…next time you wanna try something as stupid as this, you call me first, will you? The mansion has a nice guestroom.
Get well soon!
Yours,
Glammy
…next time you wanna try something as stupid as this, you call me first, will you? The mansion has a nice guestroom.
Get well soon!
Yours,
Glammy
Coupé ist ein Coupé, wenn es oben offen ist und wird meist von Glatzköpfen benutzt, wobei man nicht weiß, ob das Coupé die Glatze erzeugt oder, andersrum, der Haarausfall die Automobil-Auswahl beeinflusst, dann wäre die Bedingung vermutlich genetisch, oder so. Ein Coupé im Magazinformat ist ein Druckerzeugnis für den anspruchsarmen Wichser. Ich habe nie begriffen, warum Männer Geld für sogenannte Soft“erotik“ ausgeben, wenn sie für dasselbe Geld (oder mittlerweile auch gratis) richtigen Porno bekommen können. Es hat möglicherweise etwas mit Homophobie (also der Angst vor dem gleichen Geschlecht) zu tun, denn im Softprintbereich werden hauptsächlich Damen alleine abgebildet. So wurde mir schmerzlich bewusst dass das Durcharbeiten des Blattes eine Herausforderung an meine Sehgewohnheiten werden würde. Männer sieht man im Coupé hauptsächlich im Fußballdress (S.44), im Schlamm (S. 4/5), im Auto (S.56) oder im Auto im Schlamm (S.72). Die Kombi Auto/Schlamm/Fußballdress (mir fällt das Wort Triscaux gerade nicht ein) fehlt.
Was das fahrende Coupé mit dem Hautgegenstand der Bildberichterstattung im Druck-Coupé verbindet ist das oben Ohne. Frauen in allen Stadien der Silikonzfuhr heben ihre Arme über den Kopf, präsentieren glattrasierte Achselhöhlen, die ganz unmuschimäßig retuschiert sind und heben so ihre Bazookas, das sie sich dem Betrachter geradezu entgegenbewegen. Das Angebot dieser Art von Fotografie ist ausschweifend und dennoch sind die Macher des Magazins nicht geizig mit weitere Tipps und Tricks: „Mehr heiße Pics dieser Knallermädels finden Sie, wenn Sie den Namen Ihrer Favoritin bei einer Suchmaschine eingeben“. Ich sehe vor mir Hundertschaften von Coupélesern, die in die Karsdtadt-Technik-Abteilung drängen und genau so eine Suchmaschine erwerben wollen, ähnlich wie das unidentifizierte Spice-Girl, das im Unterhaltungselektronik-Geschäft ein Internet kaufen wollte.
Auf den Seiten 13-15 präsentiert sich das Cover-Girl Sandra „ne heiße Fracht!“ ohne Textilien auf einem Boot, von dem man nicht viel sieht, es könnte auch ein Lastwagen-Coupé sein, jedenfalls präsentiert sich Sandra textilfrei. Brüste im Stehen, Brüste im Sitzen, Brüste im Liegen, Brüste im Bücken. Für jeden Brüstefreund ist etwas dabei. Sandra ist blond, nur direkt am Haaransatz nicht, da ist sie duster, aber das Problem kennt Glam und verzeiht. Untenrum hat Sandra sich das Schamhaar auf eine Breite ihres dunklen Haaransatzes rasiert. Es wirkt wie eine Art Strichcode und lenkt den Blick südwärts, dahin, wo Coupé Halt macht. Keine Muschi. Puh!
Weiter mit Reportagen: chinesische Hausmittel, die tote Tiere beinhalten; „Arme Sau aus Protest zerrissen“ auf dem dazugehörigen Bild zerren zwei Parteien an dem armen Schwein; „Tarnen und Täuschen“ usw. Gefolgt von Fußball. Erst auf Seite 24 geht es weiter mit den „Lecker Häppchen“. „Scharfe Girls“ mit gepixelter, da offenstehender Muschi „machen Lust auf mehr“. Coupé behauptet zu erklären „wie und warum“ die sogenannten TV-Sexy-Clips entstehen. Die Frage nach dem „warum“ bleibt indes unbeantwortet.
Seiten 26 udn 27 zeigen lesbische Polizeigewalt, festgehalten in einem spanischen Überwachungsvideo. Bevor auf den Seiten 30 und 31 die Folgen des Zyklons „Gonu“ bildlich dargestellt werden, kann der Betrachter die Naturgewalten des „Glamourgirls“ Gemma beobachten. 32/33: putzige Tiere. 34/35 nackte Urlauberinnen am Strand, von Spannern fotografiert. 36/37: fastnackte Frauen beschmieren sich mit Farbe.
