Just beautiful!
Archiv der Kategorie: Dann sind sie Helden
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GLAMMY BAMMY BOBAMMY
Erst holt mich der neue Bekannte von der Arbeit ab, dann kochen wir was, und dann kommen Freunde aus Russland und Polen und wir sitzen zu viert im Gästezimmer und erzählen und lachen, Geschichte, Gegenwart und Zukunft, und ich lerne u.a., dass die wenigsten Polen noch Russisch lernen, die waren ja auch Besetzte, und um so schöner ist, dass jetzt hier zwei sitzen, ein Russe, eine Polin, die Freunde sind und eine Generation offenbar ausgereicht hat, politische Geschichte hinter sich zu lassen.
Danach ein zweiter Durchlaud Asylum, Episode 11. Oh my, they are wrapping things up – eine noch und dann auch schon Finale. Bitte bitte, findet ein würdiges Ende für JudyBudy Bohudy Bananafudy Fofudy FeeFynaMoMudy, aber ich mach´s wie Jessica und vertraue auf Ryan Murphy. Hearty, Twiggster – wie weit seid Ihr mit Eurer Choreo? Ich kann das Lied mittlerweile auswendig, und das war nicht leicht. Ich weiß nicht ob es am Alter liegt oder den Medikamenten. Aber es war ein Triumph, als ich das erste Mal fehlerfrei mitsingen konnte!
Banana Fammy FoFammy, FeeFyna MoMammy
Und freu mich natürlich auf die Rückkehr von BananaFucky Fofucky!
MURLE MONROE
Das war so beflügelnd gestern, dass ich heute ein kompliziertes Oberteil angezogen habe, das exakt die Farbe der Ex-Girlfirend-Jeans hat, die ich wirklich nur dann anziehe, wenn ich sehr mutig bin. Ich müsste viel mehr, noch kompliziertere Oberteile besitzen – meine Schwester hat mich da durchschaut und mir dieses Necklush geschenkt, das man immer neu vernetzen und verknoten an und es ist immer gleich und immer anders (und zwei weitere in unterschiedlichen Designs liegen gerade auf einer USPS-Station in Brooklyn, seit 3 Tagen, und könnten endlich mal ins Flugzeug verfrachtet und nach Kreuzberg geliefert werden, wenn es nach mir ginge). Die Lieblingskollegin wies mich gestern darauf hin, als sie die Messing-Schatulle mit dem Anker drauf bewunderte –
„Wo hast du denn die her?!“
„Die hat mir mein Vater zu Weihnachten geschenkt. Hat er in einem Laden gesehen, als meine Eltern an der Ostsee waren.“
Und ich liebe diese Schatulle sehr und meinen Vater und meine Schwester für ihr Gespür. Und meine Mutter sowieso, die hat mir ja u.a. das Leben geschenkt. Mit maßgeblicher Beteiligung seitens meines Vaters.
Mehr Geschenke kamen in Gestalt der neuesten AHS-Asylum-Episode von Freundin Monty, die mich darüber hinaus als Murle bezeichnet hat. Und Russen, die Englisch sprechen in der Wohnung, und mit denen man durch dick und dünn Pferde stehlen kann – und Bowie hat ne neue Platte und Devendra auch – ich bin REICH!
LIEBE
Es ist ja immer viel hier in der Stadt, das flüchtig ist, aber wenn jemand sich meldet, der selten aber Dauer ist, dann ist das speziell, und das ist jemand, der einst mal ein Schutzbefohlener war, den ich zunächst in Acht nahm und shelterte, und der dann später wiederkam, und dann erklärte ich ihm Rimming am Beispiel, unter anderem, und heute sind wir so, dass, wenn wir nicht quatschen, oder auf jemanden warten, der zu der Party hinzustößt, nicht, was Sie denken, dann knutschen wir. Das können wir ziemlich gut. Und er erklärt mir wie viel ich für ihn bedeute, was ich ausgelöst habe (nicht allein das Rimming; sondern überhaupt, und dass ich der erste war, der ihn als schön bezeichnet hat – und er ist noch viel viel schöner geworden – ) und dann knutschen wir bis es an der Tür klingelt und/ oder darüber hinaus. Und auf eine gesunde Art und Weise fühle ich mich vaterlich brüderlich inzestuös und total wohl mit diesem Menschen, der nun, von allererst völlig unverdorben, mittlerweile etwas streetwiser geworden ist, und immer wieder hier aufschlägt und bei dem ich mich wohl fühle, ihm ein Dach über dem Kopf zu leihen oder seinen Schwanz zu blasen, oder mit ihm ineinandergeschränkt einzuschlafen. Oder sonst noch alles so. Und, nein. Leserinnen. Kein Blogger. Nicht was Sie denken.
