Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

BETEN FÜR GLAM

Hape Kerkeling und Shirley MacLaine und dem Ex von Lucky ist ja der Jakobsweg gut bekommen. Na ja, Shirley MacLaine hatte zum Schluss Visionen von Atlantis und ist von einem Hund gebissen worden (Tollywut?)
Aber ich bin nicht mal katholisch. Und auch den Gedanken, zu Fuß an den Schlachtensee zu gehen, habe ich schnell wieder verworfen. Ich bin eher so der Typ für Lourdes, von wo ich mal eine Ansichtskarte bekam, auf der stand „á Lourdes, j´ai prieé pour vous.“ Das fand ich fürsorglich. Genützt hat´s nichts. Oder doch? Ein ziemlich atemberaubender Araber will mich treffen. Was eine frühsonntägliche Diskussion mit dem Skailight betreffs Vorhäuten einleitete. Und was habt Ihr vor, heute?

Lourdes jedenfalls ist nicht nur der Name von Esthers Tochter. Dort reiht man sich mit lauter anderen Behinderten und Kranken und Menschen, die sich mit Psychos rumärgern müssen ein und kauft Wasser in Flaschen, die die Form von Jesus seiner Mutter haben. Skailight hat gestern Victoria Beckham aus einer Küchenpapierrolle (mit Beckham Jeans udn allem drum und dran) gebastelt und versucht gerade, sein gestriges Mitbringsel los zu werden, das schläft nämlich postkoital in de prallen Sonne meines Gästezimmers. Und wir wollen doch endlich an den See und so schreibe ich gegen das Warten und schreibe gegen die Langeweile.

WEIL DIE ANFRAGE VON EINEM CHARMANTEN JUNGEN BLOGGER KOMMT

Warum bloggst Du?
Weil ich es mir wert bin.

Seit wann bloggst Du?
Seit 426 Tagen.

Selbstportrait
Read my Blog.

Warum lesen Leser Deinen Blog?
Weil sie sich danach besser fühlen, da sie sehen, das jemand anders katastrophischer und dennoch beschwingt durchs Leben geht. Und natürlich wegen Roxana und Mandy.

Die letzte Suchanfrage
„glamourdick“, „7 oscars mit elefanten“, „biggest tits fucking“, „hundewaschbecken“

Welcher Deiner Beiträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Das Konversationsgedicht anlässlich des ersten Einsatz der ELA. Bis heute mein bester Beitrag, bislang unkommentiert. Und aus Rache verlinke ich den jetzt nicht mal. Habt Ihr halt Pech gehabt.

Dein Lieblingsblog?
Siehe Blogroll. Das von dem jungen Mann, der mich mit dieser Umfrage behelligte, gefällt mir. Spangos natürlich. Und ein charmanter Neuzugang ist Mlle. Larousse. Meine Classix: die Choc, die Brittbee, und Frau Fragmente. Aber meine komplette Blogroll ist ein verlässlicher Guide des eleganten Internetztagebuchschreibens.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?
Frau Fragmente.

Wieviele Feeds hast Du abonniert?
Jar keen. Ich klicke eigenhändig.

An welche 4 Blogger wirfst Du dieses Stöckchen weiter?
An alle, die es wollen.

THE DICK ON THE HOT TAR PAPER ROOF oder DIE RACHE DER SPINNMILBEN

Ca. 21h beschlossen, Powernap vorm Fernseher zu machen. Ca. 1h wieder aufgewacht. Mit einem Kopfschmerz. Versucht, müde zu bleiben. Geht gut, wenn die Außentemperatur 40° hat. Auf Terrasse gelegt. Gar nicht soooo müde festgestellt, dass die stylishe Liege soooo bequem nicht ist. Weggedämmert. aufgewacht weil die sterbenden Spinnmilben in ihrem Todessturz Rosenlaub raschelnd mit sich in den Tod reißen. Geräusche laut. Gespräche auf der Straße. Wer ist jetzt noch so heiter? Weggedämmert. Spinnmilben-Funeral, Teil 2 bis 14. 4h aufgewacht. Jemand hat einen Amboss in meinen Kopf gestellt. Hämmern angesagt. Schmerzen auf einer Migräneskala ziemlich weit oben. Nicht wach genug aufzustehen, fahndet mein Körper nach Ibuprofen, wird fündig. Jetzt leider wach. So kann man auch viel besser abwarten, wie das Ibuprofen nicht wirkt. Bis es wirkt und gefühlte zwei Minuten später der Wecker klingelt.
Ich sag das nur, damit Ihr versteht, dass heute nicht mit der üblichen Glamschen Brillianz zu rechnen ist.