Ich überspringe ein paar Seiten. Auf Seite 40 erregt sich mein Gemüt: ein gutgebauter Flitzer fliegt Arsch in die Kamera übers Fußballfeld. Meine persönliche Abneigung dem Fußball gegenüber erklärt sich übrigens damit, dass ich wochenlang Fußball-Fernsehen anschaute, weil ich der Annahme war, die Flitzer gehörten dazu. Daher meine Enttäuschung. Okay, ich bin gewappnet, die nächsten Seiten durchzuhalten. Männer in Sportdress, wie sie sich beim Sport verletzen. Fast alle besitzen noch ihr Haupthaar, ich denke, das ist eine Schadenfreude-Einlage für den glatzköpfigen Leser. Schnell hinweg über ein Double von Britney (stell Dir vor Du bist Britneys Double, ohmygod, besser nicht.) Nackige Fahrradfahrer. Ich zähle vier Schwänze! Autos, Motorräder, Sportdresse. Autos Autos Autos. Trikot. Auto Autos. Gipfelfest. Ich habe die halbe Zeitschrift hinter mir.
Give me a break! Morgen geht´s weiter. (Oder nicht.)
HaägenDasz-Praliné&Cream(wirklichwahr)-Hollywoodbrainchild-IrreWeiberundPsychoten-Glamour-l´amour-toujours-VanilleVodka-Informationskunst-Arschfick-Befindflichkeits-und-Wertschätzungsblogger.
Also man könnte das Blog auch auf Narziss und Schizo runter reduzieren, aber das wäre affix.
Via Sabbeljan.
Lege ich meine Ersatzpraline namens „Coupé“ peinlich berührt neben das InTouch-Magazine und erröte, wie sich das gehört. Der Kioskangestellte tippt mit dem Finger auf eine der Brüste der Titelschlampebildschönheit und findet etwas auszusetzen
„Silikon, kuckstuma. Alles Silikon.“
„Kennst Du eine kennst Du alle“, fällt mir dazu nicht ganz passend ein, und ich wickle das Coupé ins InTouch-Magazine, so dass Angelina Jolies Konterfei außen zu sehen ist.
Am Montag können Sie dann hier meine Coupé-Rezension lesen, so wie der Herr Sabbeljan das angeregt hat.
Wie können denn bittesehr an einem Tag DREI technische Geräte das Zeitliche segnen??? VCR, DVD und Sat-Receiver???? Sollte ich vielleicht besser alle Sicherungen ausschalten??????
Edit.
Man nennt es Blitzschlag. Ist ne Naturgewalt.
Why is our time so obsessed with time travel? Is it really that bad? Nach „The End of Mr.Y.“ lese ich gerade „My dirty little Book of stolen Time“. Und gestern habe ich mir mal wieder „Donnie Darko“ angeschaut. Und dann fiel mir „The Time Travellers Wive“ ein. Und der „Butterfly Effect“, in dem man Ashton Kutcher mit appe Arme sehen kann. Spon berichtet ständig über Wissenschaftler, die neue Theorien zu Zeitreisen entwerfen. Und da fällt mir ein, dass ich diesbezüglich – ach nee, lassen wir das, man muss ja nicht immer alles verraten.
Now, if you could travel, where would you go? Tell me would you? Could you?
Ich fürchte, ich würde einen Teenager im Harz 1978 brutal zusammenschlagen und ein Familienmitglied, ca 1972, nicht minder brutal bedrohen. Später, bzw früher: Los Angeles, August 1962, ein Leben retten. Danach möglicherweise die Dreharbeiten des titelgebenden Video-Clips besuchen. (Matrosen!). Und dann ginge es aber sowas von rund durch die Zeitgeschichte.
Edit:
Das kann ich mir gerade nicht verkneifen (was hat sie sich dabei gedacht??? Vorbetracht schon einmal sorry für soviel Phallus, ausgerechnet am Internationalen Tag der Schwulen Muschi.
Dies hingegen ist ein singender, tanzender, kreischender Beweis dafür, dass Blondinen wirklich mehr Spaß haben (so nach anderthalb Minuten etwa).
Statt dem morgendlichen Liter schwarzen Tees nun eine schnelle Tasse Pulverkaffee, versehentlich auch noch zur Mentholzigarette gegriffen. Ich weiß schon, warum ich morgens eine Stunde zum Wachwerden einplane. Leise Hoffnung auf ein Wurmloch, dem ich später noch begegnen könnte, das mich zurückträgt und mir meine Stunde wiedergibt. Warum macht der Coffeeshop, der ins Nachbarhaus zieht, nicht heute schon auf? Und wann finde ich endlich die Praline?
