Archiv der Kategorie: Dann sind sie Helden

AND TOGETHER WE TRIPPED FROM THE STAGE INTO THE PIT

In einer Bubble des Berauschtseins aneinander, ein perfekter Tag mit Lachen und Singen und Sonne und Wein, und ich glaube sonst waren keine Drogen im Spiel, und lachend singend und spärlich bekleidet steht man sich gegenüber und dann fällt der Satz „Ich glaube, das endet heute in meinem Bett“ und man tut, als habe man ihn nicht gehört und macht einfach noch ne Flasche Wein auf und spielt das so weg.

An einem anderen Tag, nach einem ebenfalls berauschenden Abend, man ist schon in einem Bett, das nicht das eigene ist, bin ich es, der zu bedenken gibt „An dieser Stelle können wir´s noch stoppen.“ Und man stoppt es nicht, es scheint in diesem Moment irgendwie zwangsläufig (schönes Wort, besonders in diesem Zusammenhang.)

Es war ein Sommer der Entscheidungen. „Falsch“ und „richtig“ gab es nicht. And you just gotta deal with that.

Together we raced with wild horses till they dropped.

ENDURING DURIEUX

Bei der Recherche nach Stipendien und anderen Möglichkeiten, als Autor mal ein paar Monate ohne Geldsorgen schreiben zu können, auf die glammste aller Förderungen gestoßen: den Tilla-Durieux-Schmuck. Dabei handelt es sich um ein Collier aus in Platin gefassten Zirkonia, das alle 10 Jahre von einer bedeutenden Schauspielerin an die nächste weitergereicht wird. Die nächste Trägerin wird von der amtierenden bestimmt. Glam hearts Tilla! (Nicht, dass ich jetzt plötzlich Schauspielerin werden möchte oder mir die blöde Kette was nutzen könnte, außer wenn ich sie versetze.)

WUNDGEKNUTSCHT

Von jemandem, der gar nicht mich meint. Und ich nicht ihn. Aber schön war´s trotzdem. Nur der neue Mitbewohner ist schockiert wegen ungeniert nackten Menschen in der Küche. Ich war früher auch so. Aber der Anstand geht vor die Hunde, da wo die Vernunft abhängt und in der Kälte Kette raucht. Mit der wollte man doch eh nie ins Gespräch kommen. Brrrr.

NEW LIVES

Und nicht nur Herr Held hat seinem Namen alle Ehre gemacht und in Folge dessen quasi Familienzuwachs bekommen – gestern wurde Jascha geboren und ich gratuliere Chris und Thomas von ganzem Herzen!

Die Stimme ist und bleibt wohl auch erst mal weg, aber das macht nichts, heute kommen die letzten 40 Seiten „Ashby House“. Die ersten 30 Seiten des Sequels sind gestern übrigens von meinem bewährten Erstleser, Herrn Strike, mit dem Vermerk „fulminant“ versehen worden und, wenn ich mit den Ashbys fertig bin, bring ich das Expo für die Slashers in Form, das geht dann nächste Woche an die fantastische Agentin, die ja bald auch eine Agentin des Fantastischen ist, wenn das mit meiner Geschichtenproduktion so weiter geht. Apropos Fantastisch und apropos Thomas, Vater von Jascha, mit Nachnamen Elbel. Der ist übrigens auch ein Kollege und in Kürze erscheint sein SciFi-Roman „Asylon“. Ich bin sehr gespannt!
Überhaupt – in meinem Umfeld ist immer häufiger die Rede von Veröffentlichungen auf Papier (und als E-Book natürlich auch, wobei ich es schrecklich fände, wenn Sie „Ashby House“ auf einem blöden gestutzten Computer lesen, und wo soll ich denn da meine Widmung reinschreiben?). Das freut mich, denn das wusste ich ja schon immer, dass da auf meiner Blogroll so einige Talente sind.

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Meine Stimme ist so gut wie weg, und das gibt mir die Gelegenheit, jetzt mal schlafen zu gehen, paar Stunden, ich bin seit 6 auf und es waren ein paar anstrengende Tage, Abende, nicht zu vergleichen mit denen, die andere hinter sich haben, aber oh well, call me EmpathyDick, ick hab janz schön mitgelitten. Jetzt gibt es eine Art Happy End, das noch viele viele Fragestellungen aufwerfen wird. Starting from scratch is never easy. Aber besser als täglich erlebte Ächtung (oder Schlimmeres) durch die Familie. And now – it´s a New World, for you, HC. Ich freu mich für Dich – Hut ab vor Deinem Mut. Und es ist selbstverständlich, dass wir, die wir alle an Deinem Schicksal rumgeruckelt haben, wissen, dass wir da auch eine Verantwortung übernommen haben. Du bist jetzt nicht ohne Familie. Nur mit einer anderen. Welcome! And I´m very happy you made it!

DIGITALHISTORISCH

Nachdem ich ja im Job, der meine Miete zahlt, viel Zeit am Telefon verbringe, habe ich abends meist keine Lust mehr, mich noch fernmündlich zu äußern. Gestern war anders. Da war schon am vormittag viel Logistisches zu klären, am Abend musste dann Bericht erstattet werden vom Verlauf des Tages. So kam es, dass ich mit jemandem erstmals telefonierte, mit jemandem, mit dem ich selten telefoniere mehrmals telefonierte, und mit jemandem, mit dem ich zu lange nicht telefoniert habe, telefonierte.

Was gerade an einem Schauplatz nebenan geschieht, ist auf schreckliche Art und Weise spannender (ich weiß, blödes Wort), sagen wir – es nimmt größere Bereiche meines Aufmerksamkeits-Spektrums ein – als es das Fernsehprogramm oder ein Buch könnte. Es fiele mir schwer, mich auf Fiktion zu konzentrieren, da die Wirklichkeit gerade ziemlich krasse Einblicke liefert. Sachen, die man sich nicht vorstellen kann oder möchte. Die Art und Weise, wie eine handvoll Menschen gerade Einsatz zeigt, ist bemerkenswert. Und mir bleibt, die Daumen zu drücken.