„So, I had this boyfriend who kept saying „I can´t deal with this – I can´t deal with this“ when we were havig an argument. And that really makes it hard to find the solution for a problem or just discuss an issue.“
„He left you?“
„Yeah.“
„And you had to deal with that.“
„Yeah.“
„Sometimes it IS hard to deal with it.“
„Yeah. True.“
Archiv der Kategorie: Glam gruebelt
IT AIN´T OVER TILL IT´S OVER
Die kleine Frau, die zu langsam geht, die von hinten schon sehr italienisch aussieht und dann ganz mediterran strahlt, als ich ihr die Tür aufhalte, nachdem ich sie überholt habe. Das „Bitte nicht rauchen“-Schild im Markthallen-Aldi und die Tatsache, dass dort der 6-Euro-Chablis immer noch vorrätig ist, weil´s wirklich die cheapste Hood ist. „Bitte nicht trinken“-Schilder gibt es keine. Auf dem Rückweg kauf ich einen stylishen Ramsch-Hocker für 15 Euro, der in meiner Wohnung plötzlich viel zu maskulin aussieht. (Chrom, schwarzes Leder, Rrrrramon! Rrrrraaaamonnnnnnn!) Aber jetzt müssen Dinner-Gäste in der abschüssigen Küche nicht mehr Richtung Regal wegrollen, weil es eine Alternative zum Leo-Bürostuhl gibt. Wobei das eigentlich immer ganz süß war, wenn die plötzlich vom Tisch wegrollten.
Kurz vor der Feuerwehr, nur so aus dem Augenwinkel, ein Mann mit Hund, der telefoniert, der Mann, mit fire-engine-rotem Nagellack, der Mann, an dem Vorne seiner Finger. Nein, ich weiß natürlich nicht, mit wem der Mann mit dem Hund und dem Nagellack telefoniert, ich habe keine Röntgen-Ohren.
Ich bekomme ganze zwei bewundernde Blicke für den Hocker. Kann aber auch sein, dass denen meine Doggie-Bag gefällt, in der sich Aldi-Chablis mit Aldi-Soja-Schnitzeln aufhält und mit Aldi-Erbsen-und-Möhrchen-sehr-fein. Ich hab Erbsen und Möhrchen wiederentdeckt. Konserven! Erbsen: hatte ich aus Faulheit vor kurzem in die Mausefalle gegeben. Wochenlag blieb die Erbse unangerührt. Heute schaue ich – Falle heil, Erbse weg. Und schau so den Boden entlang, und da liegt vor der Spüle die völlig vertrocknete Erbse, am Besten hätte die olle Scheißmaus noch nen Zettel dazu gelegt: „Nicht mit mir, nicht. Nicht mit mir“.
Im Flur so´n – funky smell. Roomie hat gefeiert. Ich weiß nicht, ob Sie das kennen, aber ich find das sehr beruhigend, wenn man die funky smells von jemandem okay findet. Es gibt ja Leute, wo einen das zum Kotzen bringt.
Belinda singt immerzu „Hey, girl – listen up – no use drinking from that broken cup“, und ich versteh´s ja. Aber Belinda war ja auch mal ne ganz schlimme Koksnase, und dann muss ich das ja nicht Ernst nehmen. Mal kucken, ob der Chablis schon kalt ist.

TO BE OR NOT TO BE ALONE, that is the question
Für jemanden, der selbstbestimmt lebt, sich ungern reinreden lässt und viele Sachen lieber selber und alleine macht, weil er anderen die Kompetenz abspricht, bin ich sehr – ahem – neugierig auf das heutige Therapiespräch. Ich möchte nicht selbst entscheiden, ob ich ab Montag arbeitsfähig sein werde. Die Kompetenz über diese Entscheidung gebe ich lieber ab. (Natürlich wird dann alles doch wieder ganz anders laufen und ich werde mir die Frage sebst beantworten können. Therapie halt.)
