt. Freundlichstes Strahlen aufgesetzt. Reaktion – irritierter Blick. Leichte Nervosität. („Wer ist das, den kenn ich doch irgendwoher.“) Selbst bei der Adressüberprüfung, „Du wohnst noch in der Xy-Straße?“, „Ja (strahl), in der Xy-Straße“, kein Erkennen. An der veränderten Haarfarbe kann´s nicht liegen – ich hab einen brünetten Ansatz von 4 cm.
Verlasse nach einem letzten Lächeln den Laden und überlege, wie ich mich fühle. Erleichtert. Ich habe mein Terrain abgesteckt. Zu Hause wird L´Oréals Hollywood angerührt und die nächste blonde Periode eingeläutet.
„Das ist ja toll“, sagt Ray. „Da ist ja kein bisschen Spliss“.

GLAM, DIE LIEBE UND DIE ZEIT oder IT IS THE FRIENDS YOU CAN CALL AT 4 AM THAT MATTER

Riding high on love´s true blueish light… es ist der Sommer 1998, Glam hat einen angenehmen Job in Managementposition, ein Buch auf dem Markt und einen schimmernd schönen Mann (nennen wir ihn MM) an seiner Seite. Er hat ihn in der Mittsommernacht kennen gelernt, Hexerei war mit im Spiel, und seitdem haben die beiden viele gemeinsame Abenteuer erlebt. Es ist Liebe. Fürs erste. Im dritten Monat dieser Liebe machen die beiden eine Landpartie. Ein guter Freund von Glam feiert opulent seinen 40. Geburtstag. In dörflicher Umgebung, bezaubernd geschmücktem Garten, ein Pavillion mit Flügel, Gesang. Der Freund hat explizit nur die besten der besten Freunde eingeladen, nicht einmal Lebenspartner wurden berücksichtigt. Beim Glam wurde die einzige Ausnahme gemacht, weil er doch so stolz ist auf das Juwel MM an seiner Seite und es ihn auch so ausgesprochen ziert.

Zu fortgeschrittener Stunde und viele Flaschen Wein in die laue Nacht hinein, perlende Gespräche, funkelnde Augen, berauschte Noten später findet sich Glam allein unter einem Baum, ein wenig Ruhe tanken, als er von hinten umarmt wird. Er lehnt sich in die Umarmung, entzieht sich ihr wieder als er spürt, riecht, dass es nicht sein Mann ist, der ihn da so zärtlich hält. Es ist B. aus W. Ein Künstler aus einem fremden Land. Attrativ, großgewachsen, seltsamerweise MM nicht unähnlich.

„Wenn G. im Mai Geburtstag gehabt hätte, dann würden wir morgen zusammen aufwachen.“

Und geht zurück in den Pavillon zu seinem Mann.

Dezember 2005. Auf der Suche nach einem alten Polaroid entdeckt Glam eine Karte, auf der ein Zigaretten-Etui abgebildet ist. Die Karte hatte ihm damals G. geschickt, als es mit MM vorbei war und die Glitzerwelt des Dicks eine Weile aus den Fugen war. Die Aufnahme des Etuis stammt von B. aus W. Das Zigaretten-Etui ziert eine Gravur. Es ist ein Ausspruch Marlene Dietrichs, er lautet: „It is the friends you can call at 4am that matter“.

Keine Pointe. Muss ja nicht immer.

