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ÖFFENTLICH RECHTLICHE VERDAMMNIS

Ein Blick in die Fernsehzeitung und es wird klar, heute ist der Tag, an dem ich a) entweder meinen Fernseher abknalle, oder b) meinen Rundfunkgebührendauerauftrag storniere. Die ARD bringt um 20.15 Uhr den „König der Herzen“, in dem Florian Silbereisen die Hauptrolle spielt. Es geht um Herz, Schmerz und Babyklappen. Das ZDF schickt den abgetakelten altersdementen Zirkusgaul Desiree Nick in die Debilen-Arena „Blond am Freitag“. Nicht genug damit – auch die talent- und charmfreie Kim „ich-will-allen-gefallen-“ Fischer darf wieder dumme Sprüche über andere Zett-Promis reißen. Mein Vorschlag: Silbereisen, Nick und Fischer verklappen. Noch besser: wegsperren und isoliert zum Dauerentertainment verkloppen: Silbereisen muss singen, Nick lästern, Fischer moderieren. Und alle müssen sich für den Rest ihres Lebens gegenseitig ertragen.

P.s.: Die NDR-Talk-Show hat heute eine absolute Neuentdeckung in der Runde! Nina Hagen! AAAAAAAAAAAAAArrrrrrrrrrrrrrrrrrghhhhhhhhhhh! Wo bleibt Felicitas Woll, wo Susanne Fröhlich? Oder heißt die Sabine? Wo Moritz Bleibtreu? Kann die mal Julia Westenlake verspeisen?

GLAM LOVES BERLIN

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(Foto: Pro Fun Media)

Gerade entzückt festgestellt, dass Jim Tushinskis Doku „That Man“ nicht nur im März in einigen ausgewählten Kinos (20.-26.4., Xenon, Berlin sowie Studio-Kino, HH); 4.5.-10.5. Kandelhof-Kino, Freiburg) gezeigt, sondern auch schon Ende Mai auf DVD erscheinen wird! Pro Fun Media bringt den Film über die „Greta Garbo des Schwulen Pornos“ unter dem Titel „Die Peter Berlin-Story“ auf den Markt. Einen ganz reizenden Webauftritt gibt es hier. Und jetzt ahnen Sie, wie mein Desktop aussieht. Ich hätte ja auch zu gerne „Nights in Black Leather“ und That Boy auf DVD. Aber ich schäme mich vorm Gang aufs Zollamt, wenn ich in den Staaten ordere. Die bestellen mich nämlich immer zu sich. Zuletzt, als ich meine Disney-Hexen-Plakate bekam.

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(Foto: Pro Fun Media)

FROH, ZU SEIN oder DENN MICH MACHT DIE LIEBE REICH

Fahre durch den Frühlingsmorgen, es regnet, was nicht schlimm ist. Bin ja schon dankbar für die angenehme Temperatur. Wieder Nena im Ohr, weil es sich so stramm marschieren lässt zu „Willstumitmirgehn“- Sie wissen es ja. Dann kommt „Liebe ist“, während ich dem Stau entkomme und da scheint die Sonne, da lacht das Leben, da geht mein Herz auf, und eh ich groß denken kann, oh Mann ist das peinlich, laufen mir zwei Tränen über das L´Oréalisierte Gesicht, weil ich an jemanden denke, den ich sehr lieb habe und der gerade sehr weit weg ist und für dessen Existenz ich dankbar bin, weil er mir ein Bruder ist obwohl er eine andere Mutter hat. Ja. an manchen Morgenden überrumpelt einen die Lebensfreude hinterrücks und mit ganz seltsamen Aufwallungen und Anwandlungen.

Und im Kiosk bezahle ich wieder mit einem 50er und entschuldige mich, worüber ich meine Zeitung vergesse. (Am Arbeitsplatz ist seit „In Touch“ der Kampf um das obskurste Druckerzeugnis entbrannt. Ich werfe die „Freizeitwoche“ ins Feuer. Schlagzeile:““Unfassbar: Hilde Knef: Zieht man so über Tote her?“). Beim Bäcker bedient heute die Andere und als ich mein Croissant entgegen nehme, (weil die Richtige nicht da ist gibt´s heute kein Käsebaguette), öffnet sich die Tür und Frau Kiosk hastet herein und händigt mir meine „Freizeitwoche“ aus, lächelt verständnisvoll wie der RegenbogeNsticker auf ihrer Kiosktür, und geht wieder zurück zu ihrem Kiosk mit dem Regenbogensticker. Ich kaufe einen Apfelkringel und bringe ihn ihr vorbei, und nicht wegen Karma, und sie freut sich sichtlich. Frühling eben.