(Und als mir vorhin einfiel, dass ich heute einen Termin habe wurde mir auf einmal ganz stressig, was einerseits zeigt, dass ich noch nicht ausreichend entspannt bin, andererseits aber auch bedeuten könnte, dass ich mich in meiner Abkapselung phobisch selbst bestätige – sekundärer Krankheitsgewinn nennt man das.)
(Und liest Kim Morgan hier mit? Sie hat auf Facebook ein reizendes Bild von Ramon Novarro gepostet.)
ZWISCHENZEIT
Eine Woche ohne Arbeit. Ein Buchcover gebastelt. Der Dichterbrief. Und Fragmentarische Themen fliegen mir zu. Novarro in Berlin. Wordsworth in Goslar. Weiß nicht, wo das hinführen wird, oder soll, aber ich kann mir für jetzt gerade nichts Besseres vorstellen, als weiterlesen und zwischendurch immer mal wieder an den Mac für einen Faktencheck, oder um ein Gesicht zu einer Person zu bekommen, über die ich gerade lese. Noch drei Tage. (Sonntag ist Steuer.) Und heute ist endlich das Januar-Vanity Fair in der Post.
„Oh – that´s you. With dark hair.“ (Nein, nicht Justin Bieber. Johnny Depp.)
PLAN C, here we go now
Elf Stunden Schlaf, angenehme Träume. Draußen eine Sonnenfinsternis, die man nicht sieht und beachtliche Stille. Die Ärztin befand mich für ruhebedürftig, diese Woche hat lediglich ein Grobziel: Entspannung. Und kaum bin ich mir dessen bewusst – kommt etwas, das in meinem Fall nie unter Druck kommt: eine Idee. Die Idee für Plan C., falls Plan B. scheitern sollte. Und so wird dieser Dienstag mit Ramon Novarros Biographie verbracht, zu der ich zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas schreiben werde, und mit dem Verfassen eines Dichterbriefes. Liebe Frau XY, Sie sind eine der maßgeblichen Musen für meinen Roman. Wollen wir nicht ein Foto machen? Und Frankie – Lust mit mir an einem Dummy-Cover zu basteln und gegebenenfalls einen Autor, ein Buch und eine Legende zu fotografieren?
WHILE SHE WAS OUT/ WHILE HE IS OUT
Eigentlich hatte ich mir ja Filme ausleihen wollen, nicht kaufen, was mir nur zum Teil gelang. „Moon“ und diesen Killer-Film mit Ashton Kutcher brauchen Sie nicht schauen – die besten Szenen sind im Trailer, die restlichen 88 Minuten wirklich nur ermüdend, das einzig Schöne – Ashton Kutcher. „Moon“ kann ich wenig zu sagen, ich hab nach einer halben Stunde aufgegeben.
Aber dann hatten sie „While she was out“ für 3 Euro zu verkaufen, und das tat mir so Leid, da hab ich ihn befreit, zumal die Ausgabe über Special Features verfügt, anders als meine amerikanische Fassung. Die Nachbarin angerufen und dann den besten Weihnachtsfilm aller Zeiten gemeinsam angeschaut, und , wie immer – sehr geliebt. Das ist ja gewissermaßen ein Märchenfilm, erkannte die amerikanische Nachbarin völlig zutreffend. Wobei das rote Mützchen durch eine rote Werkzeugkiste ersetzt wird und der böse Wolf vier Kleinstadt-Jungs sind. Außerdem gibt es eine Referenz an Marilyns mörderische Großmutter Della Monroe. Und die genialste Symapthieführung ever – man bekommt selbst als Zuschauer ein bisschen Stockholm-Syndrom und Lukas Haas hat etwas, was Ashton Kutch abgeht. Edge und eine Prise Irrsinn, die man auch in den Behind-the-scenes-Interviews spürt. Eine Dosis Irrsinn ist auch Kim Basinger nicht fremd, und als Method-Actress zaubert sie ihn an die Oberfläche, wie es kaum eine andere Schauspielerin könnte. Selten sind in einer Filmfigur Verletzlichkeit und Härte so virtuos zusammenkomponiert worden. Eine Frau, die angesichts der Umstände wimmert und schluchzt, dass es einen nerven könnte, wäre das nicht so schrecklich realistisch inszeniert und gespielt. Jedes Augenzwinkern, jede Sorgenfalte, jedes Zittern der Mundwinkel ist von großer Wahrhaftigkeit. Es gibt nicht viele, die das können.
