… und in der Zwischenzeit, bis wir wieder vernünftig sind, werdn wir uns die Zeit mit Unvernunft vertreiben.“ (Nena, bisschen paraphrasiert.)
Berlin im, Jahre 2003. Als meine Freundin N. mich anrief und mir unter Tränen mitteilte, ihr Freund habe sie gerade verlassen, hatte ich gerade den Dealer in der Küche und lud sie spontan ein, zu mir zu kommen. Was folgte war einer der schönsten, lustigsten, freundschaftlichsten Abstürze meines und N.s Lebens. Irgendwann waren wie zu viert oder fünft in meinem Schlafzimmer und erzählten uns Lagerfeuergeschichten, um uns vom Nichtschlafenkönnen abzulenken. Wie gesagt – einer der schönsten Abende überhaupt und sicherlich die lustigste Art und Weise, eine Trennung zu überstehen. Ein halbes Jahr später war N. aus Berlin weggezogen und ich besuchte sie in einer Stadt mit D. Sie holte mich vom Flughafen ab und wir fuhren zu Freunden von ihr zum Sektfrühstück. Zwei Tage später war der Gastgeber mein Boyfriend. Ich war nun also öfter in D., wo ich Sommernachmittage in Hängematten verbrachte und mit N. und D.D. aus D. in dessen Wohnzimmer tanzte. Und dann traf ich N. auch häufiger auf der Lieblingsinsel, wo ihre Mutter ein Haus hat. Einmal weinten wir am Flughafen, weil der Abschied von der Insel wirklich hart ist. Am 1. Juni diesen Jahres legte sich am Strand von Es Cavallet eine Frau auf mich drauf – das dürfen nicht viele – es war N. und wir tranken weiße Sangria und lästerten über die italienischen Models, die sich vor uns im Sand drapierten.
Manchmal sehen wir uns ein paar Monate nicht, telefonieren in dieser Zeit auch kaum, aber, wenn wir uns, wie beispielweise vorgestern, andlich wieder treffen, dann ist sofort wieder eine kindlich schöne Energie da. Dieses mal haben wir weder getanzt noch Drogen genommen, weil wir etwas vernünftiger geworden sind. Aber immer noch nicht ganz vernünftig, Gott sei Dank. Und warum ich das schreibe? Weil, warum nicht. Und jetzt MUSS sie mal mein Blog lesen.