Archiv der Kategorie: Dann sind sie Helden

HOW DO YOU FLY THIS PLANE?

There should be an answer for all of this my friend
All your doubts and questions are so appropriate
Like can you live
Can you feel
Should you stay
I strain, for words I just can’t say, for words I just can’t say

If I could write a letter with the perfect thing to say
I’d give a damn good reason, I’d assure you it’s okay
And that you can live
That you can feel
That you can stay
I wouldn’t strain for words I just can’t say
For words I just can’t say

How do you fly this plane
How do you fly this plane

Can it be it will get better and weigh less on your mind
Will you be okay, will you one day find
That you can live
That you can stay
Words I just can’t say
Words I just can’t say

If words could make it better, I’d say them everyday
I’d flash bright lights upon them and neon lights that say
You can live
You will be okay
That you should stay, I wouldn’t strain for words I just can’t say
For words I just can’t say

You can fly this plane
You can fly this plane

You can fly this plane

WRITTEN BY LMP, RICHARD HAWLEY.

http://lisamariepresley.com

Ja. Genau diese. Lisa Marie Presley. LOVE the album.

SPOTTED! oder GD7 does GG5

Und es taucht immer noch ne unbekannte Verwandte auf, die Fragen der Vater- und Mutterschaft werden immer wieder neu aufgeworfen, jemand stirbt, jemand, der gestorben ist, ist gar nicht tot und Blair und Serena wandern die Kerls ab, wo wir doch genau wissen, dass Blair zu Chucky gehört und Serena zu Dan. Heißt er Dan? 200 Staffeln und ich kann mir den Namen nicht merken? Hallo? Dabei ist der süß, vor allem jetzt mit den Locken. Penn Badgley halt. Die blöde Mommsen haben sie rausgeschmissen, leider aber auch Serenas schwulen Bruder. Liz Hurley zuzuschauen macht erstaunlicherweise großes Vergnügen, und dass trotz der eintönigen Garderobe. Hermes? (Ich gebe zu, ich kenn mich nicht mehr aus mit Fashion, aber immerhin bin ich nicht weit ab vom Trend, das weiß ich seit Hotel Mama mir sagte, dass einer ihrer Söhne die gleiche grüne H&M-Jeans trägt wie ich.) Und selbst Blair ist nicht nur die Nervkuh, die sie mal war, sondern hat Deadpan-Ironie galore. Alles in allem ne schöne Staffel, ich freu mich auf´s Finale heute Abend. Die sechste Staffel dürfen sie allerdings gerne als Reality-Format nur mit Blakey Lively und Ryan Reynolds anlegen, die sind beide so schön anzuschauen.

XOXO

Glamourdick.

LUCKY, GLAM, ANDREA, IHR KERL UND ZWEI HUNDE

„Hast Du nicht gesehen? Das war grad die Sawatzki und ihr Kerl.“
„Nee, ich hab auf den Hund gekuckt, der war so dünn.“
„Die müssen hier irgendwo wohnen, sie ist mir ja auch einmal schon fast ins Auto geknallt mit so nem weißen Flitzer.“

(…)

„Ach kuckma! Das sindse je schon wieder.“
„Na das war aber n kurzer Spatziergang! Aber gut sah se aus.“
„Ja. Besser als im Fernsehen. Er auch. Aber auch bisschen traurig. Kuck – da gehen die jetzt nach Hause und sind einander ganz normal Menschen, die das Licht an und ausknipsen.“
„Oder sie schaun sich immer an und denken „wie geil“ – ich hab mir n Promi geangelt!“
„Ja. Oder so. Und sie lassen das Licht einfach brennen, können sich´s ja leisten.“

ON SE TÉLÉPHONERA

Jetzt, wo das Cover vorliegt (bzw der Entwurf – ich will hoffen, dass die gewünschten Änderungen noch vorgenommen werden, wenn nicht gar das von Frankie und mir entworfene Konzept umgesetzt werden sollte), ist das Buch mit einem Mal wieder präsent, es war irgendwie in den Hinterkopf gerutscht. Wenn Sie mal erfahren möchten, wie man mit einem Roman ungewollt jemandem ganz böse vor den Kopf stoßen kann, dann fragen Sie mich. Keine schöne Geschichte, leider aber eine, die für mich jetzt immer mit dem Buch in Verbindung steht. Ja, die Ereignisse des vergangenen Jahres all added up und sowas geht nicht spurlos vorbei, wenn man schreibt. Writing is one way to cope, hat aber den Nebeneffekt, dass das geschriebene Produkt verletzt. And then you have to deal/ cope with that.

Gestern Karten für Ingrid im BE gekauft. Große große Vorfreude. Und auch, weil ich ihr dann ein Ashby House schenken kann. Schöne Erinnerungen an Karten aus Paris, Wodka im Botschaftsviertel, Pashmina-Schals, BE, Renaissance-Theater und der Schoko-Orden – Frosts Wort, in der Französischen Botschaft. 3. und 4.10. im Berliner Ensemble also.