While I am still out: Die Frage, ob ich gerade arbeitsfähig bin, soll nachher meine Hausärztin beantworten, ich kann das nicht beurteilen. Ich vermute, um etwas Stabilität zurück zu bekommen, brauche ich zunächst Ruhe. Auch wenn es absurderweise schwer fällt, nicht arbeiten zu gehen. In den vergangenen Monaten waren es fast immer Mini-Auslöser, die mich over the edge schickten. Okay, manchmal waren meine Ausbrüche auch gerechtfertigt, aber allem zu Grunde liegt ein Burn-out, und auch, wenn es sich falsch anfühlt, nicht zu arbeiten, braucht mein Geist eine Verschnaufspause. Auf dass er mir wieder kompetent zur Verfügung stehe, some day, hopefully soon, und vielleicht sogar Raum entsteht für einen kreativen Gedanken oder zwei. But this is for the doctor to decide, meine Urteilsfähigkeit ist gerade etwas eingeschränkt. I am a bit out of it, but I´ll be back.
GEH SCHLAFEN, 10, ich wünsch Dir eine gute Nacht.
Nein, ich werde nicht dem Jahr die Schuld geben. Es hatte schließlich auch schöne Momente. Well, nicht „schließlich“ im Sinne von „in den das Jahr abschließenden“ Tagen. Die hatten es noch mal in sich, mehr Drama, als ein Mensch (und eine Familie, und ein Freundeskreis und eine Notaufnahme) eigentlich braucht. Aber, finden wir uns damit ab, keine Höhen ohne Tiefen. Dennoch werde ich mein Bestes tun, im nächsten Jahr, um eine bisschen mehr Equilibrium zu finden, auch auf die Gefahr hin, dass das für Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dann langweilig wird. Und den Anfang mache ich, indem ich heute mit dem Arsch und dem Rest Mensch, der dranhängt, zu Hause bleibe. Meine verschnupfte Nase bleibt heute Einbahnstraße. Das Roses muss anderen Trinkern pinkfarbene Drinks spendieren. Die eisigen Bürgersteige müssen sich jemand anderen suchen, der auf ihnen rumglitscht und sich auf ihnen von Fremden mit bösen Absichten ansprechen lässt.
Tschüss, 10. Danke für vieles, fuck you für vorgestern. Unter anderem.
FACING THE FACTS
Dass man vermutlich nur dann auf einen grünen Zweig kommt, wenn man auf eine Tanne wichst.
3 NOT SO EASY PIECES OF 2010
Schiebe den Jahresrückblick immer wieder von mir weg, weil die Kapazitäten, sich an den Anfang ges Jahres zu erinnern, kaum vorhanden sind. Das Airen-Hegemann-Drama hätte ich rückblickend wahrscheinlich vergessen, kämen da nicht ab und an noch Klicks vom Rolling Stone-Artikel. Wen es interessiert – er und ich haben keinen Kontakt, vielleicht „gerade“, vielleicht „mehr“. Das war ein mehrwöchiger Hurricane, der seine Spuren hinterließ. Die Familie Airen ist, soweit ich weiß, wieder in Mexico; Ullstein hat ohne großes Zeremoniell „Strobo“ als Taschenbuch nachgeliefert. Kam mir ein bisschen verschämt vor, so als reine Pflichterfüllung. Hegemann? Who cares what she´s doing. Sammelt vermutlich Material bei Twitter.
Von der Randfigur im literarischen Skandal mit Artikel in der FAZ zum eigenen Roman-Vertrag kam es dann im Juli, ein Meilenstein für mich. Der erste Roman aus meiner Hand, auf dem auch mein Name stehen wird. Im Februar 2012.
