Ansonsten neu auf dem Land: der Harzer Killer-Schlachter aus V-Burg ist des Mordes angeklagt worden.
In der selben Woche in der N.N.* seine Freundin so dolle verprügelte, dass die Polizei anrückte und er kurzer Hand (wie das wohl aussehen mag?) Reißaus nahm, kam es zu einem weiteren Polizeieinsatz, dieses Mal 500 Meter Luftlinie entfernt, im ehemaligen Haus des Drogisten, in dem X.Y. eine XYZ-Praxis betrieben hatte. Auf dem Totenbett hatte er den viele Jahre zurückliegenden Mord an A.B. gebeichtet, die keiner im Dorf wirklich gekannt und offenbar auch nach ihrem Ableben nicht vermisst hatte. Das ist Landleben, liebe Leser, und vermutlich auch der Grund, warum es in den hiesigen Supermärkten keine Paperback-Abteilung, sondern lediglich Rätselhefte gibt. Fiktion brauchstu garnich.
Meine all-time-favourite-Lieblingsschlagzeile in der „Land und Forst“: „Alte Säue, neue Ideen.“ (Und man würdige bitte die Assonanz!)
Und, obwohl ich es dringend nötig hätte, lasse ich mir heute nicht die Ansätze blondieren, denn nachdem dies das letzte Mal Frau F. ausführte, die ein Problem mit meiner Schwester hat, brechen mir die Haare ab.
*N.N. ist auch das Arschloch, das mir in meiner Kindheit immer wieder Schläge androhte, was vielleicht schlimmer ist, als wenn er einmal tatsächlich richtig zugeschlagen hätte, woraufhin ich ihn vermutlich totgebissen hätte und seine verschlagene Freundin einen Besseren abbekommen hätte. Nun ist´s zu spät und ich nehme nur noch Qualität in den Mund.