Archiv der Kategorie: Dann sind sie Helden

S02EP15

Hm. Wieder eine etwas zerfaserte Folge, in der alle einen Schritt zurück treten müssen, um Raum für die Oscarpreisträgerin zu schaffen, was Glee gar nicht nötig hätte. Dennoch – die Paltrow macht eine Sally-Field-Nummer: als Person Paltrow wahrscheinlich unerträglich, aber in der Rolle der Holly muss man sie mögen. Und wenn dazu noch die Rachelbeere weniger Screentime bekommt, umso besser.

Wie Kurt versucht, sexy zu sein, dito-hm. In einer Einstellung merkt man, wie schlecht der Dialog geschrieben ist, weil dem armen Chris Colfer nicht einmal mehr ein reaction-shot-Gesichtsausdruck einfällt. Süß aber das Vater-Sohn-Gespräch. Herrlich die Vorstellung, wie Amerika mit Theorien über schwulen Sex konfrontiert wird.
Das ganze noch untermauert von der Liebeserklärung von Santana an Brit, ich musste ein bisschen schluchzen. Herausragender Brittany-Moment jedoch ihre Verwirrung angesichts von Frühstück per se: Manchmal ist es süß, manchmal ist es salzig, da kann man ja wohl durcheinander kommen.

Woran die Serie im Moment ein bisschen krankt – soviel Talent und so wenig Zeit es auszubauen. In jeder Folge rückt jemand anderes in den Fokus und die anderen dürfen mal eben durchs Bild laufen, was schade, aber wohl unvermeidlich ist. Sue hatte gerade mal einen Cameo und was war eigentlich mit Finn? Mercedes???

Nicht falsch verstehen, das ist immer noch meine absolute Lieblings-Show, aber es bleibt ein klitzekleinbitterer Saccharin-Nachgeschmack, wenn Glee zum Trojanischen Pferd für die Karriere der Paltrow wird. Ihr letzter Holly-Einsatz kam pünktlich zu diesem Country-Schinken und diese Woche wird bekannt gegeben, dass sie einen Plattenvertrag bekommen hat. Ich wünsch mir April Rhodes zurück. Und, auch wenn ich Blaine für einen Besserwisser halte und my Boy Porcelain etwas Besseres verdient – bitte küss den Jungen endlich! Bitte bitte bitte.

VIA KATE BUSH FACEBOOK

London, 11 March 2011

Kate Bush releases an unusual new album “Director’s Cut” on May 16 on her own label Fish People, in conjunction with EMI.

On “Directors Cut” Kate revisits a selection of tracks from her albums “The Sensual World” and “The Red Shoes”, a process that presents a fascinating portrait of an artist in a constant state of evolution. She has re-recorded some elements whilst keeping the best musical performances of each song – making it something of a director’s cut but in sound, not vision.

A new version of “Deeper Understanding” will be released as a single in April. Although written some twenty years ago, the song may be more relevant today than ever…

Kate is currently working on new material although no release date has been set for this.

“Director’s Cut” will be released in the following formats:

Digital Album, Standard CD in a case-bound book, Deluxe CD (three disc package, including Director’s Cut, The Sensual Word and re-mastered The Red Shoes) in a case-bound book and two-disc vinyl.

Other digital and vinyl formats will be made available on katebush.com. Details will be published shortly.

http://www.katebush.com/

http://www.youtube.com/KateBushMusic

http://www.facebook.com/katebush

http://twitter.com/katebushmusic

Könnse ma sehn, lag ich gar nicht so falsch. Nur dass das Rückwärts mit was Vorwärts komnbiniert ist – darauf kommt auch nur Kate…

ÉCHARPE DU PRINTEMPS

Betrete verschlafen den Bioladen und stelle mich bei den Backwaren an. Die hübsche Rothaarige vor mir in der Schlange hat mich beim Reinkommen beobachtet. Sie dreht sich zu mir um.
„Wow – das ist ja ein wunderschöner Schal!“
„H&M Mädchenabteilung, 4 Euro.“
„Das darfst Du doch nicht sagen! Hey – sag, es ist Escada!“
„Ich kann den nicht so als Schal ernst nehmen, der lag den ganzen Sommer über als Tischdecke auf der Terrasse.“
„Meine Jacke hat auch nur 39,- gekostest, aber pschscht.“
„Echt? Diese aufwändige Stickerei für nur 39 Euro, wow!“

Und so waren es zwei Kreuzberger, die gestern die Farbe in die Stadt trugen und die vermutlich dafür verantwortlich sind, dass die Sonne sich auf ihre zweite Funktion besonnen und endlich auf den Heizungsschalter gedrückt hat.

