tut weh.
Archiv der Kategorie: Glam gruebelt
JUST ANOTHER PHOBIC MONDAY
Heut ist wieder so ein Tag, an dem ich dankbar bin, einen Job zu haben, weil ich weiß, dass dieser Tag sonst komplett zerfasern würde und das endet immer mit Schuldgefühlen und einer seltsamen inneren Befremdung. I still don´t have half of my shit together. Viele Aufgaben, die ich mir stelle, klappen noch überhaupt nicht gut. Zwei Panikattacken in zwei Tagen ist zuviel.
Aber der Untermieter, der aussah wie Charles Manson (also auf eine kranke Art nicht unsexy) und mitten in der Nacht durch die Wohnung stiefelte, vermutlich aus innerer Unruhe, weil er heute abreist oder eine killing spree verdauen musste, froke me out. Ich will keine fremden Männer mehr in der Wohnung. Vielleicht muss ich mich doch langsam geschlagen geben und mir was Billigeres suchen, wohungstechnisch meine ich jetzt. Und genau das sind die Gedanken, die zum Zerfasern führen. Fear, rent and taxes.
GLAM UNTERWEGS
Was nun wirklich geschah mit dem Samstag und der Käthe-Niederkirchner-Straße, dem ganzen Überglam und Drumherum der beknackten Kastanienallee (ich kann sie nicht ausstehen, ich fühl mich da wie ein Tourist, ganz Europacentermäßig), dazu vielleicht morgen mehr, aber Kinder – ich hatte sonn Spaß am Fr/Sa.
(Das ist die Tierschutzpartei. Stellt Euch mal vor. Sitze ich mit Anke vorm vegetarischen Imbiss auf der Wiener Straße und ess eine vegetarische Currywurscht, (weil wir ja die Käthe-Niderderkirchner nicht gefunden haben, Anke des Kartenlesens unmächtig, ich noch zerschossen vom Vorabend und unfähig einen Blick von der Straße weg auf die Karte zu nehmen, könnte ja was passieren und möchte man da die Verantwortung? Nein. Andererseits ist Anke Single und die Weltregierung sucht was zum Ficken, von daher schon ärgerlich aber egal, irgendwie ist es ja auch immer ne Erleichtgerung, nach dem Pee-Berg wieder aufem Kreuzberg aufzuschlagen, aber ich schweife ab. Willkommen!) kommen zwei freundliche junge Menschen und bitten um eine Unterschrift, damit sie sich zur Wahl aufstellen lassen können. Stellt sich heraus, es ist die Tierschutzpartei, die ich aus Politiksverdruss doch tatsächich auch gewählt habe. Hab ich denen gesagt. Haben sie sich sehr gefreut und mir für das Foto Modell gestanden. Aber das war nur EINE Begegnung am Samstag. Dann diese beiden Touristen an unserem Tisch vorm vegetarischen Imbiss auf der Wiener. Wahrscheinlich sogar Veganer. Sehr ernsthafte Menschen, die die gante Zeit gar nicht kommunizierten, sich aber all den Quatsch anhören mussten, den Anke und ich so von uns gaben. Dazu muss man wissen, dass wir beide wahre Wasserfälle der Sprache und des rasanten Themenwechsels sein können, auf Deutsch, für manche Menschen sind wir einfach too much wenn wir einfach nur wir sind. So auch gestern und es war eine große Freude, weil wir einander immer noch nicht genug sind, selbst wenn für andere too much. Und Freitag war auch schon so viel Bewegung. Sex, Glamour und Drama.
Und da war ich auch:

The ultimate Glamourette, my long lost twin, Anke aka Twig, the wonderkid:


