And just when I thought, dass der Transgeniale Christopher Street Day in meiner hassgeliebten Oranienstraße (seit einiger Zeit 30er Zone) vermutlich nicht ohne die ganzen Pride-Touristen auskommen würde – es war knackiger und voller, bunter und lustiger als in den vergangenen Jahren, wo alle schon hackedicht waren, wenn man am Nachmittag mal flanieren ging, und nicht mal mehr die Augenlider geschweige-denn-den-Disco-Stick hochbekommen hätten. Goes to show, dass die letztwöchige große Kommerzveranstaltung Berlin Pride-Day, die insofern ihre Berechtigung hat, als dass Friseure aus Neubrandenburg auch mal in Stilettos losstiefeln können, ohne auf die Fresse zu bekommen, völlig losgelöst stattfindet von unserem Faerie-Anarcho-Krawallschachtel-Stolz. Bin ich. Mächtig. IKAKDM.
P.S.: Lucky, nicht erschrecken. Alle Karten und der Autoschlüssel – chez
moi.
Off topic.
Fuck you Florence, komm endlich nach Berlin. Es ist SOMMER!
Hier nochmal in nüchtern und mit einem atemberaubenden Diana-Blick ganz zum Schluss. Heart you, Florence!
Wenn man wochentags, auch wenn man am nächsten Tag frei genommen hat, wenn man wochennachts nach dem zweiten Film eigentlich schon todmüde ist, muss man sich natürlich ganz genau überlegen, wo und was man noch machen will. Sauna? Die vernünftige ist teuer weit weg und kostet teuer Eintritt. Was, wenn man nach 10 Minuten einschläft? Roses hat man eh schon abgehakt, nett da, aber es geht ja gerade ums Ficken, nicht um´s Anbaggern. Bei den Romeos waren drei in der näheren Auswahl, aber alle, obwohl mit „Sex“-Tag online, zu müde. Yeah well, Penner. Um es unfein auszudrücken – für jeden von ihnen hatte ich heute drei Schwänze im Mund. Zwei von denen, bzw die Männer, die daran hingen, gefielen mir ausgesprochen gut. Einen davon hab ich zum Orgasmus gebracht und er hat sich sehr süß bedankt. Er ist sehr schön gekommen, so mit Kopf im Nacken, Becken nach vorne und einem erlösten Ahhh! Sein Schwanz war fett, wohlgeformt und wohlschmeckend. Anders als die anderen Cruiser war er fast vollständig nackt, ein schönes Zeichen – er hat sich voll drauf eingelassen. Und mit einer innigen Umarmung, einem Kuss und „Danke“ verabschiedet, nicht ohne vorher nochmal seinen klebrigen Schwanz über meinen Unterleib gerieben zu haben. Sweet!
Die anderen waren Schmuck. Einer im TV-Raum, der, anders als der Rest des Ladens sehr hell ist, wegen des Stupido-Pornorama, das dort läuft. Da ging´s mir mehr darum zu zeigen, dass ich da bin. Hat geklappt.
Station danach war diese bizarre Art von Fick-Kuschelecke vor der ganz dunklen Cruising-Area. Da habe ich mich gebückt, eine geraucht, in die Bierlache, die ich vorher versehentlich ausgelöst hatte, die Hose hinten weit genug runter gezogen, um zu zeigen, dass ich nen roten Jock trage, also wirklich obszön weit runter die Hose. Hat auch geklappt.
Und der zweite, der sich wirklich gekümmert hat, hatte weiche Haare, war einen Kopf kleiner als ich und hat nicht nur versiert geblasen, sondern eben auch das Nebenprogramm beherrscht, das in dieser Art von Laden ein Extra ist. Brustwarzen geleckt und geteast. Finger zwischen den Arschbacken tanzen lassen, er machte sich auf den Weg für Poppers und Gleitmittel – ich stellte fest, dass sich um uns rum ein gaffender Kreis gebildet hatte, holte mir einen runter – showmäßig, einmal mehr froh ein Spritzer und kein Träufler zu sein und ließ die Jungs unter sich.
Dann wollte ich mir gern in einem der 24h-Shops in Kreuzkoelln noch ein Bier holen, da ich zuvor auf Cola unterwegs war, aber die 24h-Shops hatten zu. Aber es war noch eins im Kühlschrank.
