Archiv der Kategorie: Crazy Ladies

LA LUPE

„The first time you buy a house you see how pretty the paint is and buy it. The second time you look to see if the basement has termites. It’s the same with men.“

(Lupe Velez)

Wie sagte Patsy Stone einmal zu Edina Monsoon „Put them in the bowl, Dear“. Aus gegebenem Anlass hier ein Akimbo von Lupe Velez, die in ihrer Kloschüssel ertrank, anstelle, wie geplant, durch eine Überdosis Seconal zu sterben. Merke: Seconal nie auf vollen Magen, sonst Brechreiz. Brechreiz in Verbindung mit Seconal-Halbkoma und rutschigem Badezimmerläufer = unglaublich bescheuerte Todesursache, die legendärer sein wird als ein paar Hollywood-Filme in den 30ern und 40ern. Ansonsten bemerkenswert zu Lupe: sie war mit Johnny Weissmueller verheiratet und hat in einer tatsächlich unglaulich witzigen slowburn-Sequenz von Oliver Hardy mal ein rohes Ei an den Kopf bekommen. Oder war es in den Schuh?
lupehardy

SOUNDS OF SILENCE, BAYERN 3

Was wäre eigentlich so schlimm daran, zu zu geben, dass jemand einen Schlaganfall hatte? „Verstummt über tragische Anlässe“ ist natürlich von viel größerer tragischer Bandbreite. Vor allem im Süden der Republik, da unten im Freistaat. Das erinnert mich an die Schauspielerin, die behauptete, die eigene Tochter zu sein, weil sie nicht zugeben wollte, wie alt sie wirklich ist (das Motiv hat Thomas Tryon zu „Fedora“ gebracht, was widerum Billy Wilder verfilmte.)
Und eines will/muss ich Schuermi lassen – für eine Frau über 70 sieht sie tadellos aus. Und natürlich hat sie mein Mitgefühl.

NACHMITTÄGLICHER NACHTRAG:
Und natürlich entschuldige ich mich hiermit bei allen Googlern, die die Wortkombi „Schuermann, verstumm“ getippt haben und bei mir gelandet sind für die Respektlosigkeit meiner Beiträge. Und sage noch einmal: Was ist so schlimm daran über 70 zu sein und zu gestehen, dass man einen Schlaganfall hatte? (Wenn man nicht sprechen kann, dann kann man das Geständnis ja schriftlich geben.) Und wie, so frage ich mich heute, sehen die Telefonate zwischen E. Herman und Schuermi aus, bzw. wie hören sie sich an???
Aber jetzt, versprochen, hier mein letztes Wort zum Themenkomplex stumme Schuermi: Wort.

APOLOGIES TO JESS

Und damit Jessica mir wirklich nicht mehr böse sein kann: heute läuft „Don´t come knocking“ an. Frau Lange und Herr Shepard. Das könnte trotz Wim Wenders schön werden.

titusjess

The picture is from „Titus Andronicus“. Die „Don´t come knocking“-Site ist nicht sehr up to date… Shame on you, W.Wenders!

YOUTH BE TOLD

Don´t get me wrong. Wenn es eine lebende Schauspielerin gibt, vor der es sich lohnt, sich zu Boden zu werfen und den Asphalt zu lecken, auf den ihre Füße treten werden, dann ist es sie – Jessica Lange. Für mich gibt es keine größere, fähigere und schönere Hollywood-Größe. Sie ist einzigartig, göttlich – ein Gesicht das paralysieren kann mit einem Blick. Im aktuellen Stern berichtet Jessica, dass Plastic Surgery für sie nicht on Frage käme. Nun ja. Aber was ist dann mit der Haut über ihren Augen passiert? Weshalb, so fragt www.awfulplasticsurgery.com zurecht, ist Jessica auf einmal eine blonde Asiatin?
Ich bin ein Verfechter der plastischen Chirurgie – ich liebe Goldie Hawns Gesicht, bewundere Madonnas Chirurgen. Und Cher´s Frankenstein verdient das Platin-Skalpell. But who the fuck fucked up Jessica??

jessi

Trotzdem, let me make it clear: „Jessica, I adore you no matter what you say about plastic surgery. Ever since i first saw „Frances“ you´ve been the Diamond Goddess in my pantheon of supernatural actors. And no matter what you do with your face – I love you. And thanks for being outspoken about that president. And the more I think of it, the more I think I should have shut up about the surgery.“

NEIN JULIA, NEIN!

