Archiv der Kategorie: Lessons in Glam

SOME THINGS ARE INEVITABLE oder BELINDA C. HAT GUTEN MÄNNERGESCHMACK

„Join Rufus this New Year’s Eve for an evening of French entertainment!
Rufus will be helping Belinda Carlisle host „Deck the Hall: Paris a Go-Go- New Year’s Eve in Paris.“ The stage of the Walt Disney Concert Hall in Los Angeles will be transformed into a French cabaret and Rufus will be singing some French songs as well as some with a French theme in keeping with the evening’s festivities!“

Source: www.rufuswainwright.com

Rufus und Belinda – yes, yesss, YESSSS!

And I did get weak, when Mr. T.W., the God you see Belinda adore here, held my hand. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich heute aus Geschichtengeiz nicht erzähle. Die müsst Ihr Euch verdienen. Und selbst dann behalte ich sie vielleicht für mich.

IMMERHIN EIN GUTER GRUND 2007 MITGEMACHT ZU HABEN

When the rocket ships all fall
And the bridges, they all buckle
And everybody’s packing up their station wagons
There’s a number you can call, like a breast that you can suckle
And we quietly will exit as it all is happening again

‚Cause there’s a river running underground
Underneath the town towards the sea
That only I know all about
On which from this city we can flee
On which from this city we can flee

(Rechts hinten erwischt man dann und wann einen Blick auf das Sterntalerlein -nein, nicht das pummelige Mädchen. dahinter-und dessen eigenwillige Beinarbeit.)

BLICK ZURÜCK IN GLAM oder REMEMBER THE MAGIC POWER OF THE VIOLET GARD-HAARSPRAY????

Inspired by Daily Ivy und Schwadroneuse. Die gegenwärtige Mode versucht ja, uns die 80er schön zu reden. In manchen Fällen gelingt das. Ich mag den Anblick dünner Jungs in Zigarettenhosen und das tröstet mich darüber hinweg, dass ich im gleichen Outfit in der einzigen Stretchjeans, die sich in meinen Schrank verirrt hat, Kommentar wie „geiler Arsch, Glam“ bekomme. Pressen Sie mal überflüssiges erschlafftes Bindegewebe in so eine Jeans-Architketur – der Anblick ist nicht retro sondern Polenporno. Oder, wie man aus Birnen Äpfel macht. Dabei ist das Abhandensein von Backenwölbung ja der gängige Look und mir mangelt es an Disziplin, mich herunter zu hungern.
Die Achtziger hatten aber nicht nur schicke schmale Hosen. Und anders als heute, was man verdrängt, gingen diese Hosen meist bis über den Bauchnabel. Darüber trug man dann etwas kastenförmiges, to be a little edgy, vermutlich. Desweiteren: uncoole Plastiksonnenbrillen. Für Mädchen waren die 80er insofern toll, als dass man sich die Haare nie waschen und glattföhnen musste. Man toupierte jeden Tag etwas mehr, zupfte einige Strähnen heraus und gelte sie ein, schlang ein altes Kopftuch um den Schädel und war Madonna. Das dachte sich auch eine Zwergin, die mit dem folgenden musikalischen Beitrag einen Mega-Hit landete. Das Video zeigt auch noch ein weiteres Übel der 80er auf – den EXTENDED DISCO DANCE SUPER REMIX. Sowie unterbezahlte Komparsen, die in Video-Clips türkisches Kino nachahmen durften. Im Missverhältnis zu der überbordende Extendabilität einer kleinen Melodie stand die Choreografie. Hier eine Geste, ein mysteriöser Blick aus dem Halbprofil, da eine gehaltene Pose, von der Kamera zu lange eingefangen, das reichte. Man musste keine Backstreet Boy-Schule aufgesucht zu haben, um ein Star zu werden. Doch sehen Sie nun selbst meine beiden liebsten musikalischen Erinnerungen an die 80er, zwei Schlager, die in Polen noch täglich im Radio gespielt werden. Immer wieder. Hintereinander.