THERE IS A LOT TO BE LEARNED FROM BEASTS oder GLAM UND DIE VAMPIRE

Der Schlaf vor Mitternacht soll ja bekanntlich der gesündeste sein, also hatte ich gestern davon zwei Stunden. Und erwachte heute morgen um 5.00 und sah vor meinem inneren Auge sofort diese Fragebogenfrage „Wachen Sie manchmal ein oder zwei Stunden vor Ihrer Aufwachzeit auf und können dann nicht mehr einschlafen?“
Ja. Und da ich gestern die letzte Dosis Johanniskraut einzunehmen verschlafen hatte, waren das keine schönen Gedanken, die mir jetzt kamen. Alle möglichen Lebensthemen wirbelten durcheinander – eine Folge meiner Psychotherapie, die mittlerweile so gut läuft, dass wir uns langsam den wirklich unangenehmen Themenkreisen stellen, weil eine gewisse Grundstabilität etabliert ist.
Der Herr Burnster bemerkte gestern, ich sei indiskret, und das kam gerade pünktlich zum Therapie-Thema „Meine Promis und ich“. Da ich ja jetzt selber prominent werde, spätestens nächstes Jahr, selbe Zeit, denke ich mal, muss ich nicht mehr die Berühmtheit anderer Leute kreativ unterstützen. Ich habe nicht den geringsten Anlass mehr, irgendwelche Geheimnisse zu wahren. Ich verstehe langsam, warum langjährige Mitarbeiter von Egozentrikern Tell-All-Bücher schreiben, und meine Therapeutin brachte gestern selbst Maria Riva ins Spiel. Sei mal die Tochter von Marlene und bleib normal! Wenn man 15 Jahre lang im Dunstkreis diverser Größen wabert, muss man sich irgendwann im Spiegel betrachten und nachschauen, ob man vielleicht geschrumpft ist. Ich werde vermutlich kein Tell-all schreiben, mir reicht es, dem Dirty Dozen, das die Identitäten hinter den Pseudonymen kennt, ein wenig Entertainment zu bieten. Und ich hoffe, dass es auch für die anderen eine angenehme Lektüre ist.

Auch wenn das Bloggen grundsätzlich egozentrisch ist – der Blogger, der hier schreibt, hält sich eher für exzentrisch und begrüßt den momentan sehr regen Austausch mit anderen normal gestörten Exzentrikern. So, getting it off my chest, I might cough up some blood, denn danach geht´s mir besser. That´s therapy, Darlings.

So, Choc, hier das schöne Cover:

„SANG SUR MES DENTS“

IN A SEASIDE TOWN THAT THEY FORGOT TO BOMB DOWN

„I´ve found that living is one dimension, thinking another and writing a third.“
Ruth Rendell writing as Barbara Vine

In jedem Barbara Vine-Roman gibt es (mindestens) einen Satz, der hängen bleibt. Der obige stammt aus „No Night is too long“, einem meiner Lieblingsromane, in dem sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben wird, wie eine Liebe vergeht, sich dreht und wendet. Ich glaube, es war in „House of Stairs“, da bemerkt die Erzählerin, wie fantastisch es eigentlich ist, dass wir in unseren Träumen Menschen erfinden. Wesen, die in unserem wahren Leben nicht existieren, die wir aber im Traum zu Leben erwecken. (Das Kreieren einer guten, stimmigen Romanfigur gestaltet sich so ähnlich und doch ganz anders. Zunächst ist es ein Entscheidungsprozess, der Denkakt. Aber irgendwann steht die erfundene Person plastisch vorm inneren Auge. Und wenn man weiß, wie ihre Stimme klingt, dann ist man auf dem richtigen Weg. Dann schreibt die Hand schon, was die Figur sagt, bevor der Autor es gedacht hat.)
Wer noch ein paar profunde (und preiswerte) Weihnachtsgeschenke braucht, dem sei das komplette Oeuvre von Frau Vine ans Herz gelegt. Am besten immer gleich doppelt kaufen: einmal zum behalten, einmal zum verschenken. Wer es nicht zu düster liebt, der möge mit „Asta´s Book“ anfangen. Und danach „Brimstone Wedding“.

