Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

DAS AUFATMEN DER WITWE…

…hab ich bis hierher gehört. Aber hömma – wieso ging das so schnell? An Anna Nicole, beispielsweise, haben sie doch wochenlang rumgeschnipselt, bis sie mit der Info kamen, dass sich in ihrem Körper keine nennenswerten illegalen Substanzen befanden, lediglich große Mengen unterschiedlichen Spermas (Danke, Joan Rivers).

Pietät? Wem sie gebührt.

MEIN LEBEN ALS MUSCHI

Und die neueste Frechheit sind ja wohl die Windschutzscheibenwischerfamilien, die superaggressiv auf einen losrennen und einem das Fensterputzen uncharmant aufzwingen, die aber so kurze Arme haben, dass sie maximal eine dreiviertel Scheibe schaffen. Erst hadere ich mit meiner guten Kinderstube, früher half auch einfach, den Blick zu senken. Aber das funktioniert nicht bei denen. Ich mach jetzt immer den Scheibenwischer an. Ist nicht nett, aber ich komm aus Kreuzberg…

PAN´S LABYRINTH oder DAS ALTE GEWEIH

I hated it. Das ist ja wie vier Romy-Schneider-Filme auf einmal. Gib sie gib sie gib sie. Ich kann diese ganze Opferscheiße einfach nicht mehr ertragen. Trotz grandioser Bilder, großartiger Maske. That story sucks. (Sorry, wenn ich keinen Franco-Hintergrund habe und so eine Mär weder emotional verstehen kann noch will. Ebensowenig hat ein Kinobesucher die Vergewaltigungs-Szene in „Das alte Gewehr“ über sich ergehen zu lassen, meine Güte – la vie est beschissen genug, a lot of the time.) Immerhin habe ich ein paar worte Spanisch gelernt und, diese prompt einsetzend, mit Herrn Bambi geSMSt. Sein Englisch ist schon besser als noch vor zwei Wochen. Mit Bambi in Broken English zu korrespondieren fällt so ungleich leichter, als mit dem anderen da, der noch viel weiter weg ist.

glamphone
(Ich muss demnächst nochmal ein Bild des Marilyn-Telefons nachreichen. Das habe ich mal von der Porno-Queen geschenkt bekommen. Wenn es klingelt ertönt „I wanna be loved by you“ und Marilyns Rock fliegt hoch. Allerliebst. Die Noten zu „The Man that got away“ verdanke ich der amerikanischen Nachbarin, die hier mitliest und manchmal als „Adrenaline Junkie“ kommentiert – sie konnte den Gedanken nicht ertragen, dass ich den Text vergessen hatte, wenn auch nur kurzfristig. Das ist ein Lied, das sollte man nicht vergessen, man kann es nämlich immer mal wieder brauchen.)
Der Vollständigkeit halber: Warhol-Plakat und lindgrüne Kommode courtesy of Gabriel, Kerzenständer von Galina. Die Wandfarbe ist aus der Disney-Prinzessinnen-Home-Serie, ungelogen. Heißt „Feenstaub“ oder so.

UND UM JETZT MAL GANZ ZÜGIG DAS THEMA ZU WECHSELN

..beschäftigt mich schon seit ein paar Wochen die folgende Auffälligkeit. Dass unser Knut TROTZ und nicht wegen seiner Mama lebt und unseren viel weniger beachteten und gleichwohl sympattraktiverer Kando beinahe das gleiche Schicksal ereilt hätte. Kindsmord. Sind jetzt Elefantenmutter Pori und die Knutmutti Symbol für alle deutschen Muttis, die ihre Kinder in der Tiefkühltruhe verstauen oder hinter der Datscha verscharren oder ist es wirklich so (und das halte ich für nachvollziehbar), dass die Tiermamis ihren Kleinen ein Leben in Gefangenschaft nicht zumuten möchten? Oder gar beides?

Edit: Neu und schön ab sofort unten rechts auf dieser elefantenfreundlichen Seite – die Elefanten-News. Damit ich niemandem erklären muss, wer Kando ist

ER HALT. oder EIN WUNDERBARES WUNDER SEIN

Und nach 2 jahren wieder diese Lippen geküsst zu haben. Das geht wirklich nur mit ihm. Best lips ever. Gibt´s das bei Euch Heten eigentlich auch, dass der, mit dem man eigentlich schon längst verheiratet wäre, nicht in Frage kommt? Sorry, it´s late and I am drunk by a kiss.