We got along like a theme park on fire. Es war fast gespenstisch, wie präsent und relevant wir einander waren. 14 schweißt zusammen, irgendwie. Mit ihr zu Bowie zu gehen war obligatorisch. Und unsere festen Umarmungen hätte John Irving nicht schöner schreiben können, bei allem Respekt.
AN ALLE CHARMANTEN ATTRAKTIVEN BLOGGERINNEN IN BERLIN-BRANDENBURG
Falls Sie heute noch keine Pläne haben, versuchen Sie´s mal hier unter dem Stichwort „Thank God it´s Friday“. Aber Achtung! (Via Schwadroneuse).
FROH, ZU SEIN oder DENN MICH MACHT DIE LIEBE REICH
Fahre durch den Frühlingsmorgen, es regnet, was nicht schlimm ist. Bin ja schon dankbar für die angenehme Temperatur. Wieder Nena im Ohr, weil es sich so stramm marschieren lässt zu „Willstumitmirgehn“- Sie wissen es ja. Dann kommt „Liebe ist“, während ich dem Stau entkomme und da scheint die Sonne, da lacht das Leben, da geht mein Herz auf, und eh ich groß denken kann, oh Mann ist das peinlich, laufen mir zwei Tränen über das L´Oréalisierte Gesicht, weil ich an jemanden denke, den ich sehr lieb habe und der gerade sehr weit weg ist und für dessen Existenz ich dankbar bin, weil er mir ein Bruder ist obwohl er eine andere Mutter hat. Ja. an manchen Morgenden überrumpelt einen die Lebensfreude hinterrücks und mit ganz seltsamen Aufwallungen und Anwandlungen.
Und im Kiosk bezahle ich wieder mit einem 50er und entschuldige mich, worüber ich meine Zeitung vergesse. (Am Arbeitsplatz ist seit „In Touch“ der Kampf um das obskurste Druckerzeugnis entbrannt. Ich werfe die „Freizeitwoche“ ins Feuer. Schlagzeile:““Unfassbar: Hilde Knef: Zieht man so über Tote her?“). Beim Bäcker bedient heute die Andere und als ich mein Croissant entgegen nehme, (weil die Richtige nicht da ist gibt´s heute kein Käsebaguette), öffnet sich die Tür und Frau Kiosk hastet herein und händigt mir meine „Freizeitwoche“ aus, lächelt verständnisvoll wie der RegenbogeNsticker auf ihrer Kiosktür, und geht wieder zurück zu ihrem Kiosk mit dem Regenbogensticker. Ich kaufe einen Apfelkringel und bringe ihn ihr vorbei, und nicht wegen Karma, und sie freut sich sichtlich. Frühling eben.
GLAMS SPERLING PIEPT oder SWANLAKE, KREUZBERG
Das Sonnenlicht zoomt grinsend über den Kajalüberrest der Vornacht, der es auf das Kopfkissen geschafft hat und pubertierende Sperlinge singen der Grippe ein Schnäppchen. Die Gardine weht vor einem warmen Luftzug.
Nena fragt „Willstu mit mir gehn, willstu?“ und ich will, und so gehe ich mit ihr im Ohr nach draußen, wo in weiter Ferne mein Wagen geduldig auf mich wartet, er hat die Nacht allein verbracht, in einer fremden Straße, tapfer schön allein.
Die Menschen in den Straßen sind noch blass, aber sie haben ein Glitzern im Auge. Ein bisschen zu gierig genießen sie die Temperatur und tragen ihre rosa Maybachufer-Plastiktüten mit Schwung und Knowhow. Es kommt fast ein Gefühl auf, als wolle heute niemand jemandem etwas Böses, kuckma da schwimmt ein Schwanenbaby*, und, wer weiß, vielleicht kann man an das Gefühl so feste denken, dass es entsteht, und dann reitet man eine Weile auf dieser Wohlfühlwelle und die Sperlinge piepen, der Schwan macht seine hässlich/schön/dann zickig-Nummer und der Wagen seufzt, als ich ihn finde und der Katalysator rattert zufrieden. Und ich gönn mir Elvis-like eine Currywurscht bei Curry 36 und einen anderthalben Liter Cola Light Lemon und lächele mir eins und der Tag fliegt, merkstu das?, er fliegt, und dann sitzt man mit guten Menschen zum Thema Sozialiverhalten bei Rocco und auch seinen Brüdern und der Abend fasst noch einmal die Qualitäten des Tages zusammen. Schön.

