Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

Und, ja –

ich treffe dumme Entscheidungen. Aber wenn ich intelligent wäre, dann wär ich jetzt Atomphysiker oder irgendwas anderes Nutzbringendes. Auch langweilig.

END OF AN ERA

„Back in the day, we became writers through the laying on of hands. Some teacher who we worshipped touched our shoulder, and this benediction saw us through a hundred defeats. And then an editor smiled on us and wrote us a check and our babies got shoes.“

(…)

„Self-publishing will destroy the aura of martyrdom that writers have enjoyed for centuries. Tortured geniuses, rejected by publishers, etc., etc. If you publish yourself, this doesn’t work anymore, alas.“

Source, gefunden bei Stephen Duffy.

Und wahr. Es ist zwar schön jeden Tag ins Netz zu schreiben, aber es ist auch sehr schön, mal einen Scheck in die Hand gedrückt zu bekommen. Und die drei klein geschriebenen Buchstaben verleihen einen größeren Nimbus als wenn da „book on demand“ draufsteht. I´m all for real books.

DE TROP

Ich will mir eigentlich keine Gedanken machen, ob ich für andere erträglich bin. Deshalb bin ich ja vor 20 Jahren aus dem Kaff weg. Um gemeinnützig unerträglich zu sein. Und das bleibe ich. If you don´t like „too much“, go for less. I love you, but I love myself, too.

VICTIMS

Zwei Tage durchgeweint. Die Augen so zu, dass ein zu Ende Lesen nicht möglich war. Ich schäme mich nicht, ich habe schon als Kind für Marilyn geweint, als ich von ihrem Ende erfuhr.
„Es sind immer die sensiblen, schönen Seelen, die von unserer Gesellschaft kaputt gemacht werden“, hatte mir eine ebenfalls Insässige vor ein paar Jahren in der psychosomatischen Klinik ins Gesicht gesagt. Und da musste ich auch weinen, damals für mich.

Heute werde ich mich mit Kartoffeln schälen erden. Sinnlose Happy go lucky-Musik hören. Und der Poster-Boy, der mir jeden Tag beim Schreiben zuschaut, der wird´s mir nicht übel nehmen, weil er ja weiß, dass an seinem Platz in meinem kreativen Pantheon nicht zu rütteln ist. (Was ihn nicht davon abhält, sich immer wieder bemerkbar zu machen, zuletzt mit einer Parfum-Probe „Jean Paul Gaultier“, das müssen Sie jetzt aber nicht verstehen).

Für einen Namenskollegen hatte ich geschrieben „Matthew, Matthew – there´s something you have never seen – when I cry over you, my eyes turn green.“

Also wundern Sie sich heute abend nicht über meine Augenfarbe und Form. I´ll still be your favourite Queen. In Kelly-green.

NAKED BEFORE YOU

Wenn der Juni naht, ist es im Hause Glam höchste Zeit, die Haarfarbe zu korrigieren, schließlich gilt es, Marilyn zu huldigen, ich kann nicht glücklich Geburtstag feiern, wenn ich vier cm dunklen Ansatz habe. Der Wage- oder Übermut führte dann dazu, dass wir neben den Ansätzen, die hervorragend das neue Elsie-Marina-Blond zogen, den Bart mit der bewährten Shoe-shine-Technik colorierten. Schlimmstenfalls würde der rot werden – Barthaare sind ja, wie Schamhaare, farbresistenter, aber ein roter Bart zu Elsie-Marina-Blond ist schicker, als ein braun-weiß-melierter. (Ich gerate nach meinem Vater, was die Ergrauung angeht. Nicht grau, sondern schlohweiß.) Was wir nicht ahnen konnten, war die Farbresistenz der weißen Haare. Die braunen Barthaare nahmen nämlich die Farbe ganz wunderbar an, die weißen jedoch blieben einfach weiß. Ein paar Weingläser mutiger tat ich dann etwas, was ich mindestens zehn Jahre nicht getan habe. Und wenn man zehn Jahre zum Teil Goatee, als das hip war, dann drei-bis-sieben-Tage und auch mal Rauschebart (der sieht an Devendra einfach besser aus) getragen hat und dann auf einmal in den Spiegel schaut und das Gesicht ist splitterfasernackt, dann ist das in etwa so, wie wenn man sich den Schädel rasiert und am Hinterkopf eine mysteriöse 666-Tattoo entdeckt hätte. Gewöhnungsbedürftig. Ein wenig bestürzend.

Sehen wir´s positiv: Mr. Frankie, I´m ready for Jeraldine´s close up.

the new OPTIMISM

„If Photoshop can turn Madonna into 30 year old Madonna, why shouldn´t it be possible to turn you, Glam, into Greta Garbo´s stand in?“ he asks with much sincerity. And I? I believe him! It´s the new optimism! Repeat: The new OPTIMISM. You should get some of that, too. It´s a little insane, but delicious.

IT´S COMING FOR ME THROUGH THE SLEEP! (Help me Darling, help me please!)

Auf die massiv gute Nachricht von gestern noch immer keine emotionale Reaktion, so wenig war ich darauf vorbereitet, so sehr hatte ich mich gewappnet, das Gegenteil zu hören. Vielleicht familiär-bedingt: meine Familie hat auch nicht besonders emotional reagiert, als ich ihr mitteilte, dass ich von nun an den Namen meines Vaters, mit meinem kombiniert, als Quasi-Pseudonym verwenden würde. Dann aber, im Schlaf, bzw Schlafwandel: gestern abend im richtigen Bett eingeschlafen, heute morgen im falschen Bett aufgewacht. Froh, dass die Mitbewohnerin, von der ich so wenig schreibe, weil alles wunderbar läuft, gerade nicht in der Stadt ist.

Beim Schreiben der Überschrift (immer nach Verfassen des Beitrags), setzt dann plötzlich etwas ein.

LUFTZEICHEN

Es ist so eine Zwischenzeit, in der es sich schwebt, während Entscheidungen getroffen werden oder auch nicht, man weiß es nicht, man kann es auch nicht beeinflussen, also bleibt es einem, nichts zu tun, als zu schweben. Nicht das Schlechteste, wenn man im Schweben sich aufs Fliegen freut und auch vor dem Boden keine Angst hat, nicht, dass es einen da wieder hinzieht.

GLAMMY KOMA

Kompletter Filmriss zwischen ich sitze mit Kitty K. im Auto und jetzt, viele mehrere einige keine Ahnung Stunden später. Immerhin zwischendrin irgendwann einen Kessel Buntes gewaschen. Aber immerhin jetzt nicht so mit kollabieren und Drogen und so wie andere Leute. Nur Frühling und Frühstück beim Strike.