An dieser Stelle befindet sich jetzt eigentlich der Film, den ich gestern am Görlitzer Bahnhof drehte, der mir dann aber, nach mehrmaligem Betrachten, doch zu grausam schien. Ich meine, ich mach ja auch keine Paparazzi-Shots von einer entgleisenden Spiers oder Lohmann oder einem Boygroupsänger, der jemandem auf dem Herrenklo einen bläst oder Shirley MacLaine, wenn sie ihre Dritten noch nicht drin hat. Beschreiben kann ich es aber dennoch: eine irre Ratte. Eine irre Babyratte noch dazu. Die völlig furchtlos vorm Café saß hin und herrattete ud mir beim Filmen fast über den Zeh tobte. Vielleicht hatte sie irgendwo eine E stibitzt, vielleicht war ihr Schicksal Prime Time-tauglicher: einem Labor entkommen, wo sie den Krebs besiegt und darüber den Verstand verloren hatte. Ach, wissen Sie was – ich will mich mal nicht so haben, sonst ärgere ich mich später, das Material nicht veröffentlicht zu haben, wenn die Ratte berühmt ist. Hier Ratmovie:
Was Sie jetzt vielleicht beim ersten Betrachten nicht sehen konnten – die Ratte schreibt durch den Weg, den sie zurücklegt, ihre eigenen Initialen auf den Asphalt! Und zwar in kyrillischen Buchstaben!
Zu einer weiteren, glücklicherweise weniger beunruhigenden Begegnung, dieses Mal mit richtiger Prominenz, kam es auf dem Schlachtensee, wo ich mit Herrn Strike ankerte und nach schönen Männern schaute und während dieser Tätigkeit, die sich hervorragend mit Salatessen, Rauchen und Sekt schlürfen kombinieren lässt, eines Kanus angesichtig wurde, auf dem sich u.a. Cora Frost befand. Herrn Strike gelang eine reizende Ansicht des Frostschen Pos, ich konnte mit meinem Telefonapparat noch ihre Weiterreise festhalten, allerdings unterschätzte ich die Entfernung.
Sie können erahnen, liebe Leser, worum es mir in diesem Beitrag geht. Es macht immer wieder Sinn, das Wohnzimmer zu verlassen und in die Welt hinaus zu stiefeln, mit einem Verpflegungskörblein in der Hand, mit Herrn Strike an der Seite Mädchenchöre mitträllernd und der gnädigen Sonne als Zeuge das erhitzte Gemüt in den kühlen Fluten des Schlachtensees (noch immer algenfrei) zu kühlen, und zwar umsonst und draußen. Das Leben ist schön!
Ach, ist das schön, mal wieder von jemandem zu hören, dass er sich verknallt hat, dass diese Verknalltheit zu einer innereuropäischen Reise geführt hat, wo dann zwischen den beiden Verknallten die Verknalltheit in allen möglichen Auslebungsformen ein Wochenende lang ausgelebt werden konnte und danach noch immer anhält. Also quasi eine Perspektive hat. Also quasi von einem schillernden Nimbus umgeben ist, den ich in Berlin schon lange nicht habe schimmern sehen. Und dann hört sich alles, was man von dem Franzosen hört, auch so unglaublich gut, weil vertraut, an. Denn Marilyn-Fans sind nur in wenigen Ausnahmefällen schlechte Menschen. Bei Romy Scheider-Fans muss man aufpassen, aber das ist ja glücklicherweise in diesem Falle nicht gegeben. Ach ja – Tori Amos-Fans: brandgefährlich!
Ich werde jedenfalls heute den ganzen Tag die magische Armbewegung machen, die Jackie DeShannon in obigem Clip propagiert, und – wer weiß – vielleicht klopft auch an der Mansion bald einmal wieder die Liebe an der Tür. Weil ich finde, dass Beziehungsunfähigkeit so ein abgenutzter Begriff für Mittzwanziger bis Neudreißiger ist. Außerdem bin ich therapiert. Und suche ausschließlich im Kreis jener, die das auch hinter sich haben oder gerade dabei sind. Man spart sich soviel Arbeit.
Und hier nochmal das schöne Stück, gesungen von einer richtigen Sängerin (allerdings mit etwas weniger Arm-action). DIONNNNNNNNNE!!! Und die Zugabe: Rei-Zend.