Archiv des Autors: glamourdick

WHEN THE LITTLE BLUE BIRD WHO HAS NEVER SAID A WORD STARTS TO SING „SPRING SPRING“ oder THE SMELL OF BIRTHDAY

So ein Gefühl wie jeden Tag Geburtstag. Ist ja auch Königinnenwetter. Bin jeden Morgen überrascht, wenn ich in die Küche gehe und dort keine melodisch duftenden lachsfarbenen Rosen auf dem Tisch stehen und keine Kerze brennt. Das war damals schön in der Georgette-WG – Geburtstag war immer wie ein Kindergeburtstag. Mit Gabentisch und Kerze (handmade by Georgette´s mother), frischen Blumen auf dem Frühstückstisch. Und Frühstück auf dem Frühstückstisch! Nur ohne Topfschlagen.
Der Frühling is it for me. Deshalb habe ich mich auch für eine Geburt in eben jenem entschieden. Wenn die Schwere des elenden Berliner Winters sich in Berliner Luft auslöst, wenn es knospt und knispelt. Und wie um das Geburtstagsgefühl zu unterstreichen – gestern „Judy at Carnegie Hall“ in der Post. Merveilleux! Ja, ich muss sagen (sprichwörtlich – ich kann es nicht für mich behalten, es muss raus, es muss raus), ich fühle mich gerade reich beschenkt. Und soeben festgestellt, dass acht Stück Süßstoff im Tee (anstelle der üblichen vier) auch keinen nennenswerten Unterschied macht. Sweet day, Euch allen!

TATORT GLAMOURDICK MANSION oder GLAM DOES ARD

Gestern Tatort angeschaut. Ich! Ich kuck das nie, ich finde das ist Betonfernsehen. Pulverisierter Schotter im nicht übertragenen Sinn. Hart, trocken, rissig, grau. Aber die Schilderung einer ultraklaustrophobischen Situation in der Inhaltsangabe und der Mangel eines DVD-Stapels neben dem Fernseher veranlassten mich dazu, endlich auch mal meine GEZ-Gebühren abzunutzen. Und siehe da – ein gutes Drehbuch, eine Regie, die ihre Kamera sogar dann und wann zu nutzen weiß, ein Sujet (Sterbehilfe), das aus einem ungewohnten Blickwinkel (dem des verständnisvollen Sterbehelfers) und nicht ohne Empathie vorgestellt wird. Wären da nicht die deutschen Schauspieler… Außer der bayrischen Polizeimeisterin*, die ein hervorragendes Volkstheater lieferte, die war großartig. Dass der Tatort in Echtzeit spielte merkte man kaum, obwohl ständig Uhren eingeblendet wurden, die die gleichen Zahlen zeigten, wie die auf meinemVHS-Display**. Es stellte sich nie das Gefühl von Dringlichkeit ein. Tempo kann man besser inszenieren. Und das vielleicht unglaubwürdigste an der so realitätsverliebten Krimireihe: dass in anderthalb Stunden ein Fall gelöst wird. Hallo? Anderthalb Jahre, more likely.

* Die Krankenschwester war auch gut.
** Die Uhr ist tatsächlich auf dem VHS, nicht dem DVD-Player. Ich hab sowas noch, ja. Für die ganzen alten Falcon Videos.

12H oder LANGSAM IST DAS NEUE SCHNELL

Werde wach mit der Erinnerung an eine Umarmung (anstatt an den dünnen Briefumschlag zu denken) und muss grinsen, weil es eine sehr frische Erinnerung ist. Ca. 7 Stunden alt. Bis es am Vortag zu dieser Umarmung gekommen war, sind einige Stunden vergangen, ich habe nicht auf die Uhr geschaut, ich kann das jetzt also nicht exakt dokumentieren. Aber wenn ich ihn um 15.00 Uhr getroffen habe und er um 3.00 gegangen ist, dann waren das wohl 12 Stunden von denen ungefähr die letzten drei sehr eng und innig waren. In diesen 12 Stunden gab es ferner
1 Aufenthalt im Görlitzer Park, Sonne gucken
1 Sommersturm
1 Staubwolke
1 Vergleich von Kopfwunden
2 neue Blüten am Pfirsichbaum
2 gepimpte Pizzen
2 spontan verworfene Pläne zur Abendgestaltung
1 Grey Terrace
1 Grey Gardens
– jede Menge geschmackliche Übereinstimmungen (u.a. bei Sonnenbrillen und Rufus Wainwright)
– die Feststellung eines gemeinsamen Bekannten und eines gemeinsamen (ehemaligen) Lovers
– (mindestens) ein wachsendes Vertrauen darin, hier soeben jemand ziemlich Interessantes kennen zu lernen.
– eine Korrumpierung des Zeitempfindens meinerseits, weil mir das alles viel viel schneller und gar nicht wie ein halber Tag vorkam. Wer hat an der Uhr gedreht?