„Willst Du nicht was RICHTIGES schreiben? Statt Schauerromane?“ hatte mich Airen mal gefragt.
Vielleicht irgendwann mal, momentan fühle ich mich in dem Genre ganz wohl und ich finde es befreiender, NICHT im Romanform über mein Leben zu schreiben, dafür hab ich ja das Blog. Und so aufregend ist meine Leben gerade nicht, Abstürze haben für mich keinen literarischen Wert sondern sind nur Vorspiel für Depression und Panik. Die schreib ich so weg, um sie loszuwerden, nicht weil ich sie für wertvoll halte. Die Faszination am Absturz ist vielleicht lediglich, dass man mit sich selbst in der ungehemmtesten Version konfrontiert wird. Und am Ende mit den Konsequenzen leben muss. Den gleichen Effekt erreicht man bei mir aber auch einfach, indem man mir die Nachtruhe raubt, dann bin ich genau so roh und edgy.
Nach dem Beischlafdiebstahl setzte wieder eine Serie von Verunsicherungen ein, die mich veranlasste, die Therapie wieder aufzunehmen. Manchmal denke ich, ich hätte es einfach aussitzen können, aber dann gibt es wieder Therapiemomente wo ich merke, dass es sich lohnt.
Mit der Arbeit am Roman hatte ich zu exakt der Zeit begonnen, als sich die aktuelle Lebenssituation ergab, in der keinerlei Sicherheiten mehr vorhanden sind – finanziell oder emotional. Mein einziges Kapital IST der Roman, und was für ein sicheres Kapital das ist, brauche ich Ihnen nicht zu erklären. Mit der Veröffentlichung, hoffe ich, schließt sich der Kreis und ich kann neu durchstarten, es gilt, noch 13 Monate zu überbrücken.
Also, rückblickend – Skandal, Roman, Therapie. Als ich mal den Namen GlamourDick ersann, dachte ich eher an Designerkleidung, Exzess und an ein Leben mehr so wie im Musical. Immerhin dann und wann ein bisschen Evita auf dem Balkon und Elephant Love Medley in der Küche. Und der alte Dolce-Mantel geht auch immer noch. 2010 war also etwas besser als die Jahre davor, aber es war nicht genug. Glam will mehr. Soviel zu meinen Vorsätzen für 2011.
THE GLAM WHO STOLE CHRISTMAS
Die Familie ist in der Kirche und ich bereite das Christmas Dinner vor. Als ich eine Schale aus dem Schrank nehme, fällt auch gleich ein Eierbecher mit heraus und zerbricht auf dem Küchentresen. Ich kehre die Scherben zusammen und lasse sie liegen, damit ich nicht vergesse meiner Schwester von meinem Unfall zu berichten und sie nach dem Herstellernamen zu fragen, damit ich den Eierbecher ersetzen kann.
Natürlich vergesse ich es dann doch, zu erwähnen, und sie sieht die Scherben, bevor ich etwas sagen kann.
„Oh NEIN – der schöne Eierbecher“
„Ach, hatte ich vergessen, den ersetze ich natürlich – ich hatte ihn extra nicht weggeworfen, damit ich drank denke.“
„Weißt Du wie teuer der war?“
„Das ist doch egal, ich ersetze ihn Dir.“
„Nein, so meinte ich das gar nicht, den musst Du nicht ersetzen. Wenn mir das selbst passiert wäre, dann würde ich den auch nicht nachkaufen aber ich hab den runtergesetzt gefunden, und ich würde mir sonst sowas Teures gar nicht kaufen.“
„Ich sagte doch – ich ersetze ihn.“
„Nein, Du musst ihn aber nicht ersetzen.“
„Ich möchte ihn aber gern ersetzen“ damit endlich das Thema vom Tisch ist. „Ich weiß, wie es ist, wenn einem ein Lieblingsstück kaputt gemacht wird. Als meine Mitbewohnerin die Waechtersbach zertrümmert hat war ich auch sauer.“
„Ich bin aber nicht sauer, nur-„
„Ich möchte Dich einfach nur bitten, mir den Hersteller aufzuschreiben.“
Eine Stunde später.