Und ein noch schöneres Beispiel, meine ABSOLUTE Lieblingschoreographie, die ich immer wieder gerne vorführe, auch am eigenen Leib im entsprechenden Trend-Outfil:

Ich liebe es, wenn sie bei „we are strong“ nochmal wie aasende Zombies, die sich aus dem Thriller-Video zur Benatar verirrt hatten, um die Ecke preschen. Und Sie könnnen sich vorstellen, dass ich Wochen nach dem ersten Betrachten dieses Clips total bedeutungsschwanger durch Gänge gepirscht bin. Mit einem intensivem Blick und einem entschlossenen Zug um den Mund. So. Jetzt hab ich eigentlich Lust auf Monster Ronson. Und warum fallen mir die beiden Leder-Schwuchteln am U-Bahnhof erst heute auf???

GLAM UND DAS STOCKHOLM-SYNDROM oder MUSIK FÜR FORTGESCHRITTENE oder STRICTLY NOT FOR THE ASSHOLE-SHAVERS

Es fing ja eigentlich an wie ein ganz normaler Samstag. Ausschlafen, Haare pflegen, Putzen, amerikanische Nachbarin treffen, Essen vergessen. Aber dann. Es wird Euch nicht gefallen. Ihr dachtet, Ihr seid mit Rufus aus dem Gröbsten raus. Doch schon kommt die neueste Glamour-Obsession. Devendra Banhart. Erwischt. Wie kann es sein, dass ich den erst jetzt entdecke??? Konnte nämlich nicht auf die bei Amazon bestellte Platte warten und habe mir also den Vorgänger „Cripple Crow“ bei Itunes gekauft. Die letzte Platte, die mich so umgehauen hat war „Want one“, vor ca zwei Jahren. Jetzt begreift Ihr das Ausmaß. 22 Songs, die sich entfalten wie eine herausragende Kurzgeschichtensammlung von Joyce Carol Oates, die einen gefangen nimmt. Und dann verliebt man sich in den Entführer. Ich jetzt, innen, vom Gefühl: ganz folkigpsychedelisch und möchte wohlkingende Worte mit Teekerzen schreiben während der warme Wüstenwind die nachtschwarzen Satinvorhänge verwegen verweht und man einen Blick auf Catalina erhält und das Gespenst von Ramon Novarro oder Rod La Rocque kurz am Kaminsims verweilt und mysteriös zwinkert.
Und dann bricht er die Stimmung wieder mit etwas so herausfordernd Durchgeknalltem wie diesem:

I know, it takes courage to adore it, but give it a try. I´ve been dancing all afternoon.

DICK´S ARK oder GLAMMYWOOD

Mein erster Asiate und mein erster Inder*. Hätt ich das vorher gewusst, er wäre nicht der Erste gewesen, der Inder.

*Ja, Inder sind auch Asiaten. Aber you know, just to get you the rainbow-colour-picture. (Und trotzdem stammt das Regenbogen-Pride-Symbol nicht von Flittchen wie mir, sondern vom „Wizard of Oz“.)