PEEP PEEP PEEP

Ich kam zu spät, das tue ich sonst nie. Aber es war dann doch nicht so einfach gewesen, Holsten in Berlin aufzutreiben. Und dann traf ich auf der Straße noch C., der in der Nachbarschaft ein NA-Meeting hatte und den ich seit meinem MeckPommschen Sommer nicht mehr gesehen hatte, und wir mussten noch einen Kaffee trinken und uns über das Aufschlagen in der Wirklichkeit austauschen.
Also kam ich zu spät, aber gerade noch rechtzeitig, um das Holsten an den Mann zu bringen, etwas stillos in einer Kaisers-Tüte, aber dafür immerhin sechs halbe Liter, also drei ganze, um mit Adam Riese.
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(courtesy of Sabbeljan)

Der Saal war natürlich schon voll, also begaben der Ereignishorizont und ich uns in den Lounge-Bereich (wenn man das in Friedrichshain so sagen darf), wo man leider mangels Tonverstärkung die Übertragung der Veranstaltung nicht wirklich gut empfangen konnte. Aber wir schauten uns dann einfach die Zuschauer an und überlegten, ob das alles Blogger, und, wenn ja, welche waren. Einen erkannte ich auf Anhieb, was nicht schwer war, weil er dann und wann ein Foto von sich veröffentlicht. Andere erkannte ich erst später, nachdem sie mir vorgestellt wurden, wiederum andere konnte ich nicht erkennen, weil ich sie an diesem Abend erst kennen lernte. Und dieses Kennenlernen barg viele angenehme Überraschungen und wortgewandte, charmante Begegnungen. Und andere, die ich gerne kennengelernt hätte, blieben bis auf weiteres unerkannt (ja, sj, sie meine ich. u.a. selbstverständlich).
Eine große Freude war es zu sehen, dass die Blogger ihren Blogs so sehr entsprachen. Burnster ist ein no-bullshit-kind-of-guy. Cool und stimmig. Frau Frank besitzt Eleganz, Stil, trockenen Witz und unendliche Beine, sowie eine nicht bloggende Bekannte. Der Godfather aller Blogs hat nicht nur Esprit, Musikgeschmack, sondern auch noch eine intelligente und hochgradig sexye Freundin. Der Kieler Stargast hat zu allem Witz und Überfluss noch eine rührige Art, sich zu kümmern und zu sorgen und trug stilsicher einen gut geschnittenen Nadelstreifenanzug. Und ich habe da, wie auch hier, wie immer etwas zu viel und viel zu intim erzählt: das Geheimnis meines Zweitblogs gelüftet, verraten, wie der GlamourDick zu seinem Namen kan, aus der Therapie geplaudert und indiskrete Promi-SMSse, die ich aus Rechtsgründen hier nicht veröffentlichen kann (Oder doch? Mal sehen.) vorgetragen. Ein Nacktfoto-Angebot habe ich auch bekommen!

ADVENTSSSONNTAG, NOCH HELL DRAUSSEN…

… und läuft einfach ein bisschen durch die Kälte, das tut ja mal ganz gut und erfrischt, und freut sich an der Shuffle-Funktion des Ipods und denkt an NICHTS schlechtes, außer – jetzt einen blöden Hollywood-Blockbuster und Tüte Chips, wegen der Mineralien, da singt Ingrid Caven „American Bar“ („Eines Tages, da werden wir uns wiedersehn…“) und da steht er vor einem. Der, den man ganz. gezielt. nicht. mehr. sehen. wollte. Den man vermieden hat, weil sonst alles ziemlich schmerzhaft hätte verlaufen können. Der einfach nicht ging, weil zu schön, zu jung, zu bezogen und überhaupt, weil man da ganz anders drauf war und nicht bei sich selbst angekommen und wo soll das alles hinführen. Dem man EINE Nacht seines Lebens eingeräumt. Und jetzt ist es Tag und das Licht hat ihm nichts an. Wie auch schon bei jenem Sonnenaufgang vor ein paar Monaten. Es steht ihm gut. Selbst die schlimme Neonbeleuchtung ist zärtlich zu ihm. Und man zieht den Hut tief in die Stirn = wenn er mich nicht sieht, war ich gar nicht hier, und denkt „Scheiße, jetzt muss ich mir ne neue Videothek suchen.“

