Archiv des Autors: glamourdick

TAKE THESE DOGS AWAY FORM ME

ces-chiens
these-dogs

Tonight the streets are full of actors
I don’t know why
Oh, debarasse-moi de ces chiens
Avant qu’ils mordent
Avant qu’ils mordent
Tonight I fought and made my mind up
I know it’s right
I know these dogs still snap around me
But I can, I can fight

(Pet Shop Boys for Patsy Kensit. Love her. Where is she?)

VORM FRÜHSTÜCK BEI GLAM oder GLAM IST BEKENNENDER SINGLE, ABER

killer-atlas

es gibt Zeiten, wo es suckt, alleine zu leben.
– Kragenschilder, die rausschauen. Ein verräterisches Indiz.
– wenn, wie gerade eben geschehen, man beim Versuch, den geliebten Tiffany-Atlas-Ring aufzusetzen, man beinahe einen Finger verliert, weil der Ring nämlich mitten auf dem Fingerknöchel steckenbleibt, bis der Finger immer dicker wird und man den Ring keinen Millimeter mehr schmerzfrei bewegen kann, kaltes Wasser, Bodylotion, nichts mehr hilft und man ein bisschen Beistand gebrauchen könnte von jemandem, der dann neben einem steht, einen beruhigt und sowas sagt wie „mit neun Fingern liebe ich Dich genau wie mit zehn, und überhaupt – wenn alles durchgestanden und der Amputationsstumpen verheilt ist, dann fahr ich mit Dir nach München, dann gehen wir Zu Tiffany´s und Du suchst Dir für den verbleibenden Ringfinger einen passenden aus. Die Atlas-Ringe gibt es doch jetzt auch durchbrochen in Weißgold.“
Aber wenn man Single ist, dann muss man den Ring eben irgendwie alleine runterbekommen, und es hat ja auch geklappt, aber es ist nicht immer leicht, ein schöner strahlender Stern zu sein, der einsam am Firmament steht.

also das ist ein film, den MUSST du im kino sehen

Noch sonn Spruch. Als ob die Größe des Bildes die Qualität des Filmes ausmache. Und die damit verbundene Arroganz, die ich mir nur damit erklären kann, dass es wirklich eine Mutprobe ist, in einem muffigen Raum zu sitzen, mit 300 Menschen, die quatschen, Filmzitate vor- und nacherzählen, kreischen, ranziges Popcorn Chips aus Minitüten Langnese-Eis Storck-Riesen fressen, pupsen, freiwilig eine Stunde lang NUR Werbung ansehen (und sich vorm Fernseher über RTL-Werbeunterbrechungen aufregen), ihren zunehmenden Mundgeruch mit Wrigley´s Kaugummi vertuschen, sich verklemmt befummeln und an den falschen Stellen lachen. Ich hasse Kino. Aufrichtig. Denn ich liebe Filme.

Was ich damit sagen will: gestern „King Kong“ auf DVD gesehen. Toller Film. Und dass der Affe groß war, das habe ich auch auf meinem Fernsehschirm begriffen. Nennen wie es Abstraktionsvermögen, Stufe 0,1.

DELIVERED WITH A SCHTRONG ÜBERGLAM PRUSSIAN ACCENT

„I was looking for something specific, and my obsession untill today – I never met anyone who shared my obsession from his doings. The obsession would be if someone does something on his own to get me going. Now, usually because of my attire or my way of dressing and behaving – I did that to people. In person and on picture. So my obsession would be to have a person approach me, looking like me – and forget the FACE! It could be black or blue or white! It could be any given attratctive man. So it´s not that I´m looking for myself but someone like me. That would be heaven for me.“

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(Peter Berlin by Peter Berlin, courtesy of Pro Fun Media)

„There´s nothing good about old. Old is old.“

Peter Berlin in „Die Peter Berlin Story“ Und Dankeschön an die Jungs von Pro Fun für die DVD. Beautiful, just so beautiful. Sexy, glam, tender, sweet, touching. Einer der schönsten Filme über sexuelles Selbstverständnis und eine marilyneske Bio-Parabel auf naive, aber überzeugte und überzeugende Selbstikonisierung. Don´t dream it. Be it.

