
Und sie hat wieder alles richtig gemacht!

Und ein klitzekleines bisschen ärgere ich mich jetzt doch, dass ich nicht dabei war. Because I love to cry at weddings.

Und sie hat wieder alles richtig gemacht!

Und ein klitzekleines bisschen ärgere ich mich jetzt doch, dass ich nicht dabei war. Because I love to cry at weddings.
…Deine Hochzeit soll ja ganz nett gewesen sein. Hier war auch schön. Das erzähl ich Dir jetzt mal: Während Du Deinen Jungesellinnenpartyrausch bekämpft hast und Dich in Dein Hochzeitskleid hast einschweißen lassen war ich mit Lobster-Lucky auf dem Wasser, was sehr schön war, da außer uns und dieser Kuratorin, die jeden Tag einmal durch den See schwimmt, so dass ich mich immer frage „was macht die Frau im Winter?“keine Deutschen da waren. Ein babylonisches Sprachfetzengewabere. Und die Landsmänner waren bei Public V. Ewing in Dallas.
Dann schnell aufs Straßenfest, wo uns Frau Engl über den Weg gelaufen ist und wir einen freudvollen Abend im Rinnstein verbrachten. Dann wollte mir jemand einen blonden Rasta aufschwatzen, was ganz gut war, denn so lernte ich dessen Begleitung kennen, der ein sehr versierter Küsser war. Und während freundliche Polizisten mit den Herren der BSR tratschten hatte ich eine tolle Zeit mit einem jungen Mann. Siehst also Nicole, es war ganz gut, dass ich nicht bei Dir war, denn so konnte ich gestern Alkohol trinken, Drogen nehmen, über Tom reden und heute darüber schreiben. Hoffe bei Euch hat alles geklappt und Herr Kid hat nicht alles vereitelt. Der Piratin ist ihre Sydney-Tasse runtergefallen. Kannst Du ihr bitte eine neue mitbringen? Ganz lieb, Danke. Und denkst Du an meine Schlüpfer?*
Okay Frau Urban. Soweit zu mir und Berlin. Und puh – heiß ist´s!
Allet Jute Dir und dem Countryboy.
Glamourös weitermachen!
Dein Glammy
*Vielleicht vermessen, aber wenn Du auf dem Rückflug einen davon trägst könnte ich den super bei Ebay versteigern und mir einen Swimming Pool anbauen. Nur so ne Idee.
danke für die Einladung. Besser spät als nie. Haben eigentlich alle Gäste den 12-seitigen Partyvertrag unterzeichnen müssen? Glaubst Du wirklich, dass ich diese lange Reise in angriff nehme, wenn ich mich verpflichten muss
a – das Alkohol- und Drogenverbot auf der Party zuz respektieren
b – das Thema Tom mit keinem Wort zu erwähnen
c – statt Geschenke mitzubringen für Charities zu spenden. (Ich bin gerade nicht so bei Kasse und hatte euch zwei Hübschen ein Brandenburger Tor aus Wäscheklammern gebastelt. Aber wenn du das nicht willst…)
d – und jetzt kommt´s: MIT NIEMANDEM ÜBER DIE HOCHZEIT ZU REDEN.
Nicole, wirklich. Du kennst mich. Ich quatsche über alles. Und dann schreibe ich es auf und veröffentliche es hier. Dafür mochtest Du mich früher. Un jetzt soll ich mein Blog zensieren, weil Du im Alter immer kapriziöser wirst? Nicole, ehrlich nicht. Dann tut´s mir eben Leid. Grüß mir Keith und die anderen. Wenn Du auf dem Rückflug halt machen möchtest (um Dich zu entschuldigen z.B.), komm ruhig vorbei. Und könntest Du vorher bei den Süßen von Aussiebum vorbeischauen? Ich hab da eine Bestellung, von der ich nicht möchte, dass sie im Zoll hängenbleibt. So, Nicole, ich nehm´s Dir nicht übel. Feiert schön! Ich geh aufen Schlachtensee. Kannst Du eigentlich paddeln?
ich habe jetzt extra meine Dienste getauscht und gestern eine Doppelschicht gearbeitet. Jetzt habe ich also ab sofort Wochenende. Aber die Einladung ist immer noch nicht da und ich wundere mich doch ein wenig, weil ich lese, dass die anderen Gäste schon auf dem Weg sind. Was hat denn da nicht geklappt? Ich möchte gar nicht erwägen, daran zu denken, dass Du mich auf eine Liste mit Tom gesetzt hast. Jahre lang war ich Dir ein treuer Freund und jetzt reicht es nicht einmal für eine Hochzeitseinladung? Ich weiß, dass du diesen Blog junkiemäßig liest und hoffe, Du überdenkst Deine Entscheidung, wenn diese Zeilen von Deinen exquisiten Augen verzehrt werden. Vielleicht war auch alles nur ein Irrtum? Schick den Jet, dann ist aller verziehen. Sogar „The Interpreter“.

