Archiv der Kategorie: Lessons in Glam

FEEN LAUERN VOR CARACAS oder RIM vs TAN

Wache mit Ständer auf. Die Art Ständer, die nur sagen will „Geh pissen“, was ich dann auch tue, denke beim Pissen an die Steuer und den Tan-Block, was für ein blödes Wort, so TAAAAAN, pisssss, dann leise zurück ins Schlafzimmer, Bett, Halbschlaf, schon hell draußen, aber noch frühmorgenhell, das Bett ist warm, schon wieder Ständer, aber zu müde, um mich darum zu kümmern, schade, denn hinter geschlossenen Augen sehe ich den M. in einer ganz bezaubernden Verrenkung, wie ich ihn greife, an mich heranziehe, lecke, das ging gefühlte Stunden und es war kein Ende abzusehen, natürlich kam es irgendwann, wir kamen, aber dieser lange lange Moment des Eindringens, nachfühlen, das Spüren, meine Hände, die seine Unterseite Oberschenkel massieren und dann zum Arsch wandern, das Atmen, Zunge, Finger, sein fetter Schwanz (sorry, aber so ist es – unverschämt dicker Schwanz, aber nicht überdimensioniert lang, ein echter Charakterschwanz) mit einem Tropfen fast durchsichtigen Faerie-Spermas oben drauf, im Sein sein. Der Unterschied zwischen Sex und Liebe machen. Unforgettable.

Jetzt aber Steuer zahlen.

PRIDE AND JUSTICE

„Und, B., überlass doch bitte die Verhandlung mit den Fernsehleuten in Zukunft Glam. Der weiß, wie man das macht.“

Und zwei Anwälte nicken. Aber stimmt. Hatte ich beinahe vergessen.

HURRY, IT´S LOVELY HERE!

Eine Stadt der Weicheier. Leere Straßen, Samstag morgen um 10. Das bisschen Regen hält mich doch nicht davon ab, zum Hollaender zu fahren und die erste Frühlingsgarnitur für den Balkon zu holen. Ein Dutzend weiterer Hartgesottener schiebt ebenfalls ihre Schubkarren vor sich her und füllt sie mit Farben. Kräftiges Orange, seidiges Pink, Blume-der-Romantik blau. Ein Regenbruch geht auf die Halle nieder und ich denke nur „Hey buds below – up is where to grow…“ Der Tag der ersten Pflanzung ist heilig. Das ist der letzte Tag des Winters. Und dieser war schlimm, sehr sehr schlimm.
Ich buddele in den Blumenkästen, reiße alte tote Wurzeln aus, streue Hufspäne (Geruch meiner Kindheit, mein Großvater war Hufschmied). Der Anblick der Pflanzen erfreut schon, wenn sie da noch in ihren Plastikgefängissen stehen. Donatella Versace rotiert in ihrer Totenbett-Sonnenliege, weil ich zur Gartenarbeit eine mit Nieten übersäte Versace-Weste trage, die sonst nämlich gar nicht mehr geht, aber wäre schade drum. Im Nieselregen entledige ich mich der toten Erde, mische Dünger unter die frische, setze die Pflänzchen, gedenke meiner Lieblingsgroßtante. Mit einem Prosecco Red Bull stoße ich mit mir selbst auf sie an: Here´s to you, Rosa. Green thumbs up, Spring is here.

And sprinkling some Faerie-dust in the air, blowing it all the way south with the melody of a happy spring birthday.

FINDING FAIRIELAND

„Normally we can´t see fairiefolk and trolls. They generate a cloaking aura called GLAMOUR.“

(Hellboy 2)

Und ich möchte als Erfahrungswert hinzufügen, dass ihre Kommunikationsform auf einer ganz reizenden Frequenz stattfindet, die man als Sex ohne Fortpflanzungswunsch bezeichnen kann. Stellen Sie sich die funkelnde Regenbogensupernova vor, die die Beteiligten umgibt. That´s Glam. Fairiefuckorama. Mmmmmmm. Mehr!

AUSTRALIA XXL

Eigentlich ist es ja Pilcher, wenn Nicole Kidman die Farm ihres ermordetenen Mannes auf Vordermann bingen, und dafür erst einmal das Rauhbein Hugh Jackmann für sich gewinnen muss. Wie sie dann entschlossen und mit Unterstützung ihrer Sklaven Neger Aboriginies Hausangestellten eine Kuh-Herde durchs Outback treibt, um so dem bösen Großgrundbesitzer und Kuhdieb eins auszuwischen. Ein ganz netter Film für den Muttertag wäre das. Aber dann sind da die pornografischen Titten von Hugh Jackmann, die entzückende Albernheit des Intros. Die wunderbaren Verweise auf den „Wizard of Oz“, die Leuchtkraft der Bilder, die aus „Australia“ eben „Australia“machen. Ein kräftig fettes Opus, das einen glamourös um den Finger wickelt. Ein Film wie ein Kontinent, vergleichbar mit „Giants“, nur verspielter. Und man wird „Somewhere over the Rainbow“ noch einmal ganz ganz neu hören. Kaufen!