Archiv der Kategorie: Glam gruebelt

GLAM GOES THEMAPHYSIKALISCH

Bestimmte Themen stellen sich elliptisch. Du glaubst, Du hast es durch, ein neues manifestiert sich, die Erde dreht sich weiter, aber der Themenkreis auch, denn plötzlich ist es wieder da. Das Thema von vorvorgestern. Nicht weiter schlimm, denn während der Kreis kreiste, hast Du etwas Neues gelernt, so dass die Begegnung mit dem alten Thema bestenfalls unter veränderten Vorzeichen stattfindet.
Spannend jedoch, wie hartnäckig manche Themen sind. Ähnlich verblüffend, dass alle (ernsthaften) Tori Amos-Fans, die mir je begegnet sind, eine echte Vollmacke haben. (Keine charmante Exzentrik wohlgemerkt.) Der Kleene Gepiercte, dessen Namen ich vergessen habe, André Sch., Ricarda.
Die André-Geschichte muss ich Euch demnächst mal erzählen, ich weiß nur gerade nicht, wie ich sie auf Blogposting-Länge runter kondensieren kann.

Und noch was: meine Cavalli Stickjacke ist beim Waschen eingelaufen. Endlich passt sie!

GLAM IST BIOLUMINISZENT

Prompt geträumt, Berlin ertrinkt. Die Gedächtniskirche wird von Killermuscheln aus der Tiefsee befallen. Eine angeschwemmte Bohr-Plattform köpft den Fernsehturm. Ein träger Riesenkalmar verstopft den Landwehrkanal und man findet das Skelett von Rosa Luxemburgs abgetriebenen Baby.
Kann abgesehen von der nächtlichen Unruhe nur jedem Frank Schätzings Schwarm auf den inneren Lesetisch/ans Herz legen. Das Buch macht Spaß und bildet! Ein Überraschungsei somit.
Muss grad weiterlesen und schauen, ob Kiel untergeht. Alles klar bei Euch, MC?

DIE GLAMMYTHEK

Im Rahmen der mir soeben eingefallenen Glamschen Selbsthilfewoche wollte ich heute vorführen, wie man sich aus einem alten Besen prima Extensions (vor allem nicht so verräterisch lange) basteln kann, aber dann stimmte die Haarfarbe meines Besens nicht und ich mach mich doch hier nicht mit einem falschen Blond zum Affen!
Die halbe Nacht habe ich dann Bockwürste geschnitzt, aber auch hier ist nichts Anständiges bei rausgekommen. Die Konsistenz stimmt einfach nicht. Dann kam mir der Gedanke Desiree Nicks Brüste in Hundekot modellieren zu lassen (Danke, MC), aber ich traf keinen Hund mit Durchfall und auch keine Modellierfreiwilligen, die sich mit Desiree Nick die Hände schmutzig machen wollen. Dumm gelaufen bis jetzt. Aber ist ja grad erst zwanzig vor sieben.

GLAM MUSS TÜFTELN bzw. ES LÄSST MIR KEINE RUHE…

Wenn man die Haare doch verlängern kann, mit Extensions (siehe unten), dann muss es doch eine Möglichkeit geben, dass man sie auch verkürzt, oder? Ist doch kein Denkfehler? Und wenn ich rausgefunden habe wie das geht, Bloggerinnen und Blogger, dann werde ich bestimmt bald Millionär! Denn wenn heute verlängern hip ist, dann ist der morgige Trend glasklar. Aber den verrate ich nicht. Wegen des Patents. Ich geh jetzt mal tüfteln. Aber erst ess ich ein Brot. Brot macht erfinderisch.