GLAM IN DER GEISTERBAHN

„Und dann schreibst du das und wir veröffentlichen es unter Pseudonym und der XYZ-Verlag ist schon interessiert. Ich hab mit denen geredet und die wollen es aus einer anderen Persepktive als Du, aber grundsätzlich sind sie interessiert.“

Ein Auftrag. Er sollte sich freuen. Und tut es nicht. Ein Buch, das nur dazu dienen soll, die „Autorin“ in die Medien zu bringen. Eigentlich wäre völlig egal was darin steht, die Kampagne beruht auf der pünktlich zur Buchmesse 2007 geplanten überraschenden Aufdeckung des Pseudonyms. „Susann Mühlmann“ ist in Wirklichkeit „Jennifer Blush“ (Name vom Blogeur geändert). Dann kommen die einschlägigen Teams von Taff, Blitz, Exclu und Explo, zwei Wochen lang ist das Buch im Fernsehen zu sehen und kaufen wird es doch keiner, wer will schon ein Buch über, sagen wir, Tierschutz „von“ „Jennifer Blush“. Aber die Medienfigur „Jennifer Blush“ hätte weitere zwei wichtige Wochen im Rampenlicht. Und so häufig, wie einem im Fernsehen das Buch um die Ohren geknallt werden würde, da müsste man ja davon ausgehen, dass es ein Riesenerfolg ist. Und welcher Journalist macht sich schon noch die Mühe, die Amazon-Charts zu studieren?
Das Honorar wäre mittelprächtig, die Recherche- und Schreibarbeit intensiv. Blöderweise hat selbst GhostDick noch einen Qualitätsanspruch an das abzugebende Werk. Das nächste dreiviertel Jahr würde asozial werden, außer Anrufen von „Jennnifer Blush“ zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Die Verlockung, den Dispo endlich wieder aufzufüllen ist da. Und zum alten, recht ehrwürdigen Verlagshaus zurück zu kehren, wäre auch nicht verkehrt. Aber Jahre später, immer noch als Ghost? Die Vorstellung ist zu gespenstisch. Die Therapeutin rät, auf das Bauchgefühl zu vertrauen. Sie kennt aber auch die ganzen persönlichen Verstrickungen von „Jennifer“ und GD. Und dass das ehrwürdige Verlagshaus noch GDs Schauerroman „Ashby House“ auf dem Lektoratsschreibtisch zu liegen hat, seit nur mehr sieben Monaten, macht ihm die Entscheidungsfindung leicht.

DICK OF ARC

Ach, ach – oh weh… Ich hätte nicht so über die DARPA schreiben dürfen, denn seit dem Beitrag über meine Weltregierungspläne besucht diesen Blog wiederholt das US-Militär. Denen muss ich mal grad was erklären:

Hello soldiers!