… dann würde ich IMMER rote Lackmäntelchen tragen. Man muss das Beste aus sich herausholen. Und das erzähle ich, weil mir kürzlich wieder einfiel, dass ich eines Nachts in Neukoelln tatsächlich von einem Kleinwüchsigen im roten Mantel verfolgt wurde. Okay, vielleicht nicht verfolgt, aber er ging hinter mir. A once in a lifetime thing I hope.

„Nobody messes with a dwarf in a red rain coat!“
(Zwerg 1: „Don´t look now“, Nicholas Roeg, 1973. Im Bild Adelina Poerio, Donald Sutherland. Zwerg 2: „Unconditional love“, P.J. Hogan, 2002. Im Bild: Kathy Bates, Meredith Eaton, Rupert Everett)
(Ca. 3 min.)
Dazu habe ich zuletzt in den Dünen von Es Cavallet getanzt. What a way to start the day! Put your white dresses on, Babies!
(Ca. 4.40 Min.)
Ich liebe die Filme von P.J. Hogan. „Muriel´s Wedding“, „Unconditional Love“, „Peter Pan“ und vor allem nach wie vor und wahrscheinlich für immer „My Best Friend´s Wedding“. Rupert göttlich, Julia abknutsch-und-umarm-divine, Cameron in ihrer Sternstunde und Dermot Mulroney kurz davor.
In „MBFW“ geht es Vivian (Julia) darum, ihren besten Freund Michael (Dermot) davon abzubringen, little-chocolate-covered-Kimmy (Cameron Diaz) zu ehelichen, weil Vivian selbst ihre Liebe für ihn festgestellt hat. Vivian und Michael hatten vor ihrer Freundschaft eine kurze Affäre und einer der Trennungsgründe war, dass Vivian überhaupt nicht auf PDA (public displays of affection) stand. Oder wie sie es, sich schüttelnd, bezeichnet „that icky love stuff“.
Ich habe Vivian immer verstanden. Es ist nicht so, dass ich mit meiner Tasche zuschlage oder mein Mobiltelefon werfe, wenn ich händchenhaltende Pärchen sehe, aber bei Zungenküssen und Fummeleien sowie Händen, die sich tief in Kleidungsstücke senken – freilich in der Öffentlichkeit – bekomme ich Würgreiz und frage mich, ob diese Menschen kein Zuhause haben, wo sie ihren Tatschereien unbeobachtet nachgehen können. Ja, für jemanden, der eine Zeit lang sein Dasein im Schatten der Porno-Industrie fristete, bin ich sehr, sehr prüde.
Vorgestern im Görlitzer Park-Café friere ich leicht ein, als sich eine frisch vertraute Hand mein (ziemlich weites) Hosenbein emportastet. Konsterniert schaue ich mich um, ob wir beobachtet werden, nein, Gott sei Dank. Gerade möchte ich etwas Pfiffiges, Frisches, perlend Unterhaltendes sagen, wie ich das so gewohnt bin, da senkt sich ein Mund auf den meinen und beginnt gekonnt zu küssen, was ja sehr angenehm ist, weshalb man sich besser darauf einlässt, was ich dann auch prompt tue. Die Hand in der Hose nähert sich Regionen, die sichtbar anschwellen können und dies auch gerade tun, weshalb ich sie mit Nachdruck fortschiebe, die Hand. Da ist auch schon mein Ohrläppchen in einem Mund verschwunden, während sich eine rechte Hand mein T-Shirt hochschiebt. Ich muss dem jungen Mann Einhalt gebieten. Jetzt bettet er sich mit dem Kopf auf meinen Schoß, liegt erst auf dem Rücken, dann bäuchlings und gerade als die Kellnerin mit den Getränke kommt könnte es für sie so aussehen, als bekäme ich bei hellichtem Tag auf der bevölkerten Terrasse einen geblasen.
„Die Jugend von heute – ts ts ts“ möchte ich ihr zuraunen, lächele aber nur gequält und überlege, ob es meine internalisierte Homophobie ist, die ich gerade auf mein Empfinden projiziere. Wahrscheinlich. Und lehne mich innerlich zurück und lasse den jungen Mann gewähren. Schließlich kann es auch nicht schaden, mal homosexuell aufzutreten in Zeiten wie diesen.
(Und trotzdem gehört es sich nicht.)
P.S.: Was ist heute eigentlich bei blogger.de los, dass ich keine Seite öffnen kann?
Ich habe mir mal einen Mantel gekauft, weil er mir ein Haus war. Er war kamelfarben und sehr groß und weit und von dem italienischen Desigern-Duo, das ich so schätze. Ein anderer Mantel, schwarz und schmal vom schwedischen Fabrikantenhaus mit den vielen Filialen (Vielialen?) ist mir ein Sportwagen in Gestalt eines schnittigen Vampirs.
Und vor ein paar Tagen war mir der Bedarf groß nach einer Sonnenbrille, die ich bewohnen kann, die mich beherbergt. Manchmal muss man die Tür abschließen können, die Fenster der Seele verdunkeln. (Meine Freundin Silke kann nur in vollständig abgedunkelten Zimmern schlafen, weshalb sie einen Vorrat blickdichter schwarzer Müllsäcke mit sich zu führen pflegt, die Fenster zu verkleben, wenn sie auf Reisen ist. Ich hatte ihr für einen Glamourdick Mansion-Aufenthalt einmal selbst Mülltüten gekauft, aber – nicht blickdicht. So mussten die Mülltüten ihrer Zweckentfremdung entbehren und endeten Müll vertütend, Silke bekam von mir die Schlafmaske eines niederländischen Flugunternehmens.)
Und so lief ich durch den Regen mit Ringen unter den Augen und Sonnenbrand auf der Stirn und in einem hafennah gelegenen Sonnenbrillenparadies wohnten unzählige Sonnenbrillen in Käfighaltung, ihrer Befreiung entgegenfiebernd. Einige der Brillen waren T-shirts, andere Heißluftballons, manche auch Konfetti. Ich probierte mich durch´s Sortiment und dann hatte ich plötzlich ein auf der Nase – mein neues Haus. Mit breiten Bügeln, die ein Balkenwerk sind und mich stützen. Mit dunklen braunen Gläsern, die mich schützen, das Licht der Welt sanft tönen. Versöhnlich. Am nächsten Tag schien dann auch prompt wieder die Sonne.