LIEBER R.,…

… jetzt ist es raus, du siehst es ja selbst. Das letzte Jahr hab ich dich betrogen und du kennst den Typ auch noch. Hättst ja ruhig mal öfter meine Seite anklicken können, dann hättest du´s vielleicht rechtzeitig mitbekommen. Aber du hast dich in den letzten Monaten auch nicht besonders hervorgetan. Letztes Jahr, selbe Zeit, da warst du noch ziemlich unschlagbar, das war bevor du den Mann ausgegraben hast, mit dem mich Teenager-Jahre lang ein reger Briefkontakt verband. (Ich schickte Fanmail, er Autogramme). Aber mit Stephen hast du dir leider keinen Gefallen getan. Deine letzte Platte stinkt. Zwei Hits und der Rest ist das 21st century-Äquivalent zu den Dire Straits. Sultaninen des Rock. Beliebig. Zweidimensional. Musik für große Schwestern, die Handball spielen.
Lieber Rob, sei nicht böse, wenn ich nicht zum Konzert komme und stattdessen eine Rufus-DVD anschaue. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Ding wieder auf Reihe kriegen. Du bist und bleibst die geilste Sau weltweiter Rampen. Und irgendwann findest du zu deiner schweinischsten Schweinehochform zurück. Also schlage ich vor, unsere Affäre nicht als beendet zu betrachten, sondern mehr als pausierend. Ich drück dir für die beiden Konzerte die Daumen. Kannst ja danach auf einen FickDrink vorbeikommen.

I sit and wait.

Dein betrügerisches Glämmchen.
P.S.: I´m loving Rufus instead.

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THE TRUTH AT LAST?

Heartbreaking.
Für diejenigen, die nicht das ganze Buch (siehe Glamazon) lesen wollen, hier eine Zusammenfassung. Man möchte kotzen. Nach der Lektüre von ca 200 Büchern zum Thema erscheint mir das entworfene Szenario als sehr überzeugend.

westwood

GLAM GRANTIG

Ich könnte noch ein bisschen mehr über die Hitze meckern. Keine Nacht mehr als drei Stunden Schlaf usw. aber was soll´s. Besser als Dauerregen wie im vergangenen Jahr. Aber das sind alles Belanglosigkeiten. Die vergangene Woche hatte Fallhöhen und ich pendele mich ein auf Mittelmaß, Disziplin und wenig splendide Isolation. Werde mir Arbeit mit zur Arbeit nehmen und vielleicht schaff ich´s noch zum Mia-Auftritt bei der CSD-Abschlusskundgebung. Then again, aus dem Büro in eine besoffene zugedrogte Spaßgesellschaft zu stolpern, lauter Torpedokids am peinlich umgelegten Christopher Street Day (die Stadt wollte ungern WM und CSD gleichzeitig – warum eigentlich?), ja, warum eigentlich? Der wahre CSD war in Warschau. Eine politisch erforderliche Maßnahme für Europa.
Heute wird es ein weiterer Partymarathon, an dem Kleinstädter ihre Ärsche zeigen, Neukoellner Schnauzbartträger Faschingsperücken aufsetzen und Junschwestern soviel Schwänze blasen wie ihre Ecstasy-und-Speed-Versorgung zulässt. Wie die WM also, nur mit Parfum. Meine HIV-positive Ex-Affäre wird vermutlich auch ausreichend Material finden, das sich in die Büsche zerren und blank ficken lässt. CSD – spread the word, spread the cheeks, spread the virus.
Manchmal verstehe ich Gewalt gegen Schwule.