* Ich weiß es fällt langsam auf – ich bin den Vögeln die Lobby. Muss man wirklich mal über die Lippen gehen lasse, diesen Satz. Den Vögeln die Lobby.
GLAM SCHREIBT FÜR TEAM 1 oder BERLINER BLOGGER ERKEGELN DEN FRÜHLING



Wusstet Ihr, dass die Weltregierung jetzt in Berlin wohnt? Das ist ein Mann, den man in seinem Kegelteam haben will, soviel steht fest. Und auch das Wortschnittchen legt eine flotte Kegelkugel auf die Bahn. Hut ab! Modeste war Spezialistin für´s Sanfte und hat uns mit der Vanillemousse-Technik bein Weihnachtsbaumkegeln zum Sieg geführt. Unterstützt von Cassandra, die den Ehrenkodex der Kegler verkörpert wie kaum eine andere. Sie hatte sich 70 Punkte erschummelt, dann streichen lassen, um schließlich 88 Punkte zu erkegeln und die begehrte Trophäe, gesponsort von Lucky und dem Friedrichstadtpalast, mit nach Hause zu nehmen.
Alle anderen haben viel schönere Fotos gemacht, insbes. Mai, die im Roses vermutlich auch ihr neues Wohnzimmer gefunden hat und extra ein Kegel-wie auch Roses-kompatibles Oberteil in der absoluten Trendfarbe trug.


Cassandra stand das Ambiente im Roses auch sehr gut, es brachte den erkegelten Flock-Award zum Leuchten, aber Cassandra steht eh alles gut. Man kann sich überall mit ihr sehen lassen und ich finde, sie sollte es der Weltregierung nachtun und nach B. übersiedeln.
Und am Buswartehäuschen (warum war ich am Buswartehäuschen, ich war doch fast zu Hause? Ich fahre doch gar nicht Bus?) noch drei junge Menschen zum Bloggen bekehrt.

Und als nächstes gehen wir schießen. Für den guten Zweck. Gegen die Vogelgrippe.
999
Es ist soweit! Heute! Stellt Euch mal vor! Anlässlich einer unheiligen Schnapsidee bei der lustigen Lesung im Friedrichshain, wo ich zweitmals die Bekanntschaft mit reizenden Persönlichkeiten der Bloggeria Berlins (und Kiels) machte, gehen wir heute zünftig kegeln. Und nur, weil ich damals noch nicht so versessen auf Window Colours und Salzteig war! Kegeln!
Also ich freu mich. Bringt doch auch alle ein paar Ideen mit und Mix-CDs und vielleicht dreht die Piratin auch einen Horrorfilm, wer weiß.
Bis nachher! Bei der Underbergpartie oder der Großen Hausnummer. Dem Kleinen Bären. Der Mecklenburgischen Seenplatte. Und alles für einen guten Zweck, nämlich gegen die Vogelgrippe!
Was ganz anderes: Die Beinchen haben eine Kriese. Krafffft schicken, hiermit!
DICK IM SCHWANZVERGLEICH, DANK TOKIO HOTEL
So geht das also. Man schreibt einen Text (bzw. fotografiert seinen Duschvorleger) über eine wanhnwitzig frisierte Boyband und dann kommen deren Fans und schießen den Blog in den Schwanzvergleich (aber nur auf Platz 67), wo sonst eher aufgeräumte, heterophile Blogs stattfinden. Okay, ein paar wirre auch.
Aber keine Angst! Tokio Hotel wird hier jetzt nicht, wie Kate Bush und Rufus Wainwright, zum Dauerthema. Ich schließe mich Meryl Streep an, die in „Postcards from the Edge“ so schön sang „I´m checking out of this Tokyo Hotel“. Ich kehre zu meinem Lieblingsthemen Sex, Wahn und Pflanzenfett zurück. Und demnächst gibt´s einen Veranstaltungshinweis zum Thema Bowie. Peter Berlin sollte auch bald an die Reihe kommen. Und sicherlich auch ein paar Bloggerkegelimpressionen. Tschüssi, Tokio!
GLAM WAR BEI KAISERS oder WER DEN SCHADEN HAT…