Don´t mistake me for a sleeper. Don´t get me wrong – I really love sleeping. But not in a terroristic sense. I´m more into sleeping around, that means having sex with strangers in funny places. I never had sex with a soldier (and if I had they must have pretended to be rock stars, red indians or marines), so if any of you guys is drop dead gorgeous and circumcized, I´m sure we could live out some wild fantasy. (Alien abduction for instance. By the way, you should visit my fellow blogger Herr Akimbo – he is totally into Sigourney Weaver and other powerful American Babes.)
Soldiers, I´m a real Bush-fan, don´t you worry. I have all of her records. Even on vinyl, cd, and itunes. I know all of her records by heart. And you should go and buy „Aerial“ – it´s gorgeous! So, Captain-Officer-Sir, I´m not a menace. Except for my flatmates. Because I´m so argumentative. But only verbally. I am also in possession of Madonna´s record „American Life“ and not just that, even „American Pie“. And I love Bette Davis and Marilyn Monroe (and you should be ashamed of yourselves as American citizens for the shabby burial place you have for the Queen of Movies. Go to Westwood Memorial in LA, check it out for yourselves!) Plus: my accent is pretty much like that of the californian governor, only with a more prussian hint. Think of me sounding like Marlene Dietrich (who you probably don´t know because instead of watching old movies on late night tv you have been reading books about Sylvester Stallone and the Vietnam War.) I have almost totally read a book by an almost totally American President: „Wege zum Gleichgewicht“ by Al Gore is features prominently on my book-shelf.
And i really want to say that I had this really weird and great sex the other day with this guy who totally wanted to be in the top position and made me say things like „oh officer – please , I dont´t want to got to prison – can´t we make a deal, can´t I like xxxxx your xxxx?“. I was surprisingly good in that part. And after that we had a cigarette and he turned out to be a nice blonde jewish guy from Israel and we had a chat about who lost which relatives in world war 2. So you see, this blog of mine is mostly about Voelkerverstaendigung (you do have dictionaries, right?)
Anyway: if you come to Berlin (and send me your picture first) maybe we can get together on some serious sexual projects. But this is not a blind date, okay? Did I mention that my neighbour is American and that we celebrated Thanksgiving? So: Don´t be scared or mad at me or something. I´m a Hollywood brainchild. Glamourous, unarmed an amourous,

yours sincerely,

Dickie
P.S.: Liebe Arboretum! Hätte ich bloß Agent Everett rechtzeitig eingschaltet. Jetzt hab ich das Militär am Hacken. Wenn die rausfinden, dass ich das Vanity Fair abonniere, oh weh oh weh.

HOCHMUT BESTÜRZT oder DIE SPHINX OHNE GEHEIMNIS

Er: „Ich will mich nicht öffnen, ich will meine Geheimnisse behalten.“
Ich: „Tut mir Leid, wenn ich das vor meinem Hintergund nicht nachvollziehen kann. Bei mir geht´s gerade darum, endlich ehrlich zu sein. Mit mir und den anderen. Das andere hat mich krank gemacht. Und ich finde es verletzend, wenn mir kein Vertrauen entgegengebracht wird. Ich dachte wir seien Freunde.“
Er: „Wir kennen uns gerade mal erst ein Jahr!“
Ich: (Bestürzte Pause. Der Mann, der mich noch nicht lange genug kennt, um mich als Freund zu bezeichnen, wohnt seit zwei Monaten in meiner Wohnung. Vielleicht vertraue ich wirklich zu früh…)
Ich: „Für mich ist die Basis jeder Beziehung Vertrauen. Wie willst Du Menschen näher kommen, wenn Du nicht offen mit ihnen bist?“
Er: „Vertrauen gibt´s an jeder Ecke. Verschlossenheit ist mir wichtig.“
Ich: „Meinst Du nicht, dass es schwierig ist, mit so einer Einstellung einen Partner zu finden?“
Er: „Ich will nicht jemandem alles erzählen. Ich will jemanden, der mich ohne Worte versteht.“
Ich: (An dieser Stelle bräuchte ich so ein Emoticon oder wie die Dinger heißen. Ein Smilie, das aufgerissene Augen und hochstehende Haare hat und eine Familienähnlichkeit mit dem Wesen in Munchs „Schrei“ aufweist.)
Er: „Ich will keinen Partner, ich will einen Komplizen. Ich führe ein Doppelleben und darauf bin ich stolz.“

Und damit war eigentlich alles gesagt. Dass ein Mensch, der im Internet Aspekte seines Leben veröffentlicht und einer, der selbst seinen Geburtsnamen verheimlichen möchte, nicht wirklich kompatibeln liegt auf der Hand. Und dass ich diesen Dialog öffentlich mache, das ist eine große, üble Indiskretion. Aber so bin ich – ich quatsche alles aus. Und daran wird sich nichts ändern. Schließlich gibt es ein grundgesetzlich verankertes Recht auf öffentliche Bestürzungsäußerung.

Im Januar wird hier ein Zimmer frei.