09032011263

PERSUASION oder THE SECRET POWER OF THE SOCK

– i´m wearing your socks today! ,-)

– Étonnant!
Let’s see how far this goes!
Look behind you. NOW!

– i dont dare turn around!

– You shall!

– and what will i see? is it something scary?

– Yes. Peak! Turn around.

– or, as kate once sang, „is it gonna hurt? is it gonn get me down?“

– 3 2 1
0

– i see a man in a black hoodie lookin at a computer screen.

– I just wanted to see if you turn left or right. I turned left.

– i turned right.

– I´m wearing your socks, too.

– wow – it would have been creepy spooky if we´d both turned right, right?

.

Haben Sie sich heute schon mal umgedreht? Wer weiß, was da gerade hinter Ihnen abgeht. Na los, schauen sie mal. Da. Hinter Ihnen. Direkt hinter Ihnen. 3. 2. 1. 0.

FRAGMENTE SCHREIBT WIEDER

Mich bedrücken ja nicht die schönen Menschen, die mit einem Fingerschnippen einen Partner finden. Mich bedrücken eher die nicht so schönen Menschen, mit eher durchschnittlicher Persönlichkeit, die jemand finden, während man selbst alleine bleibt.

Ich habe es bis heute nicht begriffen, wie Paarbildung funktioniert, wie Menschen von einer Beziehung in die nächste stolpern und größtmögliche Angst vor dem vermeintlichen „Allein“-sein haben. In meinen 20er fühlte ich mich ständig im Defizit, weil mir Paarbildung als logisches Endziel vorschwebte, aber entweder die Typen, die ich wollte, hatten an mir kein Interesse oder umgekehrt. In den wenigen Versuchen an Beziehung, die ich unternommen habe, habe ich mich nicht bereichert oder vervollständigt gefühlt, mitunter sogar in meiner Individualität bedroht. Natürlich kenne auch ich eine gewisse Sehnsucht, von Zeit zu Zeit, aber das reißt kein Loch in meine Mitte. Manchmal ist es schön, mal wieder ein bisschen verknallt zu sein und ich male mir aus, was wäre, wenn. Wenn dieser Trip zu sadistisch wird, schaue ich mir Paare an. Auf der Straße, im Restaurant, Im Freundes- und Bekanntenkreis. Ich habe selten das Gefühl, dass die mir was voraus haben. Das sage ich ohne jeden Zynismus, ist einfach so.

Ist aber vielleicht auch ein bisschen so, wie jemand, der sagt – „Ich schaff mir doch keinen Hund an!“ und dann siehst Du ihn oder sie ein paar Monate später mit einem Welpen und das Leben vorher, ohne Hund – unvorstellbar, und vielleicht hatte man sich gegen den Hund einfach nur gesträubt, weil man wusste, dass man ihn überleben wird und mit dem zukünftigen Verlust nicht würde umgehen können.

Wenn ich versuche, mir meine bedeutungsvolleren Affären der letzten Jahre zu erklären – was jemand mitbringen muss, um mich sprichwörtlich aus der Reserve zu locken: charismatische Chaotiker, die mich in Grund und Boden reden, am Besten unter ganzem Körpereinsatz. Kokser, nicht Kiffer. Running with scissors. Männer, die kriegen, was sie wollen – da hatte Heidi recht. Und da ist es logisch, dass das nichts Bleibendes sein kann, denn, wer alles kriegen kann, der nimmt es sich auch, da ist man halt eines von vielen Blümelein am Wegesrand, aber eine schöne, duftende, wilde Blume, nicht ganz ohne Dornen. „You´re an acquired taste“ sagte Edie zu Edie. Und so seh ich mich auch und schließe nicht aus, irgendwann mal wieder einem chaotischen Charismatiker mit außergewöhnlichem Geschmack zu begegnen und eine Weile an seiner Seite zu galoppieren.