PUNKTEN
So, nach ner Woche ohne Satzzeichen geht auch die Matrix wieder. Ich scheue mich ja immer, so Tasten zu drücken wie „Alle Daten löschen“ – but it did the trick, und alles, was noch da sein soll, ist auch noch da! Next up – die ca 120 bei Itunes gekauften Songs, die der neue Mac angeblich nicht wiedergeben darf, vom alten Mac in die Dropbox und von dort ins neue Itunes. Wofür so graue Vormittage eben gut sind. Und die Ruhe, die ich dabei bewahre – yay!
SPEECHLESSLY ECSTATIC or GLEESYLUM
(Schnell schauen bevor´s gesperrt wird!)
RÜCKBLICK/ VORSCHAU
Eigentlich wollte ich keinen Jahresrückblick schreiben, weil soviele finstere Erinnerungen hochkamen – allen voran natürlich die unaushaltbare Angst-Phase, aber dann wieder gab es Highlights – das eigene Buch in der Hand zu halten, ein paar liebevolle Rezensionen zu lesen und die Verrisse auszuhalten und wegzustecken.
Wenn einen die Angst im Griff hat, dann bleibt nicht viel Zeit für andere emotionale Aufgaben. Die Angst vor der Angst hat mich fast permanent beherrscht, erst seit ein paar Monaten und dank der Medikamente ist sie – nicht weg, aber in den Hintergrund getreten. Ich lebe ein weitestgehend normales Leben, Pharma-Industrie sei Dank. Keine Panikattacken seit wir die richtige Dosierung gefunden haben.
Das Ashby-Sequel bestimmte die erste Jahreshälfte. Vormittags schreiben, danach arbeiten, aber es war keine Quälerei, ich war gern mit meinen Figuren in Berlin unterwegs. Bevor ich allerdings mit einem dritten Teil beginne, beschäftigt mich das Projekt, das in so viele Richtungen gehen kann, dass es schwer ist, einen Anfang zu finden. Aber ich lese mich in die Materie ein. Es geht darum, Gutes zu tun. Einen Hebel anzusetzen. Und ist natürlich von dem Erlebnis Panikstörung geprägt. Kein Erfahrung ist so schlecht, als dass man nicht einen Nutzen aus ihr ziehen kann – so mein Großvater MetalDick. Der Mann wusste bescheid.
Nach der Jahresendfeierei setzt immer so unmittelbar und gnadenlos der Berliner Januar ein, der in seiner Scheußlichkeit nur vom Berliner Februar getoppt wird. Aber es hilft, sich auf die bevorstehenden Frühlings- und Sommermonate vorzufreuen und dieses Jahr, endlich, auf den Frankfurter Buchherbst. Zuvor noch die Arbeit am lektorierten Skript, eine der angenehmsten Arbeitsphasen. Also, ich bin ziemlich bereit für 2013. Und jetzt besinne ich mich auf die Vorfreude auf vier weitere Stunden Jessica Lange in diesem Januar in „American Horror Story – Asylum“.
LET´S TALK ABOUT KEVIN
If it wasn´t for Mister Strike, wäre mir dieses Meisterstück glatt entgangen, dabei passt es so ausgezeichnet in den Themenbereich, der mich jetzt seit einiger Zeit beschäftigt. In „Let´s talk about Kevin“ wird mit verschiedenen Zeitebenen kunstvoll jongliert. Wir erleben die Geschichte einer Kleinstadtfamilie in facettenartigen Abschnitten und die ist in ihrer Simplizität und Folgerichtigkeit barbarisch und eigentlich unerträglich. Der Trailer vermag leider kaum die Stimmung des gesamten Films einzufangen, aber schon nach wenigen Minuten ist man drin in dieser wirklich einzigartig gelungenen cineastischen Komposition. Und, Sie merken, bislang habe ich fast „nur“ vom Schnitt gesprochen. Die Besetzung der überforderten Mutter mit Tilda Swinton ist herausragend. Das gleiche muss man von allen drei Darstellern des Problemkinds Kevin sagen. Allen voran Ezra Miller – eine Inkarnation des Bösen, wie es sie zuvor im Film noch nicht gegeben hat. Wie seine Mutter möchte man nichts mehr, als dass er endlich ein guter Junge werden möchte, er ist doch eigentlich mitunter ein Engel. Oder? Am Ende ist es ein Film über Liebe, aber alles andere als ein Liebesfilm. Und einer über Aufmerksamkeit. Kevin hat sie. Der Film verdient sie. Ein Gedicht.
COMMANDER OF THE BRITISH EMPIRE
Kate Bush.
OFFICER OF THE BRITISH EMPIRE
Ewan McGregor.
Ich wäre gern bei der Verleihung anwesend. Und könnte mich gar nicht enstcheiden, mit wem ich lieber nach Hause ginge. Oh, England, my Lionheart…