Bisschen off topic aber apropos „roter Billardtisch“ und Glam – ein bisschen Glam rock:
Das Spiel Deutschland gegen ich weiß nicht wen auch, aber das ist ja nix Neues. Diese charmante Prinzessin hätte ich mir doch schon gern vor dem Traualtar angeschaut, aber tic toc, Schreiben war wichtiger. Nachdem mein Tagespensum abgearbeitet war, eine schwulenfeindliche Komöde, die ich namentlich nicht erwähne, weil sie es nicht wert ist, und dann in eine wirklich schöne Doku über europäische Prinzessinnen gezappt und hängen geblieben. Dianas Hertbreak-Story ging direkt in Camilla über – das ging so gar nicht, aber Mette Marit ist mir ans Herz gewachsen und ich freu mich immer, wenn ich Königin Margarethe von Dänemark sehe. Tatsächlich schrieb ich, während Silvias Tochter den Bund schloss, über zwei andere nordische Königinnen – Christine und Greta G.
Ich vergesse immer wieder, wie krass mein Buch ab S. 250 abgeht, nicht dass es davor tempoarm wäre, aber kaum, dass die Sache mit dem Fuchs passiert – Jeeesus. Ich habe schon beim Schreiben Entzugserscheinungen bekommen, die sind mir ans und ins Herz gewachsen, es fällt schwer, heute die Arbeit zum Ende zu bringen. But that was the point. Neben der einen größeren Änderungen gab es zwei Szenen, die schon gut waren, die aber jetzt scheinen wie zwei Supernovas. Dank Kate Bush und Dank Laura Leighton, die mit einem Kurzauftritt geehrt wird. Wo V.K.L. drauf steht wird Glam drin sein.
Anders als angekündigt, sind heute nicht bewölkte 12°, ich sitze draußen, die Sonne scheint, ich schaue in gemischtes Grün, hab das Haus für mich, trinke Kaffee statt Tee und rauche zuviel. Vögel zwitschern, und nach einer erfrischenden Dusche mache ich mich heute, vielleicht zum letzten Mal, auf den Weg ins Turmzimmer, wo es das eine oder andere besondere Ereignis geben wird. I´m a little scared. But so are my protagonists.
Da hinten kommt eine fette schwarze Wolke, aber das Buch in einem Frühlingsregen fertig zu stellen, das wäre vermutlich genau das Richtige.
Es war zwar sehr schmeichelhaft, einen Tag lang ein Rising Star in den lokalen Blauen Seiten zu sein, aber es hat mich auch geschätzte dreißig Seiten Text gekostet, den ich nicht in Form von Romanüberarbeitung abgearbeitet, sondern im Diskurs mit diversen Herren verbracht habe. Im Moment kann ich noch ganz bestimmt sagen, dass ich das heutige Date nur dann wahrnehmen werde, wenn ich disziplinierte 100 Seiten schaffe. Zum Nachmittag hin meldet sich dann aber vermutlich wieder die böse eigensinnige Fee, die auf den schlimmen Namen Libido getauft wurde. (Wer hat sich das bloß ausgedacht?) Es fiele leichter, ihre Ordern zu folgen, wenn sie einen schöneren Namen hätte. Nimsy-Fixy beispielsweise. Oder Wanda Huhre.
Off toppic
CHERRY CHERRY BOOM BOOM
Ein Rat an den geschätzten Kollegen: take her to a Rummelplatz, sit her in an autoscooter and POKE HER FACE. Ga ga ohh lala!
(Aber ich bin mit Lady Gaga ähnlich zerrissen. Einerseits Hut ab, andererseits Fresse stopfen. Ihre Lieder sind nicht so dumm wie es den Anschein hat, aber es ist diese säuglingsgefällige humpta-humpta-Produktion, die so Karrusselfahrtauglich ist. Aber dann fällt mir ein – last night I dreamt of San Pedro. It all seems like yesterday, not far away. If I took a holiday it would be so nice.)
Es macht die ganze Zeit „pling“ – und ich fühle mich ein bisschen wie Mr. H. in Berlin, nur bin ich eben Glam im Harz und die Anfragen kommen nicht von lockigen Adonissen oder Mittzwanzigern mit asymmetrischen Frisuren, sondern von Herren mit kopflosen Profilen in ihren Pornopoesiealben, wo schlechte Witze gecopypastet sind und die Interpunktion selbst mir auf den Magen schlägt.
Aber ich bin ja auch zum Schreiben hier und das war schon gestern ein echtes Vergnügen.
(Was tut man den Kurieren hier ins Futter? Testosteron und Anabolika? Ups – Porno! Und das war schon der zweite!)