Nein- ich bin nicht immer ein böser Mensch, der sich über schlechte Filme lustig macht und toten Diven hinterherweint. Ich weine auch lebenden Diven und auch solchen, über die sich andere lustig machen) nach: imdb.com berichtet dieses Wochenende, dass Julia Roberts ihre Babypause ausdehnt: für IMMER. NEIN NEIN NEIN – Julia, das will ich nicht akzeptieren. Du kannst nicht abtreten mit einem Dreck wie „Ocean´s 12“ als letztem Film. Bitte tu mir das nicht an. Auch wenn die Menschen sich über Deine Lippen lustig machen und andere Dich mit einem Pferd vergleichen – ich LIEBE Dich und werde Dich immer lieben. Allein für „My best friend´s wedding“ hast Du für immer einen Platz in meinem Herzen. Und mir gefielen sogar „Stepmom“ und „Mary Reilly“ und mein Lieblingspseudonym, wenn ich mal eins bräuchte -as for now, GlamourDick suits me just fine- wäre Erwin Brockovich. „America´s Sweethearts“ und „Confessions of a dangerous mind“ hätten nicht sein müssen. Und vom „Mexican“ hatte ich mir mehr versprochen, aber nie durfte ein Star breitere Hüften tragen als Du, und eine blöde Frisur und trotzdem will man Dich in den Arm nehmen, Dich auskitzeln und zum Lachen bringen und dass Du Taufpatin nicht vorhandener oder auch nur konzipierter Kinder wirst. Wenn Du jetzt nicht gerade Julia hießest sondern möglicherweise Greta oder Aphrodite, dann würde ich sogar ein Haustier nach Dir benennen, wenn ich eines hätte. Vielleicht ein Chinchilla. Oder einen Weimaraner (beim Gedanken an dieses Grau/Grau-Fellkomponenten Chinchilla/Weimaraner erwacht die Cruella DeVil in mir, aber das nur am Rande.)
Bitte P.J. Hogan – schreib Julia was. Notfalls können ja die Zwillinge mitspielen, dann zählt das Argument nicht, dass sie sich um die Kinder kümmern muss. Das kann sie doch auch in einem Film, oder? Außerdem hat Julia noch nie mit Goldie gespielt. Oder mit Jessica Lange, der Göttin!! P.J. – bitte – schreib denen was! Ich schenk Dir sogar die Copyrights an Ines Schreiber, aber bitte TU WAS!
Es kann nicht sein, dass die Filmwelt mit Fettfressen-Z-Stars wie Zellweger und Zeta Jones zurück gelassen wird. Kann die nicht mal jemand zurück ziehen? Oder Katie Holmes, Meg Ryan, Penelope Cruz?
P.S.: Und dass Du Zwillinge bekommen hast und nicht etwa nur EIN schnödes Baby, dann auch noch von dem entzückenden Surfer-Typ, das find ich auch gut. also, Julia, lass mich nicht betteln. Komm zurück!!!

UNEASY RIDER

„I´m feeling my best when I´m happy.“
(Winona Ryder)
Das stand mal im National Enquirer zum Thema die dummen Dinge, die Stars so von sich geben. Ich hab Winona trotzdem lieb. Und das, obwohl sie mich nicht bei meiner Magisterarbeit über „Die Metamorphosen Draculas: Von Stoker bis Coppola“ unterstützen wollte.
Man (insbes. Schroeder) beachte den Anflug eines Akimbos! Zarte Andeutung ist Winonas Spezialität. So war auch ihr Einkaufsverhalten nur zarte Andeutung eines Verkaufsvorgangs. Das kann man ihr nicht nachtragen, beim besten Willen nicht.

DIE RUDERKÖNIGIN VOM SCHLACHTENSEE

Sommer 2004. Nach mehrstündigem Schippern auf dem See und Verspeisung sämtlicher Lebensmittel-und Getränkevorräte, die Sonne britzelt noch, die Leiber sind hungrig und erst rosa, wollen aber nicht vom Wasser, bleibt uns nur eines. Ein Besuch im Bootsverleih (mit angeschlossener „Gastronomie“). Kai holt Essen, Trinken, Eis und will gerade wieder ins Boot steigen, da werden wir Zeugen eines dramatischen Vorfalls. Eine junge Dame, blondgelockt, keine Apfelsinen im Haar, aber eine Tochter an Bord, versucht ungelenk ihr Leihboot am Bootssteg einzuparken. Dort herrscht reger Betrieb. Der freundliche bezirksansässige Bootsverleih-Angestellte ermutigt:
„Frollein so jeht det woll nich. Du bist ja falschrum.“
Frollein (irritiert, verängstigt, ein wenig garstig): „Wie? Was? Falsch rum! Da könnte ja jeder kommen! Und schon gar nicht in diesem Ton, bitte!“
„Na nu stell Dir mal nich so affich an – Du musst det Boot wenden!“
(Mit einer zickigen Note, ZDF-Vorabendserien-fähig): „Wenden? Wie stellen Sie sich das vor? Bin ich hier die Ruderkönigin oder was?“
Kai bittet mich sein Eis zu halten, springt ins Wasser und hilft Frollein beim Einparken.
„Sehen Sie – der junge Mann hier hilft mir wenigstens, anstatt blöde Sprüche zu machen.“
Mit einem Rest Restwürde packt Katja Riemann Sachen und Tochter, verschwindet hohen Hauptes zwischen amüsierten Ausflüglern. Ein Sympathiepunkt für Haltung an die Ruderkönigin vom Schlachtensee. Demnächst in dieser Rubrik: „Die seltsame Gräfin vom Schlachtensee“.

water
(Abkühlung nach hysterisch-hitzigem Lachanfall. GlamD. in seinem Element)