Archiv des Autors: glamourdick

FLEDERMAUSFÄKALIEN

Batshit-insane. Ist irgendwie keiner drauf eingegangen. Dabei gefiel mir das so gut. Könnte auch ein Lied von Ingrid Caven bezeichnen. Aber momentan fühl ich mich gut drin aufgehoben. Batshit insane. Und im Auto vorhin fiel mir David Sylvian ein: I wrestle with an outlook on life that shifts between darkness and shadowy light.
Batshit-depressed.
Get your freak out!
And if someone out there should worry about me: it´s not THAT serious. I´ve got friday to look forward to. Katemas.

TRUE TALES OF TERROR: EAST-GERMANY 2005

Sommer 2005. Ein charmanter Badestrand in Mecklenburg Vorpommern. Wasserklatschen, Kinderschreie, der Geruch von Piz Buin und stockigen Badelaken. Ein Klingeling macht mich aufmerksam auf einen Wanderer mit kreuzförmigem, blütengeschmückten Wanderstab, der eine Kette mit Holzscheibenanhänger um den Hals trägt. Wieder klingelingt er. Eigentlich unnötig, denn unmittelbar hinter ihm folgen ungefähr zwei Dutzend weitere Wanderer, welche der gleiche Holzscheiben-Anhänger-Schmuck ziert. Haben die christlichen Wanderer in einem Gemeinsamkeitsritual einen Baum zersägt? Sie nähern sich vom Waldweg und marschieren über den Strand zum Waldrand empor, lächeln freundlich (naturbreit), entledigten sich ihrer Kleider (Baumwollfasern) und gehen kollektiv baden. Es scheinen Westler zu sein, a) wegen des christlichen Wanderstabes, b) weil sie Badezeug tragen (Ossis baden nackt). Das ist auch ganz gut so, denn die jüngsten Wanderer mögen so um die Mitte 60 sein.
Bleiche Haut auf welkem Fleisch. Gut, dass sie an Gott glauben.
Ebenfalls anzurechnen: der konsequente Verzicht auf Nordic-Walking-Sticks.

ZWEI-FEL: HALLOWEEN-GHOSTWRITING

Jetzt ist Halloween und ich hab gestern schon das Halloween-Thema verbraten… Und mir auch noch „King Kong“ mit Jessica Lange auf DVD angeschaut. Aber das ist ja ein Monsterfilm, kein Horror.
Mein persönliches Horror-Szenario ist die zunehmende Mulitpilzität der Mitbürger. Seit Roxana und Mandy fasziniert mich das Phänomen der Schizoidie und ich sehe überall Anzeichen von Schizo-Genese. Die Aufspaltung von Beruf und Privat und Freund und Liebhaber und Blogger und Sohn und Tochter und Konsument. Das alles scheint sich nochmal intern aufzudröseln in Zweitbeziehung, Zweitberuf, Zweit-Blog, Zweit-Alles. Man muss sich schon fast neue Namen geben, Zweit-, Dritt, und Viertnamen, um noch alles zuzuordnen und absortieren zu können. Intern säkularisieren und trotzdem ein Individuum bleiben. Gives the word „ghostwriting“ a whole new meaning.
Vielleicht klärt sich alles, nach einer zweiten Tasse Tee.

THERE IS A LOT TO BE LEARNED FROM BEASTS

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Es gibt keinen Film, dessen Uraufführung ich ungeduldiger erwartet habe als Coppolas Dracula-Verfilmung (so wie es keine Platte gibt, die ich sehnlicher erwarte als „Aerial“, aber dies nur am Rande.) Vampire waren schon immern mein Thema gewesen, sexy Vampire insbesonders. Eines abends, im Februar 1992 (?), drückte mir eine Freundin ihren Ex auf, der ihr gerade lästig wurde, und so hatte ich einen attraktiven (wenn auch heterosexuellen) Begleiter, als ich mein persönliches „Vom Winde verweht“ erstmals erleben durfte. Der Film hätte mich sowieso umgehauen, aber ich bekam Fieber, als das erste Rot die Leinwand tauchte. Als der Film vorbei war, lag ich bei 40°C.
Es hilft, wenn man „Bram Stoker´s Dracula“ im Fieberrausch sieht, aber es ist nicht notwendig. Mit ein paar Ausnahmen (Keanu Reeves als Harker und das alberne Fledermauskostüm kurz vorm Finale) hat Coppola den schönsten Vampirfilm aller Zeiten gedreht.
Ich habe den Film mittlerweile ca. 100 mal gesehen (das war nötig, er war Thema meiner Magisterarbeit), aber noch immer bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich Gary Oldman und Winona zuschaue. Ja, das ist der Film, für den ich Winona liebe. Und dass dieser Film nicht nur auf mich ungeheuer erotisierend wirkte, erlebte ich bei der Uraufführung, denn mein heterosexueller Begleiter erklärte mir nach der Vorstellung, dass er von mir ebenso fasziniert sei wie ich von Dracula. Aber ich hatte Fieber und ging allein nach Hause. Und träumte in Rot, die ganze Nacht.

(Happy birthday Winona!)

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„I have crosssed oceans of time to find you.“

THE BIRDS

Heute gab es im Kate Bush-Newsletter die erste Sound-Impression von „Aerial“ nach King of the Mountain. Kate singt mit Vögeln. Nicht nur lustig, auch wunderschön. Und zu der ganzen Berichterstattung betreffs Vogelgrippe um so Lustiger.

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Auf obigem Plakat sehen Sie, was Sie nicht sehen. Tippi Hedren. Die Dame im grün(gefärbt)en Kostüm ist nämlich Jessca Tandy in der Rolle der Mrs. Brenner. Quasi die Iokaste im ödipalsten Film der 60er. Wieder so ein Fall von nutzlosem Wissen. Und hier das andere grüne Kostüm am Körper der exquisiten Tippi Hedren. Vielleicht das schönste Kostüm und die schönste Frau der Filmgeschichte (Marilyn jetzt mal ausgenommen).

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Hier sieht man, wie gut es auch im sitzen sitzt.

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VIER

Vier Wochen währte unser Glück
Dann schoss ich in der Zeit zurück
Du schenktest eine Rose mir
Die blühte nur der Stunden vier
Vier Wünsche hatt´ im Leben ich
Ein Haus, das Meer, ein Hund und Dich
Ich auf das Haus mich kaprizier´
Gedenke vier Minuten Dir.

AUF DUMME GEDANKEN KOMMEN GEHT GANZ VON ALLEINE

Gefühlte fünf Jahre ist es her, tatsächlich sind es ca. 10 Wochen, da verkündete ich meine vengeful return to Glamourdick Mansion. Und jetzt fragt sich gerade, wer sich an wem rächt. It´s makeover-time, das sieht man nicht zuletzt auch am hiesigen Layout und auf dem erblondeten Kopf.
Nach 6 Wochen MeckPomm 10 Wochen Berlin und es ist, als sei ich den Sommer über gar nicht weg gewesen. Manchmal kommt es mir gar vor, als sei ich direkt in den Februar zurückgeflasht worden und der Februar war wie die meisten – sloshy, dirty, cold, extreme. Vielleicht schaue ich mir einfach nochmal die sieben Staffeln Melrose Place an, um dieses schreckliche Gefühl von Erdung los zu werden, das mir die Hauptstadt gerade verursacht. Sandiger Grund. Und was treibt Sie?