GLAMS SPERLING PIEPT oder SWANLAKE, KREUZBERG

Das Sonnenlicht zoomt grinsend über den Kajalüberrest der Vornacht, der es auf das Kopfkissen geschafft hat und pubertierende Sperlinge singen der Grippe ein Schnäppchen. Die Gardine weht vor einem warmen Luftzug.
Nena fragt „Willstu mit mir gehn, willstu?“ und ich will, und so gehe ich mit ihr im Ohr nach draußen, wo in weiter Ferne mein Wagen geduldig auf mich wartet, er hat die Nacht allein verbracht, in einer fremden Straße, tapfer schön allein.
Die Menschen in den Straßen sind noch blass, aber sie haben ein Glitzern im Auge. Ein bisschen zu gierig genießen sie die Temperatur und tragen ihre rosa Maybachufer-Plastiktüten mit Schwung und Knowhow. Es kommt fast ein Gefühl auf, als wolle heute niemand jemandem etwas Böses, kuckma da schwimmt ein Schwanenbaby*, und, wer weiß, vielleicht kann man an das Gefühl so feste denken, dass es entsteht, und dann reitet man eine Weile auf dieser Wohlfühlwelle und die Sperlinge piepen, der Schwan macht seine hässlich/schön/dann zickig-Nummer und der Wagen seufzt, als ich ihn finde und der Katalysator rattert zufrieden. Und ich gönn mir Elvis-like eine Currywurscht bei Curry 36 und einen anderthalben Liter Cola Light Lemon und lächele mir eins und der Tag fliegt, merkstu das?, er fliegt, und dann sitzt man mit guten Menschen zum Thema Sozialiverhalten bei Rocco und auch seinen Brüdern und der Abend fasst noch einmal die Qualitäten des Tages zusammen. Schön.
elvis

* Ich weiß es fällt langsam auf – ich bin den Vögeln die Lobby. Muss man wirklich mal über die Lippen gehen lasse, diesen Satz. Den Vögeln die Lobby.

GLAM SCHREIBT FÜR TEAM 1 oder BERLINER BLOGGER ERKEGELN DEN FRÜHLING

dinner
kegeln
schnittig

Wusstet Ihr, dass die Weltregierung jetzt in Berlin wohnt? Das ist ein Mann, den man in seinem Kegelteam haben will, soviel steht fest. Und auch das Wortschnittchen legt eine flotte Kegelkugel auf die Bahn. Hut ab! Modeste war Spezialistin für´s Sanfte und hat uns mit der Vanillemousse-Technik bein Weihnachtsbaumkegeln zum Sieg geführt. Unterstützt von Cassandra, die den Ehrenkodex der Kegler verkörpert wie kaum eine andere. Sie hatte sich 70 Punkte erschummelt, dann streichen lassen, um schließlich 88 Punkte zu erkegeln und die begehrte Trophäe, gesponsort von Lucky und dem Friedrichstadtpalast, mit nach Hause zu nehmen.
Alle anderen haben viel schönere Fotos gemacht, insbes. Mai, die im Roses vermutlich auch ihr neues Wohnzimmer gefunden hat und extra ein Kegel-wie auch Roses-kompatibles Oberteil in der absoluten Trendfarbe trug.

YESS
ROSES

Cassandra stand das Ambiente im Roses auch sehr gut, es brachte den erkegelten Flock-Award zum Leuchten, aber Cassandra steht eh alles gut. Man kann sich überall mit ihr sehen lassen und ich finde, sie sollte es der Weltregierung nachtun und nach B. übersiedeln.
Und am Buswartehäuschen (warum war ich am Buswartehäuschen, ich war doch fast zu Hause? Ich fahre doch gar nicht Bus?) noch drei junge Menschen zum Bloggen bekehrt.

nachwuchs

Und als nächstes gehen wir schießen. Für den guten Zweck. Gegen die Vogelgrippe.

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Es ist soweit! Heute! Stellt Euch mal vor! Anlässlich einer unheiligen Schnapsidee bei der lustigen Lesung im Friedrichshain, wo ich zweitmals die Bekanntschaft mit reizenden Persönlichkeiten der Bloggeria Berlins (und Kiels) machte, gehen wir heute zünftig kegeln. Und nur, weil ich damals noch nicht so versessen auf Window Colours und Salzteig war! Kegeln!
Also ich freu mich. Bringt doch auch alle ein paar Ideen mit und Mix-CDs und vielleicht dreht die Piratin auch einen Horrorfilm, wer weiß.
Bis nachher! Bei der Underbergpartie oder der Großen Hausnummer. Dem Kleinen Bären. Der Mecklenburgischen Seenplatte. Und alles für einen guten Zweck, nämlich gegen die Vogelgrippe!

Was ganz anderes: Die Beinchen haben eine Kriese. Krafffft schicken, hiermit!

