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DEAD OR ALIVE

In München kam es zu saisonal bedingten Übergriffen. Kreuzberg, bzw die Kreuzberger Straße in der die Mansion steht, blieb verschont von wildernden Kindern in Evil-Dead-Kostümen. Vermutlich wurde in Schulen und Kitas bestimmt, dass Totenköpfe politisch nicht mehr korrekt seien. Den kleinen privacy-invasion-Schocker gab es trotzdem noch, einen Tag verspätet, in Gestalt eines neuen Mitbewohners. Er sitzt jetzt im Bad. Ich mag ihn nicht. Hat jemand von Euch Erfahrung mit Mausefallen?

GLAM BEOBACHTET

– Kommunikation unter Menschen, die sich erst knapp eine Woche kennen, nicht immer einfach, weil man sich eben erst knapp eine Woche kennt.
– Glam spielt besser Beachball, egal was Mr. King behauptet. Mr King spielt dafür ansehnlicher, da mit freiem Oberkörper.
– Schweigen am Telefon nach Hören von etwas, das man nicht hören will noch immer probates Kommunikationsmittel.
– Knutschfleckabheilung bei 38jährigem Bindegewebe stark verlangsamt.
– PDA (public display of affection) ein blogtaugliches Thema. Demnächst hier.

glamourdämmerung | [rock – and roll!]

… wo war ich?. ach ja, der content. manche aufgaben sind einfach eine schuhnummer zu groß für mich. glamour halt. ich, der ich doch mehr der logisch trockene bis konstruktiv praktisch veranlagte bin stoße hier eindeutig an meine G.renzen. kann sich jemand spock beim tango vorstellen? genau …

ich bin halt mehr der typ der – während der taktischen analyse im büro vor dem ca. 2 qm großen spielplan der wm [die gruppe E ist wirklich der kracher] – beim unterbewußten nachdenken über die dinge, die ich am abend noch besorgen muß gleichzeitig aus den augenwinkeln etwas sehe und beiläufig einen zusammenhang vermute [ist der satz jetzt tatsächlich schon zu ende?]. diese fast leere cd vorratsbox und die einkaufsliste … genau! tarantulös gestochen laufe ich richtung toilette und komme mit einer rolle kackband kloopapier zurück. was soll ich sagen … das runde passt in das runde. und zwar nicht irgendwie, sondern mit diesen *ffffft*-geräusch welches nur oberflächen erzeugen, die einen millimeterbruchteil voneinander entfernt sind. für eine genauere wissenschaftliche auswertung und ausarbeitung einer theorie fehlte mir bisher die zeit, ich untersuche jedoch derzeit folgende lösungsansätze:

a) dan brown hat sich vertippt – und keiner hat’s bisher gemerkt. es ging um den da vinci kot. der gral liegt also nicht im louvre, sondern in leonardos ollem plumpskloo

b) der erfinder der cd fand, das daten eh für’n arsch sind und suchte eine entsprechende assoziation

c) es geht doch um den da vinci code. geld spielt keine „rolle“ wäre so eine verschlüsselte aussage. was man damit macht – keine ahnung …

d) der erfinder der cd hatte es satt im opel omega seiner schwiegereltern immer den hässlichen hut mit der rolle hinter sich zu wissen. er verband das praktische mit dem nützlichen, änderte das ursprünglich kleiner gedachte cd-format auf die heute vorhandene abmessung und tauschte den hut gegen eine lila angemalte cd box. sein schwiegervater kaufte darauf hin übrigens einen camaro. was dem erfinder der cd half, müssen milliarden unschuldige mit ihren überfüllten schränken und ablagen seitdem ausbaden. und das alles nur durch den wechsel vom praktisch nützlichen zur normativen kraft des faktischen. was eine einzige hülle auf dieser welt so alles bewirken kann.

naja, ich werde es jedenfalls herausfinden.
man sieht sich dann in stockholm …

weil ich ein mädchen bin

1. in berlin-mitte gibt es eine italienische gaststätte, welche trotz ihrer absoluten trendlage kein mitteopfer ist. ein wenig kreuzberg im epizentrum der angestrengten werbelässigkeit: angenehm entspannt. der prinz sucht sie gerne auf. diese gaststätte heißt mädchenitaliener.

2. vor berlin trank der prinz im niedrigprozentigen bereich ausschließlich wein, im hochprozentigen ehedem nur schottischen whisky. in berliner kneipen ist das keine gute idee: entweder man ist rotzebesoffen, bevor man was zum ficken hat sich handelseinig wird, oder es wird einem schlecht, weil der wein aus gefärbtem glykol besteht. also bier. seit kurzem gibt’s da ja auch becks gold. das mag der prinz ganz gerne und bestellt selbstironisch ein mädchenbecks.