Es gibt auch durchaus stylishe Schlafbrillen. Aber Miss Golightly ist ohnehin ein wandelndes schimmerndes glamourplosives Stilkraftwerk. Die konnte als Pelz einen lebenden Kater tragen! (Ich wollte den Satz eigentlich in Yunioshi-Deutsch schreiben, aber dann wäre aus „schimmernd“ „schimmelnd“ geworden. Und das tue ich Audrey nicht an. Bei Grace Kelly wäre ich nicht so zögerlich gewesen. Eat your heart out Gracia Serpentina, you didn´t have style, you only had fashions.) Ich fantasiere allerdings immer noch, wie „Breakfast at Tiffany´s“ wohl ausgesehen hätte, wenn er, wie von Capote gewollt, mit Marilyn besetzt worden wäre. But still. I love Audrey in that part. The way she sings „Moon river“ – I am melting in the sun. Judy´s Ole Man und Audrey´s Moon River sind die zwei Fluss-Songs, die mir das Herz brechen.
Letztens auch nochmal „Roman Holiday“ gesehen. Be. Zau. Bernd. In „Wait untill dark“ ist sie auch fantastisch. Ohmygod, die Szene wenn die Kühlschranktür aufgeht… „Sabrina“ – na ja. „The Unforgiven“ – der einzige Western, den ich je mochte (wenn man von „River of no return“ absieht, und den mochte ich nur aus Marilynoyalität. Und „Misfits“ zählt hier jetzt nicht als Western.) „Two for the Road“ – einer meiner Lieblingsfilme – Finney, Hepburn und die geilsten Givenchyroben- und Brillen. Die OHRringe? Do I sound gay? Oh well, guess I am. As in Glam. Givenchy hat für Audrey ganz zarte Falsies in die Brustpartie ihrer Kleider eingearbeitet. Und Givenchy hat mir mein Lieblingsparfum beschert. Givenchy pour Homme. Wenn Ihr wissen wollt, wie ich rieche wenn ich aus der Dusche komme, jetzt ist es raus.

The essence of grace, the essence of glam. Before the destroyed glam look (in pop-culture) was even thought of it was shock-de-frozen from reality by Capote: a glorious wreckage of a girl. Miss Holly Golightly. Poe´s Lulamae. Poise and style and slightly. Mysterious. Bruises. „Breakfast at Tiffany´s“ hat Glam übrigens gelesen als er 11 war. Sein erstes Erwachsenenbuch. Gefolgt von „Tess of the D´Urbervilles“ und „Marilyn Monroe intim“ (verfasst von ihrer New Yorker Haushälterin Lena Pepitone). Is it any wonder?