DEEP KABALLAH: ESTHER BOUND FOR MUMU-LAND

Esther in der LTU-Arena in Düsseldorf. Ob das gut geht? Für´s Olympiastadion Berlin hat´s vor ein paar Jahren nicht gereicht. Aber damals hat Madonna auch noch Erwachsenenmusik gemacht. Jetzt, mit dem Album, das Rocco und Lourdes ihr geschrieben haben, erreicht sie natürlich auch die 4 bis 11jährigen und wenn die alle ihre Erziehungsberechtigten mitbringen, dann fällt vielleicht gar nicht ins Gewicht, dass 50% der deutschen Madonna Fans (die Kölner Schwulen) am Erlebnis aus Lokalethos nicht teilhaben können. Der Rest der Deutschen Fans ist eh zu faul zum Reisen und, ich will ja nichts falsches sagen, aber Düsseldorf ist auch Geschmackssache, wenn auch zugegebenermaßen Hannover vorzuziehen.
Berlin wird verschont. Immerhin. Das liegt daran, dass es hier eine Unerträgliche-Alte-Frauen-Quote gibt, die seit dem Ableben von Evelyn Künnecke von der Dschungelkönigin Desiree Nick über Gebühr strapaziert wird. Es ist wie mit dem Berliner Bären – es kann in beiden Rubriken nur eine geben.
Ich rechne ja fest damit, dass Madonna die nächste Platte von unten singen wird – so viel Beckenbodenpilates kann nicht umsonst gewesen sein. So rundumrejuveniert wird das ganz sicher ein straffer Klang. Ich weiß, dass sie so ein Video seit Jahrzehnten drehen möchte. Es reizt sie. Und ich weiß, dass ich es kaum erwarten kann. Also gar nicht. Also darauf warte ich nicht, wollte ich sagen. Wie schon die Jungs aus Neverland, Wendy und Peter über Kapitän Hook sagten: „Old, over and done for.“ Oder so. Für ein Gerücht halte ich allerdings, dass Esthers agbesaugtes Body Fat für Unsummen von bösen Hexen zum Färben roter Äpfel eingekauft wird. Wahrscheinlicher ist, dass es im Kaballah Center mehrere Reliquienschreine für die Zukunft gibt. Die sorgen nämlich vor. Madonnas Nachgeburt. Teile von Madonnas Gesichtshaut. Forget the fucking Turiner Leichentuch when we finally find out where Madonnas berühmter Leberfleck ended up.

JUST ANOTHER PHOBIC MONDAY

Heut ist wieder so ein Tag, an dem ich dankbar bin, einen Job zu haben, weil ich weiß, dass dieser Tag sonst komplett zerfasern würde und das endet immer mit Schuldgefühlen und einer seltsamen inneren Befremdung. I still don´t have half of my shit together. Viele Aufgaben, die ich mir stelle, klappen noch überhaupt nicht gut. Zwei Panikattacken in zwei Tagen ist zuviel.
Aber der Untermieter, der aussah wie Charles Manson (also auf eine kranke Art nicht unsexy) und mitten in der Nacht durch die Wohnung stiefelte, vermutlich aus innerer Unruhe, weil er heute abreist oder eine killing spree verdauen musste, froke me out. Ich will keine fremden Männer mehr in der Wohnung. Vielleicht muss ich mich doch langsam geschlagen geben und mir was Billigeres suchen, wohungstechnisch meine ich jetzt. Und genau das sind die Gedanken, die zum Zerfasern führen. Fear, rent and taxes.

GLAM UNTERWEGS

Was nun wirklich geschah mit dem Samstag und der Käthe-Niederkirchner-Straße, dem ganzen Überglam und Drumherum der beknackten Kastanienallee (ich kann sie nicht ausstehen, ich fühl mich da wie ein Tourist, ganz Europacentermäßig), dazu vielleicht morgen mehr, aber Kinder – ich hatte sonn Spaß am Fr/Sa. IMG_0232
(Das ist die Tierschutzpartei. Stellt Euch mal vor. Sitze ich mit Anke vorm vegetarischen Imbiss auf der Wiener Straße und ess eine vegetarische Currywurscht, (weil wir ja die Käthe-Niderderkirchner nicht gefunden haben, Anke des Kartenlesens unmächtig, ich noch zerschossen vom Vorabend und unfähig einen Blick von der Straße weg auf die Karte zu nehmen, könnte ja was passieren und möchte man da die Verantwortung? Nein. Andererseits ist Anke Single und die Weltregierung sucht was zum Ficken, von daher schon ärgerlich aber egal, irgendwie ist es ja auch immer ne Erleichtgerung, nach dem Pee-Berg wieder aufem Kreuzberg aufzuschlagen, aber ich schweife ab. Willkommen!) kommen zwei freundliche junge Menschen und bitten um eine Unterschrift, damit sie sich zur Wahl aufstellen lassen können. Stellt sich heraus, es ist die Tierschutzpartei, die ich aus Politiksverdruss doch tatsächich auch gewählt habe. Hab ich denen gesagt. Haben sie sich sehr gefreut und mir für das Foto Modell gestanden. Aber das war nur EINE Begegnung am Samstag. Dann diese beiden Touristen an unserem Tisch vorm vegetarischen Imbiss auf der Wiener. Wahrscheinlich sogar Veganer. Sehr ernsthafte Menschen, die die gante Zeit gar nicht kommunizierten, sich aber all den Quatsch anhören mussten, den Anke und ich so von uns gaben. Dazu muss man wissen, dass wir beide wahre Wasserfälle der Sprache und des rasanten Themenwechsels sein können, auf Deutsch, für manche Menschen sind wir einfach too much wenn wir einfach nur wir sind. So auch gestern und es war eine große Freude, weil wir einander immer noch nicht genug sind, selbst wenn für andere too much. Und Freitag war auch schon so viel Bewegung. Sex, Glamour und Drama.

Und da war ich auch:
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The ultimate Glamourette, my long lost twin, Anke aka Twig, the wonderkid:
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We got along like a theme park on fire. Es war fast gespenstisch, wie präsent und relevant wir einander waren. 14 schweißt zusammen, irgendwie. Mit ihr zu Bowie zu gehen war obligatorisch. Und unsere festen Umarmungen hätte John Irving nicht schöner schreiben können, bei allem Respekt.