Wir sind Helden, Endlich ein Grund zur Panik. Endlich ein Grund ! Los! Panik!!
Archiv des Autors: glamourdick
PET SEMETARY
Der heutige Tag war sooooo Scheiße, dass jeder Buchstabe, der ihn beschriebe, reines Futter für die Hölle wäre. Also beschränke ich mich auf das Positive: 1.) dass der angry young assfuck mit der überdimensionierten Vorhaut heute nicht am Set war. 2.) dass ich mich heute nich in einen Sessel gesetzt habe, in dem vor mir jemand saß, der sich die Gleitcreme nicht abgewischt hat. 3.) dass ich am Set immerhin zwei Menschen habe, die ich in den Arm nehmen kann, wenn es gerade wieder richtig unzumutbar ist.

Und jetzt doch noch etwas Schönes. Eben, beim Blumen gießen dacht ich noch, was hat sich denn da merkwürdiges ausgesät? Jetzt schau ich aus dem Fenster und da wo vorhin nur Grün war, sind jetzt gelbe Blüten. Nachtkerzen!

GIVE ME ONE OF THESE MOMENTS
Beim Versuch, den Tag mit einem schönen Lied gefällig zu stimmen, wieder hinterrücks erschlagen worden.
Moments of Pleasure, Kate Bush
Some moments that I’ve had
Some moments of pleasure
I think about us lying
Lying on a beach somewhere
I think about us diving
Diving off a rock, into another moment
The case of George the Wipe
Oh God I can’t stop laughing
This sense of humour of mine
It isn’t funny at all
Oh but we sit up all night
Talking about it
Just being alive
It can really hurt
And these moments given
Are a gift from time
On a balcony in New York
It’s just started to snow
He meets us at the lift
Like Douglas Fairbanks
Waving his walking stick
But he isn’t well at all
The buildings of New York
Look just like mountains through the snow
Just being alive
It can really hurt
And these moments given
Are a gift from time
Just let us try
To give these moments back
To those we love
To those who will survive
And I can hear my mother saying
„Every old sock meets an old shoe“
Isn’t that a great saying?
„Every old sock meets an old shoe“
Here come the Hills of Time
Hey there Maureen,
Hey there Bubba,
Dancing down the aisle of a plane,
‚S Murph, playing his guitar refrain,
Hey there Teddy,
Spinning in the chair at Abbey Road,
Hey there Michael,
Do you really love me?
Hey there Bill,
D’you turn the lights up?
WIR SIND HELDEN* oder ANGEL´WINGS