SCHOOL FOR SCANDAL oder GLAM: THE EARLY YEARS

Stylebitch-Darling-Sweetiebitch*, mein drittletzter Neuzugang in der Blogrolle hat eine schöne Idee für mich. Bruce bei Heidi ersetzen. Erst mal Hut ab vor Bruce – ersetzen kann man den nicht. Der hat eine neue Farbe ins Fernsehen gebracht. Ich meine nicht noir-noir, ich meine, – aber Ihr kennt ihn ja. Gorgeous funky sexy dramababy. He´s a Lady. And a Gent. Wenn ich ihn in schmal geschnittenen Anzügen sehe – aber lassen wir das, dieser Text wird genug peinliche Geständnisse liefern. Ich würde Bruce also nicht ersetzen können, aber ich hätte auch ein paar lustige Ideen für die Mädels. Essay writing. Stilkunde. Wochenendseminar „Hollywood Icons“. Sprachtraining. Und – natürlich am Geilsten – GRUP. PEN. DY. NA. MIK. Ich habe es noch nicht verraten und es ist schon fast nicht mehr wahr, so lange ist das her, aber, Bloggerinnen und Blogger, Ihr kommentiert hier nicht nur bei einem Magister der Anglistik, sondern auch bei einem halteteuchfest – EX-MODEL!!! Kaum Älter als Lindsey Whatshername entdeckte man mich nämlich in einer Berliner Discothek, überzeugte mich, auf einer Bühne eine Art unsexuelle Selbstpräsentation vorzuführen und beschenkte mich daraufhin mit etwas, wozu man heute tausende von Realschülerinnen prügeln, prellen und verpetzen muss. Einem fundierten Model-Training. Der dubiose Verein Die Model-Schule bot einen einjährigen Kurs an. Ein Jahr Abendschule quasi. Morgens lernte ich an der Uni alles Wissenswerte über anglistische Linguistik und abends brachte man mir bei, wie ich mich beispielsweise für schwarzweiß-Aufnahmen schminken sollte (niemals dunkelroten Lippenstift verwenden!). Desweiteren lernte ich sprechen, laufen, tanzen, posieren. Was soll ich sagen – I. Was. A. Natural. Wir hatten unzählige Fächer in dieser schönen kleinen Schule, für die alle anderen Teilnehmer ein kleines Vermögen hinblätterten, nur ich nicht, ich hatte ja gewonnen. Mein Lieblingsfach neben dem, was man Jahre später als Vogueing betiteln würde, war bezeichnet mit dem Begriff „Gruppendynamik“. Es war nichts anderes als ein Haifischkurs. Wir lernten zunächst Vertrauen, dann das Brechen desselben. Mit nichts anderem als ehrlichen Worten. Hier entdeckte ich manch schlummerndes Talent in mir. Ich stellte fest, dass ich mich in erzeugten Spannungssituationen verbal und emotional intelligent recht gut durchsetzen konnte, insbesonders unter Menschen, die mir in der emotionalen Intelligenz nicht gewachsen waren. Ich hatte sogar ein Talent zur Intrige, was an den ganzen Bette-Davis-Filmen lag, die ich mir damals spät in der Nacht auf Videocassette anschaute. Unsere Gruppendynamik-Sessions begannen mit einem Dutzend Teilnehmern. Wie in dem Agatha Christie-Krimi „10 kleine Afor-Engländer“ waren zum Schluss noch drei Teilnehmer übrig. Der Gruppenleiter, eine Hartnäckige-mit-allen-Wassern-Gewaschene und little moi. Die anderen hatten die Flucht angetreten. Dummerweise, und ich betone noch einmal, dass es sich sich hier um eine wahre, wegen der Uhrzeit sehr verkürzt erzählte Geschichte handelt, hatte das Ausscheidungsprinzip dann eine negative Rückwirkung auf das Ausbildungs-Etablissement. Es waren zu viele Mitschüler mit offenen Rechnungen ausgeschieden. So bin ich denn heute auch kein Diplom-Model a.D., sondern eine ungewollte Schulabbrecherin. Ob man mich mit solch fragwürdigen Credentials bei Heidi akzeptiert? Ich zweifle daran. Und sehe auch keine rechte Motivation, wo das Lockenköpchen Boris auch nicht mehr dabei ist. Mit wem soll ich denn in den Pausen auf Heidis Schminktisch koksen Erfolg und Misserfolg meiner Lämmlein diskutieren?? Ich glaube Heidi muss ohne mich auskommen. Es sei denn sie sucht demnächst das männliche Supermodel. Dann kann sie mich anrufen. Heidi – liest Du mit? You and me are practically twins! I was a model too and only recently dated a famous black singer, Billy Holiday. I speak American English with only the slightest German accent and I have many intelligent fans all over the blogsphere. I have Glam, I have Dick, I´m a born entertainer and would love to get the Douglas contract once they´re through with you. Plus I know all Victoria´s secrets! You can get the Lindy Toys account from me. Love ya, Honey.

Sorry folks – never mind the typos, this should have been more opulent, but it´s early and I´m off to work.

*Ein reizendes Kind, das höchstens mal seine Blogrolle überarbeiten müsste.

STUPID IGNORANT SELFCENTERED FUCK-BLOGGAZ

An dieser Stelle steht eigentlich ein kleiner böser vorwurfsvoller Text zum Thema Ignoranz, den ich dann doch nicht veröffentliche, weil man den Kotzbrocken im Leben manchmal einfach keinen Raum schenken darf. Any publicity is good publicity for some. And about some people, everything you need to know about them has been said already. Ad nauseam. You just got to know where to look for it.