3. nun erfährt der prinz durch beiträge anderer mitglieder dieser instant-boygroup, die glamourdick als pausenfüller engagiert hat, dass seine präferierte elektromarke als mädchencomputer gilt.

ist der prinz nun eine prinzessin? oder darf er seine geschlechtliche identität behalten?

glamourdämmerung | teil I

es hilft nix, irgendwann muß man ran. auch wenn man in der versteigerung etwas geistesabwesend nur mal kurz den arm gehoben hat, um einen alten bekannten zu grüßen. und welcher tag eignet sich da besser als … genau! (o;

[edit: psssst, nicht weiter sagen. der link funzt nicht. frau bittersweet hat da technisch was nicht so ganz astrein auf die reihe bekommen. tja, technik. das wird sicher auch wieder ein thema bei der wm. jedenfalls bin ich da voll drauf reingefallen. aber morgen wird alles besser. optimismus ist manchmal sehr hilfreich …]

[edit II: ich sach ja, heute ist alles gut! (o; ]

aber der content. puh. ausgerechnet in der woche, auf die ich beruflich mehr oder minder seit zwei jahren hin arbeite. eine million dinge im kopf, aber von glamour keine spur. das fing schon heute morgen an, als die temperaturanzeige meines wagens beeindruckende mitteleuropäische 5C° anzeigte. eindeutig eine ausreichende indikation für das einschalten des popo-grills. aber, wie gesagt, alles in allem wenig glamour an einem mittelmittelgrauen morgen ende mai

für eine exegetische rezension über das lebenswerk von bette davis wird die zeit nicht reichen und mein investigativer ehrgeiz beim recherchieren über die zusammenhänge der achzigsten geburtstage von marilyn monroe und miles davis ist stark ausgebremst. die hatten wohl wirklich nix miteinander, es sei denn, der cia hat google gesäubert. was ja bei marilyn immer nahe liegt. null treffer. gleichzusetzen mit: null glamour.

bliebe natürlich noch die option, en passant die durch jedes dorf getriebene sau des opel-bloggens [*gähn*] in die pfanne zu hauen. aber, opel und glamour? nicht wirklich. nicht heute – und auch nicht in hundert jahren. und wenn die noch so viele china-reissack-aktionen machen. das geht dann noch schneller als mit big brother. kann sich noch jemand an die zweite staffel erinnern?

und wenn das nicht alles schon wenig genug wäre: ich bin hetero. also so rein gar nicht glamourös wie ich während des studiums bei zahlreichen besuchen des csd in köln feststellen musste. da fehlt eindeutig ein gen, bzw. zwei. ich musste nämlich zusätzlich feststellen, dass die G-gen typen auch größtenteils ’ne party-kondition haben, die ihres gleichen sucht und selbst mich an die grenzen meiner durchaus robusten konstitution brachte. aber mal fernab vom G-gen: was mich seit dem ersten lesen dieses blogs fasziniert, ist neben seiner wunderbaren authentizität die tatsache, dass auf den zufallsbildern viele frauen auftauchen, denen ich – mit ausnahme der ikonen – als jugendlicher gerne mal das hirn rausgevögelt hätte begegnet wäre. ich muß allerdings zugeben, dass das nie für eine Glamour-geschichte reichen würde. es blieb – für jeden leser jetzt sicherlich überraschend – beim zeitversetzten kontakt via fernseher und videos. dennoch: der glam und ich, wir haben einen äußerst ähnlichen frauengeschmack. bemerkenswert, aber irgendwie immer noch nicht G.enug.

letzte woche habe ich allerdings eine geradezu bahnbrechende entdeckung gemacht. ich bin mir noch nicht sicher, ob ich damit das bernsteinzimmer, das nazigold oder den gral finde, aber da steckt sicher was ungeahntes hinter. der kreis zwischen computern und toiletten hat sich endlich geschlossen. wenn das mal nicht mit einer nominierung in stockholm endet …

[fortsetzung folgt]

dirty: nein.

glamourdick ist im süden. raketenprinz, timanfaya, ohbehave! und tod spango sind zu gastbeiträgen gebeten. und da nicht nur glamourdick, sondern auch der mitreisende ereignishorizont regelmäßig mit grausigen mitbewohnergeschichten aufwarten: voilà.

als der prinz nach berlin kam, gründete er eine wohngemeinschaft, in der mietkosten und politische ansichten gleichermaßen geteilt wurden. nicht geteilt wurde der kater, der war exklusiv dem mitbewohner zugeordnet. der name des mitbewohners soll ungenannt bleiben. der kater hieß gadhafi. unbekannt ist, ob der kater nach seinem charakter benannt wurde oder sich der kater seinem namen anpasste. jedenfalls war er ein dreckstück.