„Und, Glam, es tut mir Leid, wie ich Dich auf den Eierbecher angesprochen habe. Und Du brauchst ihn mir selbstverständlich NICHT zu ersetzen.“
Beim Abschied.
„Und wegen dem Eierbecher-„
Als wir zurück im Haus meiner Eltern sind, fange ich an zu heulen. Berechtigt fragen sie, was denn eigentlich los sei.
„Wenn sie einmal mehr den Eierbecher angesprochen hätte, dann hätte ich dort schon geheult. Wie kann sie mich den ganzen Abend immer wieder darauf ansprechen?“
„Aber das ist doch eine Lappalie!“
„Das ist keine Lappalie, wenn man schon total zermürbt ist von Hochsaison, ständigem Stress, ich wollte einfach einen schönen Abend und nicht die ganze Zeit hören, dass ich etwas Wertvolles kaputt gemacht habe. Und sie hätte nach dem ersten „Ich ersetze ihn“ aufhören können, dann hätte es vielleicht noch ne Chance gegeben. Dass das eigentlich kein Grund zum Heulen ist, weiß ich auch, aber es hilft ja nichts, die Chancen, dass Weihnachten mit der Familie zum Refugium oder zur Katastrophe werden: 50:50. Dieses Mal also Katastrophe. Wie, um den Ball weiterzugeben wächst sich meine Heulattacke zum Beichtstuhl aus. Ausverkauf. Alles muss raus. So, jetzt weine nicht nur ich. Dann fällt ein böses Wort, nein – nicht Eierbecher -und
„Das reicht. Ich bleib nicht bis zum Sonntag. Ich fahre morgen.“
Der Wecker klingelt um 6.00. Ziemlich dunkel. Und da ist diese dicke Eisschicht auf meinem Wagen. Daran hat sich auch um 7.00 nichts geändert. Ich schäme mich für meinen Ausbruch, dann aber auch wieder nicht. Irgendwann mittendrin habe ich versucht zu erklären, es ist die Nähe zum Abgrund, ein Schubser und ich schreie bei der Talfahrt.
„Aber woher sollen wir wissen?“
„Zuhören, wenn Ihr fragt wie´s mir geht und was ich mache?“
Wir schleichen um einander herum. Mein Vater kommt in mein Zimmer. „Du bist in einem Punkt wie Deine Mutter – so nachtragend. Du hast keine Ahnung, wie oft ich da auf sie zugehen muss.“
„Papa. Ich BIN nachtragend. Aber gestern habe ich mich den ganzen Abend zusammengerissen, um Euch Weihnachten nicht zu ruinieren. Dass es dann doch noch geschehen ist tut mir Leid. Aber ich habe gerade keine Kraft mehr.“
Irgendwie kriegen wir es sortiert. Ich bleibe noch bis zum Mittagessen, die Abfahrt einen Tag verfrüht macht Sinn wegen der Wetterverhältnisse. Und weil ich wirklich noch einen Tag Ruhe brauche und nicht direkt von der Eisautobahn ins Büro möchte. (Ja, der zweite Feiertag ist ein Arbeitstag für mich.)
Wir stehen im Schnee, das Auto ist enteist. Mein Vater nimmt mich in den Arm und sagt etwas was ich noch nie von ihm gehört habe. Normalerweise beginnt dieser Satz mit „Wir“ und wird von meiner Mutter gesagt.
„Glam, ich hab Dich lieb.“ Und wir halten uns im Arm und er lässt gar nicht los. „Und ich bewundere Dich für Deine Disziplin.“
Wieder laufen Tränen.
„Ich hab Dich auch lieb, Papa.“
Und dann fahre ich, auf den Straßen ist Eis und Schnee; erst, als ich auf die A2 Richtung Berlin komme, wird es etwas besser.