(Wichtiger als der geflügelte angry young man – der rekonstruierte Luftblasenvorhang!)
Es ist ja kein Geheimnis, dass ich Marilyn liebe, aber erstmals kann ich nachvollziehen, dass sie am Set nicht sehr beliebt war: die ewigen mehrstündigen Verspätungen, das Vermasseln von Text („where Bourbon there is“, „the Bourbon where is“ usw.), sowie die konstruktiven Änderungsvorschläge – Drehteams bei Monroe-Filmen müssen Nerven wie Drahtseile gehabt haben. Auch an schwulen Porno-Sets gibt es jene jungen Rebellen, die alles besser wissen und denen die Sorgenfalte in die hübsche Stirn tätowiert steht, sobald keine Kamera läuft. Solche angry young men lenken die Sympathie von sich ab, wie der Ableiter den Blitz. Und als es heute zum Dreh der Kissenschlacht kam, fand sich unser blonder Held zu unlustig. Er beschwerte sich über die Motivation seiner Rolle – „Du bist ein Model und jetzt müsstest Du bitte posen!“ – „Also posen, nein ich weiß nicht, ich bin nicht in der Stimmung, das ist alles zu albern.“ „Ja – albern soll es sein, schließlich endet ja das Posing auch in einer Kissenschlacht!“
Aber dann stürzte der angry young man mit wirbelndem Kimono vom Set. Schade eigentlich, denn die Kissenschlachts-Szene ist mit das Beste, was wir bislang gedreht haben. So saß er auch zähneknirschend am Set und beobachtete, was er verpasst hatte bis sein Replacement kurz vorm Cumshot bat, er möge bitte den Saal verlassen „La concentration…“
Und obwohl die Stimmung am Set oft genug Bäche hinabrauscht – dem Material, das bislang entstanden ist, ist das nicht kaum anzumerken.
Nun aber zu den wichtigen Ereignissen: Neues von Bambi. Als es für ihn Zeit wurde, seine Koffer ins Taxi zu werfen, habe ich mich höflich bei ihm mit Handschlag verabschiedet. Und da war er wieder – dieser Samtblick. Vielleicht hat die Wehmut meinen Blick getrübt, aber ich meinte auch so etwas wie Trauer in seinen Rehaugen erkannt zu haben. Umso enttäuschter war ich, als es bei dem Händedruck blieb. Aber dies wäre nicht der Blog von GlamourDick, wenn nicht, wie in einer gloriosen Doris-Day-Rock-Hudson-Extravaganza, jetzt die beeindruckende dramatische Wendung käme! Fünf Minuten, nachdem ich den Raum verlassen hatt, tippte mir jemand auf die Schulter.
„I just wanted to say Thank you, Glam“, nahm mich in seine Baumstammarme, hielt mich fest und gab mir einen Kuss.“ „And when I´m in Berlin next time – I speak German.“ Also der Anfang ist ja sowas von gemacht…
So, und wenn jetzt der Burkhard zu behaupten wagt, er sei auch von San Bambi geküsst worde, glaubt ihm kein Wort. Der lügt.
Noch jemand hat uns heute verlassen – mein Lieblings-Stylist. Dirki, Du wirst mir fehlen. Du hast mit Deiner goldenen Art mehr geschimmert als all der Glitzerstaub und die Pailletten. Heiter kommt weiter, ist wirklich wahr, und Du bist der lebende Beweis.
Die guten Männer am Set sind wirklich gut (selbst die, die so Kussbehauptungen aufstellen, völlig substanzlos), und so freut und ehrt es mich natürlich sehr, dass mein Lieblings-Ausstatter wegen einer bescheidenen Einladung in die GlamourDick-Mansion seine Amerika-Reise um einen Tag verschiebt.
* Apropos Wir sind Helden. Nur soviel: Die neue Platte ist fantastisch. I take my bunny-hat off for Judith H.´s lyrics…

(Und, ja – die Federn. Die kamen nicht aus den Kissen, die haben wir dem angry young angel ausgerissen, kurz bevor wir ihn teerten.)
SELTSAM DAS WEINEN AM MORGEN UM SIEBEN
Aimee Mann, Wise up
BUNNY VAN TASSLE

Herr Burkhard (vorn, rückseitig im Handyfoto) sabbert, während Bambi (rechts angeschnitten im Bild Bambis Cousine Bumbi) ihm tief in die Augen unter den frisch gespülten Haaren blickt. Frontal links im Handyfotot sehen Sie Bunny Van Tassle, dies nur, um die Überschrift des heutigen Beitrags zu erklären.
Der Chronist hatte das Vergnügen, Herrn Bambi in die Latex-Chaps zu helfen. Ansonsten wartete der Tag mit wenig Entertainment auf, was vielleicht daran lag, dass der Stylist zum Geburtstag der Mutter abgereist war.* Dann riss auch noch jemand (ich habe eine Vermutung wer das war…) den Luftblasen-Vorhang um, an dem der amerikanische Ausstatter und Little Glammy Me drei Tage lang liebevoll und mit zunehmend wunden Fingerkuppen gearbeitet hatten um und zerstörte ihn vollkommens. Also werde ich jetzt nicht mehr weiter berichten und stattdessen Luftblasen auffädeln. Das habt Ihr nun davon.
Aber das Unterwasser-Set, das muss ich noch loswerden, das Unterwasser-Set hätte James Bidgood vor Neid erblassen lassen…**
*Vielleicht heirate ich doch lieber den Stylisten. Ich liebe Männer mit prallen Kleiderschränken. Und die ganzen Accessoires!! Ich werd wahnsinnig…
** Der amerikanische Ausstatter gefällt mir auch sehr gut. Das Luftblasen einfädeln hat uns irgendwie aneinander geschweißt. Und wenn ich jetzt noch erwähne, wo er herkommt – Niagara – dann könnt Ihr Euch schon denken – ich werd WAHNsinnig!
VATER, SIEH NUR – DIE SONNE!