GLAMOREXIA

Ich verstehe schon, dass Menschen magersüchtig werden. Es ist schön, in den Spiegel zu schauen und ein verschmalertes Gesicht zu sehen. Aufgrund der Hitze und emotionaler Beschäftigung habe ich in den letzten Tagen sehr wenig essen mögen. Ich bin einer der Menschen, die zuerst an folgenden Stellen abnehmen: den Händen (okay), dem Gesicht (sehr okay) und der unter Anstrengung erarbeiteten sowieso kaum vorhandenen Oberarm- und Brustmuskulatur (sehr sehr ärgerlich). Mein Bauch zeigt sich feist, unverändert und völlig unbeeidruckt von der verminderten Nahrungszufuhr. Mein Bauch frisst quasi meine Arme. Das ist so mal ein Scheißspiel. Und auch wenn ich mich über Wangenknochen freue – ich weiß, irgendwann kommt der Appetit zurück. Für Anorexie mangelt es mir ganz einfach an Disziplin.

RECOVERING

Letzte Therapiestunde gehabt. Dachte ich. War aber die vorletzte. Die letzte darf ich mir nehmen, wenn ich meine, dass ich sie brauche. Innerhalb der nächsten drei Monate. Gestern war ich sehr froh darüber, die Beinahe-Infektionsgeschichte, meinen Dating-Marathon und die Drehbuchlesung mit Frau M. zu besprechen. Tat sehr gut. Nach der Session wieder den Fehler gemacht, gleich den Fernseher einzuschalten, was zur Folge hatte, dass ein paar angekitzelte Themen im Traume über mich kamen. Aufgewacht (immerhin, nicht um zu kotzen, wie die Nächte davor.) Wenn es schon hell ist, aber das ganze Haus noch schläft, dann fühl ich mich wie ein Einbrecher in der eigenen Wohnung. Schnelle ein Glas Wasser und dann zurück träumen, diesmal von Meer, Schwimmen, aber dann gleich wieder: Balancieren auf Klippen, hochklettern und dann nicht mehr zurückkommen.

Einen Teil der Tabu-Geschichte in mein Gayromeo-Profil übertragen. Falls überhaupt irgendjemand dort die Profiltexte liest und nicht nur die Fotos anschaut, dann wirkt das hoffentlich frühwarnend. Habe mich auf der Seite genau so lange aufgehalten, wie ich für die Textänderung brauchte. Datefreies Wochenende beschlossen. Muss eh arbeiten. Nehme meine „to-do“-Listen mit ins Büro, und das Drehbuch zwecks Straffung. Aber heute habe ich erstmal frei und werde mich durch den Tag schmelzen. Wie lang darf man sich wohl in der Karstadt-Tiefkühlabteilung aufhalten, ohne unangenehm aufzufallen?

GLAM UND DIE SHAPESHIFTER

Man kennt sie aus Träumen – erst sind sie Marilyn Monroe, dann auf einmal Tante Wilma aus Peine oder ein abgebrochener Ast in einem Pool mit Krokodilen. Shapeshifter. Im Traum wundert man sich nur manchmal über sie, fragt sich kaum „wo ist jetz eigentlich Marilyn?“ und akzeptiert die Metamorphose zu Tante Wilma respektive einem Ast. Im wahren Leben ist das ein anderes Erleben, wenn sich jemand vor den Augen (oder Ohren) in eine andere Person verwandelt. In einen kalt argumentierenden, selbstgerechten, rücksichtlosen, fahrlässigen Menschen. Gott sei Dank passiert so etwas nicht allzu häufig; der Fall André trug solche Züge. Wenn ich dann wieder so einem Menschen begegne, der sich vor meinen Augen in einen anderen verwandelt, dann ist das ein Schlag in den Magen, den ich physisch spüre. Da kann die Sonne noch so schön scheinen, da ist ein Riss in der Welt, in der Logik, im Urvertrauen. Da frage ich mich, ob es wirklich ein zu idealistischer Anspruch ist, von den Menschen Ehrlichkeit und „Ehrfurcht vor dem Leben“* zu erwarten.

Eine andere Form von Shapeshifting: Sterben. In diesem Zusammenhang: Beerdigen. In diesem Zusammenhang freut es mich, dass bei Epicore Luckys „Tiefer“-Text Veröffentlichung findet.

(Albert Schweitzer, eines der wichtigsten Bücher, die meine Mutter mir je geschenkt hat.)