GLAM UND DIE ZWIEBELN FÜR AFRIKA

„Und, sagen Sie, Glam: Glauben sie nicht, dass Sie mit der gestern auf Ihrem Blog veröffentlichten Homestory zuviel über sich verraten haben? Sind Sie nicht der Ansicht, dass der nackte Mann am Küchentisch, das Abbilden der Küchenbodenfliesen, die Ausrichtung der beiden Engels-Kissen auf dem Malm-Bett vielleicht zuviel über intime Bereiche Ihres Lebens preisgibt?“
„Ach Frauke, das ist schon ganz okay. Das sind keine Engel, übrigens, das sind präraphaelitische Jungvampire. Als Hutdesigner lebe ich ja mein Leben praktisch in der Öffentlichkeit. Und wenn das Bedürfnis besteht, also, wenn Leute mir mailen und sagen „Glam – wie ist eigentlich Deine Küche gefliest?!“, da komme ich doch gern der Aufforderung nach. Ist ja noch keiner von gestorben, dass er meine Küchenfliesen gesehen hat. Har har. Ich verbinde derlei Öffentlichkeitsarbeit nur gerne mit meinen Charity-Aktionen. Deshalb der Hinweis auf meine Aktion Zwiebeln für Afrika.“
„Aber, Glam, ist es nicht manchmal besser, weniger zu geben, sich mehr zurück zu halten?“
„Ach Frauke. Nein, eigentlich. Also gar nicht, um genau zu sein. Die mögen mich doch, weil sie wissen wie irre ich bin. Da erwartet doch keiner, dass ich den Fußnagelknipser nicht ausgerechnet auf den Duden lege, und so isses ja nun mal. Duden, Fußnagelknipser.“
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(Wer den Knipser findet muss ihn wieder abgeben.)

„Ich fühle mich auch versucht, Frauke, Ihnen und Ihren Zulesern zu zeigen, wie der Verlauf des weiteren Aktionsabends für Afrika sich gestaltete. Es kam zur Entwicklung meines Wappens:
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Und dann kam der Ereignishorizont mit einem Kümmel und Kohl-Gericht zu Besuch. Er argumentierte, dass der Kümmel den Nebenwirkungen des Kohls entgegenwirke. Und sollte Recht behalten.
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Gleich musste ich meine neuen Hutkreationen für die Mailänder Präsentation festhalten. Die haben in Mailand einfach keine adäquaten Models da. Schande. Blasen und vakant kieken können die wie junge Götter – aber Hüte mit Würde tragen, Frauke, ehrlich: Vergisses.
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An der Präsentation muss ich noch arbeiten. Der nackte Kai, nun angezogen, schlief ein.
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Meine Freundin Paris Hilton versuchte uns drei in ein Foto zu bannen, aber weil Karsten Speck (auf Hafturlaub) sie permanent kitzelte und die Verknüpfung ihrer Extensions studierte, kamen nur minderwertige Fotografien zustande.
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Und als alle entweder weg oder eingeschlafen waren, da habe ich mich dann um meine Fanpost gekümmert und mir die Ellbogen mit Zitronensaft eingerieben. Denn, wissen Sie, Frauke, was mich ehrlich beruhigt?“
„Bitte, Glam!“
„Wenn uns etwas bleibt, wenn es etwas gibt, das wir bis ins hohe Alter retten können, dann doch unsere Exzentrizität.“

CLEOPATRA or maybe MARC ANTHONY?

So mache ich mir einen klassischen Caesar Salad:
Ich lese im Internet das Rezept. Stelle fest, dass da angeblich Anchovis reingehören. Eklig. Seit wann das denn? Das Schöne am Caesar Salad ist doch die fantastische Reduktion auf minimalistischste Zutaten. Und natürlich das kohlehydratige Dressing. Fahre zu Karstadt. Dort gibt es den geeigneten Romana Salat, Parmesan und Croutons. Bestimmt haben die auch Caesar Salad Dressing. I mean, we are talking Karstadt Hermannplatz here, that´s the fucking KaDeWe of Kreuzberg.

Haben sie aber nicht, das Caesarian Dressing. Nur ein Original Caesar Salad Kit, da ist alles drin außer dem Romana. Aber vielleicht auch die ekligen Anchovis. Was nun?