WHY GLAM u.a. LOVES THE AMERIKANISCHE NACHBARIN

„Wer ist eigentlich der Mann auf die Bild da. Jedesmal wenn ich hier bin seh ich die und frage mich das.“
„Das ist ein Bild aus der „Blue“, ein australisches Gay-Magazine, superglam, tolle Fotos, tolle Berichte. Das Bild ist aus einer Modestrecke.“
„Aus eine Modestrecke? Für was?“
„Er hat doch immerhin ne Unterhose an.“
„:-)))))“
„Ehrlich gesagt erinnert mich das Bild an M.M. aus M. Den großen Ex. An alles, was gut an ihm war.“ (Sein Aussehen. Und dass er zumindest für eine Zeit wirklich aufrichtig in mich verliebt war, nur nicht so sehr, wie ich in ihn. Und ich sprech´s jetzt einfach mal aus – er hatte den schönsten Schwanz, den ich je gesehen habe. Von allen. Bis heute.)
„Der Veterinär?“
„Mhm. Der erste von den Tierärzten.“
„Ehrlich gesagt, ich bin froh, dass ich den nie kennengelernt hab. Den M. oder die D., weil ich nicht nett mit denen sein könnte, wenn ich sie dann kennenlerne. Weil ich ja weiß, wie weh die Dir getan haben.“

Playing with prodigal sons takes a lot of sentimental value (…) so please be kind if I´m a -* -*- MESS.

(Rufus Wainwright)

TRUE HOT ÜBER-ULTRA-GLAM oder ANKE FOREVER!

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The Berlin Rock Photo Gallery
Kastanienallee 32
10435 Berlin
1.4.-28.5.06
DAVID BOWIE – MOONAGE DAYDREAM
Glamultimate photography by Mick Rock.
Vernissage 1.4., 20.00h.

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(Photos courtesy of Schwarzkopf & Schwarzkopf)

Soeben Anke angerufen. Als ich 14 war, war sie das coolste Mädchen am Gymnasium. Sie trug manchmal Glöckchen an den Füßen, bis sie ihren Look immer mehr dem der Film-Christiane-F. anpasste und sich eine Jeansjacke fertigen ließ, auf deren Rücken die Großbuchstaben B, O, W, I und E prangten. Anke war der große Bowie-Fan, Glam, der große Bush-Verehrer. Nur dass Bowie natürlich viel mehr Platten hatte, ca. 1983, als Anke und ich endlich beste Freunde waren. Also musste Glam mehr Bowie hören als Anke Kate. Wir einigten und trafen uns bei Bauhaus. (Ich erwähnte schon einmal indirekt, dass mein Leben mit 14 nicht so schön war. Die Ausnahme, und gleichzeitig der Schritt zur Verbesserung meiner Lebensqualität war Anke. Vielleicht mach ich mir irgendwann mal ne Jeansjacke mit den Buchstaben A, N, K und E.)
Anke und ich haben uns ein bisschen aus den Augen verloren, haben aber immer irgendwie die aktuellen Adressen des anderen. Und weil das letzte Wiedersehen drei Jahre her ist, und weil der Glam-Faktor am 1.4. hoch ist, gehe ich mit Anke, dem größten Bowie-Fan der Welt zur Vernissage. Und wie sehr Anke noch Anke ist – musikversessen und Vinyl-affin, merke ich als wir uns verabschieden.
„Und was machst Du heute noch?“
„Ich geh auf die Plattenbörse in der TU-Mensa.“
And she sighed like Twig the wonderkid and turned her face away.

Anke forever. Und Bowie bowieso.

DICK IM SCHWANZVERGLEICH, DANK TOKIO HOTEL

So geht das also. Man schreibt einen Text (bzw. fotografiert seinen Duschvorleger) über eine wanhnwitzig frisierte Boyband und dann kommen deren Fans und schießen den Blog in den Schwanzvergleich (aber nur auf Platz 67), wo sonst eher aufgeräumte, heterophile Blogs stattfinden. Okay, ein paar wirre auch.
Aber keine Angst! Tokio Hotel wird hier jetzt nicht, wie Kate Bush und Rufus Wainwright, zum Dauerthema. Ich schließe mich Meryl Streep an, die in „Postcards from the Edge“ so schön sang „I´m checking out of this Tokyo Hotel“. Ich kehre zu meinem Lieblingsthemen Sex, Wahn und Pflanzenfett zurück. Und demnächst gibt´s einen Veranstaltungshinweis zum Thema Bowie. Peter Berlin sollte auch bald an die Reihe kommen. Und sicherlich auch ein paar Bloggerkegelimpressionen. Tschüssi, Tokio!

GLAM STEHT AUF TOKIO HOTEL

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Jeden Morgen. Nach dem Duschen.

Edit: Das sind jetzt nicht alles Fans, die sich hierher verirren und ihre Helden verunglimpft sehen, oder? Müssten die nicht um diese Zeit in der Schule sein?? Kinder, nix für ungut. Ihr werdet nicht alle Pop-Idole, wenn Ihr Schule schwänzt und heimlich raucht.