der mitbewohner übrigens auch. also nicht charakterlich, da waren nur die handelsüblichen macken auszumachen, sondern so ganz wahrhaftig: dreckig.
kotspuren auf der toilettenbrille, da er sich bequemerweise lieber ein wenig weiter nach hinten setzte. zähne und fingernägel in einem farbton, gegen den hornhautumbra alpinaweiß ist. und die abscheuliche angewohnheit, in vermeintlich unbeobachteten momenten den inhalt seiner mannigfaltigen hautunreinheiten, die er gekonnt mit nur zwei fingern der gleichen hand ausdrückte, umständehalber einfach sich in den mund zu stecken.

zurück zum kater: neurotisch bis zum anschlag, hatte er es auf des prinzens schlafstatt abgesehen. allerdings nicht zum schlafen, sondern zum urinieren. vorzugsweise kopfkissen. allerdings: seine eigene notdurft wurde vom mitbewohner, der ja auch zu seinem eigenen (und leider damit auch des prinzens) abort ein eher laxes hygieneverhältnis pflegte, nur unregelmäßig gewartet. olfaktorisch also ein ort, der wohl auch für katzennasen bedenklich schien.
eine gewisse coolness konnte selbst der prinz dem kater nicht gänzlich absprechen, als er neben prinzlichen kopfkissen auch den ausguss der badewanne als ausweichstätte für sich entdeckt hatte: er positionierte sich so, dass um das abflussgitter es trocken blieb. ob er das vom mitbewohner gelernt hatte, blieb dem prinzen dankenswerterweise bis heute verborgen.

als der prinz schließlich die gemeinschaft aufkündigte, hatte er eine vorliebe für klorix und wurzelbürsten entwickelt. und eine katzenhaarallergie, wenn auch nur simuliert.

heute wohnt der prinz bekanntlich mit pheerce in einer haustierfreien zone. und zieht wöchentlich eine raumpflegerin hinzu, die bei der schmutzaustreibung auch ihre ganz privaten dreckstücke herauszufordern scheint. aber gründlich.

old kid on the blog

manchmal lässt man sich auf etwas ein, das man nicht durchdacht hat.
so wie ich jetzt hier. schließlich habe ich bis dato noch nicht fremdgeschrieben –
blogtechnisch.

grundsätzlich kann ich nicht mit herrn glam´s glamour mithalten und habe mich deshalb entschieden, etwas aus meiner kargen vergangenheit zu erzählen, hoffend, dass die villa keinen irreversiblen ikea-touch erhält…(ein billy-regal zwischen den antiken venezianischen leuchtern – wo kommen wir da hin ?!)

es beginnt damit, das ich mich auf etwas einlasse, das ich nicht durchdacht habe.
kontinuität ist wichtig. zumindest in den irrungen und wirrungen.
nach dem zivildienst und mit beginn eines studiums ohne sinn und verstand, fiel mit plötzlich auf, dass ein einkommen so schlecht nicht wäre.
weil ich nie suche, sondern lediglich angebote annehme (man kann sich meine steile karriere ausmalen) folgte ich dem aufruf eines bekannten, bei einer unternehmensberatung vorstellig zu werden.

1.vorstellung (der ignoranz genannt spango)
hier muss man sagen, dass ich mir zwar keine großen gedanken um meine kompetenz machte, jedoch darauf achtete, wenigstens als gut gekleideter prollschnösel rüberzukommen (highlight: boss-slipper mit boss-schriftzug auf metallener schnalle, die 90er- ein jahrzehnt voller visueller verbrechen).
mit gegenüber meine zwei ansprechpartner: herr dr. k. (bwl´er) und herr dr. l.(physiker)
zwei gar lustige menschen, die aufgrund der empfehlung meiner person keinen hehl daraus machten, dass sie mich eigentlich schon eingestellt hatten. computerkenntnisse – insbesondere bezüglich datenbanken, hatte ich einfach mal bejaht.

