Archiv der Kategorie: Dann sind sie Helden

EHRUNGEN

Tja, noch keine 10 Tage online, und schon heißt es nicht mehr „das ADS-Blog“, sondern ab sofort „das preisgekrönte ADS-Blog! „…welcher das norddeutsche Pisa-Defizit durch plausibelste Erklärungsmodelle bezüglich der Welt des Wissens in höchstem Maße nach vorne zu bringen imstande und höchstgeeignet mir scheint!“

Herr Strike, legen sie schon mal den Champagner kalt!

(Jetzt ist irgendwo in der Blogwelt die kleine Poetin Wilma Preise aber janz doll neidisch!)

GLAM CAN SEE ANGELS

Es ist fast unmöglich die Platte beim Putzen zu hören – sie verlangt nicht etwa Aufmerksamkeit, sie fordert sie nicht ein, man kann einfach nicht anders als hinhören. Man wird getragen, für 65 Minuten, treibt (aber eben mehr wie eine Schneeflocke, nicht ein gejagtes Tier) von Geschichte zu Geschichte, und jede dieser Erzählungen hat sich nicht nur Raum gesucht und gefunden, sondern auch ihre eigene Zeit und Dauer, organisch.
Am Nachmittag weiter mit Stephen King auf Zeitreise. Die Platte läuft und ich gebe den Versuch, zu lesen, wieder auf, und höre noch einmal, mach die Reise mit. Nicht von ungefähr ist die Stimme häufig niedriger abgemischt als die Instrumente. Sie ist ein Element in einem komplexen Spiel, die Seele im Körper des Liedes, dessen Herzschlag die Percussion ist. Das Piano der Blutfluss. Erst im letzten Lied wird sie zum tragenden Element, „Among Angels“ war das erste Lied, das sie für das Album geschrieben hat und sie erzählt lachend dass es „absoutely nothing“ mit Schnee zu tun hat. Und irgendwie stellt es den Bezug zu den frühen Cathy-Demos her, wo einst ein junges Mädchen am Flügel saß, die Seele entblößte und ungefiltert sein Herz ausschüttete, und was für ein Herz das war! Und was für ein Herz das ist, das immer noch so voll ist und nun im Körper eine reifen Frau schlägt, ohne die die Welt ein so armseliges Fleckchen wäre. She might not know it. But she might feel it.

Und ich wollte noch schreiben, wie schön es gerade ist, allein in der Wohnung zu sein, aber es fühlte sich nicht an wie allein sein, weil ich ja Kate Bush gehört habe. Das ist ja nicht Musik hören, das ist eine Tür öffnen und eine Welt betreten.

MENSCHEN AUF DEM SEE: EDELGARD

In Tiefen greise Welse gleiten
Vorbei an Felsen
Nixen, die auf Karpfen reiten und schau´n
Am Firmament des Sees, Dein Leib
Licht bricht über Dir herein
Und sprenkelt funkelnd wild das Wasser

Kreise zeichnen Deine Arme
Ein Windhauch streichelt weich Dein Haupt
Du hebst Dich, senkst Dich
Vom ersten kalten Frühlingstag
Bis dass den Waldsee ziert das erste Laub

Edelgard, Edle vom Schlachtensee,
Ich rieche den Sommer, wenn ich Dich seh.
Jeden Tag steigst Du zum Wasser hinab
Auf Dich ist Verlass. Ich hab
Angst vor dem Tag, an dem ich Dich nicht seh
Edelgard, Edle, das täte mir weh
Edelgard, Edle vom Schlachtensee
Der Sommer liebt mich, wenn ich Dich seh.

STRIKE UND DICK ERKLÄREN DIE WELT

Überall sterben die Blogs, oder sie verkrüppeln. Um diesem Trend etwas entgegen zu setzen, beschlossen Herr Strike und ich kürzlich aus einer Sektlaune heraus, dass wir einen Serviceblog ins Leben rufen möchten, auf dem wir diejenigen verarzten, die mit ihren Google-Anfragen ins Leere liefen (bzw. auf unseren Blogs landeten). Herzlich willkommen bei/ auf/ mit ADS!

AHS oder BETÖREND VERSTÖREND

bleach

Normalerweise verwende ich ja Filme, um zu verarbeiten. Aus diesem Grund gibt´s in der Hochsaison viele Horrorfilme. Selten passiert es, dass mich ein Film so beschäftigt, dass ich ihn im Traum verarbeiten muss. Aber als der Mann den Flügel an das Schwein nähte, da war auf einmal Kate Bushs „Never for ever“-Cover lebendig geworden. Und das beschäftige mich dann noch im Traum, in dem mir meine Lieblingsschauspielerin in einem roten Kleid gegenüber saß, rauchte und schwieg.

Imagery wie seit „Twin Peaks“ nicht mehr. Wow.

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