Fahre nach Hause und packe aus. Die Croutons haben die Geschmacksrichtung Western Barbecue. An den mexikanischen Tofu-Sticks und der Birne konnte ich nicht vorbeigehen. Die passen da bestimmt gut rein. Auch in der Tüte: die DVDs „Saw“ und „Amityville Horror“ (Das Remake, mit dem geilsten männlichen Oberkörper, der je in einem Horror-Remake zu sehen waren). Und dass ich mich zwischen Honey Mustard, Thousand Island* , French, Italian und bloody Abessinian Dressing nicht entscheiden konnte, führte zu American Joghurt Dressing. Mit ein bisschen Tandoorie-Gewürz kriegt man da bestimmt Geschmack rein. Im Gefrierfach habe ich auch noch Cranberries, weil Cranberries kann man immer mal brauchen. So. Und jetzt geh ich das alles mal vermischen. Bon appetit!

EINE EDITH: * Thousand Island Dressing. Da stimmt doch was nicht. Müsste ja wohl nach Adam Riese Thousand IslandS heißen. Aber wartema. 50 Cent heißt ja auch nicht 50 CentS. 500Beine macht alles richtig. Kennt jemand eine Tausend-Insel?

DAS HEIMLICH-MANÖVER

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Dass mein Mitbewohner ausziehen würde, stand ja schon eine Weile fest. Dass sein letzter bezahlter Tag in der Wohnung mit dem Tag zusammenfiel, an dem unsere wunderbare Haushaltshilfe ihrer Tätigkeit nachkommt, veranlasste ihn offenbar dazu, einen Tag vorher zu verschwinden, so hat er flugs 10 Euro Putzanteil gespart. Telefonisch war er nicht zu erreichen, seine Mailbox agbeschaltet. Was vielleicht damit zu tun hatte, dass ich seit ein paar Tagen Anruferkennung habe und auch damit, dass er eine ihm in Obhut gegebene Pflanze, die sich seit 18 Jahren in meinem Besitz befindet, aus Trotz wochenlang nicht gegossen hatte, was zu einem bemitleidenswerten Aussehen der Pflanze und Tränen in meinen Augen führte (und auch ich sehe bemitleidenswert aus, wenn ich weine.)
Dass mir am Morgen seines Bereits-Verschwunden-Seins ein Malheur mit dem Türschloss passierte, was dazu führte, dass ich flugs das Schloss wechseln musste (Schmiedemeisters Sohn hat ein Arsenal an Schlüsseln, Zylindern und Werkzeugen aus nahezu 18 Jahren in-Berlin-Unziehens) führte wiederum dazu, dass ich in Ermangelung eines Zweitschlüssels für das neue alte Schloss seine letzte Papiertüte vor die Tür stellen musste. Keine nette Abschiedgeste, aber so ist es gelaufen. Meinen Mieter-Schlüsselsatz fand ich dann später am Tag im Briefkasten, in ein altes Zewa gewickelt. Dass kein lieber Abschiedsbrief oder 10 Euro dabei lagen, war unter den Umständen auch irgendwie nachvollziehbar. Wenigstens hat er seine Papiertüte gefunden. Ich hoffe, er hat viel Spaß damit.

GLAM HAT EIN PAAR WORTE VERLOREN

Das war das erste Silvester seit Ewigkeiten, das ich nicht auf einer eigenen Party oder im kleinen Kreis verbracht habe (mit Ausnahme des Jahreswechsels 2002/2003 – da saß ich im Flugzeug). Und als Lucky und Frank und ich am Spreeufer der Piratin aufschlugen war das erstmal ein seltsames Gefühl. Alles neu, alles anders. Und alles ziemlich Klasse, wie sich schnell herausstellte. Charmante Bekannte, die ich noch von der Lesung im Friedrichshain kannte, charmante Unbekannte und solche die es nicht bleiben sollten. Gesichter zum zuordnen und anlächeln, und, wie schon bei meinem ersten Ausflug in die wahre Welt der Blogsphere, erwies sich die intellektemotionale Charmanz der Beteiligten ihren Seiten deckungsgleich.
Und weil es wieder so schön war gibt es demnächst viele Essen, Trinken, Filmvorführungen und – worauf ich mich besonders freue – Blogger-Kegeln!

Big thanks to glorious Brittbee!

silvester
(clock-, street- and blogwise: Lucky und Frank mit Choc und Mai)

Achsoja – ich war so mit Feiern und Freuen beschäftige, dass ich 0.00 Uhr irgendwie komplett verpasst habe. Besser geht´s nicht.