2.klarstellung (der realitäten)
ich besaß aber seinerzeit gar keinen computer. deshalb wollte mich ein freund in die geheimnisse von word und access einweihen. den kursus brach ich aufgrund fataler langeweile ab. so erschien ich denn am ersten tag – gestählt durch einen fünfzehnminütigen einblick in windows. auf den monitoren verbreiteten sich zahlen- und buchstabenkolonnen fremdester art und ich schaute angestrengt auf die codierung und drückte dumpf ein paar tasten. herr dr. k. gefiel diese „selbständige“ arbeitsweise und beschwor mich, mir weiter selbst ein bild „des projektes“ zu machen. ich verbrachte auf diese art sieben stunden in reger erstarrung. bemüht ein stoisches gesicht arbeitsamer aufmerksamkeit aufzusetzen. die schnöde alliteration addierter schmerzenslaute entsprachen auch der behände kriechenden panik in meinem innern. dennoch war ich bestrebt, meine strategie fortzusetzen: augen auf und rein in den fettnapf. doch nichts geschah. obwohl ich wirklich nichts machte, klopfte mir herr dr. l. sogar einmal anerkennend auf die schulter. anzügliches zwinkern inklusive. der stolz über meine gelungene täuschung, aus der not ohnmächtiger überschätzung geboren, ließ die panik zurückkriechen. zufrieden verzog ich erstmalig mein gesicht zu einem trägen lächeln. herr dr. k. erschien, kündigte den feierabend an und bat mich, die computer herunterzufahren. schwupps, da war sie wieder: die panik. nur zehnmal stärker. meine schläfen pochten, der innere schweinehund wollte nach draußen. ich suchte nach einem ausweg. grund: ich hatte nicht die leiseste ahnung, wie ich diese maschinen aus der hölle abstellen sollte. schweißgebadet kehrte ich nickend in die starre zurück und wartete ab. dr. k. besuchte die nasszelle. das war meine einzige chance: ich packte meine sachen und rannte richtung freiheit. ohne ein wort des abschieds floh ich in meine kleine welt kindischer verantwortungslosigkeit (in der ich mich bis jetzt sehr wohl fühle).

3.einstellung (erkenntnis durch erfahrung)
trotz meines dämlichen verhaltens erschien ich am nächsten tag. natürlich hatte ich mir zwischenzeitlich erklären lassen, wie computer zum schweigen gebracht werden können. überraschenderweise waren die beiden doktoren wenig irritiert. dr. k. hatte die notwendigen maßnahmen selbst ergriffen, dabei kaum notiz von meiner fahnenflucht genommen. es kann von vorteil sein, mit eher nüchternen menschen zusammenzuarbeiten. der spass hat dann drei monate gedauert. übrigens verfahre ich bis heute nach diesem muster. erkenntnis ist mir auf der arbeitsebene ein graus. ich mache es einfach. panikattacken inklusive. nicht aus selbstüberschätzung oder draufgängertum. einfach aus bewusster unüberlegtheit und der unbewussten lust am scheitern.

der raketenprinz hat schon nach dem rechten geschaut. dafür bin ich sehr dankbar. so musste ich nur mal flugs stoßlüften und kann das mansion in kompetentere hände abgeben.

für die anstehende deutschlandtournee der blogboy-group möchte darum bitten, bei den tanzchoreographien auf allzuviele drehfiguren zu verzichten, da meine lendenwirbelsäule sehr anfällig ist.

MONEY CHANGES EVERYTHING

Ein dicker Brief von der Bank ist nicht schlimm, heißt Kontoauszüge, kann man getrost geschlossen in die 2006er Ablage schieben. Ein dünner Brief ist schlimm, heißt „Buchung konnte mangels Deckung nicht ausgeführt werden.“ Macht Arbeit und ein flaues Gefühl. Die dünnen Briefe kommen immer freitags, damit man das Wochenende auf der richtigen Note beginnt. Heute auch.
Ich leide ja unter einer seltsamen Retardwirkung. Meine Laune verschlimmert sich nicht sofort, sondern immer zeitverzögert. Früher waren das manchmal Tage, mittlerweile ist es eine viertel Stunde. Da sitze ich gerade im Görlitzer Park in der Sonne, weil heute der Beton auf den Balkon geschüttet wird und drei Polen die Wohnung okkupiert haben und sich an ihrem ersten Becks des Tages freuen. Sitze also in der Sonne, sollte mich freuen und stattdessen läuft wieder der alte Film vorm inneren Auge – nicht genug Geld, zu wenig Arbeit, Unfähigkeit mir etwas Neues zu suchen. Dann wüsste ich doch ganz gern, welche Buchung da geplatzt ist (Miete? Versicherung?) und dann wieder doch nicht. Also ein schöner Sonnentag im Mai. Dann geh ich zur Arbeit mit richtig guter Laune. Und erfahre, dass mein letzter Lohn versehentlich noch nicht überwiesen worden ist. Bis die Laune wieder hochgeht dauert allerdings noch mindestens ne halbe Stunde. Und wenn es soweit ist, dann kann ich mich vielleicht sogar auf mein morgiges Date freuen.