Tocotronic — Im Zweifel für den Zweifel – MyVideo

SCHWANENSEE

Es fällt mir nach mehr als zehn Jahren auf dem Berliner Wasser noch immer schwer, zu formulieren, was es ist, dass es so großartig ist. Als völlig unsportlicher Mensch genieße ich den Aufwand des Paddelns um an den Lieblingsplatz in der Mitte des Sees zu gelangen, den perfekten Platz mit größtmöglicher Entfernung zum Ufer, am Besten etwas Schilf im Rücken, damit die Schwimmer in ihrer Überkreuzung des Sees uns nicht zu nah kommen. Natürlich darf man auch nicht ganz so zentral ankern, denn man will sich ja manche Schwimmer auch etwas genauer anschauen. Es hat etwas sehr demokratisches, das Wasser, die Halb- bis Nacktheit. Und dann tun wir einfach mehrere Stunden nichts als, uns vom Wasser schaukeln zu lassen, von Zeit zu Zeit selbst hineinzugleiten, Wein zu trinken, zu essen und zu rauchen. Reden ist genau so gut wie Schweigen. Die, die das begreifen, sind gern gesehene Gäste. Dann schauen wir Menschen an und wundern uns manchmal, mit welchen Füllhörnern die Götter mitunter arbeiten. Es ist etwas ganz anderes, einen Menschen auf dem Wasser (oder darin) zu sehen, als beispielsweise an der Ampel oder unter der Markise von O. Sie sind auf sich selbst reduziert und durch die Abwesenheit der Aussagekraft von Bekleidung erlebt man den Menschen anders. Weniger, wie er sich definiert, mehr wie er ist.

Entspannung setzt bei mir schon während des Ruderns ein. Perfekt ist sie ab dem Moment, wo wir ankern. Der Buzz nach zwei Glas Wein, Dösen in der Sonne, aber selbst die paar Tage, die uns der Regen erwischt hat, haben etwas Feierliches. Regen muss man ja auch mal erleben, und das geht eben nicht mit einem Regenschirm, sonder er muss kalt auf die warme Haut prasseln. Wenn Regen einen zum Lachen bringt, dann ist das Regen erleben.

Auch bei den Begegnungen mit den Schlachten-Schwänen spürt man sich. Schaunse mal wie nah die rankommen (Foto von Lucky) und die sind in der Überzahl. Mutter, Vater und sieben Halbwüchsige. Auf dem Foto Mutter und der schwule Sohn:

swannie

Gestern wussten die allerdings, dass wir keine Pringles dabei haben, da kamen sie dann auch nicht.

Neu ist seit 1, 2 Jahren die Anwesenheit von Smartphones. Wir checken tatsächlich unsere Mails und cruisen auch mitunter nicht nur auf dem Wasser. Musik hat sich als Wasser-Entertainment-Form nicht durchgesetzt, außer wir singen selbst. Und jetzt schau ich aus dem Fenster und es ist Seewetter. Da mein Urlaub ab morgen vorbei ist vielleicht einer der letzten Tage dessen, was für mich den Berliner Sommer ausmacht. (Und ich rede mir ein – letztes Jahr waren wir auch noch bis Oktober auf dem See!) Und es wäre kein echter Berliner Sommer, wenn nicht gestern auch, und das erstmalig in dieser Saison, die Edelgard aufgetaucht wäre. Fehlt nur noch die Frost!

BOYS JUST WANNA HAVE FAUNE

Und so zum Ende des Tages hin, wo die Sonne schon hinter den Bäumen versinkt, um noch eine Spur von ihr zu erwischen, da begeben Lady Koma und der Graf und Strike und ich uns mit unserer Bootsburg ziemlich nah ans Ufer, und dann tritt ein bunter Faun aus den Schatten, legt seine Kleidung ab, steigt ins Wasser und spürt es und genießt es und lächelt süßer als Jesus; ich hätte ihn Ihnen gern von vorn gezeigt, aber es gibt ja Persönlichkeitsrechtdingsda und so sehen wir ihn nur von hinten. Ich hab mit mir gekämpft. Aber shyness can stop you from doing all the things in life you´d like to. Also schulterte ich das Boot und ging in Richtung seiner Bucht, aber da hatte er seine bunten Fahnen bereits wieder am Leib und war in anderer Richtung auf dem Weg. Devendras kleiner Bruder. Wenn Sie ihn kennen, dann geben Sie ihm bitte meine Nummer.

2012-08-29_19-25-25_527-1

Aber auch ohne mit dem Faun durch die Wildnis zu streichen war es ein weiterer schillernd schöner Endsommertag, und in der Hoffnung auf noch mehrere davon flicke ich heute ein Boot. Nein, Sie haben sich nicht verlesen.