… wenn man dort das Leben verflossener Affären verfolgen kann, die ihre Schwänze längst woanders schwingen, dabei auch noch unverschämt gut aussehen. Warum man überhaupt eine verflossene Affäre befriendet? (Es geht einem wohl gerade zu gut?) Wann ist man, ohne dass es sich irgendwie angekündigt hätte, in die Latino-Falle getappt??? Latinos, bei denen es sich nicht einmal um Schauspieler oder Tierärzte handelte? Kannte man das südamerikanische Temperament nicht schon aus den Leidensberichten anderer Verirrter? Es muss der Moment gewesen sein, in dem die Erinnerung an den besten Sex in diesem Jahrtausend zur Wichsvorlage umfunktioniert wurde, so dass man etwas länger was davon hatte.
Warnung: Bestien lauern vor Caracas!
(And I wouldn´t want to miss it for the world, would do him over and over again – ahhhh. Ich muss mir sofort seine Fotos ansehen. Fuck Facebook. Fuckdoublefuckbook.)
War er kaum zurück und ich kaum wach, fragte er, ob wir nicht weiter „Glee“ schauen könnten. Ein Blick aus dem Fenster.
„I´d love to“.
Im Bett frühstückend den jungen Menschen beim Singen zugeschaut, noch ne Kanne Tee, dann Zugverbindungen rausgesucht.
„14.08 oder 15.37 Uhr?
„If I take the 15 Uhr we can still watch two episodes, right?“
Noch ne Kanne Tee.
Am Hauptbahnhof erfahren, dass es für den 15 Uhr-Zug keine Platzreservierungen mehr gibt. Sieben Stunden stehen scheinen keine gute Idee nach einer durchfeierten Nacht. Eine Stunde später geht ein Zug mit zwei mal umsteigen, aber immerhin. (Zeitfenster zum Umsteigen in M. – 4 Minuten.) Ich bin nicht der einizge, der vor Reisen angespannt ist, merke ich. Der ICE rauscht ein, Abschiedskuss. Etwas leer verlasse ich den Bahnhof und bin froh, als in diesem Moment Rakete anruft. Gleich danach eine SMS, er hat einen Platz mit Steckdose und freut sich. Smooches and Love. Eine viertel Stunde später sitze ich mit Rakete bei Sarah Wiener, wo die Eismaschine kaputt ist, also trinke ich meinen Prosecco ohne. Wir reden über das, was passierte, während wir uns nicht gesehen haben. Über unseren momentanen Stand in der Welt. Gerade als wir beim Thema „in unserem Alter“ sind, die erste Reisestatus-SMS – der Zug steht. Während ich von der einzigartigen Emotionsplattform berichte, die sich einstellt, wenn man blutjunge, hochattraktive, hochintelligente Männer zum Freund hat. Und sich vergleicht. Und was das mit einem tut. Die nächste SMS, der Zug steht immer noch. Das Telefon klingelt und es ist mir schon ein bisschen peinlich, aber es ist die Pornoqueen und wenig später sitzt sie mit uns am Tisch. Die Themenkreise werden etwas leichter, zumal das junge-Männer-Thema wegfällt, da sie einen mitgebracht hat. Um 18h schließt man bei Wieners, schade. Rakete hat einen Sporttermin, ob ich mit der Pornoqueen Essen gehen möchte? Aber es lässt mir gerade keine Ruhe, ob Mr. H. eventuell in M. feststeckt.
„Danke, aber ich fahre nach Hause und checke mal Zugverbindungen.“
Finde einen Anschlusszug, gebe ihm die Koordinaten durch und stehe in der leeren Wohnung. Erleichtert stelle ich fest, dass es noch zwei Folgen „Glee“ gibt und lege mich wieder ins ungemachte Bett. Wie man sich bettet.
würde ich eigentlich gern den Einzigen anrufen, der für die Situation Verständnis hätte, aber das hat sich butterbrotschmiermäßig immer sowas von gerächt, da bleib ich halt allein damit.
Frühstück. Richtiggehend aufstehen und Toast toasten, Tee und eine Ibuprofen, Erdnussbutter und Heidelbeermarmelade. Das erste Mal in Jahren, habe ich doch morgens nie Appetit. Es lag an den zwei Zügen aus dieser Sonderzigarette, wirklich nicht meine Droge, merke ich schon währenddessen und noch jetzt ist das Licht mir zu hell und die Ibu kickt noch nicht, und ich sehe mich noch außer Stande, den Vertrag zu unterzeichnen und meine Steuernummer einzutragen, mit so zittrigen Händen. Das mach ich später, wenn ich mich etwas würdevoller fühle.