Edit: Auch im nüchternen Zustand noch eine schöne Erinnerung. Ich kenne ihn immerhin schon 10 Jahre. Und wenn wir uns alle zwei Jahre mal küssen, und in den ersten ca 6 Jahren haben wir damit noch gar nicht angefangen, dann ist das ja wohl absolut züchtig und unverfänglich und da ist ja nichts dabei. Zählt fast gar nicht. Wenn es dann nicht immer so schön wäre und man die Erinnerung einem ein paar Tage lang noch ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Man nichts bereut und eigentlich auch nichts vermisst. Es so nimmt wie es ist und wertschätzt. Die Gelegenheit zur Heirat hat sich in all den 10 Jahren nicht geboten und wird vielleicht auch nie, aber die Möglichkeit besteht. Und man wird ja auch so gemeinsam alt, so wie es ist. Ich habe eine Vermutung, Vorahnung, dass er auch dann noch in meinem Leben sein wird, wenn die GlamourDick Mansion längst an irgendeiner Küste liegt, mit Blick aufs Meer und mit Lucky im West- und Skailight im Südflügel, in unserem Wohnprojekt „Alte Exzentriker“. In den Gästeflügel stell ich einen – Flügel. Man kann sich ja auch mal was aufsparen. Glams Liebesrente.

Und nächstes Jahr bin ich auch wieder in Weimar dabei.

(Note to Kim: Darling, your performance is supergorgeous, I´m awestruck. Plus – you look divine, that dress is terrific and stylish and utterly utterly glam. But you should order an extra one in white or beige. And when you wear a robe such as that, wear your hair up. Think Marlene, think Marilyn. But anyway – gorgeous gorgeous gorgeous!)

GLAM WILL TELL

Wo ich doch so ein Sonnenstands-Uhrzeitanzeiger bin! Kuck ich so mit verschlafenem Auge aus Fenster. Shitfuck – das sieht aber hart nach 14h aus! Und so sonnig! Und ich wollte doch bei Gutwetter mit Lucky die Ruder striken! Ruckzuck Tee gekocht, Computer an, zwecks Morgenlektüre, und siehe da – halb 8. Sonntag. Und leg mich nochmal hin.

FREE AGAIN

Over. Zwei Stunden Einarbeitung während derer der Nachfolger über Übelkeit klagte und die Toilette aufsuchen musste. Und das schon am 5. Arbeitstag. Bei mir war dieser Zustand erst nach zehn Tagen erreicht.
Als ich raus war, fiel mir auf, dass ich die Zigaretten hatte liegenlassen. Aber ich bin nicht nochmal zurück.

DRAMA-DORF

Ansonsten neu auf dem Land: der Harzer Killer-Schlachter aus V-Burg ist des Mordes angeklagt worden.
In der selben Woche in der N.N.* seine Freundin so dolle verprügelte, dass die Polizei anrückte und er kurzer Hand (wie das wohl aussehen mag?) Reißaus nahm, kam es zu einem weiteren Polizeieinsatz, dieses Mal 500 Meter Luftlinie entfernt, im ehemaligen Haus des Drogisten, in dem X.Y. eine XYZ-Praxis betrieben hatte. Auf dem Totenbett hatte er den viele Jahre zurückliegenden Mord an A.B. gebeichtet, die keiner im Dorf wirklich gekannt und offenbar auch nach ihrem Ableben nicht vermisst hatte. Das ist Landleben, liebe Leser, und vermutlich auch der Grund, warum es in den hiesigen Supermärkten keine Paperback-Abteilung, sondern lediglich Rätselhefte gibt. Fiktion brauchstu garnich.

Meine all-time-favourite-Lieblingsschlagzeile in der „Land und Forst“: „Alte Säue, neue Ideen.“ (Und man würdige bitte die Assonanz!)

Und, obwohl ich es dringend nötig hätte, lasse ich mir heute nicht die Ansätze blondieren, denn nachdem dies das letzte Mal Frau F. ausführte, die ein Problem mit meiner Schwester hat, brechen mir die Haare ab.

*N.N. ist auch das Arschloch, das mir in meiner Kindheit immer wieder Schläge androhte, was vielleicht schlimmer ist, als wenn er einmal tatsächlich richtig zugeschlagen hätte, woraufhin ich ihn vermutlich totgebissen hätte und seine verschlagene Freundin einen Besseren abbekommen hätte. Nun ist´s zu spät und ich nehme nur noch Qualität in den Mund.