Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

GNADE VOR RECHT? oder DEUTSCHER WINTER

Ich finde die deutsche Rechtsprechung ja mitunter seltsam. Und verstehe auch nicht, weshalb ein Leben nur 25 Jahre hat. Ich finde die amerikanische Variante, für einen Mord ein Leben lang hinter Gittern zu verschwinden für karmisch nachvollziehbar. Und für 5 Mal dann fünf Leben. Ich finde es nachvollziehbar und richtig, dass beispielsweise Charles Manson noch einsitzt und auch sein zehntes Gnadengesuch abgelehnt wurde. (Andere Mitglieder der Manson-Family sind längst wieder frei, was ich nicht nachvollziehen kann.) Die Hinterbliebenen (die lebenden Opfer) dürften das ganze gerade als äußerst bitter, höhnisch und schmerzhaft erleben.

GEMINI GLAM

Ich bin mitunter äußerst dankbar für das Sternzeichen, in dem ich geboren wurde. Nicht nur wegen dem Geburtstag, den ich mir mit Marilyn teile, sondern vor allem wegen der Fähigkeit zur Dissoziation. Should come in handy next week.

VERLIEBT IN BERLIN

Stapfgleite etwas angeschickert die Schlesische runter, Mia im Ohr und meine liebste dänsiche Rockband Nephew, und zwischenzeitlich wegen Rhythmusschritt und Balance-auf-Schneematsch-Regen-Eis-Haltens so am Lachen dass mir die Tränen laufen und die Leute, die mir entgegenkommen auch grinsen, weil sie wissen, wo ich hin und herglitschend bin. Und das mit jutem Soundtrack. Und deshalb siehe oben.

DER RASSISTISCHE BEITRAG DER WOCHE

Es kotzt mich an, dass mittlerweile fast alle Kioske (früher sagte man auch „Zeitungskiosk“) in meinem Bezirk in türkischer Hand sind. Das hat immer zur Folge, dass der Magazinbestand auf ein viertel dessen runtergedampft wird, was man früher kaufen konnte. Es macht keinen Spaß durch die ganze Stadt zu fahren, um Zoo-Magazine oder die heute erscheinende deutsche Vanity Fair (ich bin neugierig, aber skeptisch) zu kaufen. Wenn ich nach der „In Touch“ frage, schaut mich der überteuerten-Lidl-Wein-und-Sägespahnschrippenweiterverkäufer stupide an und fragt zurück
„Enttäuscht-Magazin? Wassisdas ey?“
Ja. Noch mal. Es kotzt mich an. Und unfreundlich sind sie. Ist das religiös bedingt? Steht im Koran „sei unfreundlich zu blondierten Schwuchteln“? Wenn jemand einen freundlichen, gut sortierten Zeitungskiosk in Berlin 36 kennt – bitte melden! Denn es kotzt. Mich. AN!

ABER AUF PARIS FREU ICH MICH

Mein hyperglamouröses Glamourprojekt droht zu scheitern, was nicht nur schade, sondern auch finanziell dramatisch ist. That´s about all the drama here, theses days. Zwei alte Bekannte haben sich nach langer Pause wiedergemeldet, was in einem Fall sehr schön ist, im anderen mir nicht mal einen Rückruf wert war. Wenn man mit einem Menschen immer wieder an den selben Punkten scheitert (Verlässlichkeit, z.B.), dann soll man weise sein und aufgeben. Das ist es wohl auch was Nena meinte. Nur, weil etwas vertraut ist, muss es nicht gut sein. Sagt´s und zündet sich die Zigarette, die es in der Hand hält, n i c h t an.

Und überlege, ob man in Paris nicht doch vielleicht im Hilton absteigen sollte. Einfach nur deshalb. Aber, wie Herr Timmerberg so schön schrieb, ich möchte auch nicht, dass Paris auch nur einen Lippenstift an mir verdient, die Hotelerbin jetzt. Nicht die Stadt

LORELEI LEIGH

Gestern hatte Leigh das erste, zweite, dritte und vierte Mal Homosex. Er hat mit Gogo-Tanzen ein paar Linden-Dollar gemacht und einen neuen Freund namens Quentin gefunden. Er hat ein Haus geschenkt bekommen, hat aber keinen Bauplatz. Wozu auch ein Haus, wenn es äußerst komfortable Sex-Clubs gibt und der klare Avatar-Vorteil der ist, niemals schlafen zu müssen. Höchstens aus Dekogründen.

Besser als Montags-Fernsehen ist 2nd Life allemal.

WIR KINDER VOM WEB 2.0

Wenn Ihnen Ihre Freizeit etwas wert ist, dann tun Sie sich einen Gefallen: Finger weg von Second Life! Ich habe gestern den ganzen Tag damit verbracht, mir einen schicken Avatar namens Leigh zu basteln und den Absprung von Orientation Island zu schaffen. Heute morgen wurde Leigh Strand flachgelegt – eine Erfahrung, die mich darin bestätigt hat, ihm ein noch knapperes tiefergelegtes Höschen zu verpassen. Er kann das tragen. Momentan sitzt er still auf einem Campingstuhl und bekommt für 25 Minuten Campingstuhlsitzen 3 Linden Dollar. (Ich hoffe, das zählt auch die Offline-Zeit, aber ich bin vermutlich etwas naiv.) Damit kann ich ihn dann zu Freebies zum Shoppen schicken. (Bedenklich: Wenn er nicht dort sitzend anschaffen würde, dann könnte ich jetzt auch nicht bloggen.) Freunde hat er auch schon: Eine Germaine Irgendwdas, die ich versehentlich angeklickt habe. und Mezz, einen Surfertypen, der Leigh wohl für eine extrem hochgewachsene, muskulöse Frau hält.
Und ja – jetzt sitze ich hier und bin neugiereig, was das Zweite Leben noch so an Überraschungen für Leigh und mich bereithält. Und ungeduldig. Ganz klar angefixt…