SHE´S ON THE PHONE! IT´S RINGING!!!!!

maxicover

Uncut: Do you know if Kate Bush heard ‘Hounds Of Love’?
The Futureheads: Yeah, we got a message off her when we were on the farm, actually. I think we were busy up in the barn, or something, but she left a message on the answering machine. It went ‘Hello, Kate Bush here – just phoning to say I absolutely love your version of “Hounds Of Love”, we haven’t had a chance to meet yet but I hope we will, and hope you have a nice Christmas.’ Did we phone her back? (Laughs) No, we were terrified! We found out she was going to ring us, so every time the phone rang, we were like ‘You get it, you get it’. No-one wanted to speak to her, because… well, she’s a legend, isn’t she? What do you say to Kate Bush? I don’t know.

Source: www.uncut.co.uk

futureheads

MONEY CHANGES EVERYTHING

Ein dicker Brief von der Bank ist nicht schlimm, heißt Kontoauszüge, kann man getrost geschlossen in die 2006er Ablage schieben. Ein dünner Brief ist schlimm, heißt „Buchung konnte mangels Deckung nicht ausgeführt werden.“ Macht Arbeit und ein flaues Gefühl. Die dünnen Briefe kommen immer freitags, damit man das Wochenende auf der richtigen Note beginnt. Heute auch.
Ich leide ja unter einer seltsamen Retardwirkung. Meine Laune verschlimmert sich nicht sofort, sondern immer zeitverzögert. Früher waren das manchmal Tage, mittlerweile ist es eine viertel Stunde. Da sitze ich gerade im Görlitzer Park in der Sonne, weil heute der Beton auf den Balkon geschüttet wird und drei Polen die Wohnung okkupiert haben und sich an ihrem ersten Becks des Tages freuen. Sitze also in der Sonne, sollte mich freuen und stattdessen läuft wieder der alte Film vorm inneren Auge – nicht genug Geld, zu wenig Arbeit, Unfähigkeit mir etwas Neues zu suchen. Dann wüsste ich doch ganz gern, welche Buchung da geplatzt ist (Miete? Versicherung?) und dann wieder doch nicht. Also ein schöner Sonnentag im Mai. Dann geh ich zur Arbeit mit richtig guter Laune. Und erfahre, dass mein letzter Lohn versehentlich noch nicht überwiesen worden ist. Bis die Laune wieder hochgeht dauert allerdings noch mindestens ne halbe Stunde. Und wenn es soweit ist, dann kann ich mich vielleicht sogar auf mein morgiges Date freuen.

MADONNA MACHT SICH SELBST, CELINE ERFINDET NEUE MYSTERIÖSE KRANKHEIT oder LABYRINTH-TITTIES

Heute ist wieder richtig was los bei imdb.com:

„Madonna’s multiple personalities collide in the June issue of American magazine W, which features a 58-page photo spread of the singer in provocative poses. The singer dresses up as some of her famous alter-egos, including an English horse-rider, „material girl“ and „boy toy.“ Images include her posing topless wearing fishnet stockings, -“ Bis hierher und nicht weiter. Wollen wir noch mehr von Madonna? Nein. She´s way beyond aging gracefully. Mehr Plaste als Elaste, wie Lucky schon berichtete.

„Canadian singer Celine Dion has returned to performing in Las Vegas, Nevada, after suffering from labyrinthitis – an inflammation of the inner ear which causes dizziness and a loss of balance. “ Hatte ich letztens auch wieder, Labyrinthitis. Habe ich häufiger, wenn ich mehr als drei Glas Wein trinke. Sieht besser aus als Elefantitis. Da fällt mir ein – Hatte nicht Liz Taylor auch schwere Labyrinthitis? Hyppothitis? Oder hat sie sich damals im Suff die Glatze rasieren und eine Brustwarze oben drauf tättowieren lassen? Ja, Madonna – lies das und sei neidisch, dass du nicht selbst drauf gekommen bist.