Das Bild oben (thank you Frankie!) entstand noch an meiner Lieblings-Location, in der Glamourbunny Mansion, da sind wir am Freitagabend aber raus. Am Samstag: Milchdusche gefilmt, Luftblasen für die Unterwasser-Szene aufgefädelt und, wie alle anderen am Set, in den rehäugigen Spanier verknallt, der von einem afro-schwedisch-spanischen Psycho ziemlich hart rangenommen wurde. Manchmal übertreibt der liebe Gott im Fleisch-Department, zieht dann aber auch oft im gleichen Zug im Denk-Bereich Punkte ab. Auf gut Deutsch: ein solcher Schwanz wie ihn der Afro-Schwede an sich herunterbaumeln trägt, ist eigentlich nur im Porno sinnvoll. Und ein Mensch wie der wäre aufgeschmissen, wenn er nicht zumindest einen überdimensionierten Penis hätte. Weder braucht man sowas, noch braucht man sowas in sich. Also wuchs sich mein mütterliches Mitleid mit dem rehäugigen Spanier dergestalt aus, dass ich ihm eine kurze Unterbrechung seiner gar nicht mal so schlecht bezahlten Mission ermöglichte, indem ich darauf hinwies, dass er glänzte. Er kam zu mir ins Make-up-Eckchen und während ich ihm zärtlich das Gesicht mit Clinique-Produkten auffrischte, sagte er zu mir – und das müsst Ihr Euch jetzt mit so Bambiblick und ganz starkem Akzent vorstellen – „This is the best that happen to me today!“ Und ich fragend ihn angeschaut, und er: „You – what you do right now.“ Ich würde ihn sofort heiraten, aber zuvor muss ich in seiner Setcard nachschauen, ob er auch aktiv fickt. Und dann ist er auch noch Feuerwehrmann, ich werd wahnsinnig. Endlich ne neue Berufsgruppe. Ich würd ihn täglich schminken.

Oh – und bevor ich´s vergess: 10.000 Dank an bona Mala Fide – der IKAKDM-Sticker war heut in der Post.
G2

Gestern die erste Kamerafahrt: Kameramann in Rollstuhl gesetzt und rückwärts laufend die Leipziger Straße und den touristenüberwimmelten Potsdamer Platz entlang gezogen. Davor: drei glamouröse Punk-Fuckers in Pelzmänteln mit nichts drunter, Combat Boots und Sonnenbrillen.
„Wenn jetzt die Polizei kommt sag ich, wir drehen einen Boulevard-Beitrag für Satt1: er konnte noch nie seine Beine benutzen und trotzdem ist aus ihm ein prima Porno-Kameramann geworden.“
Merke: es ist dem Regisseur durchaus anzurechnen, dass er meistens „Stop“ sagte, wenn ich und Kameramann mitten auf der Kreuzung standen oder eine Frau mit Kinderwagen hinterrücks überfuhren.
MEHR FALSCHER HASE

Natascha, der Set-Hase.

Wer Pause macht, muss ein Buch lesen. Denn Lesen macht schlau! (Fast alle halten sich dran!) Hier die Namensgeberin des Set-Hasen. Wollen wirklich Roboter die hübsche Natascha verkabeln??)

Bunny´s Angels (accessories, accessories, accessories!)

Alter Hase: Dickie Darko
FUCKS BUNNY oder HELLO GORGEOUS!
Und kaum, dass am Set bekannt wurde, dass Barbra in die Waldbühne kommt (wenn sich das deutsche Publikum mit einem Kartenpreis von 890,- Euro einverstanden erklärt, that is), da haben wir spontan in die Requisitenkiste gegriffen und unsere beiden Barbra-Lieblingsfilme nachgestellt:

Ereignishorizont in „Bunny Girl“

Stylisher Stylist von dem ich nicht weiß, ob ich seinen Namen (oder dieses Bild) veröffentlichen darf, weshalb ich ihm profilaktisch meine man-eating Cavalli-Brille aufsetzte, damit diese gegebenenfalls als schwarzer Balken dienen kann, in „Bunny Lady“
Das macht uns so schnell keiner nach.