Carrie Bradshaw had ecxactly the right words for it:

TODAY IS ANOTHER DAY

Vanity Fair angeschrieben, wo mein Hollywood-Issue bleibt. (Das letzte, das sie vergaßen auszuliefern, war ausgerechnet die Marilyn-Ausgabe. Und dann noch der Patzer damals, als es die Ausgabe mit alternierendem Cover gab – mir schickten sie den Kinderschänder und nicht Farrah Fawcett…). Die australische Wäschemanufaktur angeschrieben, wo meine Unterhosen bleiben, ich meine, es ist Winter, ich brauche Abwechslung! Für´s Falschparken 5 Euro überwiesen. (Hätte ich jedesmal die Parkgebühr bezahlt, dann wären das mittlerweile wohl so 30 Euro, also nahm ich´s sportlich und sagte der Ordnungsbeamtin „Wissen Sie was? Sie machen ja auch nur Ihren Job!“ and made her day.) Miete überwiesen (etwas zu spät, aber dafür auch nicht gemindert, trotz anhaltender, lärmintensiver Baumaßnahmen in der Wohnung unter mir). Vorsteuer überwiesen (pipapünktlich und ohne jeden Strafzuschlag!) Dauerauftrag Steuerschulden 2008 GECANCELT. Sie sind ABBEZAHLT!

So. Und was mach ich jetzt? Kaffee und nen Kessel Buntes.

GENTLEMEN MARRY BRUNETTES or BYE BYE BABY

I bet Lorelei is giving you a very warm welcome, Dorothy!

Ich hasse die Bezeichnung „kongenial“, aber komme nicht drum herum, wenn es um Lorelei und Dorothy geht. Spielen Sie mal die Brünette zu Marilyns Blondine, ohne dabei baden zu gehen. Ich kann mir keine einzige Schauspielerin vorstellen, der das gelungen wäre, außer eben der fantastischen Jane Russell. „Blondinen bevorzugt“ ist, heute betrachtet, ein ziemlich billiger 20th Century Fox-Versuch, ein MGM-Musical zu produzieren. Außer in der glamourösen „Diamonds“-Nummer gelingt dies nicht so recht. Und selbst diese Nummer ist schlampig inszeniert, aber scheißegal, sie macht Spaß.

Jane Russell zählt auch zu den wenigen Hollywood-Größen, die sich nie dumm zu Marilyn geäußert haben, die keine Geschichten um sie herum erfunden haben. Jane war eine sehr geerdete Person, konservativ, religiös, bodenständig, wo Marilyn eine Träumerin war. Obwohl „Gentlemen prefer Blondes“ im Vergleich zu anderen Marilyn-Filmen schlecht gealtert ist – die Szenen zwischen Dororthy und Lorelei sind nach wie vor hinreißend. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden im wahren Leben ihre Freundschaft aufrecht erhalten hätten – eine Dorothy hätte Marilyn gut brauchen können.

P.S.: Liebe Fox, könnten Sie bitte mal Ihre Archive durchsuchen und uns die zwei fehlenden Gesangsnummern aus „Blondes“ herauskramen? Glam dankt!

P.P.S: Und Spon, könnten Sie bitte den Begriff „Busenstar“ nicht nur sofort aus dem Titel nehmen, sondern gänzlich aus ihrem Wirtschaftswunderwortschatz eliminieren? Wir schreiben das Jahr 2011, for fuck´s sake.

NINA WON!

Alles andere wäre auch absurd gewesen. Und ich weiß nicht, warum alle auf Franco und Hathaway rumhacken – das halbe Stündchen, das ich gesehen habe, war doch recht vergnüglich. Nur, dass ich Kirk Douglas nicht bei seinem langen Tod vor der Kamera zuschauen konnte und stattdessen die Inception wählte, wasimmer das auch ist.