Edit. Gesagt, nicht getan. Keine Pumpe im Haus – alle beim Strike im Auto. Und sonst so ist heute der Tag wo Sie sich berechtigterweise Sorge um meinen Geisteszustand machen können. Ich schlafwandle jetzt schon tagsüber – immer wenn ich mir eine Zigarette drehen will, liegt da bereits eine. Fragen Sie nicht, wo ich heute morgen die Beißschiene gefunden habe. Aber am Schlimmsten: ich höre den zweiten Tag in Folge Tori Amos.

GLAM UND STRIKE UNTER DER MARKISE VON O

Gerade, wo im Lucky-Mobil auf dem Weg zum See der Zeitpunkt gekommen wäre, die Wurschtbrote auszupacken und sich ein wenig daran zu laben, setzt ein unfairerweise weder von wetter.de, noch von wetteronline.de erwähnter Regen ein und macht aus Wasser viele kleine Striche durch unseren Boating-Plan. Alle Aktivitäten, die uns einfallen, sind ebenfalls draußen, fallen also auch ins Regenwasser und so finden wir uns unter einer Markise auf der O-Straße. Der Markise von O sozusagen. Über den Zeitraum von anderthalb Zigarettenlängen geben wir der Bedienung Gelegenheit, uns von Kopf bis Fuß zu bedienen, was ihr nicht einfällt und so ziehen wir weiter und finden Gefallen in einem heimeligen Lokal, das auch eine Tonne im Vorgarten hat, in die man sich setzen kann, wenn man sich mal wie eine Kuh in einer schöner-sterben-Konstruktion á la Temple Grandin oder wie sie heißt fühlen möchte. Die Kuh fühlt sich unter Druck nämlich super und auch ich habe nichts gegen Umarmungen. (Manchmal ist es festes Schuhwerk, das meinen Tag in die richtige Richtung trägt. Zur Not würde es auch fuck-me-Pumps, zu deutsch Riehmchensandalen, gut, dass ich das Wort jetzt endlich auch einmal zu schreiben Gelegenheit hatte, tun, es geht um das Gefühl, dass da was um den Fußhals drückt, kennen Sie bestimmt.) Anstelle in der Tonne Platz zu nehmen, setzen wir uns an einen Biergartentisch und binnen kürzester Zeit stehen zwei volle Gläser kalten Bieres vor uns. Herr Strike berichtet von seinem Vormittag im Fetischraum (ha ha, der musste sein;-), ich zeige indiskrete Fotos auf Craigslist und ansonsten sinnieren wir verbal, wie wir das zu tun pflegen. Das müssen Sie sich mal vorstellen, dass wir und praktisch seit 2005 ca jeden Ta sehen und uns der Gesprächsstoff partout nicht ausgehen will. Gestern zum Beispiel haben wir uns darüber ausgetauscht wo man Kinder am Besten schlägt, dass es nicht so auffällt. Ja, der Mann heißt aus guten Gründen Strike.

Heute möchte ich Ihnen mal wieder dringlichst ans Herz legen, beim Herrn Herrmann vorbei zu schauen, wo ich lernte, was ich immer vermutete – dass die Erde innen hohl ist und die Wesen, die dort wohnen, 800 Jahre alt werden können. Die lachen über uns! Aber existenziell noch tiefer hat mich getroffen, dass die Erde nichts als eine intergalaktische Strafkolonie ist. Endlich ist es bewiesen!

THE PERKS OF BEING A WALLFLOWER

Ich sag noch zum Strike, „Sie, wenn ich dieses Buch durch habe, dann lese ich es gleich nochmal. “ Da bekommt der Erzähler, Charlie, den „Fänger im Roggen“ geschenkt und liest ihn dreimal hintereinander weg. Und es ist ein Fänger-Buch, eines, das einen anpackt, einem die Emotionen twistet; was Stephen Chbosky auf zwei, drei Seiten gestaltet, in seiner schlichten Sprache und durch die Augen eines 15jährigen betrachtet, kommt mit einer Wirkmacht daher, wie ich sie eigentlich nur von Coupland in Bestform kenne. Ich habe jedenfalls heute nochmal drei Exemplare geordert, zum Verschenken. Und möchte am Liebsten immer nur maximal zehn Seiten am Stück lesen, damit die sich entfalten können und nicht gleich wieder von den nächsten zehn Seiten getoppt werden. Sie müssen nicht viel wissen über den Inhalt der Geschichte, außer vielleicht, dass Charlies Lieblingslied „Asleep“ von The Smiths ist. Und wenn das ihre Sympathie erweckt, dann kaufen Sie sich „The perks of being a wallflower“ und setzen Sie sich damit in ein Boot, auf das es gleichzeitig regnet während aufmüpfig die Sonne strahlt. Das war ein Moment von Schönheit gestern, am Seeufer, der so ein ähnliches Gefühl von Begeisterung in mir ausgelöst hat, wie das Buch.